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Pretty Dead Dead Boy

von Ancrath
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
28.12.2020
15.04.2021
27
61.357
8
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
28.12.2020 1.823
 
Kurzbeschreibung: Als Harry, seit wenigen Monaten Constable im Dienst der Metropolitan Police, bei einer Razzia das erste Mal auf Draco Malfoy trifft, ahnt er nicht, welchen Einfluss diese Begegnung auf sein restliches Leben haben wird. AU, non magic. HP/DM, HP/GW
Warnungen: violence, drug addiction, prostitution, suicide, death

Harrys Song: Pretty Dead Dead Boy (Lord of the Lost)
Dracos Song: My Hatred (Trivium)

Vorgeplänkel: Meine erste längere Fanfic- yay! Sie ist fertig und wird regelmäßig hochgeladen. Die Warnungen sollten beachtet werden, es wird hässlich. Fans von fluffigen Liebesgeschichten sollten hier möglicherweise aufhören zu lesen, an alle anderen: herzlich willkommen! Einiges zur Metropolitan Police und dem britischen Polizeidienst stimmt, einiges habe ich an die Story angepasst. Ich hoffe, dass die Rechtschreibprüfung alle Fehler gefunden hat. Disclaimer sollte klar sein, los geht's.
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November 2008

Today I'm a sad boy, I'm a sad boy today
Today I'm no funny boy, but I'm no funny boy anyway
Cold is the rain, black are the clouds
I'm sending all my ravens out
To search for you all day


Harry zog langsam an seiner Zigarette. Der Novemberwind rüttelte an seinem Mantel und dunkle Wolken jagten am trüben Himmel entlang. In den großen, kahlen Bäumen am Rand des Friedhofs krächzten die Krähen.

Die Kälte kroch von seinen Schuhen seine Beine empor, die Finger, die die Zigarette hielten, spürte er kaum mehr. Kälter als dieser Novembernachmittag war nur sein Innerstes. Hatte er einst geglaubt, zu solchen Gefühlen nicht fähig zu sein, zermalmte eine eiskalte Hand in dieser Sekunde sein Herz.

Er nahm einen letzten Zug seiner Zigarette, warf sie auf den Boden und trat sie aus. Sein Blick war die ganze Zeit auf den schlichten, grauen Grabstein gerichtet. Jeder Buchstabe, jede Zahl schnitt tief in seine Seele. Tiefer schnitt nur, was dort nicht stand, aber dort hätte stehen sollen.

Draco Lucius Malfoy
5.6.1980 – 17.11.2008


Harry steckte die Hände in seine Manteltaschen, warf einen letzten Blick auf das, was von dem Mann übrig war, den er geliebt hatte, auf seine eigene Art und Weise geliebt hatte, ehe er sich umdrehte und ging. Zurück zu seiner Frau und seinen drei Kindern, zurück zu seiner Familie, zurück zu seinem Leben.



September 1998
Harry dachte zurück, an den Ort und die Zeit, an der alles begonnen hatte. Sie waren sich das erste Mal bei einer Razzia in Soho begegnet, es musste im September 1998 gewesen sein. Gemeinsam mit mehreren dutzend Kollegen hatten sie, Harry war zu diesem Zeitpunkt erst seit wenigen Monaten als Constable im Dienst der Metropolitan Police, mehrere Bordelle durchsucht und jede Menge Huren, Zuhälter und Freier festgenommen, Bargeld und Drogen beschlagnahmt.

Bei der Personenkontrolle von einigen Strichern in der Nähe schlugen die Drogenspürhunde an. Mit mehreren Kollegen nahmen sie sich die acht jungen Männer vor. "Umdrehen, Hände an den Hinterkopf", befahl Inspector Proudfoot, Harrys Vorgesetzter, den Männern. Ohne Widerstand gehorchten sie. Grob packte Harry den Arm von einem der Männer, dreht ihn auf den Rücken und ließ die Handschellen um das Handgelenk schnappen, dann zog er ihm auch den zweiten Arm auf den Rücken. "Nicht so grob, Großer, sonst machst du mich noch scharf." "Halt's Maul", sagte Harry.

Im Profil konnte er das schmale, scharf geschnittene Gesicht des Blonden sehen. Er war etwas größer als Harry, schmal gebaut und so blond, dass sein Haar beinahe weiß aussah. Er trug schwere Kampfstiefel, in denen schwarze Cargohosen steckten, ein Netztop und eine schwarze Bomberjacke darüber. Er konnte nicht älter sein als Harry selbst. Obwohl sein Gesicht und seine Haltung, und Harry fiel dafür kein besseres Wort ein, aristokratisch wirkten, machte das Netzoberteil, dass er billig aussah.

"Irgendwelche Nadeln in den Taschen?", fragte Harry. Der Blonde schüttelte den Kopf. Harry zog sich Einmalhandschuhe über und begann, die zahlreichen Taschen zu filzen. Kondome, Gleitmittel, ein wenig Bargeld, eine fast leere Packung Zigaretten, ein bisschen Gras. Harry nickte seinem Vorgesetzten zu. "Mitnehmen", sagte dieser und Harry führte den Blonden unter den Augen des Drogenspürhunds zu einem der Polizeiautos.

Auf dem Revier, dem Hauptquartier der Metropolitan Police im New Scotland Yard-Gebäude, gelegen direkt an der Themse in unmittelbarer Nähe zum Verteidigungsministerium im Bezirk Westminster, wurden seine Personalien aufgenommen und Harry erfuhr seinen Namen: Draco Lucius Malfoy. Und er hatte Recht gehabt, er war nicht einmal zwei Monate älter als Harry. Und damit seit nicht einmal drei Monaten volljährig. Die Kollegen auf dem Revier nahmen ihn sich gründlich vor, aber weil die Drogen nur für den Eigengebrauch bestimmt war, kam er mit einem Eintrag in seiner Akte und einer Geldstrafe davon.

Es war Zufall, dass sie sich vor dem Revier trafen. Harrys Schicht war zu Ende und er rauchte eine Zigarette, eher er sich auf den Heimweg machen wollte. Noch konnte man das Morgengrauen nur erahnen, aber es würde nicht mehr lange dauern, ehe der nächste Tag im Osten anbrach.

Draco kam heraus und kramte vergeblich in seiner Jackentasche. In einer Hand hielt er das fast leere Zigarettenpäckchen. "Verdammt." Dann sah er Harry dort stehen. "Hey, hast du mal Feuer?" Schweigend zog Harry sein Feuerzeug aus der Tasche und ließ den Blonden sich die Zigarette anstecken. Er inhalierte tief und atmete langsam aus. "Danke."

Er hatte seine Jacke zugemacht, aber Harry hatte bereits auf dem Weg hierher seinen definierten, sehnigen Oberkörper gesehen. Er musste daran denken, wie es wäre, ihn zu ficken. Harry trat seine Zigarette aus, der Blonde sah gedankenverloren die leere Straße hinunter und nahm einen weiteren Zug. In Kürze würde der nahende Morgen ihre Existenzen unbarmherzig ans Licht zerren. "Wie viel, um mir einen zu blasen?", fragte Harry.

Draco sah ihn an. "Zwanzig Pfund. Ich mach's aber nur mit Gummi." Harry nickte. "Mein Auto steht hinten. Komm mit, wir fahren ein Stück." Sie stiegen in Harrys roten, fast neuen Ford Mustang, Harry gab Draco das Geld und gute zehn Minuten später parkte er in einer verlassenen Seitenstraße. "Zieh die Jacke aus. Und das Oberteil."

Während Draco diesem Befehl nachkam, öffnete Harry seine Hose und befreite seinen Schwanz. Draco stopfte seine Klamotten in den Fußraum des Autos und rollte gekonnt ein Kondom über Harrys harten Schwanz. Dabei konnte Harry im trüben Morgengrauen das Tattoo auf seinem linken Unterarm sehen: ein Totenschädel, aus dem eine Schlange kroch.

Dann nahm Draco seinen Schwanz in den Mund und, oh Gott, er war so gut. Er leckte, saugte und nahm ihn tief in den Mund. Harry vergrub eine Hand in dem hellblonden Haar und drückte Dracos Kopf noch tiefer auf seinen Schwanz. Als Draco versuchte, sich aus seinem Griff zu winden, zog Harry grob an seinen Haaren. Draco stöhnte schmerzerfüllt, gab seinen Widerstand aber augenblicklich auf. Kurz darauf kam Harry mit einem tiefen Stöhnen.

Er ließ Draco los und brauchte einen Augenblick, um sich wieder zu sammeln. Was für ein Blowjob. Ginnys zurückhaltende Versuche waren nichts dagegen. Er zog das Kondom ab und warf es aus dem Fenster in den Rinnstein. "Los, verpiss dich." Draco zog das Netztop über, nahm seine Jacke und stieg aus. "War mir ein Vergnügen, Officer", sagte er, ehe er die Tür zuknallte. Harry fuhr davon, ohne in den Rückspiegel zu sehen.



November 1998
Der Gedanke, wie es wäre, den Blonden zu ficken, ließ ihn nicht mehr los. Wenn er es sich selbst machte, stellte er sich vor, wie er sich in den blassen, schlanken Körper versenkte. Sogar wenn er mit seiner Freundin Ginny schlief, drängte sich diese Vorstellung in seine Gedanken.

Harry war kein geduldiger Mensch, und so dauerte es nicht lange, ehe er seine Gedanken in die Tat umsetzte. Ginny, Profisportlerin, war mit ihrem Team unterwegs und nachdem Harry den Abend mit Ron, seinem besten Freund seit der Schule und Ginnys Bruder, bei ein paar Bier verbracht hatte, machte er sich auf, Draco zu suchen.

Es dauerte nicht lange, ihn auf dem Straßenstrich zu finden. Harry hielt neben ihm und ließ das Fenster auf der Beifahrerseite runter. Draco beugte sich herunter und lächelte ihn lasziv an.
"Was kann ich für dich tun, Süßer? Handjob fünfzehn, Blowjob zwanzig Pfund."
"Und wie viel für deinen Arsch?" fragte Harry.
Draco biss sich kokett auf die Lippen. "Das wären fünfzig Pfund. Und ich mach's nur mit Gummi." Harry nickte und gab ihm das Geld, Draco stieg ein.

Sie hielten nicht weit entfernt an einem billigen Motel, das die Zimmer auch stundenweise vermietet. Draco folgte Harry in das Zimmer, das aussah wie Tausende andere billige Motelzimmer auch aussahen. "Zieh dich aus", sagte Harry und beobachtete, wie Draco sich langsam aus seinen Klamotten schälte. Er ist schön, dachte Harry und sein Schwanz drückte verlangend gegen seine Jeans.

Dann kam Draco zu ihm und öffnete seinen Gürtel, dann den Knopf und den Reißverschluss seiner Hose. Er streichelte Harrys Schwanz.
"Du bist so groß, Officer."
"Sagst du das zu jedem?"
"Ja, aber bei dir stimmt es." Er verstärkte seinen Griff um Harrys Ständer und Harry erschauerte.
"Knie dich aufs Bett, an den Rand."

Malfoy stolzierte aufreizend zum Bett und kniete sich am hinteren Rand auf die Matratze. Harry folgte, stellte sich hinter ihn und zog dann das Kondom über. Draco hatte den Oberkörper auf die Decke gepresst und reckte ihm seinen Hintern entgegen. Harry strich über seine Pobacken, verteilte dann Gleitgel auf seinem Schwanz und stieß langsam in Dracos Loch.

Er fühlte sich so gut an, heiß und eng und ohne zu zögern nahm er, was Harry ihm gab. Harry grub seine Finger in seine knochigen Hüften und stieß in den willigen Körper. Tief in ihm regte sich der Teil von ihm, der mehr wollte, aber wie so oft drängte er ihn zurück, obwohl es ihm heute schwerer fiel als sonst. Draco stöhnte und wichste sich selbst, während Harry sich immer und immer wieder in ihn trieb. Draco kam als erster, der Orgasmus rollte durch seinen Körper, die Muskeln um Harrys Schwanz zogen sich noch enger zusammen und trieb auch ihn über die Klippe.

"Kann ich kurz duschen?" fragte Draco ein paar Minuten später. Harry nickte nur und machte sich daran, die Batterien aus dem Rauchmelder an der Decke zu nehmen. Als Draco aus dem kleinen Bad zurückkam, nur mit einem Handtuch um die schmalen Hüften, stand Harry neben dem geöffneten Fenster und rauchte. "Kann ich auch eine haben?" Harry hielt Draco die fast volle Packung hin.

Die Stille zwischen ihnen war nicht unangenehm und als Draco seine Zigarette geraucht hatte, zog er sich wieder an. Harrys Blick lag dabei die ganze Zeit auf ihm.
"In diesem Netzzeug siehst du billig aus", sagte er.
Draco zog die Jacke vollends über, ehe er antwortete. "Ich bin billig." Darauf wusste Harry nichts zu sagen, denn Draco hatte Recht.
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