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Die Gedanken des Albus Dumbledore

OneshotAllgemein / P12 / Gen
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald
27.12.2020
27.12.2020
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Hallo,
Vorerst, dies ist nicht das beste meiner Werke, nicht von außergewöhnlicher Natur, nur ein kurzer Gedankengang.




Er strich ihm über die bloden leicht gewellten Haare, während er seinen sanften Atemzügen lauschte. Viel zu selten konnte er ihn so nahe bei sich haben, seine Nähe spüren und sie genießen. Meist hatte Gellert die Angewohnheit, aufgeweckt und ungezügelt zu sein, was dann die Folge hatte, dass alles was sie taten kurzfristig und sprunghaft war.
Leise seufzte er auf.
Warum war es nur so schwierig für den jungen Mann, der in diesem Momemt in seinen Armen lag, sich und auch ihm einfach mal eine Pause ohne Gedanken und Sorgen zu schenken. Auch wenn, und das wusste Albus nun zu genüge, der Jügere sich nach Hinweisen und Spuren der Heiligtümer des Todes umschaute, ja schon fast fanatisch danach suchte, sehnte sich der Braunhaarige nach der warmen und geborgenen Nähe des anderen. Ihm war nur zu bewusst, dass das, was sie hatten nicht lange halten würde. Das Besondere, das sie in diesen Momenten spürten nicht für die Ewigkeit gebaut war.
Natürlich, Albus wollte ihm auf seinem Weg helfen, nicht ohne eigenes Interesse, doch so weiter sie zu ihrem Ziel kamen, umso kühler wurde ihre Beziehung. Der älteste der Dumbledoregeschwister fühlte sich zurückgedrängt, alleingelassen, und auch etwas missverstanden. Aber sich von den Gefühlen zu trennen, bedeutete sich ebenfalls von Gellert zu Verabschieden, doch das war keine Option für ihn, zumindest momentan noch nicht. Vielleicht irgendwann, wenn die Gefühle, die Liebe, die er für den Blonden empfand, nachlassen würden. Vielleicht, aber auch nur vielleicht.
Außerdem wer garantiert ihm, ob das jemals auch passierte. Aber selbst wenn das nicht eintreten würde, Gellert würde ihn von sich abschieben, ihn zurücklassen.
Obwohl der Pfad so schwer war, hatte er ihn schon lange begleitet. Doch nun...
Jeder wünschte sich doch einen Ort, wo er sich Zuhause fühlte, auch wenn das manchmal nicht der richtige Weg war.

Nochmals ließ er ein leises Seufzen vernehmen, vergrub die Hände in dessen wuscheligen Haaren, fuhr den Haaransatz mit den Fingerspitzen nach, über die Stirn und Augenbrauen, bis er an seine Auge gelangte.

Er hasste es, sich so viele Gedanken zu machen, nicht zu einer Lösung kommend.
Wenn Gellert nur mit sich reden ließe, wenn er doch nur ihm zuhören würde, wenn er nicht so fanatisch und süchtig nach Informationen wäre, dann... dann...
Gut, er liebte ihn nur einmal so wie er war, so wie er dachte, so wie er sich verhielt. Ohne diese Charakterzüge wäre er nicht er selbst. Und doch, wiederholte sich Albus im Kopf, war das nicht das, was er von einer Beziehung erwartete, egal welcher Weise von Beziehung. Gellert würde wohl niemals seine Wünsche respektieren, ihm mehr Aufmerksamkeit schenken und ihn begehren, zumindest nicht so wie er es sich wünschte.
Aber wie gesagt, für diesen Moment war es okay, so wie es eben gerade war. Für diesen, einer der wenigen Augenblicken, war es gut. Für diesen Moment wollte er einfach nur eine weitere Verbindung für diesen jungen Mann sein.

So beugte er sich auf, zu ihm hinunter und küsste die zarten Augenlider.
Kaum hatte er sich wieder zurückgelehnt, schauten ihn auch sogleich ein leuchtend blaues und ein strahlendes weißes Auge an, sodass er sich in ihnen verlor und Albus nur zufrieden lächeln konnte.
Ohne auch nur einem Hauch von Gefühl auf seinen Gesichtszügen erkennbar, rutschte Gellert hoch, zu seinem Gesicht, wandte sich aus den Armen und verschloss die Lippen des Älteren.

Ja, dachte Dumbledore, für diesen Moment war es gut.
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