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Ermittlungen zur Liebe

GeschichteRomance, Familie / P16 / Gen
OC (Own Character) Sky Blue FC VFL Wolfsburg
28.12.2020
17.01.2021
5
13.104
5
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Dieses Kapitel
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10.01.2021 2.867
 
Neues Update am Samstag :)



Kapitel 4


Svenja

„Wie geht es ihr?“ „Schlecht. Sveni ich habe sie noch nie so gesehen. Als wäre all das Leben aus ihr raus.“ „Ich werde später mal vorbeischauen.“ „Ist gut. Ich muss selbst erst einmal wieder aufs Revier.“ „Ich dank dir, fürs Bescheid geben.“ Er legte auf und ich strich mir eine Träne weg. „Babe, was ist passiert? Ist jemand gestorben.“ Ich nickte und fiel in Jake seine Arme. „Oh, Schatz das tut mir leid. Wer?“ „Iz ihre Ma. Sie war schwer krank, aber Alexis ist heute früh erst abgereist und kurz darauf muss sie wohl zusammengebrochen sein.“ „Wer ist Alexis?“ „Izzy ihre Frau, sie haben sich getrennt.“ „Autsch und dann gestern noch der Zusammenstoß. Das ist wirklich hart. Vielleicht sollten wir bei ihr vorbeischauen.“ „Ja, ich werde später vorbeischauen. Sie schläft jetzt.“ „Setz dich erst einmal.“ Ich nahm an der Küchentheke Platz und tippte auf meinem Telefon herum. Sowohl Laura, als auch Seline schrieben mir die Sache erneut. Weshalb ich mein Telefon weglegte. „Na komm, ich weiß das es traurig ist, aber das soll uns den Tag heute nicht vermiesen. Wir hatten uns so viel für heute vorgenommen. Denk dran, du hast versprochen wir fahren in diesen neuen Sportladen in Frankfurt.“ „Ist das alles, an was du gerade denkst.“ „Babe, sie ist nicht deine Mutter.“ „Stimmt, aber Bella war für mich immer da, also ist es mir doch gestattet zu trauern.“ „Ok, gut. Entschuldige.“ Ich seufzte und strich mir mein Haar aus dem Gesicht. „Wie wäre es du fährst ohne mich.“ „Aber.“ „Bitte, Jake.“ Er nickte. „Gut, dann fahre ich allein.“ Er gab mir ein Kuss auf die Stirn und verließ das Haus. Ich dagegen lief zum Regal und suchte nach einem Fotoalbum. Als ich kleiner war, war ich sehr oft bei Isabelle und Bella hat hunderte von Fotos gemacht. Ma und sie saßen immer auf der Terrasse, während ich mit Ben, Isabelle und Laura im Garten gespielt hatte. Ich lächelte als ich die Bilder sah. Ein Bild fiel mir besonders ins Auge. Es zeigte Izzy mit Bella, wie beide sich anstrahlten. Mit dem Bild in der Hand verließ ich das Haus und lief durch die Straßen zu einem mir sehr bekannten weißen Haus. Davor haben sich sehr viele Nachbarn zusammengefunden und legten Blumen und Kerzen nieder. „Svenja.“ Ich wurde in den Arm genommen und überall weinten sie. „Willst du nach ihr schauen.“ Ich nickte. „Ja.“ „Gut, ich denke du wirst die einzige sein, die sie an sich heran lässt.“ Ich lief zum Haus und suchte den Ersatzschlüssel. Mit diesem schloss ich die Tür auf und trat ein. Ein Schluchzen brachte mich zum Wohnzimmer. Allein der Anblick trieb mir Tränen in die Augen. Izzy lag dort, zusammengerollt und drückte Bella ihre Lieblingsdecke an sich. „Hey, shh.“ Ich kniete mich vor sie und sie sah auf. „Svenja?“ „Ja, es tut mir so leid.“ Sie schlang ihre Arme um mich und ich legte mich zu ihr auf die Couch. „Shh, ich weiß.“ „Sie ist einfach weg.“ „Ich weiß.“ Beruhigend strich ich über ihren Arm und schaukelte sie hin und her. „Ich bin hier.“ „Was mach ich denn jetzt. Ich habe doch gar keine Ahnung was ich jetzt alles beachten muss oder welche Wege anstehen.“ „Shh, für jetzt musst du dich erst einmal beruhigen. Wenn du willst kann ich mich ja mal im Internet schlau machen.“ Zögerlich nickte sie und strich sich die Tränen weg. Ihre Augen waren total verquollen. „Wie wäre es mit einem Bad. Du versuchst dich etwas zu entspannen und ich mache mich schlau.“ „Du hast doch bestimmt was Besseres vor.“ „Nicht wirklich.“ Ich lächelte sie klein an und sie nickte. „Danke.“ Ich half ihr hoch und brachte sie zum Bad. Dort bereitete ich alles vor, während sie sich auszog. Auch wenn der Moment total unpassend war, konnte ich mir einen Blick nicht verkneifen. „Kannst du noch einen Moment hierbleiben.“ Ich nickte und setzte mich vor die Wanne. Sie lag drinnen und der Schaum bedeckte sie komplett, weshalb ich mich auf sie konzentrieren konnte. „Was überlegst du?“ „Sie meinte ich soll auf jedenfall zurück. Meine Arbeit nicht deswegen aufgeben.“ „Bella war immer stolz, dass du es so weit geschafft hast.“ „Ich habe mich entschuldigt, dass ich nicht früher gekommen bin. Wenn dieser letzte Fall mich nicht so lange gekostet hätte.“ „Nicht, es ist nicht deine Schuld. Du wusstest ja nicht einmal, dass es so schlecht stand.“ „Weißt du was das schlimme ist. Ich bin immer diejenige, die mit der Familie der Opfer spricht, spreche Ihnen meinen Trost aus, aber erst jetzt sehe ich wie wenig solche Worte wirklich helfen.“ „Ich will mir nicht vorstellen, wie schlecht es dir gerade geht, aber denk dran. Deine Ma hätte nicht gewollt, dass du daran zerbrichst.“ Sie nickte und sah mich an. In ihren grünen Augen sah ich den Schmerz. „Kannst du mich kurz alleine lassen.“ „Aber nur, wenn du nichts Dummes machst.“ „Nein, ich will mich waschen und dir fällt es so schon schwer deine Augen oben zu halten.“ Meine Wangen färbten sich tief rot. „Ich…“ Als ich ein leichtes grinsen sah, stand ich eilig auf. „Tut mir leid.“ „Ist schon ok.“ Damit verließ ich das Bad und lehnte mich gegen die Wand gegenüber. Verdammt war das peinlich. Über mich selbst ärgernd ging ich in die Küche und durchsuchte mit meinem Telefon das Internet. Als ich die Informationen fand, die ich suchte schnappte ich mir ein Block und Stift und schrieb alles auf. Wenig später kam Isabelle mit noch nassen Haaren nach unten. Sie schenkte zwei Tassen Kaffee ein und gab bei mir drei Löffel Zucker dazu, wie ich ihn gerne trank. „Das weißt du noch.“ „Natürlich.“ Sie lächelte und setzte sich neben mich. „Ok, was haben wir?“ Sie schien wieder ganz gut gesammelt, weshalb ich nickte und den Block rüberschob. „Das sind die wichtigsten Dinge. Wenn du willst gehen wir zuerst zu Herrn Anschütz und dann fragen wir nach einem Termin, für die Trauerfeier.“ „Du musst nicht mitkommen.“ „Doch ich denke schon. Ich lass dich das nicht alleine machen.“ „Danke.“

Als ich wenig später im Leichenschauhaus war, war mir doch schon etwas anders zu Mute. Isabelle trug ihre Sonnenbrille und eine Cap. Ihr war gerade nicht danach, irgendwelche Beileidswünsche entgegen zu nehmen. Die Formalitäten die alle besprochen werden mussten, waren nicht wenig. Sarg, Einäscherung, Grabstelle, Wiese. Allein für die Organisation der Trauerfeier brauchten wir mehr als eine Stunde. Wir saßen mit dem Trauredner Herr Kappa zusammen und er entwarf eine wirklich tolle Rede. Isabelle lag noch einige Male in meinen Armen und weinte. Dann ging es darum ein Foto zu finden. Dafür würde Isabelle noch einmal extra kommen. Das Foto was ich noch in meiner Jacke hatte, ließ ich ungesagt. Nachdem wir einen Termin hatten, 12. Juni, in 8 Tagen. Mussten wir uns wegen dem Essen kümmern. Da die halbe Stadt kommen wird, würde das Haus von Isabelle zu klein werden. Stephan, unser Bürgermeister und bald Bräutigam, bot uns das Vereinshaus an. Es war schon komisch. In zwei Tagen würden wir seine Hochzeit feiern und nur wenige Tage dann die Beerdigung. Das einzige Problem wird sein, dass Eva nicht das Essen liefern könnte. „Hey, ich denke wir können Kuchen und Kanapees auch selbst bekommen.“ „Denkst du?“ „Ja, klar ich kann Maria, meine Ma, Ingrid und einige andere Fragen. Meine Ma wird das bestimmt Organisieren. Sie backen und wir machen die Kanapees.“ „Du hast schon so viel gemacht.“ „Stimmt und auch das werden wir hinbekommen.“ „Ich hoffe nicht, dass ich Probleme mit deinem Freund bekomme.“ „Jake, kann ruhig auch mithelfen.“ „Wo ist Jake eigentlich?“ „In Frankfurt. Da hat so ein neues Sportgeschäft aufgemacht.“ „Ok.“ „Ja, egal.“ Ich winkte ab und tippte auf meinem Telefon herum. „Ist alles ok, bei euch.“ „Ja. Alles gut.“ Ich lächelte leicht und lief dann zum Auto. „Wir müssen noch Baguette bestellen. Dann machen wir eine Liste, was wir alles einkaufen müssen.“ „Weißt du was? Das bekomme ich auch selbst hin. Ich denke du solltest nachhause zu Jake. Du bist die letzten 5 Stunden mit mir Unterwegs gewesen.“ „Aber, wir sind doch noch gar nicht fertig.“ „Wie gesagt, den Rest kann ich auch morgen machen. Immerhin müssen wir uns noch fertigmachen. Ich habe zwar nicht wirklich Lust auf den Polterabend, aber da ich es Stephan versprochen habe, werde ich mich kurz blicken lassen.“ Verstehend nickte ich und sie fuhr mich nachhause. Jake wartete schon auf der Veranda auf mich, was mich seufzen ließ. „Bis später.“ „Ja, bis später. Und danke noch einmal.“ Isabelle gab mir einen Kuss auf die Wange und ließ mich dann aussteigen. Die Stelle auf meiner Wange brannte fast schon und mein Herz schlug hoch. Sie winkte kurz zu Jake, bevor sie davon fuhr. „Da bist du ja. Ich dachte du wolltest nur kurz vorbei.“ Jake stand mit verschränkten Armen vor mir. „Ich habe ihr geholfen, mit dem ganzen Trauerfeierzeugs.“ „Warum du? Kann das nicht jemand anderes machen.“ Wütend sah ich ihn an. „Nein, immerhin ist Izzy meine Freundin und gerade in solchen Zeiten sollten man Unterstützung bekommen.“ „Denkst du nicht, dass ich nicht sehe was hier läuft.“ „Ich weiß nicht was du meinst.“ „Ich habe das Bild in der Kommode gefunden. Ihr wart mal ein Paar.“ „Das war vor 15 Jahren.“ „Also bestreitest du es gar nicht.“ „Was hat das mit jetzt zu tun. Gerade deshalb müsstest du verstehen, dass mir Isabelle ihr Verlust Nahe geht.“ „Ist das alles. Du hast keinerlei Gefühle, die wieder hoch kommen.“ „Wie gesagt wir sind Freunde, nichts weiter. Ich liebe dich.“ Um das zu unterstreichen küsste ich ihn. Zuerst reagierte er nicht, aber nach nur wenigen Sekunden erwiderte er den Kuss. Ich selbst spürte das der Kuss keinerlei Funke rüberbrachte, aber das sagte ich ihn nicht. Sein grinsen zu urteilen, reichte ihm das als Bestätigung das alles gut ist. Männer.


Isabelle

Am Abend stand ich an der Bar und hielt mich aus den meisten Konversationen raus. Gerade die ersten Minuten waren schwer, weil jeder mir sein Beileid mitteilte. Nachdem Nachmittag mit Svenja konnte ich meine Gefühle etwas kontrollieren und sie hinter einer Mauer verstecken. Weshalb diese Beileidbekundungen nicht gerade halfen. Ich trank gerade mein drittes Bier aus, als die Tanzfläche eröffnet wurde und ein Großteil darauf stürmte. So auch Jake und Svenja. Fast schon Eifersüchtig sah ich den beiden zu. So wie Svenja Jake ansah, hat sie auch mich früher angesehen, bevor alles in die Brüche ging. Ich schüttelte den Kopf und bestellte mir ein neues Bier. „Na, wie schmeckt es?“ „Gut, hast eine gute Sorte rausgesucht.“ Stephan lächelte mich klein an und lehnte neben der Bar. „Ich finde es gut, dass du trotzdem gekommen bist.“ „Ma wäre enttäuscht, wenn ich mich nur im Haus verschanzt hätte.“ „Was hast du jetzt vor?“ „Gute Frage. Zuerst die Trauerfeier und dann muss ich mal sehen. Ich werde im Haus ein paar Sachen verändern und dann muss ich sehen was ich damit mache, während ich zurück nach New York gehe.“ „Du gehst zurück.“ Ich nickte. „Ja, auch wenn ich die Stadt liebe, ist mein Leben und meine Arbeit dort.“ Er nickte. „Schade, aber ich kann dich verstehen. Es war bestimmt schon schwer genug da überhaupt reinzukommen.“ „Ja und außerdem habe ich da meine Kollegen, die wären ohne mich aufgeschmissen.“ Er lachte auf und ich trank weiter. „Vielleicht solltest du etwas zurückschrauben und erst mal was Essen. Der Abend ist noch jung.“ Ich seufzte und gab ihm Recht. „Na komm, geh zu deiner Verlobten. Anna wird sich schon Fragen wo du bist.“ „Stimmt und ich möchte es mir mit ihr nicht verscherzen.“ Er zwinkerte mir zu und ich lachte leise auf. Wieder alleine stellte ich mein Bier ab und suchte mir etwas aus dem Buffet heraus.

„Hi Iz. Hast du Lust zu tanzen.“ Melanie stand lächelnd neben mir. „Du weißt ich kann das nicht.“ „Ach komm, die alten Zeiten halber. Du schuldest mir immer noch den Abschlusstanz.“ Ich verdrehte die Augen und ließ mich auf die Tanzfläche ziehen. Genau in diesem Moment wechselte das Lied und ein langsames begann. Mel zog mich näher und ich legte meine Arme um ihre Hüfte. „Was hältst du davon, dass wir später etwas Spaß haben. So wie früher.“ „Ich mach das nicht mehr und außerdem habe ich mich erst gestern von meiner Frau getrennt, also?“ „Gerade deshalb. Lass mich dein Rebound sein.“ Sie sah mich grinsend an und kam näher. Ich nutzte den Tempoumschwung im Lied und wirbelte sie kurz herum, bevor ich sie wieder an mich zog. „Sorry.“ „Schade.“ Nach dem Lied verschwand sie und ich ging Augenverdrehend zurück zum Buffet. Laura grinste mich an. „Sag bloß du hast Mel abblitzen lassen.“ „Ja. Einmal das Drama reicht mir.“ „Soweit ich weiß, hat sie dich damals betrogen.“ „Jep, mit Dean.“ Ich nickte in seine Richtung und wie nicht anders zu erwarten hing Mel an ihm. „Ach der Ärmste, sie muss es ja nötig haben.“ „Scheinbar.“ Ich aß meinen Teller leer. „Irgendwie ist das hier wie ein Klassentreffen.“ „Ja, gut wir haben alle Jahre zusammen gemacht. Vom Kindergarten bis zur 10.“ „Schon irgendwie unheimlich, dass manche Leute Geschichten über uns wissen, die manche ruinieren könnten.“ „Ach so schlimm waren wir früher auch nicht.“ „Na komm, gerade du und Ben habt sehr viel Mist gebaut.“ „Und seh was aus uns geworden ist.“ „Ja, mich hat es gewundert das Ben immer noch hier ist. Wollte er eigentlich nach der Akademie nach Hamburg.“ „Ben war schon immer Heimatverbunden. Er liebt diesen Ort viel zu sehr.“ „Und du? Du hast diesen Sprung gewagt.“ „Ja, es war Zufall. Ich war in New York im Urlaub, als ich diesen Mord mit aufklärte. Mein Captain bot mir danach die freie Stelle aus heiterem Himmel an.“ „Manchmal muss man im richtigen Moment an der richtigen Stelle sein.“ „Ja.“ Ich nickte und meine Augen fanden Svenja. Diese sah auf und obwohl der Raum voller Menschen war, fühlte es sich so an, als wären nur wir hier. „Jake kann nicht mit dir mithalten.“ Verwirrt sah ich sie an und sah das grinsen. „Er ist aber hier. Ich bin in zwei Wochen wieder weg.“ „Das heißt nicht das sie dich nicht liebt.“ „Was Svenja und ich in diesem Sommer hatten, war einmalig und wird immer uns sein. Aber diese Zeit ist vorbei.“ Ich bekam ein neues Bier und trank es in wenigen Zügen leer. „Rede dir das nur ein.“ Sie klopfte mir auf die Schulter und ließ mich allein. Ich dagegen ließ mir einmal nachfüllen und lief nach draußen. Dort war eine Bank wo ich mich drauf setzte. Der Abend war noch warm, weshalb ich gut ohne Jacke zurechtkam. Die Musik war hier nur leise zu hören und ich sah mir die Umgebung an. Der Spielplatz der nicht weit weg war, war heruntergekommen. Es gab auch einfach viel zu wenig Kleinkinder hier. Alle sind so gut wie weggezogen und nur wenige Leben noch hier.

„Willst du schon den Rückzug starten.“ Svenja lehnte an den Baum hinter mir. Ich drehte mich nicht und sah lieber nach unten. „Die Luft war nur etwas stickig.“ „Es würde dir keiner einen Vorwurf machen.“ „Ich weiß, aber hier gibt es kostenlos Alkohol.“ Zur Demonstration hob ich mein Glas und trank daraus. „Dein wievieltes war das schon?“ „5 oder 6. Ich bin sehr abgehärtet was das angeht. Die Jungs haben mich in den letzten Jahren zu so vielen Bars geschleppt, dass ich irgendwann aufgehört habe mit Zählen.“ Sie setzte sich neben mich und legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel. „Das heißt aber nicht, dass du dich betrinken musst.“ Sie sah mich besorgt an und ich versank in diesen braunen Augen. „Warum bist du mir gefolgt?“ „Du weißt warum?“ Damit überbrückte sie die letzten Zentimeter und küsste mich. Ich seufzte auf als ich diese geliebten Lippen spürte und ließ meine Hand in ihr Haar gleiten. Langsam öffnete sie ihre Lippen etwas und ich nutzte sofort meine Chance den Kuss zu vertiefen. Sie wanderte auf meinen Schoß und ich musste etwas wegen meinen Rippen ächzen, ließ mich aber nicht davon abhalten sie weiter zu küssen. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, bevor wir uns aus Luftmangel lösen mussten. „Wow.“ „Ja.“ Ich sah sie hungrig an und musste mich etwas zurückhalten. Erneut wollte sie mich küssen, aber ich konnte meine Gedanken noch etwas Fokussieren. „Wir sollten nicht. Du musst zu Jake zurück.“ „Er kann noch einen Moment warten.“ Schon küsste sie mich erneut und ich lächelte leicht. Es fühlte sich gut an, aber doch irgendwie falsch. Ich löste mich und strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. „Wir dürfen das nicht.“ „Warum, du spürst es doch auch. Seit dem ersten Moment als wir uns wiedergesehen haben.“ „Natürlich, aber es hat sich alles geändert. Wir leben zwei total verschiedene Leben, auf zwei unterschiedlichen Kontinenten.“ „Aber wir sind jetzt hier zusammen.“ „Und doch musst du später zurück zu Jake. Allein der Gedanke das er dich anfässt. Ich kann das hier nicht.“ Svenja nickte und stand auf. Ich folgte ihr und strich ihr über die Wange. „Danke trotzdem.“ „Wofür?“ „Für den Kuss. Sag Stephan das ich nachhause gegangen bin.“ Sie nahm meine Hand und hielt mich auf. „Sehe ich dich morgen.“ „Morgen werde ich einige Sachen besorgen, also wahrscheinlich nicht.“ Sie nickte und gab mir ein Kuss auf die Wange. Danach ließ ich sie gehen und ich lief zurück zum Haus.
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