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Ermittlungen zur Liebe

GeschichteRomance, Familie / P16 / Gen
OC (Own Character) Sky Blue FC VFL Wolfsburg
28.12.2020
17.01.2021
5
13.104
5
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Dieses Kapitel
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31.12.2020 1.987
 
Hallo

ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt alle gesund und munter. Wir hören uns dann am Montag wieder.

Liebe Grüße
Franzi





Kapitel 2


Schweiß lief mir hinunter, als ich die Hauswand abschliff. Meine Schutzbrille war schon fast komplett weiß, weshalb ich eine Pause einlegte. 3 der vier Seiten hatte ich schon fertig, weshalb ich noch vor Einbruch der Dunkelheit mit der vierten fertig werden möchte. „Izzy, du solltest eine Pause machen.“ „Mir geht es gut, Ma. Ich bin hier bald durch.“ „Es sieht gut aus.“ Sie lächelte und strich über die nun wieder glatte Oberfläche. „Ja, so wie damals.“ „Ach weißt du, du erinnerst mich an deinen Vater. Er war auch unermüdlich. Hat das Haus auf Vordermann gebracht. Als du noch ganz klein warst, da saßt du auf seinen Schultern und hast ihm geholfen.“ Ich lächelte und wische meine Brille an meinem Top ab. „Es wird wieder wie damals aussehen.“ Sie lächelte und strich mir durch mein kurzes blondes Haar. „Mach nicht mehr so lange.“ Ich nickte und fing bei der letzten Seite an. Es dauerte mich noch etwas mehr als eine Stunde, bevor ich die Maschine ausmachte und mich auf die Bank unter dem Apfelbaum setzte. „Gut, dann geht es morgen weiter.“ „Na, wie läuft es?“ Tim, unser Nachbarsjunge, setzte sich neben mich. Früher hatte ich ihn immer gebabysittet. „Sieht gut aus. Könntest du morgen nicht so früh anfangen. Es sind Ferien und ich kann ausschlafen.“ „Mal sehen was sich da machen lässt.“ „Hier, dass soll ich dir geben.“ Er reichte mir ein Bier. „Von Paps.“ „Danke.“ Er nickte und ließ mich alleine. Ich prostete zur Veranda und Ralf proste zurück. Mit der bloßen Hand öffnete ich den Verschluss und exte das Bier. Mit den Jahren wurde ich ein Meister, Alkohol in meinem System zu verdrücken.

Es sind drei Tage vergangen und das Haus war frisch weiß gestrichen und der Garten umgegraben. Gerade war ich im Baumarkt, als ich bekannte Gesichter traf. „Isabelle Lindberg?“ „Williams, mittlerweile. Laura, Svenja was macht ihr hier.“ Ich sah zu Svenja, die überrascht schien. Naja wir hatten uns fast 15 Jahre nicht gesehen. „Einkaufen, so wie du. Ich habe gehört du willst das Haus wieder auf Vordermann bringen.“ „Ja, Ma liebte das Haus und ich habe etwas zu tun.“ „Du siehst gut aus. Wir haben gehört du bist jetzt in New York.“ „Ja, Morddezernat.“ „Wow, kaum zu glauben, wenn man an dein altes selbst zurückdenkt.“ „Wir sind wohl alle erwachsen geworden.“ „Ja, scheint so. Du siehst wirklich gut aus. Kommst du zu Stephan seiner Hochzeit.“ „Ja, so ist der Plan.“ Mein Blick ging zu Svenja, die immer noch nichts gesagt hat. „Und bei euch. Svenja ich habe gehört du bist jetzt eine große Nummer bei Wolfsburg. Wer hätte gedacht, dass die kleine Flügelflitzerin es soweit schafft.“ „Mit Disziplin und Herz geht alles.“ Sie sah mich böse an, was mich innerlich seufzen ließ. „Hat mich gefreut euch wiederzusehen.“ „Warte, wo ist dein Mann. Kommt er auch zur Hochzeit.“ Ich zuckte etwas zusammen. „Nein, sie wird nicht kommen.“ Damit verließ ich die beiden. Eine Reihe weiter, hörte ich die beiden sprechen. „Was ist los mit dir? Du standest doch immer auf sie.“ „Laura, Izzy und meine Vergangenheit ist viel Komplizierter, außerdem hast du doch gehört. Sie ist verheiratet.“ „Aber sie kommt nicht zur Hochzeit, was bedeutet sie sind vielleicht getrennt.“ „Oder auch nicht? Außerdem sind meine Gefühle vor vielen Jahren erloschen. Ich bin jetzt mit Jake hier.“ „Wenn du meinst?“ Ich lief weiter und versuchte das Gespräch zu vergessen. Was Svenja und ich in dem Sommer nach unserem Abschluss hatten, war etwas was nicht funktioniert hätte. Sie war auf den Weg groß raus zu kommen in Frankfurt und ich war auf der Polizeischule in Mühlheim. Wir mussten uns beide auf unsere Karriere konzentrieren. Da wären unsere Gefühle fehl am Platz gewesen. Ich schüttelte mich aus meinen Gedanken und lief zur Kasse. Zeit um wieder zurück zu fahren. Der Garten macht sich nicht von alleine.


Svenja


Seit Laura und ich Izzy im Baumarkt getroffen hatten, konnte ich nicht aufhören an sie zu denken. Sie hat sich so sehr verändert. Das lag nicht nur an ihren jetzt, kurzem Haar, nein auch ihre Körperhaltung und ihre ganze Art sind steifer, kälter geworden. Ich meine sie muss Tagtäglich mit Mördern verbringen, aber das sie sich so Charakteristisch verändert hat, muss ein Grund geben. Dann war da diese Frau die sie hat, aber doch nicht mit zur Hochzeit bringt. Ist sie vielleicht wegen der Arbeit verhindert oder waren sie vielleicht getrennt. „Babe, was hältst du davon wir gehen eine Runde mit Jamie nach draußen. Es ist warm.“ „Mhm, oh ja warum nicht.“ Lächelnd nahm ich Jake seine Hand und ließ mich in den Flur ziehen. Jake war jemand ganz anderes, als Isabelle. Er mit seinem schwarzen kurzen Haar und seinem athletischen Körperbau, konnte Izzy schnell in den Schatten stellen und doch zog es mich wieder zu Isabelle. Verdammt sie machte es schon wieder, wie damals. Ohne etwas zu machen verdreht sie mir meinen Kopf. Mit Jamie an der Leine liefen wir durch die Nachbarschaft. Einige Straßen weiter, trafen wir auf Tim, der mit drei Kumpels auf etwas starrten und dabei nicht gerade unschuldig aussahen. „Na was die wohl gerade beobachten.“ Jake grinste und zog mich etwas hinter sie. Ich sah in die Richtung, in der die Jungs sahen. Ach du scheiße. Izzy stand nur im Sport-BH und kurzen Shorts im Garten und machte Klimmzüge am Baum. „Hui, die ist wirklich heiß.“ Ich schlug ihn auf dem Hinterkopf. „Entschuldige, du bist natürlich heißer.“ Kopfschüttelnd lief ich zu den Jungs und gab jedem einen Schlag auf den Hinterkopf. „Aua.“ „Shit, Svenja ich kann das erklären.“ „Ach wirklich, denn wie ich das sehe, begaffst du deinen ehemaligen Babysitter.“ „Ich meine sie ist heiß.“ Der Typ neben Tim grinste. „Wirklich und das gibt dir das Recht, andere Leute so zu beobachten.“ „Hey Leute gibt es ein Problem.“ Isabelle stand grinsend vor uns allen. Immer noch hatte sie nur eine Shorts und ihren BH an. Jetzt waren wir alle, die sie begafften. „Frau Williams, sie sehen wirklich scharf aus.“ „Danke, Lenny. Wenn du das noch einmal zu mir sagst oder mich noch einmal beobachtest, dann sage ich das deiner Mutter.“ „Ja, Frau Williams.“ „Das gilt für euch vier. Los verschwindet.“ Jeder nickte und verschwand mit ihren Stühlen. „Du hast sie gesehen.“ „Natürlich habe ich das. Ich bin Detektiv. Beobachtung steht in meiner Vita.“ Isabelle grinste mich an und sah dann zu Jake. „Isabelle Williams, freut mich dich kennenzulernen. Nenn mich Izzy.“ „Hi, Jake Krieger.“ Er gab ihr die Hand, während ich erneut über ihren Oberkörper sah. Sie hatte sehr gut austrainierte Muskeln. „Naja, ich bin jetzt eine Runde laufen. Hat mich gefreut euch zu treffen.“ Izzy zwinkerte mir zu und joggte dann die Straße entlang. „Heilige Scheiße, das war ja mal so cool. Woher kennst du sie?“ „Isabelle und ich waren zusammen in der Schule.“ „Wirklich und sie ist Cop.“ „Ja, in New York.“ Damit nahm ich Jamie und lief weiter. „Voll cool. Denkst du ich könnte mal mit ihr Trainieren.“ „Was warum?“ Verwirrt sah ich ihn an. „Naja, sie scheint mir wie ein super Trainingspartner.“ „Ich bin dein Trainingspartner.“ „Babe, sie ist noch eine Nummer höher. Sie ist Cop.“ „Und ich als Profifußballerin, bin dir nicht gut genug?“ Warnend sah ich ihn an. „Ach Schatz, ich liebe dich, dass weißt du. Aber sie? Ich würde Morden einmal mit ihr zu trainieren.“ Ich verdrehte die Augen und lief weiter. „Isabelle ist verheiratet.“ „Echt?“ „Ja, mit einer Frau.“ „Heiß.“ „Jake.“ „Was, das bringt den Begriff Kampflesbe auf ein neues Level.“ „Wirklich?“ „Na gut dann nicht.“ Er nahm mich versöhnlich in den Arm. „Aber du musst doch selbst bei dem Körper Fantasien gehabt haben.“ Oh ja die habe ich immer noch, aber das sagte ich ihm natürlich nicht. „Nein, hatte ich nicht und wenn es ok wäre, würde ich nicht mehr über Isabelle reden.“ „Ok, geht klar.“


Isabelle

Nach meinem Lauf wollte ich gerade ins Haus gehen, als ich eine mir sehr bekannte Stimme hörte. „Ach Bella, es ist so schön dich endlich mal hier zu Besuchen.“ Mein Kiefer zog sich zusammen und ich trat ein. Niemand anderes als meine Frau Alexis stand vor mir. „Isabelle, da bist du ja?“ „Was willst du hier?“ Ich verschränkte meine Arme und sah sie kalt an. „Ach jetzt sei nicht so. Ich bin etwas früher fertig geworden und dachte ich komme vorbei.“ „Und dein Telefon ist kaputt gegangen oder was. Du hättest anrufen können. Du hast nie Angerufen.“ „Das ist nicht fair. Du wusstest das ich dort nicht wirklich Empfang hatte.“ Ich lachte bitter auf und sah zu meiner Mutter. Die sah mich beunruhigt an. „Ma, entschuldige uns einen Moment.“ Ich zog Alexis in den Garten und schloss die Tür. „Hey, jetzt sei nicht so grob.“ „9 Monate. Wäre ich kein Cop und hätte darauf Zugriff, dich zu Orten würde ich denken das du gestorben bist.“ „Es tut mir leid, aber die Dreharbeiten sind durch und ich muss in nächster Zeit, nirgendwo hin.“ Sie kam zu mir und ich ließ sie ihren Arm auf meine Brust legen. „Woher wusstest du, dass ich hier bin?“ „Cole.“ Ich nickte und drehte mich von ihr weg. „Bringt es etwas, wenn ich sage. Ich habe dich vermisst.“ „Nein.“ „Soll ich wieder gehen.“ Ich seufzte auf. „Nein.“ „Gut, dann wie wäre es du gehst duschen und danach gehen wir eine Runde spazieren. Einfach Reden.“ Ich nickte. „Gut, reden.“ Damit ging ich ins Haus und lief ins Badezimmer. Ausgerechnet jetzt.
Wir liefen schon 10 Minuten die Straße entlang, aber keiner von uns beiden wollte die Stille brechen. Am Spielplatz setzten wir uns auf die Schaukel. „Deiner Ma geht es schlechter.“ „Ja, sie hat vielleicht noch ein paar Wochen. Es wird täglich schlimmer.“ Sie nickte und nahm meine Hand. Ihr Ehering blinkte mir entgegen. „Es tut mir leid. Ich wollte dich anrufen, jeden Tag, aber wenn ich deine Stimme gehört hätte oder dich gesehen hätte, dann hätte ich dieses Projekt nicht durchgezogen. 9 Monate Entzug, war auch für mich schwer.“ „Ich habe die Bilder gesehen. Du kannst es mir ruhig sagen, wie einsam du warst.“ „Wie?“ „Wie du weißt bin ich Cop, es ist meine Aufgabe zu Recherchieren. Ich kenne die Geschichte mit Roy und Amber.“ Sie nickte und sah nach unten. „Also was? Machst du jetzt Schluss. Du warst derjenige mit der Pause.“ Ich lachte bitter auf. „Damit meinte ich ein paar Tage abstand, nicht das du für 9 Monate in die Arktis gehst und dort mit deiner Assistentin und deinem Produzenten schläfst.“ „Es tut mir leid.“ „Hast du eine Ahnung wie das für mich ist. Meine eigene Frau schläft mit zwei anderen Menschen und ich konnte rein gar nichts machen.“ „Du hättest kommen können.“ „Um was zu tun. Für eine Ehe zu kämpfen die schon seit 2 Jahren vorbei ist. Ich weiß es war meine Schuld. Die Arbeit hat mich so eingenommen, dass ich nicht da war.“ „Warte, es war unser beider Schuld. Als ich dich geheiratet hatte, wusste ich was auf mich zukommt. Und doch haben wir es darauf hinauslaufen lassen.“ Sie lächelte mich leicht an und ich setzte mich zurück auf die Schaukel. „Morgen früh werde ich zurückfliegen und meine Sachen packen. Die Papiere werde ich dir dann zu schicken.“ „Dein Vater wird sich freuen.“ „Er ist ein Arsch.“ Wir grinsten und mein Blick geht den Weg hinauf. Dort stand Svenja, mit ihrem Hund. Sie sah unauffällig zu uns. Als sie meinem Blick sah, kam sie zu uns. Ich stand auf und auch Alexis sah zu ihr. „Hey, sorry ich wollte nicht stören.“ „Was machst du noch hier draußen.“ „Ach nur eine Minirunde mit Jamie laufen.“ Ihr Blick ging zu Alexis. „Ähm, Svenja das ist Alexis.“ „Hi, freut mich.“ Alexis sprach mit ihrem wenigen Deutsch. „Deine Frau.“ „Bald Ex-Frau.“ „Oh.“ Sie sah mich überrascht an. „Das tut mir leid.“ „Das Leben wollte es anders.“
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