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Harry Potter and the Bleached Hallows (Übersetzung)

von Mondtanz
GeschichteÜbernatürlich, Suspense / P12 / Gen
25.12.2020
25.04.2021
4
16.067
7
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.03.2021 3.258
 
Vorbemerkung der Autorin:
[...] Und wie immer - gehören mir weder HP noch Bleach.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Ich hoffe, euch geht es allen gut. Bei mir ändert sich gerade einiges, aber ich hoffe, dass ich es hinbekomme, jedes letzte Wochenende im Monat ein neues Kapitel zu veröffentlichen. Allen schöne Ostertage 2021!
In den eckigen Klammern stand etwas zu der Veröffentlichung des Originals, das jetzt nicht mehr wichtig ist.
Das Original findet ihr unter https://www.fanfiction.net/s/9872442/1/Harry-Potter-and-the-Bleached-Hallows

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Kapitel 3


Severus blieb im Landhaus der Kurosakis bis es für sie Zeit wurde, zu dem Treffen aufzubrechen. Zu diesem Zeitpunkt nahm er den jetzt kunstvoll ausstaffierten Draco mit sich. Snape musste zugeben - Draco beherrschte diesen Auftritt perfekt. Ein wenig verschmierter Senf auf einem Jackenaufschlag, etwas strategisch platzierter Schmutz, die geschickt abgescheuterten Fäden... definitiv der Anblick von jemandem, der nicht in Saus und Braus gelebt hatte, wie er es gewohnt war.

Als sie in der Gasse erschienen, nahmen sie sich etwas Zeit um sich umzusehen, damit sie sicher sein konnten, dass sie nicht beobachtet wurden. Ein paar Sekunden später tauchte eine dritte Gestalt aus dem Nichts auf, was Snape seinen Zauberstab ziehen und auf die Gestalt richten ließ, während er schützend vor Draco trat da an dem jungen Mann immer noch die Spur haftete und er nicht kämpfen konnte, ohne sich dadurch selbst an das Ministerium zu verraten. Er entspannte seine Haltung als er sah, das der andere das ebenfalls tat.

"Irgendwelche Neuigkeiten?" fragte ihn der zweite Mann.

"Ja", nickte Snape. "Die besten."

"Genau wie bei mir", er spähte an Severus vorbei. "Ist das der junge Malfoy? Deine Tante wird hocherfreut sein, dich zu sehen. Sie war um dein Wohlergehen höchst besorgt."

Draco nickte dem Mann zu, den er als Yaxley erkannte. Er hatte einige Zweifel daran, wie sehr seine Tante tatsächlich um ihn besorgt war, aber er sagte nichts.

"Ich hatte befürchtet, dass ich zu spät sein würde, herzukommen war komplizierter als ich gedacht hatte. Aber ich denke, dass die Information die ich habe, ihn erfreuen wird. Ihr?"

Snape nickte einfach. Er wusste, dass die Informationen die er hatte korrekt waren. Sie kam direkt von Remus Lupin und Mad Eye Moody selbst. Er war außerdem direkt in die Planung eingebunden gewesen. Alle Informationen, die Yaxley zum selben Thema hatte, waren falsch und von ihnen so zugunsten der Todesser platziert worden, dass jeder, der sie erhielt diskreditiert wurde und Severus in den Augen Voldemorts größere Glaubwürdigkeit erhielt.

Die drei gingen leise durch die Gasse, die von beiden Seiten von Hecken umschlossen war. Das gusseiserne Tor hielt sie nicht auf, da sie einfach hindurch gingen während sie schnell auf das stattliche Herrenhaus zugingen, das aus der Dunkelheit vor ihnen auftauchte. Lichter glommen schwach von irgendwo im Inneren.

Die Tür schwang ohne berührt worden zu sein nach innen und hieß Draco in einem prunkvoll dekorierten Flur zu Hause willkommen. Die Porträts beobachteten sie misstrauisch während sie weiter auf eine schwere Holztür zugingen. Ihm war bis jetzt nicht bewusst gewesen, wie unbehaglich sie ihn sich fühlen ließen, da sie niemals einladend waren - anders als die Porträts im Herrenhaus der Kurosakis, die immer herzlich lächelten. Die Atmosphäre war ebenfalls anders - das Herrenhaus der Malfoys stellte Wohlstand zur Schau, das der Kurosakis war ein Ort der Geborgenheit. Draco stellte fest, dass er letzteres bevorzugte und sich danach sehnte. Das Trio blieb vor der Tür stehen, alle drei zögerten, ehe Snape die Hand ausstreckte, um den Türgriff zu drücken.

Sie betraten ein Zimmer voller schweigender Leute, die an einem langen, dunklen verzierten Tisch saßen. Ein Feuer bullerte im Kamin und lieferte die einzige Lichtquelle im Raum.

Über dem Tisch hing eine Frau, die sich langsam drehte als wäre sie über einem Kochfeuer aufgespießt. Dracos Augen weiteten sich kurz, als er sie sah. Sie kam ihm vage bekannt vor.

"Yaxley, Snape und der junge Malfoy", sprach eine Stimme sie an. "Ihr seid beinahe zu spät."

Draco zitterte trotz der Hitze des Feuers als er näher an den Tisch herantrat und Voldemort ins Blickfeld rückte. Er war sogar noch schlangenartiger als das letzte Mal, als er den Dunklen Lord gesehen hatte: haarlos, blass, schlitzartige Nasenlöcher, rote Augen.

"Severus - hier, neben mich. Yaxley, neben Dolohov. Junger Malfoy - neben deine Tante."

Pflichtbewusst nahmen sie die ihnen zugewiesenen Plätze ein und es war Snape, an der der Dunkle Lord zuerst das Wort richtete.

"Also -?"

"Der Orden des Phönix beabsichtigt, Potter am kommenden Samstag bei Einbruch der Nacht von seinem sicheren Ort zu verlegen."

Einige versteiften sich, als das Interesse an dem Thema stieg.

"Samstag... Einbruch der Dunkelheit..." wiederholte Voldemort. Er starrte Snape konzentriert an. So konzentriert, dass einige Zuschauer sich abwandten, besorgt, dass sich dieser Blick auf sie richten würde. Snape wirkte allerdings unbeeindruckt. Voldemort lächelte endlich, und als er das tat, zitterte Draco. Er wollte dieses Lächlen nie auf sich gerichtet sehen.

"Gut, sehr gut. Aus der Quelle, von der wir geredet haben?"

"Natürlich."

Yaxley lehnte sich vor. "Mein Lord."

Alle drehten sich zu ihm.

"Ich habe anderes gehört."

Als Voldemort nichts sagte, fuhr Yaxley fort. "Dawlish, dem Auror, ist entschlüpft, dass Potter nicht vor dem 30ten verlegt werden wird, der Nacht bevor er siebzehn wird."

Snape lächelte Yaxley verächtlich an. "Es gibt Pläne, eine falsche Spur zu legen; das muss sie sein. Ohne Zweifel wurde Dawlish mit einem Confundus-Zauber belegt. Er ist für diese besonders anfällig."

"Ich versichere Euch, Dawlish war sich ganz sicher..."

"Natürlich war er sich sicher, wenn er mit einem Verwirrungszauber (1) belegt wurde", sagte Snape wegwerfend. "Ich kann Euch versichern, dass die Aurorenzentrale keine Rolle bei der Verlegung von Potter zu spielen hat, außer den wenigen, die Mitglieder im Orden sind. Der Orden glaubt, dass wir das Ministerium infiltriert haben."

"Da liegen sie nicht falsch", sagte jemand unten am Tisch mit einigem Humor.

Yaxley blieb hartnäckig. "Dies ist eine Übereinkunft zwischen dem Ministerium und dem japanischen Botschafter -"

"Blendwerk", sagte Snape und unterbrach ihn mit einer kurzen Handbewegung. "Oh, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Japaner in voller Stärke anwesend sein werden - aber es wird Yamamotos Gruppe sein, keine Truppe, die der Botschafter stellt."

Voldemort starrte sie alle an, anscheinend tief in Gedanken versunken.

Yaxley fing wieder zu sprechen an, hielt aber inne als Voldemort eine Hand hob. Er sah immer noch Snape an, und dies ließ Yaxley unwillig aufhören.

"Wo werden sie den Jungen verstecken? In Japan?" Voldemort würde ihn dort nicht erreichen können.

Snape schüttelte den Kopf. Das war natürlich ein letztes Mittel... "Im Haus von einem des Ordens, das durch eine Kombination unserer und japanischer Magie versteckt und geschützt werden wird. Wir werden kaum Gelegenheit haben ihn zu holen sobald er dort ist, es sei denn natürlich, das Ministerium fällt vor dem nächsten Samstag, was es uns vielleicht ermöglicht, genug von den Verzauberungen zu entdecken und aufzuheben, um durchzubrechen."

"Nun, Yaxley", Voldemort wandte sich dem Todesser zu, den er vorher zum Schweigen gebracht hatte. "Wird das Ministerium bis dahin gefallen sein?"

Yaxley richtete sich auf. "Mein Lord - ich habe, mit einigen Schwierigkeiten - erfolgreich Pius Thicknesse mit einem Imperius-Fluch belegt (2)."

"Das ist ein Anfang", gab Voldemort zu, was die verhaltenen Glückwünsche beendete. "Aber das ist nur ein Mann. Der Minister muss umzingelt sein, ehe ich handele. Ein Fehlversuch wird uns zurückwerfen." Er hielt inne. "Ich möchte, dass versucht wird, auch den japanischen Botschafter zu übernehmen. Wenn du es nicht schaffst, ihn mit dem Imperius zu belegen, töte ihn sofort."

"Natürlich, mein Lord", nickte Yaxley. "Aber denkt daran, Thicknesse hat regelmäßigen Kontakt mit den anderen Abteilungsleitern... Es sollte für den Leiter der Abteilung für magische Strafverfolgung einfach sein, die anderen zu unterwerfen."

"Solange er nicht zuerst entdeckt wird", Voldemort runzelte die Stirn. "Wie es aussieht, wird das Ministerium nicht vor nächstem Samstag mir gehören. Wenn Potter nicht an seinem Zielort ergriffen werden kann, muss er ergriffen werden während er reist."

"Wir haben genug Leute, dass wir ihn haben, sobald Potter versucht zu Apparieren oder das Floh-Netzwerk zu benutzen."

"Er wird nichts davon tun", sagte Snape mit einem Schatten von Verachtung. "Der Orden wird keine Form von Transport nutzen, der durch das Ministerium kontrolliert oder überwacht wird. Sie misstrauen ihm außerordentlich."

"Dann wird er sich offen bewegen müssen", sagte Bellatrix eifrig. "So wird er leichter zu ergreifen sein!"

"Der Junge ist meine Angelegenheit; ich werde mich persönlich um ihn kümmern. In der Vergangenheit hat es, was ihn angeht, zu viele Fehler gegeben. Einige davon habe ich selber begangen. Potter lebt noch aufgrund dieser Fehler."

Voldemort starrte gedankenverloren auf den Körper, der immernoch langsam über ihnen rotierte, eine Hand rieb seine Seite. Diese Handlung entging Snape nicht; nichts was er getan hatte, konnte die Wunde, die Ishidas Quincy-Pfeil ihm zugefügt hatte, vollständig heilen. Yamamoto hatte gewollt, dass er es versuchte um zu sehen, wie tödlich die beiden Quincies für ihn waren.

Anscheinend sehr, selbst wenn er nichts mehr als ein Streifen dunklen Rauchs am Himmel war. Sie waren eine vielversprechende Waffe. Er hatte seine Ergebnisse mit einem Gefühl der Ermutigung an Yamamoto und Professor Dumbledore berichtet. Mit dieser Wunde war Voldemort nicht bei vollen Kräften.

"Ja, ich war unvorsichtig. Ich wurde durch sowohl Glück als auch Zufall behindert. Aber ich weiß es jetzt besser und ich verstehe besser. Ich werde Harry Potter töten, ich muss derjenige sein, der es tut."

Kaum hatte er ausgesprochen, als ein Schmerzgeheul von irgendwo unter ihnen erklang.

"Wurmschwanz", sagte Voldemort mit leiser, zischender Stimme. "Habe ich nicht verlangt, dass du diesen Gefangenen ruhig hältst?"

"Ja, m-m-mein Lord", die so angeredete Person huschte schnell aus dem Raum.

"Na also. Jetzt noch ein Tagesordnungspunkt." Voldemort wandte sich wieder an Snape. "Wirst du bereit sein, deinen Platz einzunehmen, wenn das Ministerium tatsächlich fällt?"

Snape neigte den Kopf. "Natürlich. Ihr wisst, dass es - Einwände geben wird."

"Die können bezwungen werden. Am wichtigsten wird sein, die Japaner daran zu hindern, nach Hogwarts zurückzukehren."

Snape runzelte die Stirn und strich sich über das Kinn als würde er nachdenken; aus Bellatrix' Richtung kam ein leises Murmeln.

"Was war das, Draco?" Voldemort sah ihn direkt an.

Draco schluckte schwer; er hatte nicht vor gehabt, laut zu reden.

"Eh..."

"Mach schon, heaus mit der Sprache. Du wirst mit deinem Lehrer zurückkehren, bitte teile uns deine Gefühle mit."

"Nur - wenn sie nicht in Hogwarts sind - werden wir nicht wissen, wo sie sind", flüsterte er. "Wäre es nicht besser, sie - sie dort zu behalten, wo wir sie überwachen können?"

"Der Junge bringt einen exzellenten Punkt an", warf Snape ein, seine Augen warfen Draco einen zustimmenden Blick zu, ehe er sich wieder an Voldemort wandte, während Bellatrix noch ihrem Neffen vor Stolz auf die Schulter klopfte. "Sie können nicht verfolgt werden, wenn sie reisen; sie sind nicht in unserem Raster, noch nicht einmal Kurosaki und seine Schwestern. Wir können sie nicht draußen halten - oder übrigens auch nicht drinnen."

Voldemort runzelte die Stirn, die erste Gefühlsregung, die er den ganzen Abend lang gezeigt hatte. "Ich verstehe. Dann lasst es uns ihnen unbedingt gestatten zurückzukehren, wo du sie eng überwachen kannst. Ein ausgezeichneter Vorschlag, Draco. Du machst deine Tante stolz." Er hielt inne und gab Bellatrix die Möglichkeit sich zu brüsten, ehe er hinzufügte: "Ja, Bella, es gibt wohl in dieser Woche eine Menge, auf das du stolz bist."

Bellatrix warf ihm einen verwirrten Blick zu. "Mein Lord?" fragte sie.

"Ich beziehe mich auf deine Nichte, Bellatrix. Sie hat erst kürzlich geheiratet - einen Werwolf, glaube ich. Wie stolz du sein musst."

Das höhnische Lachen das ausbrach ließ Bellatrix' Gesicht vor zorn fleckig rot werden, während Draco den Kopf gesenkt und seinen Gesichtsausdruck verborgen hielt. Die Schlange, Nagini, richtete sich auf und zischte das Geräusch an.

"Diese Göre ist nicht meine Nichte, und wenn Cissy hier wäre und nicht in einem japanischen Gefängnis verrottete, würde sie dasselbe sagen!" protestierte Bellatrix. "Wir haben unsere Schwester nicht zu Gesicht bekommen, seit sie dieses Schlammblut geheiratet hat!"

"Und was sagst du, Draco?" Voldemorts leise Stimme durchdrang die lauten Buhrufe. Draco warf ihm einen überraschten Blick zu. "Wirst du auf die Welpen aufpassen?"

Das Lachen wurde lauter.

Einen Moment lang sah Draco aus wie ein Reh, das in Scheinwerfer geraten ist. Seine Augen schossen zu Snape, dann zu seiner Tante und wieder zurück zu Snape. Als er die verschleierte Warnung in den Augen seines Lehrers sah, sackte er zusammen und starrte auf den Tisch.

"Genug", sagte Voldemort, der Nagini dadurch beruhigte, dass er ihren Kopf streichelte. "Genug." Stille senkte sich über den Raum.

"So viele unserer ältesten Familienstammbäume sind über die Zeit - krank - geworden", fuhr er fort, während Bellatrix ihn anstarrte. "Es ist Zeit, dass du deinen stutzt, um ihn gesund zu halten. Du musst die Teile abschneiden, die den Rest bedrohen." Er fuhr damit fort, Nagini zu streicheln.

"Ja mein Lord, natürlich mein Lord", flüsterte Bellatrix mit Tränen in den Augen. "Bei der ersten Gelegenheit!"

"Und du wirst sie erhalten", sagte er mit einem Nicken. "Bei deiner Familie und den anderen alten Familien. Wir werden das Geschwür, das uns verseucht, wegschneiden, bis nur noch das wahre Blut übrig bleibt."

Voldemort deutete auf die sich langsam drehende Gestalt. "Erkennst du unseren Gast, Severus?"

Snape warf einen neugierigen Blick auf die Gestalt, die keuchend seinen Namen hervorstieß. Er nickte einmal kurz.

"Und was ist mit dir, Draco?" fragte er. Draco schüttelte ruckartig den Kopf, unfähig hinzusehen. "Natürlich, wie albern von mir, dich das zu fragen. Du hättest nicht an ihrem Unterricht teilgenommen. Für die von euch, die es nicht wissen, leistet uns heute Charity Burbage Gesellschaft, die bis heute Abend Lehrerin in Hogwarts war."

Mehrere Laute des Verstehens waren zu hören.

"In der Tat. Professor Burbage hat unsere Kinder über Muggel unterrichtet - darüber, dass sie sich nicht sehr von uns unterscheiden. Das Murmeln wurde zornig. "Ja, in der Tat. Und damit noch nicht zufrieden, schrieb sie eine Rubrik im Tagespropheten, der Schlammblüter verteidigt hat! Wir müssen diese Diebe unseres Wissens und unserer Magie akzeptieren. Das Schwinden von Reinblütern ist tatsächlich etwas Erstrebenswertes - sie zöge es vor, wenn wir uns alle mit Schlammblütern paaren, oder sogar mit Werwölfen!"

Kein Lachen erklang bei dem Zorn in der Stimme des Dunklen Lords. Alle starrten Charity Burbage mit Hass auf dem Gesicht an, mit zwei Ausnahmen: Draco, der überall hinsah außer zu ihr, und Snape, dessen Gesichtsausdruck teilnahmslos war.

"Avada Kedavra!" (3)

Das grüne Licht erfüllte den Raum und der Körper fiel mit einem lauten Aufprall auf den Tisch, was ein paar der Todesser zusammenzucken ließ, so dass Dracos eigenes Zurückzucken nicht bemerkbar war.

"Abendessen, Nagini", sagte Voldemort leise. Er sah den ganzen Tisch hinunter. "Ihr wisst alle, was ihr zu tun habt. Jetzt geht." Dann wandte er sich Snape zu. "Bleib einen Moment, Severus."

"Natürlich, mein Lord."

Bellatrix nahm Draco mit sich - "um saubere Kleidung zu holen", wie sie ihm sagte.

Als sie allein waren, fragte Snape: "Ihr habt weitere Anweisungen für mich, mein Lord?"

"Fragen, Severus", erwiderte er. "Du konntest den jungen Kurosaki im Mai besiegen -"

"Knapp. Er ist ziemlich mächtig."

Voldemort nickte. "Diese Magie - sie nennen sie - wie?"

"Kido. Magie ohne Zauberstab. Sie ist - ursprünglich. Kraftvoll. Elementar. Und sie lernen, sie mit unserer Magie, ihren Zauberstäben zu kombinieren, um eine neue, gemischte Form der Magie zu erschaffen. Diese Magie kann binden, zerstören - oder heilen."

Voldemort runzelte nachdenklich die Stirn, während er Nagini beim Fressen zusah. "Ist da noch mehr?"

"Einige von ihnen können sich schnell bewegen, ohne Apparieren oder einen Besen", erzählte ihm Snape. "Sie haben gelernt, wie sie sogar die Luftmoleküle unter ihren Füßen verfestigen können, wodurch sie mitten in der Luft gehen oder stehen können..."

"Ah - Kurosakis Ankunft auf dem Astronomieturm."

Snape nickte. "Eine Technik, die sie "Blitzschritt" nennen. Yoruichi Shihoin ist wahrscheinlich die schnellste, da sie sich den Spitznamen "Meisterin des Blitzes" oder "Blitzgöttin" erworben hat. Ihre drei Protégés wären was die Schnelligkeit angeht direkt hinter ihr: Byakuya Kuchiki, Soifon und Kurosaki."

"Wie schnell können sie sich fortbewegen?"

"Schnell genug, um Apparieren nachzuahmen", antwortete Snape, der genau beobachtete, wie der Dunkle Lord reagierte. Er hatte die Erlaubnis, gewisse Informationen weiterzugeben...

"Ich verstehe. Sie werden uns Schwierigkeiten machen, nicht wahr, Severus?"

"Ich werde mich bemühen sicherzustellen, dass sie unter Kontrolle bleiben."

"Ich zähle auf dich, Severus. Bitte enttäusche mich nicht."
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Anmerkungen der Autorin:

(1) Verwirrungs-Zauber: Die Formel für diesen Zauber lautet Confundo; der Zauber wird dazu verwendet, ein Ziel zu verwirren. Im Feuerkelch wurde ein solcher Zauber wahrscheinlich dazu verwendet, den Kelch durcheinander zu bringen.
https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Verwirrungszauber

(2) Imperius-Fluch: Die Formel für diesen Zauber lautet Imperio. Er ist einer der drei Unverzeihlichen Flüche. Er unterwirft das Opfer der vollständigen Kontrolle des Zaubernden.
In Harrys viertem Jahr wurden Schüler durch Barty Crouch Jr. in Gestalt von Professor Moody mit dem Imperius-Fluch belegt, mit der Erklärung, dass sie "lernen sollten, wie er sich anfühlt". Nach einiger Übung lernt Harry Potter dem Fluch zu widerstehen, selbst wenn dieser von Voldemort benutzt wird. Crouch sagte, dass es "Charakterstärke" braucht, um dem Fluch zu widerstehen. Ähnliche Fähigkeiten, um dem Fluch zu widerstehen werden bei Okklumentik verwendet, aber Harry ist darin ungeschickt.
https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Imperius-Fluch

(3) Der Todesfluch ist ein Zauber, der den augenblicklichen Tod zur Folge hat und einer der drei Unverzeichlichen Flüche ist. Es gibt keinen bekannten Gegenfluch oder eine Heilung dafür; allerdings kann man dem grünen Blitz ausweichen oder eine physische Barriere benutzen, um ihn abzublocken. Eine Explosion oder grünes Feuer kann die Folge sein, wenn der Zauber etwas anderes als ein lebendes Ziel trifft. Voldemort war berühmt dafür, diesen Fluch regelmäßig und wahllos einzusetzen.
Die Zauberformel lautet Avada Kedavra. Der Todesfluch wirde als blendend grüner Lichtstrahl beschrieben, der den augenblicklichen Tod des Opfers zur Folge hat. Es gibt keine Nebenwirkungen; das Opfer fällt ohne biologischen Grund "einfach tot um". Es ist möglich, dass die inneren Organe des Opfers aufhören zu funktionieren, oder das die Körperfunktionen einfach "ausgeschaltet" werden, wenn der Zauber den Körper einer Person trifft. Ein von diesem Fluch verursachter Tod mag physisch schmerzlos sein; "Echos" ehemaliger Opfer haben bestätigt, dass der Tod sich "schneller und einfacher als einzuschlafen" anfühlte. Allerdings fühlte Harry Potter, nachdem er aus seiner Nahtod-Erfahrung aufgewacht war, die Nachwirkungen des Fluchs und beschrieb sie als ähnlich als ob einem ein Vorschlaghammer auf die Brust geschlagen würde.
https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Todes-Fluch
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