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Die Gewitterwolken

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
27.12.2020
17.10.2021
7
8.534
11
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.03.2021 1.011
 
Kapitel 3.

Es war mitten in der Nacht als Draco die Augen aufschlug und ihn die Dunkelheit im Schlafsaal begrüßte. Der Slytherin musste sich erneut vor Augen rufen, dass er sich in dieser anderen Welt - in diesem anderen Universum befand - wo so vieles anders, aber dennoch vertraut wirkte. Darunter auch die Tatsache, dass seine Schwester Cordelia und sein verhasster Feind Harry Potter wesentlich jünger waren und das sein Vater eine Beziehung mit seinem Patenonkel Severus Snape führte. Draco konnte sich nicht erklären wie genau er hier gelandet war oder ob es eine Halluzination war - aber er war nicht sonderlich glücklich darüber, nun wieder 11. Jahre alt zu sein. Ganz unten in der Nahrungskette der Hogwartsschüler zu stehen und sich mit den Problemen von 11. Jährigen Jungs herumzuschlagen. Bei dem Quidditchspiel mit dem tobenden Gewitter war er noch ein normaler 14. Jähriger Zauberer gewesen. Es war beschissen nun wieder an diesem Anfang zu stehen - und nach wie vor hatte diese ´Traumwelt´ - die für Draco so viele gewohnte Tatsachen auf den Kopf stellte, ihm in den letzten Tagen mehr Fragen als Antworten gegeben. Eine davon war, weshalb Severus und Lucius so harmonisch auf eine ganz andere Art miteinander umgingen, als dass Draco es gewohnt war - ein wunderbares Beispiel dafür war das Abendessen, welches vor wenigen Stunden stattgefunden hatte. Dort hatte Draco seinem Erzfeind in Kleinkindform das erste mal in seine grünen verängstigten Augen geschaut hatte...



Sein Blick hatte wie immer etwas überhebliches an sich - selbst jetzt wo Draco die jüngere Version von Potter anschaute. Dass Harry sich an Severus klammerte, als hätte er Angst fallen gelassen zu werden war ein Anblick, der in dem 11. Jährigen Slytherin nur noch mehr Zweifel an der Realität zum Vorschein brachte. Potter war doch nicht sein kleiner Bruder. Cordelia lediglich war seine kleine Schwester aber die beiden Blondschöpfe trennten gerade mal zwei Jahre und nicht ganze 9 Jahre - wie es in dieser Traumwelt der Fall zu sein schien. Was ging hier nur vor sich?

Dobby tischte den Rest des Abendessens auf und Draco kam nach wie vor nicht über die Tatsache hinweg, dass Auberginen sein Lieblingsgemüse sein sollten. Nicht dass er sich daran erinnern konnte, dieses Gemüse jemals probiert zu haben. Noch schenkte er Dobby Glauben - denn eigentlich war der Hauself durch Potter eingreifen vor einigen Jahren freigelassen worden. Draco erinnerte sich noch so gut daran, wie wütend Lucius in diesen Sommerferien gewesen war. Jeder kleine unbedeutende Fehltritt von Cordelia oder ihm hatte Konsequenzen mit sich gezogen.

"Schaut doch mal wer da aufgewacht ist. Genau richtig zum Abendessen. Hat mein kleiner Prinz gut geschlafen?", sprach Lucius an Harry gerichtet und schenkte dem ängstlich dreinblickenden Jungen ein Lächeln. Es war nicht das furchteinflößende Lächeln sondern ein - ehrliches - was Draco noch mehr beunruhigte. Sein Vater war ein einflussreicher Mann im Ministerium und wenn er es richtig verstanden hatte, war er auch kein sonderlich großer Fan von Kleinkindern. Oder Harry Potter.

"Was ist genau passiert Vater? Dobby hat mir nur...Details verraten", sprach Draco als Severus sich mit Harry auf dem Arm am Tisch niedergelassen hatte. Es war nicht komplett gelogen - denn der Hauself hatte Draco nur Details berichtet, was seinen ´Geschwistern´ passiert war. Es muss jedenfalls vor dem Auftauchen und Aufwachen in dieser Traumwelt in die Wege geleitet worden sein. Und es war äußerst mysteriös.

"Er hätte gar nichts erzählen sollen. Hatte ich dir nicht eine deutliche Anweisung gegeben Dobby", sprach Lucius nun kühl zu dem Hauself, der sofort erschrocken zusammen zuckte.
"D..Dobby bittet um Verzeihung. Master Draco hatte sich Sorgen um seine kleinen Geschwister gemacht", stotterte Dobby und bevor Lucius weiter etwas sagen konnte, griff Severus mit seiner freien Hand sanft nach Lucius. Draco entging diese Geste nicht - der Zauberer versuchte seinen Partner mit der sanften Geste zu beruhigen.

"Draco hat sich nur Sorgen gemacht. Er wird älter Lucius - Harry und Cordelia wurden bei einem Ausflug in London von den Dursleys entführt - wir waren für einen Moment unachtsam und es hat einige Tage gedauert, bis wir die beiden Kleinkinder finden konnten. Deine Onkel Gilderoy Lockhart und Paul Nott haben bei der Suche und der Befreiung geholfen Draco - wir hatten dich nicht mit auf den Ausflug nach London genommen, weil du mit der Quidditchmannschaft am trainieren warst und so viel Spaß dabei gehabt hattest" - fasste Severus einmal zusammen.

"Wie wurden sie entführt? Es sind Muggel - wir sind doch viel besser, schlauer und intelligenter als Muggel?! Und was haben sie den beiden angetan?", sprach Draco nun verständnislos und er konnte den Punkt nicht verstehen, wie genau Vernon und Petunia Dursley es geschafft hatten zwei Kleinkinder unter der Aufsicht von Lucius und Severus einfach so in London zu entführen.

"Wir sprechen zu einem anderen Zeitpunkt darüber Draco. Jetzt ist es erst einmal wichtiger, dass beide wieder zu Hause sind", sprach Lucius und seine Stimme klang sanfter. Dass Severus seine Hand berührt hatte schien bei dem Malfoy gewirkt zu haben.
Und dann tauschten die beiden Erwachsenen einen kurzen, dennoch innigen und sich liebenden Blick aus.
Fast so als würden sie sich schon lange kennen und lieben....


"Das ist doch verrückt....seit Tagen bin ich in dieser Traumwelt und keiner meiner Freunde glaubt mir. Nicht Pansy, nicht Crabbe und auch  nicht Goyle. Was ist wenn es keine Traumwelt sondern nur eine andere Dimension ist? Professor Quirrell hat im Unterricht etwas von anderen Universen und Dimensionen erzählt...vielleicht sollte ich ihn fragen...", murmelte Draco nachdem er die Erinnerung an das gestrige Abendessen Revue passiert hatte. Es musste eine rationale oder logische Erklärung dafür geben. Ob Cordelia auch von der ´anderen Welt´ hier her gezogen worden war. Immerhin hatte sie ihm beim Abendessen einige verwirrte Blicke zugeworfen. Und Potter? Gut Potter war Potter und ging ihm auf die Nerven - aber irgendwas an der Kleinkindversion schien...anders zu sein.
Vielleicht sollte Draco am Nachmittag, wenn der Unterricht vorbei wäre - etwas mehr Zeit mit seinen ´kleinen Geschwistern´ verbringen.
Vielleicht wussten sie Antworten auf die Fragen, die Draco in dieser Nacht noch einige Stunden an Schlaf klauen sollten.
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