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Thomas und die Leichen

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Minho Newt Thomas
28.12.2020
30.12.2020
2
1.205
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28.12.2020 524
 
"Ich liebe dich", hörte ich seine Stimme immer wieder in mein Ohr flüstern.
Er hielt mich, verhinderte, dass ich zerbrach. Wie konnte es nur so weit kommen? Wie konnte ich nur so weit gehen?
"Tommy, alles wird wieder gut", hörte ich ihn, wobei seine Stimme weit entfernt schien.
Meine Sicht war von den Tränen verschwommen, was dazu führte, dass ich nur tanzende Farben wahr nahm. Die Angst hatte mich immer mehr im Griff. Sie umschlung meine Seele und strahlte diese unerträgliche Kälte aus.
Seine Stimme gab mir ein kleines bisschen Sicherheit, aber ich wusste nicht, wie lange ich noch durchhalten würde.
"Tommy, es ist nicht deine Schuld, okay? Das warst nicht du", flüsterte er und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn.
Ich konnte bloß den Kopf schütteln, immer noch nicht in der Lage etwas zu sagen. Es war meine Schuld. Das Blut klebte an meinen Händen. Ich tötete sie mit meinen Händen. Ich habe ihren letzten Atemzug mit erlebt. Es war meine Schuld. Ich habe sie des Lebens beraubt.
Ich bekam keine Luft mehr. Ich konnte mich nicht mehr konzetrieren. Ich nahm seine Stimme nur noch als ein kleines dumpfes Geräusch wahr. Ich nahm die liebevollen Berührungen von ihm  nur noch als ein Kribbeln war und so versank ich in meinen Träumen.

Ich wachte auf. Vor mir erblickte ich ein Gesicht, sein Gesicht. Es guckte mich besorgt an. Auf einmal überolten mich die Erinnerungen und ich spürte schon wie die Tränen kamen.
Er ergriff meine Hand und flüsterte: "Alles wird wieder gut, okay? Wir kriegen das wieder hin! Ich helfe dir."
"Nein. Was ist, wenn ich dir auch was antue?", flüsterte ich und auf einmal überkam mich die Angst.
Darüber hatte ich zuvor noch gar nicht nachgedacht, aber es könnte durchaus passieren.
"Ich habe Brenda umgebracht. Wieso sollte es bei dir anders sein?", fragte ich und schaute zu Boden.
Ich traute mich nicht mehr in seine Augen zu schauen, seine wunderschönen Augen.
"Du wirst mich nicht töten. Du liebst mich", antwortete er und versuchte ein Lächeln auf zu bringen.
"Das kannst du nicht wissen Newt", meinte ich, wobei ich seinen Namen extra stark betonte.
"Wir alle haben ein Trauma durchgemacht. Wir alle sind wieder in diesem Labyrinth. Es ist für uns alle schwer und wir müssen alle damit klar kommen. Es ist okay", flüsterte mein Geliebter.
"Ihr habt aber niemanden umgebracht!", rief ich.
Ein Schulzen entfuhr meinem Mund. Ich spürte, wie die Tränen immer dicker wurden. Ich spürte seine schützenden Hände an meinen Armen. Ich ließ meinen Kopf auf seine Schulter fallen.
"Ich liebe dich", flüsterte er in mein Ohr und stirch währenddessen durch meine Haare.
"Ich liebe dich auch", flüsterte ich in sein Hemd rein, wobei ich mir nicht sicher war, ob er mich hörte.
Ich liebte ihn, ja das tat ich.
Ich wusste nur nicht, wie lange unsere Liebe noch bestehen würde.



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An alle Newtmas liebhaber: Ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen und es ist nicht zu düster, lasst gerne ein Kommentar da.
 
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