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Rakastunut pomo - Verliebt in den Chef

von hexe994
GeschichteRomance / P18 / Gen
OC (Own Character) Samu Haber
26.12.2020
14.07.2021
24
65.884
17
Alle Kapitel
65 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
26.12.2020 2.870
 
Hallo ihr Lieben, willkommen zu einer neue Geschichte von mir.
Ich habe mich in einem neuen Genre versucht.
Ich schreibe seit 2018 an dieser Story, es existieren bisher 28 Kapitel.
Solltet ihr Interesse haben, dann poste ich regelmäßig Kapitel.

Nun freue ich mich auf das erste Feedback und überlasse euch meine Fantasie.
Hier noch ein kleiner Hinweis:

Der Inhalt dieser Geschichte ist frei erfunden.  Ich beabsichtige keine Rufschädigung. Alle real existierenden Personen, Orte und Texte gehören sich selbst oder ihrem Verfasser und ich habe mir nur Namen und Informationen ausgeliehen, die öffentlich zugänglich sind. Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld.  
The content of this story is fictitious. I don‘t intend reputational damage. All real people, places and texts belong to themselves or their author and I have borrowed only names and information that are publicly available. I don’t earn money with this story.


Ensimmäinen osa alussa – Teil Eins Der Anfang

Alles begann am 01. März 2016, mitten auf der Hafenpromenade von Helsinki. Rika war gerade auf dem Weg zur Uni. Es begann das 6. Semester der Universität Helsinki. Sie studierte „Media and Communication Management“ im Master. Nach diesem Semester würde sie endlich im Musikbusiness arbeiten. Rika war 29 Jahre alt und kam ursprünglich aus Berlin. Vor 3 Jahren ging sie nach Helsinki, weil dort ein sehr guter Masterstudiengang angeboten wurde.
Mittlerweile sprach sie gut Finnisch, auch wenn es am Anfang so schien, als wenn sie diese Sprache nie beherrschen würde. Heute begann das neue Sommersemester und sie war eindeutig zu spät dran. An sich war es nichts Schlimmes, denn schließlich konnte sie als Studentin selbst entscheiden zu welchen Vorlesungen sie gehen würde. Doch heute musste sie pünktlich sein, denn es wurden Praktika für das letzte Semester verteilt.
So in Gedanken versunken krachte sie mit jemandem zusammen und spürte nur noch etwas sehr Heißes auf ihrem Dekolletee.
„Paska! Kannst du nicht aufpassen?“, schimpfte Rika los. Der Jogger war selbst ziemlich erschrocken, aber konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Sorry, aber ich habe dich nicht gesehen. Tut es sehr weh?“, fragte der großgewachsene Finne.
„Naja schön ist anders. Jetzt sind meine Sachen ruiniert und das bevor ich auch nur den Hauch einer Chance hatte einen guten Platz zu bekommen.“, murmelte Rika auf Deutsch vor sich hin, während sie versuchte den Kaffeefleck aus ihrer Bluse zu wischen. „Ich muss weiter.“, wechselte sie wieder ins Finnische und ging.
Der blonde Finne guckte nur ein bisschen verwirrt. Natürlich hatte er mitbekommen, dass sie etwas auf Deutsch gesagt hatte, aber verstand nicht alles. Seine Deutschstunden waren zulange her. Als die Unbekannte einfach weiterging, drehte auch er sich um und setzte seinen Weg fort.
An der Uni angekommen hatte Rika es aufgegeben den Fleck zu entfernen. Vielleicht würde den ja niemand sehen, was aber eher unwahrscheinlich war bei der Größe. Als sie im Hörsaal ankam, war dieser schon gut gefüllt. Kurz schaute sie sich um und entdeckte ihren besten Freund in der ersten Reihe.
Janis hatte sie auch schon entdeckt und winkte ihr zu: „Guten Morgen, du bist ziemlich spät. Was ist dir denn passiert?“ Sein Blick fiel dabei auf den Kaffeefleck.
„Guten Morgen, ich wurde von jemandem umgerannt und hab mir dann selbst meinen Kaffee übergeschüttet. Habe ich schon was verpasst?“, erzählte sie die Kurzfassung.
„Naja, wir bekommen unseren Platz zugeteilt, statt zu losen. Die einzelnen Firmen haben sich im Voraus unsere Zeugnisse angeschaut und anhand derer entschieden.“
In dem Moment trat ihr Professor Herr Mylläri den Saal. „Guten Morgen an alle Studierenden. Ich hoffe sie hatten angenehme Semesterferien und haben sie genossen. Es waren schließlich Ihre letzten. Heute wollen wir ihnen ihren Praktikumsplatz zuteilen, an dem sie ihr letztes Semester verbringen und auch ihre Masterthesis schreiben werden. Wie sie ja bereits wissen, haben wir den Firmen ihren Lebenslauf und Zeugnisse zugeschickt und diese haben sich entschieden. Jeder von ihnen bekommt jetzt einen Brief, in dem die Entscheidung steht. Mit der dort genannten Firma müssen sie sich in Verbindung setzen und dann kann morgen der erste Arbeitstag beginnen.“, erklärte der Professor den Ablauf.
„Der tut ja schon wieder so, als wenn hier noch nie jemand gearbeitet hat.“, flüsterte Rika Janis zu.
„Naja viele haben auch noch nie was anderes gemacht als studiert. Die sind nämlich erst 24 und nicht so alt wie wir.“, grinste Janis.
„Alt? Sind wir alt?“, fragte Rika verwundert. Sie würde im September 30 werden. Vor ihrem Studium hatte sie in Deutschland eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht.
Janis war bereits 33 Jahre alt. Er hatte schon ein paar Jahre als Tontechniker gearbeitet und wollte jetzt die große Kohle verdienen, wie er es ausdrückte.
„Frau Baer, hier ihr Brief. Viel Spaß!“, legte der Professor ihr einen Brief auf den Tisch.
„Nun mach schon auf.“, drängte Janis neben ihr.
„Okay okay.“, mit zittrigen Fingern öffnete sie den Brief. Ihre Augen flogen über die Zeilen und mit jedem Satz wurden sie größer. „Janis, ich soll mich bei einem Jukka Backlund melden. Weißt du was das heißt? Ich werde für „Universal Finland“ arbeiten. Krass.“, sie freute sich riesig.
„Glückwunsch. Das freut mich für dich. Ich bin bei einer Veranstaltungsfirma hier in Helsinki. Die arbeiten hauptsächlich für das Flow Festival und organisieren Veranstaltungen in der „Finlandia-  Halle“.“, erzählte Janis und umarmte Rika ganz fest. „Jetzt wird meine Kleine groß und geht in die weite Welt.“, grinste er. Rika war zwar nur 1,68m und er 1,95m, aber sie wollte nicht auf ihre Körpergröße reduziert werden. Janis sagte das immer, wenn er sie necken wollte und Rika nahm ihm das auch nicht übel.
Janis war die erste Person, die sie hier in Finnland kennengelernt hatte. Er hat sie von Beginn an unterstützt, egal um welche Probleme es ging. Unter anderem war er ganz stark an ihrem Spracherfolg beteiligt. Sie hatten sich gleich am ersten Tag des Studiums miteinander unterhalten und von da an waren sie so gut wie unzertrennlich. Manche dachten sogar sie wären ein Paar.
„Na dann wollen wir mal unsere Chefs anrufen.“, meinte Rika und stand auf, um den Hörsaal zu verlassen.
„Genau, ich komme mit.“, stand auch Janis auf und beide verließen den Saal.
Als sie am Professor vorbei gingen sagte der noch: „Glückwunsch zu diesem guten Platz, aber bei ihren Leistungen hätte ich auch nichts anderes erwartet Frau Baer.“ Rika lächelte ihn an und bedankte sich für das Lob.
Vor dem Hörsaal sahen beide sich an und Rika sagte: „Wollen wir irgendwo einen Kaffee trinken gehen, meiner wurde mir übergeschüttet. Aber zuerst muss ich kurz nach Hause, mich umziehen.“ Janis war einverstanden und so gingen sie los. Bei Rika angekommen, schlüpfte diese schnell ins Bad und zog sich Alltagsklamotten an. In einer Blue-Jeans und einem warmen Pullover, im März war es in Finnland noch ziemlich kalt, fühlte sie sich gleich viel wohler.
Als sie das Bad wieder verließ hörte sie Janis telefonieren.
„Dann sehen wir uns Morgen um acht Uhr bei Ihnen. Bis dann!“, verabschiedete er sich grade von seinem Gesprächspartner.
„Hast du schon angerufen bei deiner Firma?“
„Ja, ich beginne Morgen um acht. Mal sehen was mich erwartet.“
„Ich trau mich fast gar nicht Herr Backlund anzurufen. Was wenn er gleich hört, dass ich schlecht Finnisch spreche und dann seine Entscheidung revidiert.“, war Rika sichtlich nervös.
„Ach Mensch Rika, du weist ganz genau, dass du nicht mehr schlecht Finnisch sprichst. Klar hört man deinen Slang, aber den werden die wenigsten los. Außerdem wird doch vorrangig Englisch gesprochen in unserem Business. Jetzt mach schon.“, munterte Janis sie auf.

Nach kurzem Überlegen tippte sie die Handynummer in ihr Telefon und wählte.

Jukka:„Backlund, mit wem spreche ich?“
Rika:„Guten Tag Herr Backlund, Rika Baer mein Name. Ich habe heute die Mitteilung erhalten, dass ich mein Praxissemester bei „Universal Finland“ absolvieren darf und sollte mich bei Ihnen melden.“
Jukka:„Frau Baer, es freut mich das Sie sich melden. Was halten Sie davon, wenn wir uns auf einen Kaffee treffen. Dann erkläre ich Ihnen alles weitere.“
Rika:„Sehr gerne. Wo und wann?“
Jukka:„Sagen wir um 12.30 Uhr bei Johan& Nyström? Wissen sie wo das ist?“
Rika:"Leider nein, aber das sollte trotzdem kein Problem sein.“
Jukka:„Okay, die Straße lautet Kanavaranta 7C. Das ist direkt am Wasser. Dann bis später.“
Rika:„Vielen Dank für die Adresse, dann bis nachher.“

Danach war das Telefonat beendet. Rika schaute auf die Uhr und musste feststellen, dass es bereits 11.30 Uhr war. Der Kaffee mit Janis musste ausfallen. „Janis, es tut mir sehr leid, aber ich soll um 12.30 Uhr bei „Johan&Nyström“ sein. Unser Kaffee muss leider ausfallen, aber ich verspreche dir, dass wir das nachholen.“
„Kein Problem, du mach mal deinen Job, dann wünsche ich dir einen schönen Tag und lass dich nicht ärgern. Du weißt ja, viele haben Vorurteile gegenüber Frauen in der Branche.“ Janis nahm sie nochmal in den Arm und dann verließ er ihre Wohnung.
Obwohl die Formulierung Wohnung wohl etwas hochgegriffen war. Sie hatte nur ein 1-Zimmer Apartment, aber mehr konnte man sich als Studentin in Helsinki nicht leisten.
Jetzt nahm sie ihr Handy und tippte die Adresse ein, mal schauen wie weit es von ihrer Wohnung weg war. Als ihr das Handy 12 Minuten anzeigte entschied sie zu Fuß zu gehen. Auch wenn es mit -5°C kalt war, schien die Sonne und so ließ es sich aushalten.
Um kurz nach zwölf hatte sie das Café gefunden und wartete vor der Tür. Es schien ein niedliches Café zu sein, mit Blick aufs Wasser, so wie Jukka bereits erzählt hatte.
Auf einmal räusperte sich jemand hinter ihr. „Hallo, sie müssen Frau Baer sein.“, sprach sie ein hellblonder junger Mann an.
„Hallo dann sind sie Herr Backlund. Ja die bin ich. Freut mich sie kennenzulernen.“, gab sie Jukka die Hand.
„Okay, bevor wir überhaupt irgendwas anderes machen. Ich bin Jukka, sonst fühle ich mich so alt. Außerdem duzen wir uns alle, sonst ist alles viel zu kompliziert.“, bat er ihr sogleich das Du an.
„Hallo Jukka ich bin Rika.“, lächelte sie ihn an.
„Also Rika, dann lass uns rein gehen, bevor wir hier noch anfrieren. Darf ich fragen woher du so gut Finnisch kannst?“, fragte er, als sie sich einen Platzt suchten.
„Wie du ja sicher weist bin ich ursprünglich aus Deutschland. Aber die letzten 3 Jahre habe ich hier studiert und wirklich mit dieser Sprache gekämpft. Aber ich hoffe mittlerweile kann man mich einigermaßen verstehen.“, erklärte sie.
Kaum hatten sie einen Platz gefunden kam ein Kellner und wollte die Bestellung aufnehmen. „Ich nehme einen Milchkaffee und für die Dame...?“, sagte Jukka.
„Ich nehme auch einen. Also zwei Milchkaffee, bitte.“
„Einigermaßen ist gut. Wenn ich nur ansatzweise so Deutsch sprechen könnte, dann wäre mir in manchen Situationen echt geholfen.“
„Vielen Dank für das Lob, es sehen wohl alle so, dass ich gut Finnisch kann, außer ich.“, entgegnete sie.
„Bitteschön, kommen wir zum eigentlichen Thema. Du sollst unter meinen Fittichen dein Praxissemester bei „Universal“ absolvieren. Das bedeutet für dich konkret, dass du ab morgen eine Tour für Sunrise Avenue planst und begleitest. Dein eigentlicher Chef ist Mikko Saukkonen. Meine Auftragslage lässt es nicht zu, dass du ein halbes Jahr bei mir mitläufst. Aber das erkläre ich dir wann anders. Ich hoffe, das nimmst du mir nicht übel. Am neunten März geht es los nach Deutschland, denn am 11.03 ist das erste Konzert in Köln. In Deutschland werden wir dich brauchen, für die täglichen Vorbereitungen. Natürlich bekommst du genügend Zeit für deine Masterarbeit. Achja, ich hoffe du hast kein Problem mit 6 Finnen in einem Bus zu übernachten.“, erklärte Jukka grob was auf sie zukommen wird.
„Oh okay, ziemlich viele Informationen auf einmal. Denke bitte nicht, dass man mich mit Samthandschuhen anfassen müsste, nur weil ich eine Frau bin. Das Tourenleben beinhaltet schließlich Fahrten im Nightliner. Um welche Art von Tour handelt es sich?“, antwortete Rika.
„Es handelt sich um etwas, dass wir vorher noch nicht gemacht haben. Diese Tour wird von einem Orchester begleitet. Zum ersten Mal wird ein breiteres Publikum angesprochen. Die Locations werden bestuhlt sein. Die nächsten paar Tage werden wir im Studio verbringen. Dort wirst du morgen die Jungs kennenlernen. Das Studio ist etwas außerhalb von Helsinki. Bist du mobil oder soll ich dich mitnehmen?“, fragte Jukka.
„Ich bin mobil, kein Problem. Gib mir einfach die Adresse und dann finde ich das schon.“, antwortete sie.
„Aber da kommt man nur mit Auto hin. Ich dachte eher immer das Studenten arm dran sind. Vor allem hier in Helsinki.“, grinste er.
„Naja arm vielleicht nicht, aber immer knapp bei Kasse. Aber ich habe mir während meines Bachelorstudiums ein Auto gekauft. Mach dir also keine Sorgen.“, erklärte Rika.
„Okay, dann würde ich sagen, treffen wir uns morgen um 11.00 Uhr im Studio. Vorher sind die sowieso alle nicht ansprechbar. Und vielleicht bringst du Brötchen mit, dann hast du schon mal gute Karten.“, lachte Jukka, als er Rikas Blick sah.
„Okay Brötchen um 11.00 Uhr. Meine Nummer hast du, falls sich was ändern sollte.“  
„Achja, die Bezahlung besprechen wir morgen im privateren Rahmen als hier.“, ergänzte Jukka noch seine Gedanken.
„Muss ich irgendwas beachten? Zwecks Umgangsformen oder Sonstiges?“, fragte Rika. „Hm, also wir sind alle per du. Die Jungs sind alle ziemlich entspannt. Klar hat jeder seine kleinen Macken, aber die lernst du mit der Zeit kennen. Inwieweit kennst du Sunrise Avenue?“, fragte Jukka dann noch.
„Naja kennen ist vielleicht zu viel gesagt. Ich kenne ihre Musik, habe die Alben auch zuhause, aber bin kein hysterischer Fan. Sonst wäre ich in der Branche auch falsch, wenn ich nicht auf Augenhöhe mit Stars kommunizieren könnte.“, grinste Rika.
„Stars? Na, das lass mal nicht Riku hören. Er mag es nicht, wenn man sie in den Himmel lobt. Er sagt immer Musik ist sein Leben und nur nebenbei verdient er damit sein Geld. Generell sind alle wirklich nicht abgehoben, denn sie wissen wie es ist ganz unten zu sein. Der Anfang von Sunrise Avenue war nicht wirklich ruhmreich, aber diese Geschichte kann dir Samu am besten erzählen. Sunrise Avenue ist schließlich sein Baby. Bleib einfach du selbst, dann wirst du schnell einen Draht finden.“
„Hast du schon ein Thema für deine Masterarbeit?“, fragte Jukka nachdem sie kurz einträchtig ihren Kaffee tranken.
„Eigentlich dachte ich, dass es um das Entstehen eines Musikprojektes gehen soll, aber vielleicht gibt ja die Tour etwas her.“
„Okay, also da du morgen sowieso eine Verschwiegenheitsklausel unterschreiben musst, kann ich es dir auch sagen. Zumal du wissen solltest, dass du mit niemanden über Interna sprechen darfst. Im nächsten Jahr soll ein neues Album erscheinen. Die Jungs sind schon fleißig dabei. Bis sie auf Tour gehen, werden sie proben. Es ist ja doch was anderes, wenn klassische Instrumente dabei sind, aber wenn sie wieder zurück sind am 25. März, dann denke ich, starten wir voll durch. Wann muss die Arbeit fertig sein?“
„Also die endgültige Version muss am 15.Juli eingereicht sein. Dann bekomme ich Bescheid wann meine Prüfung ist. Offiziell bin ich bis 30.September bei euch. Jedoch endet das Praktikum natürlich sobald ich bestanden habe.“, erklärte Rika den Ablauf.
„Na dann hast du ja noch ein bisschen Zeit. Vielleicht bist du ja dann schon ein vollwertiges Mitglied im Sunrise Avenue Clan.“, meinte Jukka.
Plötzlich klingelte Jukkas Telefon: „Backlund? Mit wem spreche ich?“, so schien er sich immer vorzustellen, wenn er nicht wusste wer am anderen Ende war. „Aha okay. Ja dann komme ich schnell vorbei. Bis gleich.“, schon hatte er wieder aufgelegt. „Ich muss dann leider los. Wir verbleiben dann so wie besprochen. Morgen um elf am Studio. Falls ich noch nicht da sein sollte, irgendjemand wird schon vor Ort sein. Niemand reist dir den Kopf ab. Bis Morgen.“, Jukka legte noch Geld auf den Tisch und war verschwunden.
Auch Rika trank ihren Kaffee aus und begab sich langsam auf den Heimweg. Unterwegs schrieb sie Janis eine Whats-App Nachricht, für wen sie ab morgen arbeiten würde. Eine Antwort kam sogleich. „Dann kommst du jetzt ganz groß raus. Nutze die Chance. Wir sehen uns bald wieder.“
Am Abend stand Rika in der Küche und bereitete sich einen Tee zu. Von hier aus genoss sie oft den Ausblick über den naheliegenden Park, wenn man genau hinsah, konnte man eine kleine Spitze des Doms sehen. Ab morgen würde sie endlich eine Chance bekommen in ihrem Beruf durchzustarten. Sie hatte sich vorgenommen, dieses Praxissemester unbedingt zu nutzen, um einen Fuß in die Tür zu bekommen, wie man so schön sagte. Nachdem sie den Tee ausgetrunken hatte, ging sie ins Bett.
Ihre Wohnung hatte einen interessanten Schnitt. Wenn man reinkam, stand man sogleich in Wohnzimmer und Küche. Geradezu kam man auf einen kleinen Balkon, der auch im Winter genutzt werden konnte. Ihr Schlafzimmer war eher eine Empore, die über der Küche montiert war und nur mit einer Leiter erreichbar. Das ganze Apartment hatte eine Deckenhöhe von 6 Meter und in den oberen 3 Metern waren rundum Fenster eingelassen, sodass es lange hell war. Ihr Bett auf der Empore war eigentlich nur ein Gestell, auf dem eine Matratze lag, aber trotzdem sehr gemütlich.
Morgen früh würde sie sich gegen 9 Uhr auf den Weg zum Bäcker machen. Bevor noch ein Fahrtweg von circa einer Stunde vor ihr lag. Auch wenn der Tag körperlich nicht anstrengend war, schlief sie schnell und träumte von morgen.
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