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Pretty Dead Dead Boy

von Ancrath
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
28.12.2020
15.04.2021
27
61.357
8
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Dieses Kapitel
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31.12.2020 2.619
 
Februar 1999
Die folgenden Monate dachte er nur selten an den Blonden. Er wechselte zum Criminal Investigation Department, kurz CID genannt, und wurde zum Detective Constable befördert. Er war gut in seinem Job, verdammt gut und er hatte vor, es weit zu bringen. Mit Ginny lief es gut und er war viel mit seinen Freunden unterwegs. Die Bestie in seinem Inneren, von der niemand, nicht einmal seine besten Freunde, etwas ahnten, lauerte, verhielt sich aber ruhig.

Sie erwachte unvermittelt in einer kalten Nacht im Februar, in der er und sein Kollege Wendel Williams zu einem Einsatz gerufen wurden. Es war Zufall, dass sie in der Nähe waren. Sie stellten den Wagen ab und näherten sich der Gruppe von drei Personen. "DC Potter, DC Williams, haben Sie den Notruf gewählt?" stellte er sich und seinen Partner kurz vor.

"Endlich! Der Bastard da drüben wollte uns ausrauben!" Harrys Blick folgte seinem ausgestreckten Arm. Tatsächlich saß ein paar Meter weiter auf den Treppen zu einem Hauseingang ein Mann. Er hatte die Kapuze seiner Jacke über den Kopf gezogen, aber die Stiefel kamen Harry vage bekannt vor.

"Erzählen Sie mir, was passiert ist", verlange DC Williams, während Harry hinüberging, um den Anderen zu befragen. Dass er immer noch auf den Treppen saß, lag daran, dass ihn jemand mit Handschellen ans Geländer gefesselt hatte.
Harry drehte um und unterbrach den Wortführer mitten in seiner Aussage. "Geben Sie mir den Schlüssel."
"Wir haben das Recht, ihn festzuhalten, bis die Polizei da ist."
"Ja, und jetzt sind wir da, also geben Sie mir den Schlüssel", sagte Harry unwirsch und hielt fordernd die Hand auf.

Er schloss die Handschellen auf - warum hatten sie die dabei? - und es war tatsächlich Draco, der in einer viel zu dünnen Jacke dasaß und in der kalten Nachtluft zitterte. "DC Potter. Was ist passiert?" wollte er wissen. Jetzt erst sah Draco ihn an und die Bestie in Harrys Innerem brüllte. Seine Lippe war aufgeplatzt und  er hatte ein blaues Auge. Und so vorsichtig wie er aufstand, mussten sie seine Rippen ebenfalls erwischt haben.

Wie konnten sie es wagen, Draco so zu verletzen? Sie hatten dazu kein Recht. Niemand hatte dazu das  Recht – außer Harry, brüllte die Bestie in seinem Innerem. Draco wischte sich das angetrocknete Blut von der Lippe. Er warf den drei Männern, die aufgeregt redeten und immer wieder in seine Richtung gestikulierten, einen wütenden Blick zu.

"Arschlöcher. Sie haben mich dumm angemacht. Und als ich einem von ihnen eine verpasst habe, sind sie zu dritt auf mich los. Blöde Wichser."
Harry wartete, aber Draco schwieg. "Und was sollst du ihnen gestohlen haben?"
Der Blonde verdrehte die Augen und steckte seine Hände in die Hosentaschen. "Ich habe nichts gestohlen. Kann ich ja nichts dafür, dass einer seine Autoschlüssel im Gully versenkt."
Harry sah ihn zweifelnd an. "Mach deine Taschen leer." Draco leerte seinen Taschen, aber ein Autoschlüssel war nicht dabei.

"Warte hier", sagte Harry und ging zu Williams, der in der kürze der Zeit die Personalien aufgenommen und Ordnung in die Aussagen der drei Männer gebracht hatte.
"Warten Sie hier", sagte Williams zu ihnen und ging mit Harry ein paar Schritte zur Seite, die vier Männer immer im Blick. "Sie sagen, er hätte sie grundlos angegriffen und einem von ihnen den Autoschlüssel gestohlen."
"Und er sagt, sie hätten ihn angepöbelt, angegriffen und einer hätte seinen Autoschlüssel in einem Gully verloren."

Williams seufzte. "Was für Vollidioten." Dann ging er zu den drei Männern zurück. "Wir konnten keinen Autoschlüssel finden. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in Kürze eine Anzeige wegen Körperverletzung erhalten."
Harry blendete das wütende Gezeter der Drei aus und ging zu Draco zurück. "Steig ins Auto. Du wirst dich wegen Körperverletzung und möglicherweise Sachbeschädigung verantworten müssen."
"Was? Sie haben angefangen! Ich habe mich nur gewehrt."
"Du sollst jetzt ins Auto steigen. Sonst nehme ich dich fest." Draco sah ihn einen Moment trotzig an, ehe seine Schultern nach unten sackten und er zum Polizeiauto ging. Harry schloss hinter ihm die Tür.

Williams stieg auf der Fahrerseite ein, Harry auf der Beifahrerseite. Sie fuhren ein paar Querstraßen weiter, ehe sie anhielten. Harry drehte sich zu dem Blonden um, der schweigend auf der Rückbank saß. "Willst du Anzeige gegen die Drei erstatten?" Draco dachte kurz nach und schüttelte dann den Kopf.
Harry stieg aus.

"Ist auch besser so, dir hätte eh niemand geglaubt, Hure", sagte Williams, ehe Harry von außen die Tür öffnete. "Du kannst gehen", sagte Harry, "sie wollen auch keine Anzeige erstatten." Draco kletterte aus dem Wagen. "Und jetzt hau ab, bevor ich dich wegen dem Gras in deiner Tasche hochnehme."
Das ließ Draco sich kein zweites Mal sagen. In kürzester Zeit war er in der Dunkelheit verschwunden.
"Immer diese Stricher", sagte Williams als Harry wieder einstieg, "machen nichts als Ärger."

Zuhause in seinem Bett erlaubte Harry sich die Fantasien, die er sonst in seinem Innersten vergrub, tief in einer dunklen Ecke seines Verstandes. In seinem Kopf war er es, der Draco mit Schmerzen bestrafte, der seine Zeichen auf ihm hinterließ, der Draco betteln und winseln ließ, ihn ganz und gar besaß und sein Schwanz reagierte so heftig wie noch nie. Das Verlangen war geweckt, die Bestie war hungrig, hungrig, hungrig.

Harry wusste schon lange, dass er bi war. Noch länger wusste er allerdings, dass er eine Familie wollte. Seine Eltern Lily Evans und James Potter waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als er noch ein Baby war und er war bei der Familie seiner Tante aufgewachsen, die ihn nicht sonderlich gut behandelt hatten. Sein Cousin Dudley hatte ihn übel schikaniert und Onkel Vernon und Tante Petunia hatten ihr Bestes getan, ihn zu ignorieren und zu verleugnen.

Seit er sich erinnern konnte, hatte er sich eine Familie gewünscht, liebende Eltern. Die Weasleys, Ginnys Familie, waren zu so etwas wie einer Ersatzfamilie für ihn geworden. Sie hatten ihn liebevoll in ihrer Mitte aufgenommen, seit er mit Ron befreundet war und mit Percy als Ausnahme verstand er sich mit allen von Ginnys Brüdern gut. Schon immer hatte er gewusst, dass er Vater werden wollte, eine eigene Familie haben mit einer Frau, die er liebte und wundervollen Kindern, denen er der beste Vater sein wollte, den es gab.

Nicht einmal das Erwachen der Bestie in der Pubertät hatte ihn davon abbringen können. Er war sich sicher, seine Familie vor ihr schützen zu können. Ihren Einflüsterungen und kranken Fantasien widerstehen zu können. Sie würde sich nicht zwischen ihn und seine perfekte Familie drängen.


Nur wenige Tage später war er wieder mit Draco in einem billigen Motelzimmer. Während der kurzen Fahrt dorthin hatte Draco versucht, ein Gespräch anzufangen, "Potter, hm? Verrätst du mir auch deinen Vornamen?", aber Harry hatte ihm nicht geantwortet und Draco hatte seine Bemühungen um Small Talk schnell aufgegeben.

Die Verletzungen in Dracos Gesicht waren verheilt, aber die blauen Flecken auf seinem Oberkörper waren gut sichtbar. Harry, noch komplett angezogen, ließ seine Finger über Dracos blasse Haut wandern, der komplett nackt vor ihm stand. Vorsichtig strich er über die grün-gelblich verfärbten Blutergüsse, die sich über seine linke Seite zogen, Dracos Brust hob und senkte sich schnell, sein Atem verriet seine Nervosität. Als ahnte er bereits jetzt, dass er sich auf ein Monster eingelassen hatte.

"Du bist so schön", flüsterte Harry, ehe er Draco seine Faust in die Seite rammte, direkt auf die verfärbte Haut über seinen Rippen. Mit einem Aufschrei ging Draco zu Boden und sofort war Harry über ihm. "Lass mich los", keuchte Draco, Schmerztränen in den Augen, und versuchte, sich unter Harry hervorzuwinden.

Aber Harry hatte ihn gepackt und legte eine Hand um seinen Hals und drückte zu. Draco strampelte, versuchte Harrys Hand von seinem Hals zu lösen und schnappte nach Luft. Harry ließ nicht los. Er sah die Panik in den sturmgrauen Augen. Es war wunderschön.

Seine Finger schlossen sich fester um Dracos Hals, in einem verzweifelten Versuch Luft zu holen öffnete der den Mund. Erst nach Sekunden, die sich wie Ewigkeiten anfühlten, lockerte Harry seinen Griff. Hektisch sog Draco Luft in die Lungen, musste husten.
"Langsam, flach atmen", sagte Harry und bewunderte die roten Handabdrücke an Dracos blassem Hals.
"Bitte", krächzte Draco.
Harry lächelte ihn an. "Dir passiert nichts, ich passe auf dich auf. Jetzt knie dich aufs Bett."

Mit den Gedanken an die Angst in den grauen Augen kam Harry heftig in Dracos Arsch. Dass Draco nicht kam, nicht einmal hart wurde, bemerkte er nicht. Und selbst wenn, es war ihm egal. Er hatte die Bestie gefüttert und sie verlangte mehr, mehr, immer mehr.



März 1999
Rons Geburtstagsparty war der Hammer. Sie feierten in einem Club, es waren jede Menge ihrer ehemaligen Schulkameraden da und die Zwillinge Fred und George, Rons Brüder, hatten für ausreichend Getränkenachschub gesorgt. Niemand war mehr nüchtern, Harry hatte ordentlich über den Durst getrunken und war dabei, mit Ginny rumzumachen, als Fred, ebenfalls ordentlich angetrunken, zu ihm kam.

"Harry, ich weiß, du bist bei der Polizei, aber du musst gleich mal beide Augen zudrücken. Gleich kommt ein Bekannter von Charlie vorbei." Ginny sah ihren Bruder missbilligend an.
"Und?" fragte Harry, der den Zusammenhang nicht verstand.
"Oh, Harry", kicherte Fred. "Er  bringt ein paar illegale Subna... Sustan... Subta... ach, Gras und ein paar Pillen. Ist unser Geschenk an Ron. Kannst du dir vorstellen, dass er noch nie einen durchgezogen hat? Da müssen wir unser kleines Brüderchen doch unterstützen, klar?"
"Klar", sagte Harry und widmete sich wieder Ginnys Mund, schob seine Hand unter ihren kurzen Rock und fing an, sie zu fingern.

Durfte Ron sich nur nicht von Hermine, seiner Freundin, erwischen lassen, dachte Harry, die wäre echt sauer. Er grinste, als er sich Hermines Standpauke vorstellte, ihr ernstes Gesicht, der leicht schrille Ton ihrer Stimme, mit dem sie ihm und Ron jedes Mal wenn sie sie erwischte ihre Dummheiten vorhielt. Sein Lächeln wurde breiter, er war wirklich dankbar dafür, eine so tolle Freundin wie Hermine zu haben.

Er selbst hatte Ron einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende für zwei Personen geschenkt. Er wusste, dass Hermine sich das schon länger wünschte und Ron nie von selbst auf diese Idee kommen würde, egal wie oft seine Freundin Andeutungen in diese Richtung machte. Es dauert einen Moment, ehe Ron begriff, dass der Gutschein für ihn und Hermine gedacht war und nicht Harry vorhatte, mit ihm diverse Massage- und Saunasessions zu machen.

Als Ginny gekommen war, die Finger in seinen Arm gekrallt, ihr heißer Atem an seiner Brust, gab er ihr einen zärtlichen Kuss und verabschiedete sich auf die Toilette. Sie lächelte ihn an und ging auf zittrigen Beinen zur Bar, um sich einen weiteren Drink zu holen. Er wusch sich die Hände und wischte sie, weil keine Papierhandtücher mehr da waren, an seiner Jeans trocken. Er musterte sich im Spiegel, er sah gut aus. Das schwarze, unzähmbare Haar hatte er von seinem Vater und die durchdringend grünen Augen von seiner Mutter. Sein Körper war vom regelmäßigen Fitnesstraining gut in Form, Ginny liebte seine Muskeln. Er auch.

Er drängte durch die Menge, in Gedanken  bei einem nächsten Drink und eventuell einem zweiten Orgasmus für Ginny, als er Fred sah, der mit einem großem, blondem Mann sprach. Selbst wenn ihn das Haar nicht verraten hätte, hätte Harry ihn spätestens an den Schuhen oder der Hose erkannt. Anders als sonst trug er an diesem Abend einen schlichten, schwarzen Pullover, der seinen schlanken Oberkörper umschmeichelte, die Ärmel hatte er lässig bis zu den Ellbogen hochgekrempelt.

"Harry, Augen zu", lachte Fred und nahm im Austausch für sein Geld Gras und ein paar bunte Pillen in durchsichtigen Plastiktütchen in Empfang. Albern hob Harry die Hände vors Gesicht und Fred bekam sich fast nicht mehr ein. Draco nickte Fred zu und drehte sich um. Er erstarrte, als er Harry sah, der zwischen ihm und dem Ausgang stand. Fred war in der Menge verschwunden und Harry gab Draco mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass er ihm folgen sollte.

Harry konnte sehen, wie Draco mit sich kämpfte, einfach zu verschwinden, aber er wusste auch, dass Harry ihn ohne Probleme finden konnten. Also folgte er Harry auf den Raucherbalkon, der gerade menschenleer war. Die Musik und die Stimmen der Feiernden waren hier nur dumpf zu hören. Draco hatte die Ärmel runtergekrempelt und die Hände in die Hosentaschen gesteckt, trotzdem begann er schnell zu frieren. Es war März und immer noch empfindlich kalt.

"Jetzt dealst du auch noch? Reicht dir die Rumhurerei nicht mehr?" fragte Harry.
"Kannst du mich nicht auch drinnen beleidigen, Harry?" Das Harry zog er provokant in die Länge. "Ist scheißkalt hier draußen. Außerdem wartet deine Freundin sicher auf dich. Die süße Rothaarige. Scheint ja einen Haufen Brüder zu haben, solltest es dir mit ihr lieber nicht verscherzen, hm?"

"Mach dir darum keinen Kopf, Draco. Und jetzt geh rein und warte auf den Toiletten auf mich."
"Einen Scheiß werd' ich, Potter. Ich gehe jetzt." Er war wütend, aber Harry wusste, dass er gewinnen würde. "Du willst doch nicht, dass ich dich wegen Drogenhandels verhafte, oder?"
Draco lachte abfällig. "Und deine netten, unschuldigen Freunde ans Messer liefern? Ich denke nicht, dass das passieren wird."

Jetzt musste Harry grinsen. "Nein, Draco. Nicht hier und nicht heute. Aber bald. Vielleicht schon morgen, oder auch erst in einer Woche. Und man wird so viel Scheiß bei dir finden, dass du die nächsten fünf Jahre in den Knast wanderst, das verspreche ich dir. Und ich werde nicht der einzige sein, der bestätigt, dass das Zeug dir gehört. Verstanden?"

Draco schluckte, trotz der Dunkelheit konnte Harry sehen, dass er blass geworden war. Er schien zu überlegen, ohne dass ihm etwas einfiel. "Okay", wisperte er und verschwand nach drinnen. Harry wartete kurz und folgte ihm. Vor Vorfreude wurde es in seiner Hose ziemlich eng.

Draco wusch sich die Hände, als Harry die Toiletten betrat. Sie waren allein. Draco sah ihn ausdruckslos an und drückte ihm ein verpacktes Kondom in die Hand. Dann drängte Harry ihn in eine der Kabinen. Es war ziemlich eng, aber machbar. "Beug dich nach vorn", flüsterte Harry und Draco tat es. Mit den Händen stütze er sich an der Wand über dem Spülkasten der Toilette ab. Harry öffnete seine Hose und schob sie ihm über den Hintern, dann befreite er seinen eigenen Schwanz, zog das Kondom über.

Er streckte Draco zwei Finger hin. "Mach sie nass." Draco drehte sich halb um und nahm Harrys Finger in den Mund, leckte daran und benetzte sie mit Speichel. Dann drückte Harry sie ihm in den Hintern, dehnte ihn ein wenig und schob dann seinen Schwanz Zentimeter für Zentimeter in Draco. Draco versuchte sich zu entspannen, aber es tat weh. Er stöhnte kaum hörbar vor Schmerz. Harry genoss jede Sekunde.

Er stieß schneller in ihn, hielt inne, als die Tür aufging. Jemand kam rein, es plätscherte bei den Pissoirs. "Lasst euch nicht stören", lallte die Person und kicherte. Harry nahm seine Bewegungen wieder auf, Draco hatte die Zähne aufeinander gepresst, um keinen Laut von sich zu geben. Harry biss fest in Dracos Nacken, Draco keuchte und Harry kam hart, die Zähne immer noch in Dracos Haut vergraben.

Er gab Draco ein paar Minuten Vorsprung, um zu verschwinden, ehe er zu seinen Freunden zurückging, weiterfeierte und Ginny zu einem zweiten Orgasmus fingerte.
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