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Harry Potter and the Bleached Hallows (Übersetzung)

von Mondtanz
GeschichteÜbernatürlich, Suspense / P12 / Gen
25.12.2020
25.04.2021
4
16.067
7
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
28.02.2021 4.220
 
Vorbemerkung der Autorin:
Okay, hier ist es - Kapitel 2. Wie immer gehören mir weder HP noch Bleach. [...]

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Ich hoffe, dass es euch allen gut geht. Danke an Navel07, der/die diese Geschichte auf fanfiction.net als Favorit markiert hat. Du hast mich daran erinnert, dass ich hier gefälligst weitermachen sollte ;-)
In den eckigen Klammern stand etwas zu der Verzögerung bei der Veröffentlichung des Originals, das jetzt nicht mehr wichtig ist.
Das Original findet ihr unter "https://www.fanfiction.net/s/9872442/1/Harry-Potter-and-the-Bleached-Hallows".

Anmerkungen zum Textformat:
:Das Zanpakuto spricht:
Ichigo redet mit Zangetsu/Hichigo
:Der innere Hollow spricht:
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Kapitel 2


Die einsame Gestalt stand auf dem Sokyoku-Hügel (1), der die Seireitei überblickte. Die Soul Society war ruhig, da die Sonne gerade über den Horizont spähte, so dass nur ein paar wenige Shinigami auf und bei der Arbeit waren. Das würde sich allerdings bald ändern, da die Stunde näher rückte, zu der die Büros der Kompanien für den Tag öffnen würden.

Ichigo Kurosaki, Kommandant der Fünften Kompanie der Dreizehn Hofgarden, schloss für einen Moment die Augen und seufzte. Es tat ihm beinahe leid, dass seine Fähigkeit, Reiatsu zu erspüren, besser geworden war. Er konnte spüren, dass sowohl sein Urgroßvater, Generalkommandant Yamamoto, und der ehemalige Schulleiter von Hogwarts, Albus Dumbledore, beide wach waren, und dass sie beide über etwas verärgert waren. Wenn man in Betracht zog, dass beide in der Kaserne der Ersten Kompanie alleine waren, waren sie das wahrscheinlich auf einander. Er konnte auch seine Vizekommandantin, Momo Hinamori, und seinen dritten Rangoffizier, Cedric Diggory, ebenso wie seine Mutter und seine Verlobte, Rukia Kuchiki, spüren. Diese schliefen alle noch. Als er seine Sinne weiter ausstreckte, konnte er spüren, dass die einzigen anderen Personen, die zu dieser Morgenstunde munter waren, Soifon und Byakuya Kuchiki waren.

Mit ihnen musste er nicht reden; er hatte ihnen seine Pläne mitgeteilt, ehe sie am Ende ihres sechsten Schuljahres Hogwarts verlassen hatten, also musste er jetzt nur noch mit Opa sprechen. Er war sich nicht sicher, wie der alte Mann aufnehmen würde, was Ichigo ihm sagen wollte. Aber es gab nur einen Weg, das herauszufinden, und keinen besseren Moment als die Gegenwart, um es zu tun.

Er brauchte nur ein paar Schritte im Shunpo, um die Kaserne zu erreichen. Zu seiner Überraschung stand Sasakibe vor der Tür und schien sich recht unwohl zu fühlen.

"Was machen Sie hier draußen?" fragte ihn Ichigo. Der ältere Mann hörte üblicherweise bei jedem Treffen, das sein Großvater hatte, zu; Yamamoto hatte vor seinem Adjutanten keine Geheimnisse.

"Ah..." Chojiro blickte unruhig zur Tür zurück. "Ich glaube nicht, dass Sie jetzt wirklich da rein gehen wollen."

Ichigo hielt den Kopf schräg und lauschte, und er konnte gerade so eben zornige Stimmen hören.

"Sie streiten? So früh am Morgen?"

"Naja..." Der Vizekommandant seines Großvaters bewegte sich leicht, als wollte er die Frage nicht wirklich beantworten. "Tatsächlich..."

"Streiten sie bereits seit gestern Abend?" fragte Ichigo ungläubig. Chojiro nickte. "Worüber?" Als er die rechte Hand seines Großvaters genauer betrachtete, konnte Ichigo feststellen, dass Chojiro ziemlich müde aussah. Tatsächlich sah er sehr müde aus.

Der Vizekommandant warf ihm einen ziemlich betonten Blick zu, komplett mit einer hochgezogenen Augenbraue, was Ichigo richtig deuten konnte, und worüber er ächzte. Er hatte befürchtet, dass dies passieren würde, seit Hermine und Ron ihm nach Dumbledores Begräbnis hoffnungsvolle Blicke zugeworfen hatten.

"Schätze, dann sollte ich reingehen und das beenden", murmelte er. Sein ärgerlicher Gesichtsausdruck ließ Chojiro zusammenzucken. Ichigo konnte das gerade gar nicht gebrauchen, nicht nach dem, was sein Vater gerade auf ihn abgeladen hatte... Isshin hatte Glück, dass er noch lebte - oder zumindest auf zwei Beinen herum lief. Er war sehr versucht gewesen, seinen Vater für eine sehr lange Zeit in etwas sehr Kleines und sehr Pelziges zu verwandeln, statt ihn einfach in der Wand des Wohnbereichs eingebettet zurück zu lassen. Er hatte Überraschungen gründlich satt...

"Viel Glück", sagte der ältere Shinigami, der die Tür öffnete, um ihn einzulassen. Aus der leichten Fluktuation im Reiatsu des Adjutanten, konnte Ichigo korrekt ableiten, dass er hoffte, dass Ichigo den Streit beenden konnte, entweder indem ihm eine alternative Lösung einfiel oder indem er sie dazu brachte, sich auf einen der beiden Standpunkte zu einigen.

Während Ichigo das geräumige Büro betrat und auf sie zuschritt, wandten sich die beiden alten Männer wegen der Unterbrechung mit verärgerten Blick um - bis sie sahen wer es war und sie unterbrochen hatte.

"Ichigo - du bist früh auf", sagte Yamamoto zu ihm.

"Da bin ich nicht der Einzige", erwiderte Ichigo. "Allerdings ist das hier eher ein 'spät auf' als 'früh auf', wie ich gehört habe." Er funkelte die beiden wütend an. "Ihr seid beide alt genug um es besser zu wissen."

Sie beide schauten ob des Wahrheitsgehalts seiner Anschuldigung peinlich berührt weg.

"Brauchst du irgendwas?" fragte Yamamoto endlich.

"Hm", nickte Ichigo. "Ich wollte euch sagen, dass ich eine Zeit lang - etwas unerreichbar sein werde. Ich werde trainieren."

Yamamoto sah ihn schräg an. "Training? Was meinst du?"

"Ich muss auf das Niveau zurück das ich hatte, als ich mich Aizen im Winterkrieg gestellt habe", erklärte Ichigo wobei er den Aufschrei aus seiner inneren Welt ignorierte. "Ich werde diese Kraft brauchen."

"Du wirst nicht -" der Schrecken im Gesicht seines Großvaters glich dem in seiner inneren Welt.

"Nein, ich habe nicht die Absicht, Mugetsu zu verwenden. Ich habe zu viel zu verlieren", sagte Ichigo kopfschüttelnd. "Aber Uryu und ich haben uns einen Plan ausgedacht von dem wir denken, dass er funktionieren wird, also wird er den Sommer über viel Zeit mit Urahara verbringen, um die Grundlagen auszuarbeiten. Toshiro wird wahrscheinlich rüber gehen müssen um ihnen zu helfen und wir werden die Köpfe zusammenstecken, wenn wir den Plan ausgearbeitet haben, und auseinandersortieren, welche Art Zauber wir brauchen, um ihn durchzuführen. Es werden vollständig Originale sein müssen. Ich glaube nicht, dass irgendwas, das wir brauchen, bereits existiert."

Yamamotos Erleichterung war offensichtlich als er die Erklärung seines Enkels hörte.

"Versuch mich auf dem Laufenden zu halten," sagte er, "und ich werde Kommandant Hitsugaya wissen lassen, dass er jede Freigabe erhalten wird die er braucht, um in die Welt der Lebenden zu gehen."

"Danke", sagte Ichigo. "Ich bin ein bisschen besorgt, dass es im letzten Jahr keine größeren Aufstände gab, nur ein paar kleinere Auseinandersetzungen, mit denen die Vizards relativ leicht fertig werden konnten."

"Du hast das Team das er zusammengestellt hat ziemlich gründlich vernichtet; eigentlich beide", merkte Professor Dumbledore an. "Es würde mich nicht überraschen, wenn er Schwierigkeiten hätte, Ersatz zu finden."

"Ja, du könntest Recht haben", stimmte Yamamoto zu.

"Nun ja, Tier Harribel und ihre Fracciónes ist endlich die Flucht aus Hueco Mundo gelungen; sie sind jetzt auch bei den Vizards." Ichigo verdrehte die Augen darüber, wie laut sich Hiyori über das 'Babysitting' ausgelassen hatte. "Sie hat gesagt, dass die stärkeren Arrancar - die Adjuchas und Vasto Lordes - in den Untergrund gegangen sind. Keiner von ihnen will rekrutiert werden. Diejenigen, mit denen sie geredet hat, ehe sie Hueco Mundo verlassen hat, haben ihr gesagt, dass es Selbstmord wäre, sich Aizen anzuschließen und dass sie nichts mit ihm zu tun haben wollen."

"Also wird seine Armee aus den weniger starken Hollows bestehen."

"So viele Menos Grande und niedriger wie er zusammentreiben und uns entgegenwerfen kann", nickte Ichigo. Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah die beiden alten Männer kritisch an, wobei er ein finsteres Gesicht zog. "Also worüber habt ihr beiden alten Männer euch gestritten?"

Sie sahen aus, als fühlten sie sich unbehaglich.

"Ihr könnt es mir ruhig sagen, ich habe sowieso das Gefühl, dass ich weiß was es ist."

Professor Dumbledore seufzte. "Es ging darum, ob du Harry bei der Jagd auf die Horcruxe begleiten solltest oder nicht."

Ichigo nickte, nicht überrascht. "Ich habe dem Trio bereits gesagt, dass ich nicht dachte, dass ich mit ihnen gehen würde. Wir wissen nicht, wo er hingehen - oder sich schlussendlich verstecken - muss. Falls Aizen beschließt aufzukreuzen, könnt ihr nicht ganz Großbrittannien nach mir durchsuchen. Ich bin der Einzige, der stark genug ist, sich ihm entgegen zu stellen, sogar jetzt."

"Genau mein Argument", Yamamoto nickte mit dem Kopf.

"Aber wie werden wir Harry Hilfe zukommen lassen, wenn sie in Schwierigkeiten geraten?" argumentierte Dumbledore. "Er kann nicht alleine losziehen ohne eine Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten!"

"Durch Hermine. Urahara arbeitet gerade daran; bis zur Hochzeit wird es fertig sein. Ich bringe es zu ihr, wenn Rukia und ich rüber gehen."

Professor Dumbledore schien ein wenig aber nicht völlig beschwichtigt, als Ichigo die beiden verließ. Er ging zurück zum Sokyoku-Hügel, aber nicht zur Spitze - er ging in die versteckte Höhle, wo er sein Bankai erlernt hatte (2). Es war isoliert und ruhig und nicht einmal eine Handvoll Leute wusste, dass dieser Ort existierte.

Es war, dachte er während er wortlos ins Bankai wechselte und sich darauf vorbereitete seine innere Welt zu betreten, beinahe so perfekt für Jinzen wie das Dangai. 'Beinahe' war hier das Stichwort, denn er würde nicht mit dem Zeitsprung zurechtkommen müssen, aber es war genauso ruhig und isoliert. Er ignorierte die einzige Anwesende in der Höhle nachdem er ihr grüßend kurz zugenickt hatte während er sich mit seinem Zanpakuto auf dem Schoß hinsetzte und sich augenblicklich auf die anstehende Aufgabe konzentrierte und ihre Gegenwart vergaß, da es Dringenderes gab, um das er sich Sorgen machen musste.

Zangetsu und Hichigo würden deswegen beide gegen ihn kämpfen, das wusste Ichigo. Sie hatten beide das Gefühl, dass er in Versuchung kommen könnte, die Technik zu benutzen, wenn er Zugriff darauf hatte.

:Du wirst in Versuchung kommen,: sagte Tensa Zangetsu streng zu ihm.

"Ihr habt beide gehört, was ich zu Opa und Professor Dumbledore gesagt habe - ich habe zu viel zu verlieren. Uryu, Toshiro und ich denken wirklich, dass wir das mit Magie lösen können. Oder habt ihr Wichtigtuer nicht zugehört?" Ichigo hielt sich zurück, damit er nicht durchdrehte. Hier würde es nicht helfen, die Beherrschung zu verlieren. Er musste Vernunft, Logik benutzen - keinen Zorn.

:Oh, wir haben zugehört, Königlein - aber was, wenn Magie nicht klappt?: Ichigo warf einen Blick hinter sich und sah dort seinen inneren Hollow, der ihn wütend anstarrte.

"Aizen weiß nichts davon. Er denkt, dass es Kido ist. Ich weiß vom letzten Mal, dass ich in diesem Stadium sehr viel stärker bin als er. Ich kann die Zaubersprüche hinter meinen normalen Angriffen verstecken - er wird sie nicht sehen, weil sich nicht auffällig sind, nicht wie meine Getsuga Tensho..."

Ichigo schmeichelte, drängte und redete weiter - einmal musste er Hichigo sogar schweben lassen, als dieser versuchte, ihn von hinten anzuspringen. Tensa Zangetsu hob dazu einfach nur eine Augenbraue dazu, aber er unterbrach Ichigos Redefluss nicht. Während er daran arbeitete, dieses unnachgiebige Paar zu überzeugen, saß eine geschmeidige, schwarz bepelzte Gestalt zusammengerollt auf einem Felsen und hielt wachsam nach jedem möglichen verdeckten Angriff Ausschau der kommen mochte, während er anderweitig beschäftigt war.

"Es" war tatsächlich Yoruichi Shihoin, Gestaltwandlerin, ehemalige Prinzessin des Edlen Hauses der Shihoin, ehemalige Kommandantin der Geheimtruppe, Kommandantin der Zweiten Kompanie und Mentorin von Kommandanten.

Oh, und Patentante eines Helden.

Sie hatte Kisuke besucht, als Ichigo und Uryu bei ihm mit ihrer Idee hereingeschneit waren, einer Idee, die ihn voll und ganz fasziniert hatte. Ihr Liebhaber und der Quincy hatten nun die Köpfe zusammengesteckt und würden wahrscheinlich den Rest des Sommers nicht wieder auftauchen. Ichigo hatte ihnen derweil gesagt, dass er vorhatte dies zu tun - und während er meditierte, war er offen und wehrlos. Sie hatte ihn schnell darauf hingewiesen und akzeptierte kein Nein als Antwort als sie ihm sagte, dass sie mit ihm gehen würde um ihm den Rücken freizuhalten während er meditierte und mit seinem Zanpakuto und inneren Hollow sprach.

Während sie vorwiegend hier war, um dach Mayuri Ausschau zu halten, gab es einen weiteren Grund, aus dem sie Ichigo nicht wehrlos lassen wollte: es ging um den unwahrscheinlichen Fall, dass Aizen noch einem weiteren Handlanger oder zwei hatte, von denen sie nichts wussten.

Nicht, dass Ichigo unter normalen Umständen Unterstützung benötigte - aber gerade jetzt... konnte ein kleines bisschen Vorsicht nicht schaden. Nachdem sie das Gebiet gründlich nach Reiatsu durchsucht hatte, setzte sich die Blitzgöttin zu ihrer Wache nieder.

#


Cedric stand am Eingang zur Fünften Kompanie und versuchte, das Reiatsu seines Kommandanten zu orten. Er dachte, dass er es kurz gespürt hatte, aber dann war es wieder verschwunden. Es hatte keinen Hinweis darauf gegeben, dass Ichigo kämpfte; kein Anzeichen für Stress, Schock oder irgend etwas in dieser Richtung - es war einfach - verschwunden, als würde es abgeblockt.

Er seufzte. Kurosaki konnte an einem guten Tag so gut wie gar nicht aufgespürt werden, es sei denn er war zornig, aufgeregt oder leichtsinnig. Wenn er mit Absicht nicht gefunden werden wollte... konnte noch nicht einmal seine Verlobte ihn lokalisieren. Und nichts regte Rukia Kuchiki mehr auf, als ihren zukünftigen Ehemann nicht finden zu können, wenn sie etwas von ihm wollte.

Der Lieutenant war bereits seit mehreren Tagen wieder da und gestern hatte sie auf Wolke Sieben geschwebt, weil Rukia sie gebeten hatte, ihre Brautjungfer zu sein. Momo würde sich diese Pflichten mit einer gewissen Orihime Inoue teilen. Cedric hatte das Mädchen nur sehr kurz kennengelernt, aber er wusste, wer sie war: eine der 'Ryoka' die seinem Kommandanten bei der Invasion der Seireitei geholfen hatten, Rukia Kuchiki vor einer ungerechtfertigten Hinrichtung zu bewahren. Sie hatten von der Invasion in der Akademie erfahren, und alle Mädchen waren beinahe bei den romantischen Aspekten schwach geworden. Er hatte es ziemlich amüsant gefunden, dabei zuzusehen, wie die Mädchen darüber alle albern und romantisch wurden und er hatte sich gefragt, wie viel davon tatsächlich wahr gewesen war.

Und jetzt würden sie heiraten. Seine Lippen zuckten leicht. Er konnte sich jetzt die Reaktionen der Akademiekadetten vorstellen.

"Gibt es ein Problem, Dritter Rangoffizier Diggory?" fragte ein Mitglied der Kompanie als er sah, wie er gedankenverloren in die Weite starrte.

Cedric seufzte. "Nein, ich denke nur nach. Und frage mich, wann der Kommandant zurück sein würde."

Der Shinigami nickte. "Es wäre schön, ihn und den Lieutenant Vollzeit hier zu haben", stimmte er zu und fügte dann hinzu: "Jeden Monat den Vizekommandanten wechseln zu müssen ist -" er verstummte vielsagend.

"Ja, ist es", nickte Cedric zustimmend. "Aber es sollte hoffentlich nur noch ein weiteres Jahr dauern. Wenn überhaupt."

"Den Kami sei Dank. Wäre schön, wieder eine richtige, arbeitsfähige Division zu sein. Normal."

Cedric lächelte, als der Shinigami wegschlenderte; er kannte die Geschichte der Kompanie - Ichigo hatte ihm alles darüber erzählt, von Kommandant Hirako über Aizen bis zu sich selbst. Er war ein wenig schockiert gewesen - was Ichigo ihm erzählt hatte war nicht das, was in der Akademie durchgenommen wurde. Tatsächlich kam es dem noch nicht einmal nahe.

"Warum sagen sie den Rekruten nicht die Wahrheit?" fragte er den Kommandanten.

Ichigo hatte geseufzt. "Ich bin mir nicht wirklich sicher; alles was ich sage, wäre nur eine Vermutung, aber ich glaube, es hat was mit den Adelsfamilien zu tun."

"Den -"

Ichigo hatte genickt. "Eine Menge von ihnen wollen die Wahrheit nicht sehen, also muss es von den Vier Großen Familien und jenen geringeren Familien, die mit ihnen verbündet sind, zu ihnen durchdringen. Byakuya, Ukitake und Kyoraku haben diese Aufgabe und das mit Unterstützung durch Omeida, Soifon und Yoruichi. Ein schwaches Lächeln zierte sein Gesicht. "Irgendwann wird die Akademie zu den aktuellen Ereignissen aufschließen."

"Tagträumereien, Cedric?" brach Momos belustigte Stimme in seine Gedanken ein.

"Lieutenant", begrüßte er sie. "Ich denke genau genommen nur über den Kommandanten nach."

"Er ist hier", nickte Momo. "Aber er - trainiert, ist schätze ich die beste Beschreibung für das, was er tut. Er denkt, dass es ungefähr einen Monat dauern wird, aber es könnte auch weniger sein."

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe", gab Cedric zu. War der Kommandant nicht bereits stark genug?

Momo seufzte. "Und ich bin mir nicht sicher, ob ich es dir erklären kann - denn ich bin mir nicht sicher, ob ich selbst alles verstehe", gab sie zu.

#


Rukia saß an einem Tisch in der Dreizehnten Kompanie, mehrere Stücke Pergament vor sich, zusammen mit mehreren Kopien verschiedener Brautzeitschriften aus der Welt der Lebenden - sowohl Magische als auch Nicht-Magische.

Mit ihr am Tisch saßen Lily und Masaki; leere Bento-Boxen waren zur Seite geschoben während die drei blätterten, und wenn irgendetwas Rukias Aufmerksamkeit erregte, schrieb sie es auf. Ihre Listen wurden extrem lang.

Zusätzlich wuchsen ihre Gästelisten für beide Zeremonien. Nur gut, dass sowohl ihr Bruder als auch ihr Verlobter extrem reich waren, oder sie könnten sich das niemals leisten.

"Du hast gesagt, dass dein Freund dein Kleid anfertigt?" fragte Lily sie.

Rukia nickte. "Ishida wird meine beiden Hochzeitskleider schneidern. Weil ich ihn nicht zu sehr stressen will, denke ich, dass jemand anderes die Kleider für die Brautjungfern machen muss."

"Es gibt einen sehr schönen Laden in Tokio", erzählte ihr Masaki. "Und Twilfitt und Tattings (3) ist für diese Art Dinge besser als Madame Malkins (4). Sie sind auf hocherwertigere Kleider, Abendkleider und Gewänder spezialisiert."

"Na gut, das werde ich im Hinterkopf behalten", nickte Rukia zu dem Vorschlag. "Ich bin sicher, wir können darauf vertrauen, dass Hermine das Ganze dort organisiert. Na ja, sobald ich mir ein Abendkleid und Farben ausgesucht habe."

"Du wirst ewas brauchen, das jeder tragen kann", mahnte Masaki. "Das wird nicht einfach. Orihime, Ginny und Luna haben ganz andere Farben als Tatsuki, Hermine und Momo."

"Vielleicht solltest du einen Regenbogen machen", schlug Lily vor. "So kann sich jeder eine passende Farbe aussuchen."

"Oh!" Rukia blinzelte Lily an. "Was für eine wunderbare Idee! Tatsuki, Momo und Hermine können die kühleren Farben tragen - Grün, Blau, Violett - während Orihime, Ginny und Luna die wärmeren Rot-, Gelb- und Orangetöne tragen. Und Yuzu und Karin können blassere Töne derselben Farben tragen..." Rukia konnte sich vorstellen, wie Ichigo die Augen verdrehte, wenn er von dem Plan hörte, aber er würde sie tun lassen, was sie wollte.

Mit einer Ausnahme.

Sie hatte Hochzeiten mit Chappy-Thema haben wollen. Masaki hatte allerdings mit einem Geschick, das Rukia nie erwartet hatte, geschafft, die Anwesenheit des Häschens zu beschränken: Das Brautpaar oben auf der Torte; die Tortendeko würde ein Hasenthema haben (und Rukia hatte das Gefühl, dass ihr Verlobter es genießen würde, einem der Hasen den Kopf abzubeißen); winzige kleine Häschen auf den Cocktailservietten; und ein wenig unauffällige Häschen-Stickerei auf ihren Kleidern. Diese würden sich gut einfügen und beinahe unsichtbar sein, es sei denn, dass man nach ihnen suchte.

Und Rukia hatte dem zugestimmt, ehe ihr bewusst wurde, was sie da tat.

"Also..." Lily markierte die Seite in einem Magazin in dem ein Kleid war, das Rukia mochte und für die Brautjungfern in Frage kam. "Sobald ihr euch für einen Termin entscheidet, können die Mädchen alle hin gehen und Maß nehmen lassen. Es wäre das beste, sie alle vom selben Laden machen zu lassen."

Rukia nickte. Sie fand, dass es viel einfacher war, ihre Hochzeit im westlichen/zauberischen Stil zu planen, als die fade Adelszeremonie...

"Wisst ihr, wo Yoruichi ist?" fragte sie in beinahe klagendem Tonfall. "Ich hätte gedacht, dass sie uns hierbei helfen würde, aber ich habe sie nicht gesehen. Sie ist die einzige, die Ichigo davon abhalten kann, sein Bankai gegen die Ältesten der Kuchiki zu entfesseln..." Ganz zu schweigen von ihrem Bruder, der gerade herausfand, wie anstrengend sie tatsächlich waren. Rukia heiratete den Enkel des Generalkommandanten, den Mann, der in Zukunft Generalkommandant sein würde... den mächtigste Shinigami aller Zeiten. Sie wollten, dass alles geradezu perfekt war - und sie wollten es jeder anderen Adelsfamilien unter die Nase reiben. Er hatte ihr gegenüber sogar zugegeben, dass er diesen Grad der Einmischung noch nie zuvor erlebt hatte... noch nicht einmal, als er ihre Schwester geheiratet hatte.

"Oder sie in Kaninchen zu verwandeln?" lachte Lily.

Die anderen beiden stimmten kurz in das Gelächter ein, ehe Masaki lächelte. "Yoruichi hatte etwas zu tun, also hat sie Ersatz gefunden, der uns helfen soll. Sie sollte jeden Moment hier sein..."

Wie aufs Stichwort rief einen schneidende Stimme: "Hey, Kuchiki! Bist du da drin?"

Rukia machte große Augen. "Oh mein Gott - sie hat nicht..."

Masaki ging immer noch lächelnd zur Tür. "Wir sind hier, Kukaku-san!"

Oh, lieber Gott, dachte Rukia, die schluckte, als das Klappern von Kukakus Sandalen lauter wurde, als die Frau näher kam.

"Vielen Dank, dass du gekommen bist, Kukaku-san", lächelte Masaki herzlich. "Bitte komm doch herein."

Rukia räusperte sich und stand auf als die Feuerwerks-Expertin den Raum betrat.

"Shiba-san..." flüsterte Rukia mit einer Verbeugung. Obwohl die beiden reinen Tisch gemacht hatten, machte sie Rukia immer noch nervös. Sie hatte keine Ahnung, was sie von ihr zu erwarten hatte...

"Yoruichi hat Kukaku gebeten uns bei der Planung zu unterstützen, da sie in dieser Sache einige Erfahrung hat", erklärte Masaki.

"Oh - richtig, habe ich vergessen", sagte Rukia schwach. Kukaku würde an Kaien-donos und Miyako-donos Hochzeitsplänen beteiligt gewesen sein.

"Außerdem gehört sie zur Familie", ließ Masaki dann die Bombe platzen, die Rukias Mund vor Staunen offen stehen ließ.

"Sie ist - waAAAS?" Rukia starrte die beiden an, während Lily ziemlich überrascht blinzelte.

"Hm, ich schätze, das Onkel auch vergessen hat, das zu erwähnen", sagte Kukaku trocken. Rukia nickte langsam mit immer noch offenem Mund, bis Lily die Hand ausstreckte und ihn sanft schloss.

"Isshin musste seinen Namen ändern, als er in die Welt der Lebenden gegangen ist", erklärte Masaki. "Er hat sich Kurosaki ausgesucht. Es war nur zufällig auch mein Nachname."

"Ehm, weiß Ichigo Bescheid?" fragte Rukia endlich, als sie endlich ihr Hirn wieder zum Funktionieren gebracht hatte. Kein Wunder, dass sich Ichigo und Kaien-dono so ähnlich sahen!

"Wenn Isshin es ihm erzählt hat wie er es sollte, ja, dann weiß er es jetzt", nickte Kukaku. "Er sollte es erfahren haben, als er das letzte Mal in Karakura war."

"Ich wünschte, dass ich bei diesem Gespräch Mäuschen hätte spielen können", bemerkte Rukia trocken, als sie sich den Zustand vorstellte, in dem Ichigo seinen Vater wahrscheinlich zurückgelassen hatte, nachdem er die Neuigkeit erfahren hatte. Ichigo mochte keine Geheimnisse, und dies war eins, auf das er nicht gut reagieren würde. Wenn Isshin keinen Eindruck in der Wand hinterlassen hatte, in der Ichigo ihn deponiert hatte, dann war er in etwas anderes verwandelt worden.

"Ich auch", lächelte Masaki sie sanft an.

"Da sind wir zu dritt", fügte Kukaku mit einem raubtierhaften Lächeln hinzu.
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Anmerkungen der Autorin:

(1) Sōkyoku-Hügel - Der Hügel ist von fast überall in der Seireitei sichtbar und hat auf allen Seiten steile Klippen. Es gibt zwei bekannte Zugangspunkte zum Sōkyoku-Hügel - eine lange Brücke, die ihn mit der Senzaikyū (wörtl. "Palast der reumütigen Sünde") verbindet, und eine lange, im Zickzack angeordente Treppe, die tief in eine Seite des Hügels geschnitten ist. Ein Ende des Hügels ist tief unterschnitten, wo sich der Sōkyoku und die Brücke befinden. Das gegenüberliegende Ende ist von einem weißen Wald bedeckt. Der Sōkyoku-Hügel ist Schauplatz der Hinrichtungszeremonie von Rukia Kuchiki, und von mehreren Kämpfen, einschließlich Ichigos letztem Kampf mit Byakuya Kuchiki. Er spielte eine zentrale Rolle in Sōsuke Aizens Plan, den Hōgyoku an sich zu bringen. Der Sōkyoku war nicht nur seine beabsichtigte Methode um den Hōgyoku zu erringen, sondern es war auch der Ort, wo die Menos Grande ankamen und Aizen, Gin Ichimaru und Kaname Tōsen mit einer Negación umhüllten, um ihnen die Flucht aus der Soul Society zu ermöglichen.

(2) Trainingsgelände des Sōkyoku-Hügels - Urahara hat das geheime Trainingsgelände unter seinem Laden dem nachempfunden, das er in seiner Jugend unter dem Sōkyoku-Hügel gebaut hatte. In diesem Trainingsgelände haben er und Yoruichi Shihoin gespielt und trainiert. Als Ichigo Kurosaki einer Niederlage gegen Byakuya Kuchiki knapp entgeht, bringt ihn Yoruichi zu diesem Trainingsgelände, damit er mit Hilfe des Tenshintai schnell Bankai erlangen kann. Renji hat ebenfalls an diesem Ort Bankai erlangt. Während es dem unterirdischen Trainingsgelände des Urahara Shops sehr ähnlich sieht, hat das Gelände unter dem Sōkyoku-Hügel auch eine heiße Quelle, deren Wasser die Kraft haben, Verletzungen zu heilen.

(3) Twilfitt und Tattings: Twilfitt und Tattings ist ein magisches Bekleidungsgeschäft in der Winkelgasse. Angesichts der Tatsache, dass sie von elitären reinblütigen Hexen wie Narcissa Malfoy bevorzugt werden, handelt es sich wahrscheinlich um ein exklusives Geschäft.

(4) Madam Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten: Manchmal einfach als Madam Malkins bezeichnet, ist ein Geschäft in der Winkelgasse. Schüler kaufen dort ihre Schuluniformen, ebenso wie Festumhänge, Reiseumhänge und ähnliches.
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