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Der Zeltausflug

von missnini
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Het
Sarah Wittner William "Willi" Tagert
28.12.2020
18.01.2021
13
16.957
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28.12.2020 1.160
 
Am Abend liegt Will in seinen Bett und starrt die Decke an. Er musste über die Sache mit Benny nachdenken.
Sein jüngerer Cousin hatte schon recht und er empfand wirklich viel für Sarah.
Zuerst wollte er das ja selbst nicht wahr haben aber immer wieder ertappte er sich  dabei wie er automatisch anfing zu grinsen wenn er sie sah, wie ihm sein Herz fast aus der Brust sprang wenn sie lächelte und wie es in seiner Magengrube kribbelte wenn sie Zeit miteinander verbrachten, dazu war Sarah auch noch ein so hübsches und cleveres Mädchen und jedesmal wenn er in ihre blauen Augen sah, hätte er dahin schmelzen können.
Wie verrückt versuchte er sich wirklich das ganze auszureden denn er und Sarah waren doch schon Jahre lang befreundet und alles andere würde das sicherlich kaputt machen, das wollte er auf keinen Fall riskieren.
Er wusste schließlich ja auch nicht wie sie dazu überhaupt stand.
Das Problem war auch, alles was Sarah wusste das wussten die anderen Mädchen automatisch auch, das dachte er zumindest.
Zu gerne hätte er auch mit Benny darüber gesprochen aber Benny war Sarahs bester Freund. Er wusste augenblicklich selbst nicht was er für Sarah sein wollte, ein guter Freund oder doch mehr?

Jetzt dreht er sich seufzend um und sein Blick fällt auf ein eingerahmtes Bild auf dem Nachttisch. Er nimmt es in die Hand und starrt es an.
Darauf zu sehen: Will in seiner frühesten Kindheit mit seiner Mutter und seinem Vater.
"Ach, wie ihr mir fehlt." sagt er leise und streicht mit dem Finger über das zierliche Gesicht seiner Mutter auf dem Foto.
"Was meint Ihr? Soll ich mit Sarah reden? Könnt ihr mir nicht mal ein Zeichen geben oder so?"
Dann grinst er und schüttelt den Kopf.
"Langsam fang ich an zu spinnen." sagt er zu sich selbst und stellt das Bild zurück, bevor er das Licht ausmacht und sich ins Kissen kuschelt.

Am nächsten Morgen ist Will früh dran und nach der Stallarbeit und dem Frühstück schnappt er sich Sattel und Zaumzeug aus der Kammer und läuft mit schnellem Schritt in Richtung von Jimbers Box.
In der Tür stößt er allerdings mit jemandem zusammen.
"Autsch."
"Oh Entschuldigung, ich hab dich nicht gesehen."
Er lässt das Zaumzeug zu Boden gleiten und entdeckt Sarah die vor ihm steht.
"Tut mir leid, ist was passiert?" fragt er besorgt
Sarah lacht
"Nein aber wir haben da ein Problem."
Sie deutet auf ihr Haar dass sich um Wills Halskette gewickelt hat.
Will grinst und greift nach der Kette
"Autsch, warte lass mich das besser machen." sagt Sarah schnell und fasst ebenfalls an die Kette an seinem Hals so dass ihre Hände sich berühren.
Will sieht ihr in die Augen während sie konzentriert ihre Haare befreit.
Sarah bemerkt es und wird etwas rot, sie schaut zu ihm auf und grinst.
"Tja, Ich schätze mal ich hänge ganz schön an dir." witzelt sie um die Stimmung aufzulockern
Will muss lachen
"So geschafft." schnauft Sarah erleichtert und rückt Wills Halskette an seinem Hals wieder zurecht bevor sie sich den kleinen Hufeisenanhänger nochmal genauer betrachtet.
Auf der Rückseite stehen 2 Namen: Alexander und Lillian.
"Was bedeutet die Kette eigentlich?" fragt sie ehrlich interessiert
"Die Kette gehörte meiner Mutter, Eva hat sie mir nachträglich mit den Namen meiner Eltern gravieren lassen, sie ist das letzte was mir geblieben ist." sagt Will etwas traurig und Sarah merkt direkt dass er nicht über dieses Thema reden will und möchte deswegen keine weiteren Fragen stellen.
"Dann muss sie unglaublich Wertvoll für dich Sein, Pass gut darauf auf." Sagt sie nur kurz und lässt die Kette los.
"Mache ich."Sagt Will lächelnd bevor ihm ein Geistesblitz durch den Kopf Jagd und es ihm eiskalt den Rücken herunterläuft.
Sarah dreht sich um und geht wobei Will ihr nur baff hinterherschaut.
Er glaubte weder an Geister noch an irgendwelche Hexerei oder ähnliches aber war das eben das Zeichen dass er sich gestern Abend von seinen Eltern gewünscht hatte?
Sarah dreht sich nochmal zu ihm um und sieht seinen verlorenen Blick.
Sie geht nochmal einen Schritt auf ihn zu
"Will? Ist alles in Ordnung?"
Will wird etwas rot und fasst sich mit der Hand an den Hinterkopf
"Äm Ja, danke."
Sarah grinst ihn wieder an und geht dann.
Will lässt sich nun auf einen Strohballen fallen und vergräbt sein Gesicht in seinen Handflächen.
Er hätte ausrasten können, Sarah raubte ihm wirklich bald noch den letzten Verstand.
Er schreckt auf als er Schritte hört.
"Man Will, willst du vielleicht endlich mal mit mir reden?" fragt Benny dem natürlich mal wieder nicht entgangen ist dass es mal wieder um Sarah ging.
Will seufzt und sieht seinen Cousin an.
"Komm." fordert ihn Benny auf und zieht ihn mit sich.
Die beiden gehen ins Haus und lassen sich zusammen in dem großen Wohnzimmer des Hauses nieder.
"Jetzt erzähl mal."
"Es ist Sarah."
"Das weiß ich doch schon, ich will wissen was los Ist?"
Will sieht Benny an
"Weißt du ich hab selbst keine Ahnung was mit mir los ist, ich fühl mich wenn sie da ist als würde ich schweben aber ich kann ihr das nicht sagen, Ich will unsere Freundschaft nicht kaputt machen."
"Aber sie fühlt doch genauso." sagt Benny entschieden.
"Woher willst du das wissen?"
"Weil ich es merke, Sarah ist meine beste Freundin und abgesehen davon bekommt sie sich in seiner Gegenwart genauso Kopflos sie du in ihrer."
"Ich weiß nicht...."
"So wird das nie was." sagt Benny, winkt ab und verlässt den Raum.
Bei seinem verlassen betritt Eva-Marie das Wohnzimmer, stellt sich hinters Sofa und legt ihrem Neffen die Hände auf die Schultern.
"Alles ok mit dir mein Schatz?" fragt sie
"Ja alles gut, danke."
"So siehst du aber nicht aus." stellt sie fest und streichelt Will zart mit den linken Hand die Wange.
"Hast du Liebeskummer wegen Sarah?"
Will dreht sich um und reißt seine Augen auf.
"Ist das echt so offensichtlich oder warum wissen alle bescheid?"
Eva grinst
"Nein das glaube ich nicht dass es alle wissen, nur wir kennen dich einfach so gut, da merkt man schon wenn was im Busch ist."
Dann setzt sie sich neben Will.
Er legt sich in die Arme seiner Tante die schon immer selbstverständlich wie eine Mutter für ihn war und beginnt zu reden, er erzählt von seinen Gefühlen und was Sarahs Nähe mit ihm macht und zuletzt von der Begegnung im Stall die er für ein Zeichen seiner Eltern hält.
"Glaubst du ich bin verrückt?" fragt er danach
Eva lächelt nur
"Nein du bist nicht verrückt, nur verliebt."
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