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Des Kannibalen nächstes Mahl

GeschichteThriller, Angst / P16 / MaleSlash
Itachi Uchiha Izuna Uchiha Kisame Hoshigaki Madara Uchiha OC (Own Character) Tobirama Senju
29.12.2020
21.02.2021
8
15.988
8
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
29.12.2020 1.741
 
Herzlich willkommen, werter Leser zu meiner neusten Fanfiktion. Ich hoffe sie gefällt euch. Die Kapitel werden aus der Sicht von Tobirama und Itachi geschrieben sein, wenn auch nicht abwechselnd, sondern einfach so, wie es gerade passt. Ich möchte darauf hinweisen, dass es des Öfteren Fussnoten geben wird, also falls ihr die zuerst lesen wollt könnt ihr einfach runterscrollen. Ich werde auch im jeweiligen Vorwort darauf hinweisen.
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich die Namen in ‘japanischer’ Reihenfolge schreiben werde, also Senju Tobirama, nicht Tobirama Senju, also wundert euch nicht.
Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und würde mich über Rückmeldungen, auch kritische, freuen.
Lg Sharena

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Warnung: Diese Geschichte Behandelt Mord, Kannibalismus, Entführung und Freiheitsberaubung. Man beachte dabei, dass die meisten Charaktere Kinder und Jugendliche sind. Ich werde aber nicht mehr ins Detail gehen, als ein True-Crime-Podcast oder eine Zeitung oder Doku. Wer das nicht verträgt, sollte diese Geschichte nicht lesen.

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Kapitel 1/ Tobirama

Es ist ein ziemlich normaler Tag Ende August. Die Schule hatte gerade erst begonnen und Senju Tobirama, seines Zeichens Lehrer in der Konoha-Mittelschule1, entscheidet sich spontan dazu noch einkaufen zu gehen. Keinen Wocheneinkauf, um Gottes Willen, den will er erst in einer Woche machen, wenn er sein Auto aus der Werkstatt abholen kann. Nur was zum Abendessen, vielleicht Fertigpizza, und vielleicht eine Flasche Wein oder Sake.
Von der Schule zum Einkaufcenter ist es eine Viertelstunde zu Fuss und obwohl es einen Bus gibt, der die Strecke fährt, läuft er die Strecke.
Tobirama braucht Zeit zum Nachdenken. Am Abend des letzten Tages hatte man eine weitere Kinderleiche gefunden, ein weiteres Opfer des Kannibalen von Konoha. Deswegen waren seine Klassen heute auch zu nichts zu gebrauchen gewesen. Gleichzeitig waren sie aufgedreht und verängstigt gewesen, bei dem Gedanken es könnte sich dabei um einen ihrer Freunde handeln. Die kleine Hinata hatte im Mathematikunterricht bei ihm sogar einen Heulkrampf bekommen, weil sie solche Angst hatte, es könnte sich bei der Leiche um ihren besten Freund Kiba handeln. Und wen sich Tobirama die anderen Lehrer hört, war es nicht der einzige Zusammenbruch den es an diesem Tag gab. Manche Kinder kamen aus Angst -oder der ihrer Eltern- gar nicht mehr zur Schule.
Tobirama versteht sie. Dieses Monster versetzt seit Jahren die Eltern von Konoha in Furcht und Schrecken, und zwar sämtliche. Es entführt Kinder aller Altersgruppen, vom Säugling über Grundschulkinder und solche aus der Mittelschule bis zu einer schwangeren Achtzehnjährigen und einem Mann, der schon Mitte Zwanzig ist. Und er tat es überall: Kiba verschwand samt Hund und Schwester beim morgendlichen Gassigehen, andere auf dem Schulweg oder bei etwaigen Treffplätzen. Ein siamesischen Zwillingspaar2 wurde vom Krankenhausflur weg entführt und Tobiramas eigene Nichte Kenade vor mehr als drei Jahren aus dem eigenen Garten.

In Gedanken an seine Nichte erreicht Tobirama das Einkaufscenter. Kenade war ein echtes Wunder, kam am sechsundvierzigsten Geburtstag ihres Vaters zur Welt. Mein schönstes Geburtstagsgeschenke, nennt Hashirama die Kleine. Ihr Bruder Akira, der gute zwanzig Jahre älter ist als seine jüngste Schwester, meinte manchmal er könne mit ihr ja schonmal für seine eigenen Kinder üben.
Und dann verschwand Kenade. Sie hatte im Planschbecken gespielt, mit ihrer Meerjungfrauenpuppe, als Hashirama kurz ans Telefon musste. Und als er sie fürs Mittagessen reinholen wollte, war sie samt der Puppe verschwunden. Seitdem machte sich sein Bruder furchtbare Vorwürfe: hätte er nicht besser aufpassen müssen, warum hatte er sie überhaupt alleine gelassen, er wusste doch wie vertrauensselig die Dreijährige war. Zweimal wäre sie fast mit einem Fremden mitgegangen, es ist gut denkbar das beim dritten Mal keiner eingreifen konnte.

»Guten Abend, Senju-Sensei!«
Der laute Ruf reisst Tobirama aus seinen trüben Gedanken. »Oh, guten Abend Gerda-San. Was machst du den hier, hattest du nicht schon vor einer Stunde aus?« fragt er seine Schülerin.
»Ich war noch beim Frisör. Und jetzt warte ich auf meinen Vater. Wir wollen noch einkaufen gehen.« antwortet sie. Gerda ist ein hübsches Mädchen, zwölf Jahre alt, hat eine grosse, runde Brille und sich die Haare erneut gefärbt. Diesmal in dunklem Grün.
»Ach so.« Tobirama nickt. »Und jetzt wartest du alleine? Du weisst doch, dass man das momentan nicht sollte.«
Gerda zuckt mit den Schultern. »Wir sind doch mitten im Einkaufcenter. Und wenn es ihnen solche Sorgen bereitet, können sie ja hier warten. Mein Vater kommt sowieso gleich.«

Tatsächlich warten die beiden aber eine halbe Stunde auf Gerdas Vater. Und als er endlich vorfährt, staunt Tobirama nicht schlecht: »Madara?! Seit wann hast du eine Tochter?«
»Pflegetochter, Kätzchen, Pflegetochter und das schon seit zehn Jahren.« Madara verdreht die Augen. »Wenn ich fragen dürfte, weshalb sitzt du hier neben meiner Pflegetochter?«
Tobiramas Ohren werden Feuerrot als Madara ihn mit seinem alten Spitznamen anspricht. Vor vielen Jahren hätte man Madara wohl als seinen Schwager in spe bezeichnen können. Mito und Hashirama hatten schon immer eine sehr offene Beziehung geführt und so kam es, dass sein Bruder irgendwann sowas wie eine Beziehung mit Madara hatte. Sehr zu Tobiramas Ärger, schliesslich hatte er den Schwarzhaarigen nicht gut leiden können. Einige Jahre ging das ganz gut, teilweise hatte Hashirama auch bei Madara gewohnt, und vermutlich wäre das auch ewig so weitergegangen, wäre da nicht Madaras rasende Eifersucht gewesen. Und so hatten sich die beiden dann doch im Guten getrennt. Wie lange war das jetzt schon her? Acht Jahre? Neun? Vielleicht waren es auch schon zehn, Tobirama weiss es nicht mehr.
»Wir haben uns zufällig getroffen und ich habe mit ihr gewartet. Schliesslich sollte man in diesen Tagen sich nicht alleine draussen rumtreiben. Aber eigentlich ist es ganz gut, dass ich dich gerade treffe, ich wollte sowieso mit dir reden.«
»Hier? Auf einem Supermarktparkplatz? Aber wenn du willst können wir bei uns zuhause reden.«

Schlussendlich hat Tobirama zugestimmt, zum Essen mitzukommen. Madara wohnt ohnehin im Penthaus nur eine Strasse weiter und Tobirama hat sich schon immer gewundert, wie es in dem Luxusappartement wohl aussieht, und so war es keine schwere Entscheidung.
In Konoha gibt es nur keine Handvoll wirklich hohe Häuser und im höchsten der paar wenigen, im Penthouse lebt Madara. Eine wirklich schöne, sehr grosse Wohnung mit noch grösserer Terrasse. Auf der sitzen die beiden mittlerweile. Madara hat Gerda längst ins Wohnzimmer gescheucht, wo sie sich eine TV-Show ansieht und Pudding futtert, und hat ihnen Schokopudding und eine Flasche Wein geholt.
»Also Kätzchen, was hat Gerda angestellt?«
Tobiramas Ohren laufen wieder rot an. »Geschlafen hat sie, im Unterricht! Und nicht nur heute, schon seit sie auf die Schule gekommen ist. Gerda ist permanent übermüdet, in den Pausen schläft sie oft auf der Fensterbank und manchmal auch während des Unterrichts. Das kann so nicht weitergehen!«
Madara nickt bedächtig, nippt an seinem Glas. »Das kann gut sein, in der letzten Zeit ist sie oftmals viel zu lange wach. Ich komm ja oft ziemlich spät nachhause, wegen der Arbeit, und sie ist oft wach, bis ich komme. Gerda kann nicht schlafen, wenn sie alleine in der Wohnung ist. Aber ich schaue, ob ich früher nachhause gehen kann.«
Tobirama nickt. »Ich denke, dass ist mal ein Anfang.«
»Und sonst schau ich, dass sie abends nichtmehr solange am Handy hängt. Und wenn sie weiterhin so müde ist, müsst ihr mir einfach anrufen, meine Nummer habt ihr ja.«

Eine Weile bleibt es still. Stumm löffelt Tobirama seinen Pudding auf. Mittlerweile ist es dunkel geworden, man sieht von hier oben die Lichter von ganz Konoha. Es sieht ein bisschen aus, wie eine Miniaturstadt.
Irgendwann geht Madara rein, stellt Gerda den Fernseher ab und schickt sie ins Bett. »Was grinst du so?« fragt er Tobirama.
Dieser zuckt mit den Schultern. »Ach nichts, mir fällt nur grade auf, dass die Situation noch vor ein paar Jahren nie zustande gekommen wäre. Da hätte ich dich schon beim ersten Kätzchen vom Dach gestossen.«
Madara grinst. »Das stimmt wohl. Wir werden wohl weich auf unsere alten Tage.«
Ein Nicken. »Sag mal, kann ich mal deine Toilette benutzen?«
»Natürlich, natürlich. Die rechte Tür im Wohnzimmer, den Gang runter, der rechte Raum.«

Tobirama steht auf. Ihm ist schwindelig. »Danke, ich komm dann gleich wieder.« Im Gang hängen Fotos. Welche von Landschaften, einige von Gerda und ein grosses Porträt von Madaras Bruder, Izuna, der vor vielen Jahren verschwand. Wie vom Erdboden verschluckt.
Das Bad ist fast ganz in weiss gehalten. An der Wand über der Badewanne ist ein Mosaik. Die Rose verschwimmt vor seinen Augen. Sein Kopf pocht. Und dann wird alles schwarz.

Als Tobirama wieder aufwacht liegt er in einem Raum, den er nicht kennt. Er ist karg, ganz weiss, irgendwie steril. Er steht auf, muss sich am Bett festhalten. Vor seinen Augen dreht sich der Raum. Dann tappt er zur Tür. Er trägt keine Schuhe und auch keine Socken. Aber er kann die Türe gar nicht erst öffnen, das macht jemand anderes, bevor er es kann.
Vor der Tür stehen eine Gestalt: »Willkommen in der Hölle, Senju Tobirama.«

Herzlich willkommen zu den zwanzig Uhr Nachrichten. Die Polizei bittet um die Bevölkerung um Mithilfe: seit dem letzten Freitag fehlt von Senju Tobirama, Lehrer der Konoha-Mittelschule, jede Spur. Sollten sie ihn gesehen haben, informieren sie sofort die Polizei. Senju ist sechsundvierzig Jahre alt, ein Meter zweiundachtzig gross und siebzig Kilo schwer. Körperliche Besonderheiten: Er ist ein Albino, weswegen er weisses Haar und rote Augen hat. Aufgrund des Albinismus sieht er nur schlecht3, weshalb die Sorge besteht, er könne verunglückt sein. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er ein weisses Hemd, eine blaue Krawatte, schwarze Jacke und Jeans sowie weisse Schuhe und eine Sonnenbrille.
Des Weiteren gab es heute erneute Proteste gegen den Ausbau der Meeressäugeranlage im Aquarium von Konoha gegeben. Wir schalten zu Akira. Akira, was ist genau vorgefallen?


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1)     Mittelschule: In Japan gibt es Grund-, Mittel- und Oberschulen. Die Mittelschule besuchen dabei die Teenager zwischen zwölf und fünfzehn.
2)     Siamesische Zwillinge haben eine Fehlbildung durch die sie körperlich verbunden bzw. Zusammengewachsen sind. Kurzgesagt: die Eizelle trennt sich bei der Entstehung von eineiigen Zwillingen nicht komplett, wodurch sie zusammengewachsen sind. Meistens ist das im Brustbereich oder an der Hüfte. Nur in 2% Prozent der Fälle sind sie am Kopf verwachsen. Noch seltener ist die Dizephalie bei der zwei Köpfe auf einem Körper sitzen.
Ich hab das in die Geschichte aufgenommen, weil ich Sakon und Ukon cool finde und mir sonst kein Weg eingefallen ist, um dieses ‘Sich den Körper teilen’ in die echte Welt zu transportieren.
3)     Tatsächlich haben sehr viele Menschen mit Albinismus Sehprobleme, weil Teile des Auges nicht richtig ausgebildet sind. Siehe Hier Klick mich
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