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Ein Stern inmitten von Wolken

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18
Deidara Hidan Itachi Uchiha Kakashi Hatake OC (Own Character) Tobi
28.12.2020
13.01.2021
3
7.176
 
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13.01.2021 3.548
 
Ich bin wie Kakashi, immer etwas spät dran!

Aber here we go, das Kapitel ist etwas länger geworden, als ich das ursprünglich geplant habe.
Alles noch etwas Basic, im nächsten Kapitel gibt es dann etwas Drama, Zärtlichkeiten und neue Informationen!

xoxo,
Ginie

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[Pov: Hikari]

Ich überlegte, ob ich wirklich noch einmal aufstehen sollte, Tobi schien den Knall und das Hämmern gar nicht mitbekommen zu haben, denn er schlief immer noch wie ein Baby. Ich drehte mich zur Seite und schloss die Augen, als es plötzlich noch einmal laut knallte. »Was zum.. Das ist doch nicht etwa Deidara?«, flüsterte ich mehr zu mir selbst, aber bekam von meiner Rechten eine Antwort. »Ich weiß nicht, das klingt eigentlich immer anders, soll ich mal gucken gehen?«, fragte Tobi, ich drehte mich zu ihm und schüttelte den Kopf. Ich stand auf und schritt leise zu unserer Zimmertür, öffnete sie einen kleinen Spalt und schielte durch die kleine Öffnung. Ich konnte nur leider nichts erkennen, also öffnete ich sie weiter und stellte mich mit einer Körperhälfte in den Gang. »MACH DIE TÜR AUF, DU BASTARD«, schrie der Silberhaarige und hämmerte gegen eine der vielen Türen, ob das Hidans Zimmer war? Auf jeden Fall konnte ich mir jetzt das Klopfen erklären, es klang nur vorher viel stumpfer, die Wände scheinen also eine Menge abzufangen. Es wunderte mich, dass außer mir sich niemand für den Lärm zu interessieren schien. »Hidan? Kann ich Dir helfen?«, fragte ich ihn unsicher. Er war immerhin bisher nicht sonderlich freundlich zu mir gewesen. »Verpiss Dich Mädel, ich hab hier zu tun«, entgegnete er mir und wandte sich danach wieder der Tür zu. »Pass auf Narbenfresse, wenn ich Dich in die Finger kriege! Ich reiße Dir jedes Deiner scheiß Herzen einzeln raus!«, knurrte er wütend. Als sich ruckartig die Tür öffnete und Hidan am Hals von einer Hand gepackt und gegen die gegenüberliegende Wand befördert wurde. »Argh, Du verdammter«, knurrte er und bekam im nächsten Moment eine Faust in die Magengegend, was ihn Blut spucken ließ. Kakuzu zog seine Arme zurück und trat in den Türrahmen. »Es reicht Hidan«, drohte er dem Silberhaarigen. Hidan sackte dabei zu Boden und schielte nur nach Oben. »Ich hasse Dich, Du alter geldgeiler Sack! Es war ein Kopfgeld! EINS!«, schrie er den großen Mann an. Kopfgeld? Sie streiten wegen eines Kopfgeldes?! Ich stand immer noch wie angewurzelt im Flur, mein Blick switchte immer wieder zwischen den beiden Männern hin und her. Kakuzu sah zur Seite, sein Blick ruhte einen Moment auf mir, dann wandte er sich wieder Hidan zu. »Es ist jedes Mal das gleiche Hidan, ich habe Dich gewarnt. Du kannst heute hier draußen schlafen.«, seine Stimme klang zornig, dennoch ruhig. Er drehte sich um und schloss die Tür, Hidan versuchte noch aufzustehen, um die zufallende Tür aufzuhalten, war aber nicht schnell genug um hämmerte noch ein paar Mal dagegen. »FICK DICH, FICK DICH, FICK DICH, DU MIESER PENNER!«, schrie er, aber erntete keine Reaktion von Kakuzu. Hidan bemerkte, dass ich immer noch im Flur stand. Er sah mich an und zog die Augenbrauen zusammen. »Du Schneck-.. Hikari, kann ich vielleicht bei Dir pennen, mein Mann und ich haben gerade ne Krise?«, er grinste und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Warte Moment, versucht er gerade witzig zu sein? Wirklich jetzt Hidan? »Ähm, also ich weiß nicht«, meinte ich verunsichert. Sollte ich wirklich Hidan bei mir übernachten lassen? »Du hast doch gefragt, ob Du helfen kannst. Ich brauche einen Schlafplatz, hab kein Bock hier auf dem Boden zu pennen. Komm schon, ich fasse Dich auch nicht an, versprochen. Ich habe gerade erst ne Olle weggeknallt, das hält n Moment an und außerdem will ich mir ja den Zorn Deidaras nicht zu spüren geben.«, er zwinkerte und fing an zu lachen. »Du kannst mit Tobi kuscheln, der freut sich sicherlich«, zwinkerte ich zurück und ging zurück in mein Bett. Ich legte mich hin, deckte mich zu und drehte mich Richtung Wand. Tobi schien bereits wieder zu schlafen.

Ich ließ die Augen geschlossen und konzentrierte mich darauf, ob Hidan wirklich das Zimmer betrat. Ich konnte keine Schritte hören, aber ich habe die Tür ins Schloss fallen hören. Danach wieder Stille. Ich wunderte mich, ist er doch nicht hereingekommen? Hat er die Tür von außen geschlossen? Ich wollte nachsehen, aber aus irgendeinen Grund traute ich mich nicht. Kurz bevor ich mich aufrichten wollte, bemerkte ich wie die Matratze einsackte und mein Rücken mit einer angenehmen Wärme umgeben wurde. Hidan legte sich zu mir ins Bett. Schockiert drehte ich mich um, wollte ihn gerade anschreien, als mein Blick auf den schlafenden Tobi fiel. Das wollte und konnte ich jetzt nicht erklären. Also sah ich Hidan böse an, der mich mit einem funkeln in den Augen mustere. Ich hatte mich auf einen Arm abgestützt, meine Haare fielen mir leicht ins Gesicht. »Ich habe gesagt, Du kannst mit Tobi kuscheln. Falsches Bett, Hidan«, flüstere ich mit einem bissigen Unterton. Hidan grinste, »Ich hab doch gesagt, ich fasse Dich nicht an, man. Ich schwöre«, er hob unschuldig die Hände. Ich verdrehte die Augen, drehte mich wieder zurück Richtung Wand. »Ich warne Dich, Hidan«, knurrte ich. Er jedoch ging darauf nicht weiter ein, er meinte nur noch locker »Danke« Danach schlief ich ein.

Am nächsten Morgen wurde ich früh wach, ich konnte eine angenehme Wärme am ganzen Körper wahrnehmen. Als ich die Augen öffnete, konnte ich sehen, wie mich zwei starke Arme umarmten. Als ich bemerkte, das Hidan sich im Schlaf an mich gekuschelt hatte, blieb mir das Herz stehen. Ich konnte ein Schnurren in meinem Ohr vernehmen, er schien direkt mit seinem Gesicht an meinem Hinterkopf zu schlafen. Ich konnte mich kaum bewegen, er schien kräftiger zu sein, als er eigentlich aussah. Obwohl er schon einen sehr schönen Körperbau hatte. Ich hoffte nur, das Tobi noch nicht wach wahr, ich wollte nicht das er sieht, wie ich mit Hidan kuschelte. Er würde das sofort Deidara erzählen. Ich fragte mich nur, wieso ich mir darüber solche Gedanken machte, immerhin geht es ihn ja eigentlich gar nichts an. Aber nach der Reaktion gestern ist es wohl besser, wenn er davon nichts erfährt. »Hidan«, flüstere ich, »Hidan«, wiederholte ich. Keine Reaktion des Silberhaarigen, ich versuchte mich in seine Richtung zu drehen. Ich lag mit meinem Gesicht direkt vor seinem »Hidan, kannst Du mich bitte loslassen«, flüstere ich direkt gegen seine Lippen. Er öffnete seine Augen einen kleinen Spalt und fing dann an zu grinsen, er schien bemerkt zuhaben, das er mich direkt im Arm hielt. »Wow, Du siehst selbst am Morgen wunderschön aus«, raunte er. Ich konnte spüren, das meine Wangen rot anliefen. Ich schaute verlegen weg. »Kannst Du mich jetzt bitte loslassen?«, flüstere ich mit zittriger Stimme. Es ist seltsam, er ist ganz anders gestern. Aber wahrscheinlich nur, weil er meine Hilfe brauchte. Er kam meiner Bitte nach und ließ mich los, zu meiner Überraschung stand er sofort auf, erst jetzt fällt mir auf, dass er nur eine Boxershorts trug. Mein Gesicht wurde noch rötlicher. Er lief zur Tür und noch bevor ich sagen konnte, dass er warten solle, weil ich insgeheim Angst hatte, dass er Deidara in die Arme laufen könnte, war er auch schon zur Tür raus. Ich zog mir die Decke über den Kopf, ich wollte am liebsten schreien. Was war das für ein komischer Start bei Akatsuki?

»Kari-chan?! Bist Du wach?«, ertönte eine Stimme neben mir und ich zog mir die Decke vom Gesicht. Tobi sah mich von seinem Bett aus an. »Guten Morgen, Tobi«, ich lächelte ihn, als hätte nicht gerade ein halbnackter Mann mein Bett verlassen. Er schien nichts mitbekommen zu haben, denn er fing direkt ein Gespräch mit mir an. »Hast Du gut geschlafen? Wie war Deine erste Nacht?«, er klang freudig und setze sich in Schneidersitz. »Ähm, gut. Ja, ich habe gut geschlafen, danke!«, meine Stimme klang zittrig, aber Tobi fiel so etwas Gott sei Dank nicht auf. »Wir sollten uns fertig machen und Pain besuchen, vielleicht hat er eine Mission für uns!«, er sprang aus dem Bett und flitze mit den Klamotten, die er sich gestern zurechtlegte aus dem Zimmer, er wird wohl das Bad aufsuchen. Ich zog mich noch im Zimmer um und begab mich dann ebenfalls ins Badezimmer. Das Gute ist, es gibt tatsächlich zwei Badezimmer, die Männer teilen sich eins und da Konan und ich die einzigen Frauen sind, haben wir es eigentlich immer für uns allein.

Als wir fertig waren, machten wir uns auf dem Weg in Pains Büro.

[Pov: Deidara]

Ich bin gerade mit Sasori auf einer Mission um einen seiner Informanten zutreffen. Nicht gerade eine aufregende Sache für mich, da ich eigentlich nur mitgeschleift werde, um die Zweierregel einzuhalten. Umso schwerer ist es für mich, nicht daran zu denken, was ich heute Morgen gesehen habe. Hidan in Hikaris Bett, sie lag in seinen Armen. Ich kann es mir einfach nicht erklären, was habe ich bitte in den 6 Stunden schlaf verpasst?!

Ich schüttelte den Kopf, um meine Gedanken zu vertreiben, schien aber damit Sasoris Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Er schielte zu mir rüber, ich konnte seinen Blick auf meiner Haut spüren, es brannte schon fast. »Was ist?«, zischte ich ihn genervt an. Er verdrehte nur die Augen, wandte seinen Blick dann wieder ab. Typisch für ihn, aber ich wollte darüber nicht mit ihm sprechen. Ist ja nicht so, dass wir Freunde wären, er ist mein Teampartner und die meiste Zeit geht er mir nur auf die Nerven, weil er eine komplett falsche Ansicht von Kunst hat.

Es vergingen einige weitere Stunden, als wir in einem kleinen Dorf ankamen. »Wo sind wir hier?«, sah ich Sasori fragend an. Er sah zu mir »Hoshigakure«, seine Stimme klang trocken. Es lief mir kalt den Rücken runter. »Sag mir nicht, wir sind hier um«, er unterbrach mich »Ja, Deidara. Mein Informant soll uns weitere Informationen über Hikari bringen. Pain ist verwundert darüber, das sie sich so leicht der Organisation angeschlossen hat. Verständlicherweise, als Jinchuuriki«, er wandte seinen Blick wieder ab. Ich schluckte, kann es sein das sie einen Plan verfolgt? Ich kann es mir nicht vorstellen. Sie wirkt so unschuldig, eigentlich viel zu sanft für Akatsuki und dessen Ziele. Aber ich hätte auch nicht gedacht, das sie sich und das auch noch so schnell auf Hidan einlässt. Meine Gedanken schweifen wieder ab, konzentriere Dich Deidara. Ich schloss die Augen und atmete einmal tief durch. »Bleib bei der Sache, Deidara. Ich weiß, es sind nicht Deine Lieblingsmissionen Informationen zu beschaffen, aber das ist wichtig.«, seine Stimmlage beruhigte mich, er hatte recht. »Wo werden wir ihn oder sie treffen?«, entgegnete ich dem rothaarigen. »In der Nähe des Dorfes, wir wollen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf uns ziehen, hier dürfte noch keiner Wissen, dass Hikari inzwischen Teil von Akatsuki ist. Es könnte sein, dass sie sonst alles in die Wege leiten würden, um sie zu finden. Schließlich war sie keine Abtrünnige«, meinte Sasori und machte sich dann wieder auf den Weg zum Treffpunkt. Ich folgte ihm, wir sprachen wieder kein Wort miteinander. Wie die meiste Zeit auf Missionen, umso mehr streiten wir uns, wenn wir im Versteck sind.

Als wir beim Treffpunkt ankamen, stand dort eine kleine zierliche Frau. Sie hatte wie Hikari langes schwarzes Haar, nur wirkte sie viel blasser. Sie trug keinerlei Sachen, die darauf schließen ließen, dass sie eine Kunoichi war, sehr seltsam für eine Informantin Sasoris. Er achtete eigentlich darauf, dass seine Quellen wirklich sicher waren, da waren Shinobis im Vorteil. »Ist sie das?«, fragte ich den Puppenspieler und zeigte unverfroren auf die zierliche Frau. »Ja«, antwortete er kurz und knapp. »Du kannst hier warten, ich brauche nicht lange«, mit diesen Worten ließ er mich stehen. Das war ich bereits gewohnt, aber hier wollte ich tatsächlich auch gerne mitbekommen, welche Informationen sie über Hikari haben.

Es vergingen Minuten um Minuten, ich dachte, dass Sasori es hasste andere warten zu lassen. Ich stand mir hier langsam die Beine in den Bauch und habe wirklich keine Lust mehr. Genervt lehnte ich gegen einen Baum und formte kleine Lehmfiguren, als Sasori plötzlich neben mir stand. »Tut mir leid, ich wollte Dich nicht warten lassen. Diese Frau, sie war anstrengend«, schluckte der rothaarige. Was ich bemerkte und die Augenbrauen zusammen zog. Ich lachte, »Was ist? Hat sie Dich angebaggert? Sasori no danna, verkaufst Du etwa Deinen hölzernen Körper für Informationen?«, ich klopfte mir auf den Oberschenkel bei Sasoris grimmigen Gesichtsausdruck. Er hasste mich, aber es war einfach zu lustig. »Deidara«, sagte er bedrohlich und lief dann an mir vorbei.

Ich wollte ihn bezüglich der Informationen zu Hikari ansprechen, aber mit dem Witz eben habe ich mir das wohl verspielt. Ich muss meine Neugierde wohl erst mal zügeln. Wir machen uns auf den Rückweg zum Versteck.

Mit Glück dauern diese Informationsbeschaffungen immer nur zwei bis drei Tage. Bei größeren Missionen sind wir teilweise ein bis zwei Wochen unterwegs.

[Pov: Hikari]

Als wir aus dem Büro von Pain kamen, war ich etwas verwundert. Tobi wurde abgezogen, da er Zetsu bei etwas unterstützen soll, da ich alleine nicht auf eine Mission gehen durfte blieb mir die Wahl zwischen nichts tun, oder Hidan und Kakuzu auf eine Kopfgeldjagd zu begleiten. Allerdings sollte ich Kakuzu selbst fragen, ob ich sie begleiten darf.

Da ich keine Lust habe mich den ganzen Tag zu langweilen, da sowieso alle auf Mission gehen, habe ich mich auf den Weg zu den Beiden gemacht. Ich hoffe nur, dass sie sich inzwischen wieder vertragen haben oder sich zumindest nicht mehr attackieren.
Ich stand vor der Tür und wollte klopfen, doch irgendetwas hinderte mich daran. Ich wollte nicht noch mal mit der letzten Nacht von Hidan konfrontiert werden, es ist mir unangenehm. Gerade als ich mich umentschieden habe und umdrehen wollte, öffnete Hidan die Tür. »Wenn das nicht die Schmusemaus ist, was ist los? Doch noch nicht genug?«, grinste er mich dreckig an und stütze sich am Türrahmen. Ich lief wieder rot an, was ist das für ein Arschloch? Er hat sich immerhin an mich ran gekuschelt. »Ich wollte zu Kakuzu«, stammelte ich und schaute dabei auf meine Füße. Seit der letzten Nacht, fühl ich mich nicht mehr so stark in seiner Nähe, als hätte ich schwäche zugelassen. Er macht einfach weiter wie zuvor, ihn scheint das nichts ausgemacht zu haben. Hidan runzelte die Stirn »Oi, Narbenfresse, die Schmusemaus will zu Dir. Scheinbar reichen Ihr zwei Männer hier nicht, naja wenn man Deidara überhaupt als Mann sehen kann«, lachte er uns ließ sich auf den Stuhl des Schreibtisches fallen. Kakuzu der gerade einen Koffer mit Unterlagen zusammenpackte, sah zu mir auf. »Was kann ich für Dich tun?«, seine Stimme klang rau. »Tobi wurde auf eine Mission mit Zetsu geschickt, deshalb habe ich heute nichts zu tun. Ich wollte fragen, ob ich Euch bei Eurer Mission begleiten darf?«, fragte ich nervös und legte die Hände hinter meinen Rücken zusammen. Kakuzu schien zu überlegen, er sah zu Hidan rüber »Kannst Du Dich zusammenreißen?«, fragte er bissig. Hidan sah ihn überlegen an und ließ dann seinen Blick über mich schweifen. »Im Gegensatz zu letzter Nacht, kann ich nichts versprechen«, er biss sich auf die Unterlippe und ich konnte richtig spüren, wie sein Blick mich immer und immer wieder musterte. Kakuzu seufzte, gab aber dennoch seine Einwilligung. »Wir sollten morgen wieder da sein, also brauchst Du nicht viel mitnehmen.«, er winkte mich ab. Ich ging noch in mein Zimmer, um ein paar Kleinigkeiten einzupacken, dann machten wir uns auf den Weg.

Die beiden schienen sich wirklich nicht viel zu sagen zu haben. Wir sind bereits seit Stunden unterwegs und bisher haben sie kein Wort miteinander gesprochen. Abgesehen von Hidans rumgejammere, das ihm die Beine weh tun und viele versuche des offensichtlichen flirtens, blieb es also ruhig.
Ich weiß nicht, aber diese Ruhe gefiel mir nicht sonderlich. Mit Deidara habe ich pausenlos gesprochen, über alles Mögliche. Mit diesem Gedanken fiel meine Laune noch weiter in den Keller, ich bin froh, das er Hidan nicht aus meinem Zimmer kommen sehen hat, aber ich fühle dennoch so etwas wie Schuld. Obwohl ich dazu keinen Grund habe, immerhin kennen wir uns kaum. Kakuzu holte mich aus meinen Gedanken, als er plötzlich stehen blieb und ich ihn direkt in den Rücken lief, ich erwartete einen Aufprall und kniff sofort die Augen zusammen, aber der Schmerz blieb aus. Ich konnte spüren, dass mich jemand festhielt. Ich öffnete die Augen und blickte direkt in die Lilafarbenen Augen von Hidan, der schon breit grinste. »Keine Sorge, das ist mir die ersten Male dauernd passiert, die Narbenfresse bleibt immer einfach im Weg stehen.«, er lachte und klopfte Kakuzu auf die Schultern, dieser jedoch brummte nur einmal abfällig. Ich wollte mich entschuldigen, aber Kakuzu ergriff vor mir das Wort. »Entschuldige, aber wir sind da. In diesem Dorf soll sich ein ehemaliger Konohaninja niedergelassen haben. Wir werden ihn gefangen nehmen und auf dem Rückweg abgeben. Hidan, ich erwarte das Du so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf Dich ziehst, hast Du gehört? Versau es nicht wieder, sonst kannst Du gleich bei Tobi einziehen«, meinte er trocken. Hidan konnte sich natürlich nicht gefallen lassen, das Kakuzu ihn hinstellte als wäre er blöd. »So schön wie meine Nacht auch war, ich kriege das schon hin, Penner.«, er zwinkerte uns zu und verschwand dann Richtung Dorf.

Einige Zeit verstrich, aber wir haben noch nichts von Hidan gehört, Kakuzu und ich schwiegen uns immer noch an. Ich wollte die Stille brechen, »Kakuzu? Entschuldige wegen vorhin«, sagte ich entschlossen und konnte wahrnehmen, wie Kakuzu einmal auflachte. Ich schaute ihn verwirrt an, er schien zu bemerken, dass seine Reaktion für mich nich vorherzusehen war. »Alles gut, Hidan macht das ständig«, er winkte ab.
Das Gespräch war kurz, aber ich wollte ihn auch nicht nerven, also wartete ich weiter auf Hidan.

Nach fast 2 Stunden kam Hidan dann endlich auf uns zu gelaufen. »Oi Kakuzu, ich hab ihn gefunden«, brüllte er aus mehreren Metern Entfernung und fuchtelte mit den Händen. Kakuzu zog einmal scharf die Luft ein, was mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. »Keine Aufmerksamkeit, Hidan«, mahnte er den Silberhaarigen an, dieser verdrehte nur die Augen. »Hier ist kein Schwein, man« er holte nochmal Luft, der Weg schien ihn bereits wieder sämtliche Kraft zu kosten. »Er scheint dort in einem Restaurant zu arbeiten, nicht sonderlich nobel der Schuppen.«, er setzte sich zu mir auf den Boden. Kakuzu und ich haben uns etwas abseits vom Weg gesetzt. »Ich erledige das«, sagte Kakuzu und verschwand.

»Ich bin hier eigentlich für nichts zu gebrauchen, oder?«, nuschelte ich kaum hörbar, aber Hidan hatte mich wohl dennoch verstanden. »Die Teams haben schon ihre Gründe, aber vielleicht können wir mit Deinen geilen Aussehen noch ein bisschen plus beim Kopfgeld raushauen, das sind meistens so alte Säcke wie Kakuzu«, lachte er. Ich zog die Knie an mich, legte meine Arme auf ihnen ab und vergrub mein Gesicht darin. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Tag alleine im Versteck nicht sogar besser gewesen wäre.

Einige Zeit verging und ich konnte ein Schnarchen hören, als ich meinen Kopf hob und zur Seite blickte, sah ich, das Hidan eingeschlafen war. »Das ist doch nicht sein Ernst«, flüsterte ich. Im selben Moment wurde Hidan von einem großen Mann umgeschmissen, der aussah wie die Person, die wir suchten. Geschockt sah ich mich um und konnte Kakuzu sehen, er musste eben gekommen sein. Natürlich ist er nicht amüsiert darüber, das Hidan schläft. »ALTER, WAS STIMMT MIT DIR NICHT NARBENFRESSE?! DU SCHMEIßT MIT LEICHEN NACH MIR?«, brüllte Hidan den Maskenmann an, der jedoch gab nur trocken zurück »Er ist nur bewusstlos«, mir blieb die Spucke im Hals stecken, ich habe noch keine Menschen kennengelernt, die so miteinander umgehen. »Ich schlepp den sicher nicht, wenn es nach mir gehen würde, dann würde ich ihn Jashin opfern«, meinte Hidan, schubste den Bewusstlosen von sich und stand auf. »Auf gehts die Damen«, lachte er und lief los. Kakuzu brummte wieder nur, zog den Mann an seiner Kleidung hoch und schmiss ihn sich über die Schulter. Völlig überfordert mit dem, was ich hier mit ansehen musste, folgte ich den Männern kommentarlos.

Wir sind bereits die ganze Nacht unterwegs gewesen, haben nur eine kurze Pause gemacht, weil Hidan wieder über schmerzen in den Beinen klagte. Ich fragte mich, wie er normalerweise mit großen Missionen umging. Auf jeden Fall kamen wir kurz vor Sonnenaufgang an einen abgelegenen Ort vorbei, ich kann mich nicht erinnern, dass wir auf dem Hinweg ebenfalls hier vorbeigekommen sind, also muss das der Abgabeort sein. Zu meiner Bestätigung gab uns Kakuzu ein Zeichen hier zu warten, er würde alleine weiter gehen. »Also doch kein Tittenbonus, tut mir leid für Dich, Schnecke«, lachte er wieder überlegen. »Schnauze Hidan«, ich sah ihn nur mit einem wütenden Blick an. Scheinbar legte sich langsam das Gefühl, welches sich seit der letzten Nacht in mir ausgebreitet hatte. Er lachte, bis Kakuzu mit 2 Koffern wieder zurückkam. »Lasst uns gehen«, er sah uns nicht an, lief mit den Koffern einfach an uns vorbei. Hidan folgte kommentarlos und ich blickte noch einmal perplex in die Richtung aus der Kakuzu eben gekommen war. Ich habe mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, das wir den Mann tatsächlich hier abgeben. Ich runzelte die Stirn, blickte nochmal auf den Boden und machte mich dann ebenfalls wieder auf den Weg. Vielleicht werden wir noch vor Deidara zurück sein, ich möchte nicht, das er mich in der Nähe von Hidan sieht..
 
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