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Ein Stern inmitten von Wolken

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Deidara Hidan Itachi Uchiha Kakashi Hatake OC (Own Character) Tobi
28.12.2020
13.01.2021
3
7.176
 
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05.01.2021 1.681
 
[Pov: Hikari]

Ich folgte dem Maskenträger und dem blondhaarigen, der mir irgendwie einen sehr nervösen Eindruck zu machen schien, durch einen relativen breiten Gang. Hier reihten die Zimmertüren links und rechts aneinander. Man konnte auf den ersten Blick gar nicht erkennen, wem hier welches Zimmer gehörte. Bei der vorletzten Tür drehte sich Deidara auf einmal zu mir um und zeigte auf die Tür rechts von uns. »D..Das ist Sasoris und mein Zimmer«, nuschelte er und grinste etwas verlegen. Ich lächelte zurück »Also sind wir Zimmernachbarn?«, Tobi fiel Deidara direkt ins Wort »Ja, genau! Deidara-sama und Sasori-sama haben direkt das Zimmer gegenüber, aber manchmal sind sie super laut! Sie streiten über Kunst und oft fällt etwas runter oder explodiert und ich glaube, dass Deidara-sama schnarcht!«, prasselte Tobi drauf los, Deidara wurde knallrot und fauchte den schwarzhaarigen an. »Halt die Klappe, Tobi! Das stimmt überhaupt nicht!«, versuchte er sich zu verteidigen. Ich lachte »Na gut, dann weiß ich ja worauf ich mich einstellen muss« und stupste Deidara mit meiner Schulter gegen seine. Ihm fiel sofort die böse Miene aus dem Gesicht und er schaute verlegen zu Boden. »Also, wir..wir sind wirklich nicht so laut«, versuchte er sich zu rechtfertigen.
Ich winkte ab, »Ach, ansonsten schick ich euch Tobi rüber, dann gibt es Ärger«, wir lachten beide. Tobi öffnete die Tür und rannte in das Zimmer »Hikari, Hikari, du darfst dir gerne ein Bett aussuchen!«, er stand in der Mitte des doch recht großen Zimmers und zeigte auf beide Betten. Das Zimmer hatte, wie zu erwarten keine Fenster. Es stand ein Bett hinten links in der Ecke, daneben ein kleiner Nachtschrank. Auf der rechten Seite war ebenfalls ein kleiner Nachtschrank und ein Bett. Allerdings gab es nur einen großen Kleiderschrank, der direkt links neben der Tür stand und einen Schreibtisch rechts von der Tür. »Ähm, ich nehme das linke Bett, dann musst du nicht extra umziehen«, grinste ich Tobi an, der darauf hin nickte und anfing mein Bett zu beziehen. »Das musst du nicht machen, ich kann das selbst machen«, entgegnete ich Tobi, der bereits komplett in dem Bettbezug verschwunden ist. »Nein, Nein, ich mach das Hikari-chan!«, meinte Tobi und wuselte weiter an dem Bettbezug. »Wie wäre es, wenn ich dir stattdessen das Versteck zeige? Ich meine, falls du willst. Tobi scheint jetzt erst einmal beschäftigt zu sein« Deidara redete sich beinahe um Kopf und Kragen. Ich nahm seine Hand und zog ihn aus dem Zimmer »Bis später Tobi und danke!«, rief ich ihm noch zu und verschwand mit Deidara, der bereits rot angelaufen war. Er führte mich noch einmal durch das Versteck und dann entschieden wir uns dafür noch etwas spazieren zu gehen.

Inzwischen ist es später Nachmittag, es ist bereits Herbst, deshalb ist es schon recht dunkel für diese Uhrzeit. Deidara und ich unterhielten uns sehr viel, er erzählte mir, wie er zu Akatsuki kam und wie die anderen hier so drauf sind. Ebenfalls warnte er mich mehrmals vor Hidan, er scheint wohl kein Frauenfreund zu sein oder auch einfach kein Menschenfreund und er warnte mich ebenfalls vor Itachi, da dieser wohl sehr hinterlistig zu sein scheint, auch wenn er so einen ruhigen Eindruck machte. Aber ich denke, das liegt wohl einfach daran, das die beiden keinen guten Start miteinander hatten, denn er ist ja der Grund, weshalb Deidara überhaupt bei Akatsuki ist.

Wir kamen auf dem Rückweg noch an einen kleinen Wasserfall vorbei und ich entschied mich dazu, hier noch etwas zu verweilen. »Deidara?«, blieb ich stehen und wartete auf die Reaktion des Blonden. Dieser blieb ebenfalls stehen und sah mich an, in dem Licht des Wasserfalls kamen seine blauen Augen noch besser zur Geltung. Sein blondes Haar lag ja immer in seinem Gesicht, deshalb ist mir das bisher kaum aufgefallen, aber er ist ein wirklich gutaussehender junger Mann. Ich wurde bei dem Gedanken wohl oder übel rot. Deidara riss mich aus meinen Gedanken »Ist etwas Hikari?«, sah er mich fragend an und legte den Kopf etwas schräg. Er sieht wirklich so gut aus. »Ja, ich..ich wollte fragen, ob wir uns vielleicht noch etwas ans Wasser setzen wollen? Ich weiß es ist kalt, also nur, wenn es dir nichts ausmacht«, lächelte ich ihn an. Er lächelte zurück und kam wieder auf mich zu. »Kein Problem, der Mantel hält wärmer, als er aussieht«, grinste er und zeigte dabei sogar seine strahlend weißen Zähne.

Wir saßen nun also bei wahrscheinlich 5° Grad auf dem kalten Boden vor einem kleinen Bach mit Wasserfall. Ich wollte es mir nicht anmerken lassen, da es ja meine Idee war, aber es war wirklich arschkalt. Mein Zittern versuchte ich zu unterdrücken, aber Deidara schien es trotzdem zu bemerken. Ich habe damit gerechnet, dass er mir deshalb jetzt einen Spruch an den Kopf hauen würde. So habe ich ihn jedenfalls eingeschätzt, aber stattdessen öffnete er seinen Mantel und legte ihn mir zur Hälfte über die Schultern, so das wir beide darunter saßen. Ich konnte spüren, wie rot ich wurde. Deidara sah mich nicht an, er sah wie versteinert auf den Wasserfall. Ob ihm das unangenehm war oder ist er einfach verlegen? Ich musste schmunzeln und rutschte noch ein Stück näher an ihn heran und lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter. Ich konnte mein Herz schlagen hören. Was machen wir hier eigentlich? Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als es hinter uns verdächtig raschelte. »Nicht bewegen«, flüstere Deidara und sah mir dabei tief in die Augen, er warf dann einen Kunai in die verdächtige Richtung. Wir beide sprangen zur Seite, da als Antwort auf den Kunai eine riesige Sense direkt dort landete, wo wir eben noch saßen. »Ey du blöder Pisser, was fällt dir ein«, schimpfte Hidan, der mit dem Kunai schwingend aus dem Busch stampfte. »Du hättest mich verletzten können«, lachte er. »Unwahrscheinlich, auch wenn ich es gerne würde«, meinte Deidara nur genervt. Ich stand immer noch perplex und in Kampfhaltung neben der Sense. Hidan zwinkerte Deidara zu und wandte sich dann zu mir »Entspann dich Schnecke, ich wollte euer Date nicht stören, aber normalerweise treibt sich hier um die Uhrzeit keiner mehr herum und da bin ich neugierig geworden«, zuckte er mit den Schultern. »Ich bin zwar enttäuscht, weil ich euch leider nicht Jashin opfern darf. Aber viel mehr schockiert mich, dass Barbie dich zuerst ficken darf«, krächzte er abfällig. Frauenfreund, ich verstehe. »Naja man sollte eben auch Eier in der Hose haben, sonst funktioniert das so schlecht«, entgegnete ich ihm. Mit der Antwort haben wohl beide nicht gerechnet. Hidan zog verspielt eine Augenbraue hoch, während Deidara mich total schockiert ansah.
»Du bist bissig, das gefällt mir. Ich hab alles, was du brauchst, du kannst gerne nachgucken. Aber Deidara sollte dann vielleicht die Augen zu machen, nicht das er auch noch was vom Kuchen möchte.«, er leckte sich lasziv über die Lippen, ich konnte sehen, wie überfordert Deidara mit dieser Situation war und versuchte uns hier rauszubringen. »Sorry, du Schwätzer, aber ich habe gerade leider keine Lupe bei. Aber auf Kuchen hab ich tatsächlich Lust. Deidara, lass uns gehen«, schnappte mir seinen Arm und zog ihn mit mir Richtung Versteck. Ich konnte Hidan Lache noch bis zum Eingang hören.

»Tut mir leid, das dir diese Situation so unangenehm war«, sagte ich mit ruhiger Stimme. Ich wartete auf eine Antwort, wir liefen gerade zu unseren Zimmern. »Kein Ding, ich höre so etwas fast jeden Tag. Also nicht das wir, sondern allgemein«, stammelte er. »Umso mehr tut es mir leid.« Ich umarmte ihn, als wir vor seiner Zimmertür standen. Mein Herz schlug wieder hörbar schnell. »Danke, für den schönen Spaziergang, Dei«, nuschelte ich in die Umarmung. »Dei? So hat mich auch noch niemand genannt«, sagte er als wir die Umarmung lösten. »Gefällt mir«, er grinste und öffnete seine Zimmertür, wo ich bereits Sasori hören konnte. »Du bist spät, Deidara. Ich warte seit einer Stunde auf dich, du weißt ich hasse es zu warten, wir wollten noch die Mission für morgen besprechen« grummelte der rothaarige.

Er geht also morgen auf Mission? Das hat er mir gar nicht erzählt, aber das muss er ja auch gar nicht. Ich öffnete verträumt meine Zimmertür und ließ mich nach wenigen Schritten einfach auf mein Bett fallen. Erst jetzt bemerke ich, das Tobi im Schneidersitz auf seinem Bett gegenüber sitzt und mich anstarrt. »Alles okay, Tobi?« Ich zog verunsichert eine Augenbraue hoch, er nickte. »Du warst aber lang weg, Hikari-chan«, nuschelte er und klang dabei sehr traurig. »Oh, hast du auf mich gewartet? Das tut mir leid! Dei und ich waren noch spazieren. Aber vielen Dank, das du mein Bett bezogen hast, das ist wirklich lieb von dir«, versuchte ich mich irgendwie zu retten, er tat mir tatsächlich leid. Ich habe keine Sekunde mehr an ihn gedacht. »Dei? Meinst du Deidara-sama?«, er schien den Rest meines Satzes auszublenden. »Ja, genau. Dei ist ein Spitzname. Gefällt er dir?«, fragte ich ihn und zog beide Brauen hoch. Er überlegte eine kurze Zeit, »Ich möchte dir auch einen Spitznamen geben!«, quietschte er und ich konnte sein Auge funkeln sehen. Er ignorierte schon wieder, was ich sagte. Aber nun gut. »Ähm, okay. Wie wäre es mit Kari? So hat mich auch meine Mutter früher genannt«, schlug ich vor und wartete auf seine Reaktion. »OHJAAAAAAAAAAAAAAAAAAA, Kari finde ich schön! Kari, Kari, Kari-chaaan«, trällerte er und tanzte dabei gut gelaunt durch das Zimmer, was mich lachen ließ. »Soll ich dir auch einen Spitznamen geben?«, fragte ich den Maskenträger, er drehte sich zu mir um »Tobi hat doch schon einen Spitznamen! Tobi!«
Eingängig, dachte ich mir und ging darauf nicht weiter ein. Ich stand auf und suchte mir frische Klamotten für den morgigen Tag heraus. Tobi hatte sich bereits ins Bett gelegt. Er schlief sogar mit dieser komischen Maske. Das ist wirklich unheimlich.

Als ich im Bett lag und die Decke anstarrte, lies ich noch mal den ganzen Tag an mir vorbeiziehen. Es ist komisch auf einmal wieder einen Ort zu haben, wo man hingehört. Obwohl, gehöre ich hier wirklich her? Ich wurde durch ein stumpfes hämmern und dann einen lauten Knall aus meinen Gedanken gerissen, was zum Teufel war das?
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