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Harry Potter and the Bleached Hallows (Übersetzung)

von Mondtanz
GeschichteÜbernatürlich, Suspense / P12 / Gen
25.12.2020
27.03.2021
3
11.939
7
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.12.2020 4.461
 
Vorbemerkung der Autorin:
Okay, hier ist es, worauf ihr alle atemlos gewartet habt! Das erste Kapitel im dritten Teil der Trilogie! Nur damit ihr es wisst, dies hier wird nicht so schnell Updates bekommen wie die anderen beiden: Ich hatte ein paar physische Probleme, die es schwer gemacht haben zu schreiben, wir sind mitten in einem Umzug, außerdem versuche ich, einen neuen Job zu finden. Also... ich habe gerade eine Menge auf dem Teller, also werden Bitten um ein Update ignoriert. Ich komme im Schneckentempo voran. Aber ich arbeite daran! Alle Updates zum Zeitplan usw. werde ich auf meinem Profil veröffentlichen.

Oh, und ich nehme immer noch Einsendungen zur Bleachy the Bard-Sammlung an, falls jemand interessiert ist... Zwinker, Zwinker.

Wie immer gehören mir weder Bleach noch HP, nur die Handlung, die meinem kleinen verdrehten Hirn eingefallen ist.

Vorbemerkung der Übersetzerin:
Ich wünsche allen Lesern noch schöne Weihnachtstage und einen guten und gesunden Rutsch ins Jahr 2021.
Wie von Eradona angekündigt, geht die Veröffentlichung extrem langsam voran. Im Moment weiß ich nicht, ob es überhaupt noch neue Kapitel geben wird. Das letzte Update mit Kapitel 24 stammt nämlich schon vom 11.05.2019...
Das Original findet ihr unter "https://www.fanfiction.net/s/9872442/1/Harry-Potter-and-the-Bleached-Hallows".

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Kapitel 1


Draco Malfoy, der einzige Sohn von Lucius und Narcissa Malfoy, betrachtete mit kritischem Blick die Kleidung, die auf seinem Bett ausgebreitet lag, die ältliche Hauselfe Taffy an seiner Seite. Sie betrachtete die Kleidung ebenso kritisch.

"Taffy denkt, Kleidung sieht gut aus", sagte sie endlich mit einem entschlossenen Nicken.

"Du denkst nicht, dass wir die Aufschläge etwas mehr ausfransen müssen?" Er stellte sehr zu seiner Verwunderung fest, dass er ihre Meinung schätzte. Sie hatte ein gutes Auge für das, was er versuchte, und hatte augenblicklich herausgefunden, was er vorhatte, als sie ihn dabei gesehen hatte, wie er mit einem kleinen scharfen Messer an einzelnen Fäden seiner Ärmelaufschläge herumstocherte. Sie mochte sonst nicht, wie ihr Meister Ichigo Kurosaki es ausdrückte, "der hellste Stern am Himmel" sein, aber sie hatte augenblicklich begriffen, was getan werden musste und hatte Schritte ergriffen, um ihn zu unterstützen.

Die Hauselfe schüttelte den Kopf. "Mister Draco will nicht, dass seine Kleidung schlecht aussieht, Mister Draco will nur aussehen, als hätte er sich an nicht netten Orten versteckt."

Draco nickte. "Genau", sagte er, während er den Aufschlag seines rechten Hosenbeins etwas genauer unter die Lupe nahm.

Seine Eltern hatten das Paar im Garten sitzend vorgefunden, wo sie grobe Steine dazu benutzt hatten, strategischen Stellen seiner Hosenbeine und Ärmel auszufransen. Nachdem sie die beiden ein paar Augenblicke bei der emsigen Arbeit beobachtet hatten, hatte seine Muttter endlich gefragt, was sie taten.

"Wir versuchen es so aussehen zu lassen, als hätte ich mich versteckt", hatte er erwidert. "Und nicht bequem in einem Landhaus gewohnt."

Narcissa hatte ihn sanft angelächelt und die beiden ihrer Arbeit überlassen. Lucius war durch die ganze Sache verwirrt gewesen, bis eine Frau es ihm - ziemlich langsam - erklärte. Sie war ziemlich stolz auf ihren Sohn; er dachte für sich selbst und dachte ziemlich weit voraus; und sie war sicher, dass das meiste dem Verlangen entsprang, sich Ichigo Kurosaki zu beweisen - der, da war sie sich sicher, etwas wie ein Idol für ihn geworden war. Sie hatte außerdem das Gefühl, dass es schlechtere Leute gab, denen er nacheifern konnte. Die wenigen Male, an denen sie Kurosaki begegnet war, nachdem er sie aus ihrem 'sicheren' Ort in Voldemorts altem Zuhause gerettet hatte, war sie von dem jungen Mann beeindruckt gewesen.

Snape ging ebenfalls im Landhaus ein und aus, machte Botengänge sowohl für den Orden als auch für Voldemort und sah nach ihnen, wenn er Zeit hatte. Er war zugegen, als Ichigo mit seinen beiden Schwestern im Schlepptau ankam. Narcissas Blick war sofort auf die blonde gefallen, da Draco ihr gesagt hatte, dass Yuzu angeblich das Ebenbild ihrer Mutter war. Sie sah Masaki tatsächlich ziemlich ähnlich, dachte seine Mutter, als das Mädchen einen schnellen und beinahe perfekten Knicks vor ihr machte, als sie einander vorgestellt wurden. Dracos Gesicht hatte aufgeleuchtet, als er alle drei sah, aber besonders, als er dieses Mädchen erblickte. Es hat ihn tatsächlich ziemlich schlimm erwischt, dachte sie, als sie sie verstohlen betrachtete. Ja, tatsächlich sehr schlimm.

Ichigo studierte Dracos Aufzug kritisch. "Hast du dich für den schäbig-chic als Look entschieden?" fragte er mit einem schwachen Lächeln, das darauf hindeutete, dass er tatsächlich wissen könnte, was Draco mit seinen Kleidern vorgehabt hatte.

Draco hatte wieder erklärt, was er vorhatte; dann hatte das dunkelhaarige Mädchen gesprochen.

"Ich kann mit ihm sparren, wenn du willst", bot sie an. "Dann sieht er aus, als ob er in dem Versuch zu entkommen mit jemandem gerauft hätte -"

"Karin!"

"Entspann dich, Yuzu - ich werde ihm nicht sehr weh tun. Außerdem würde es ihm gut tun, wenn er lernt zu kämpfen und sich nicht auf diese beiden Gorillas zu verlassen. Ich denke, dass die meisten Hexen und Zauberer sich sowieso nicht genug körperlich anstrengen."

Ichigo verdrehte bei der Bemerkung seiner Schwester die Augen und wechselte einen stillen aber amüsierten Blick mit Snape. "Gib mir die Jacke", sagte er und streckte seine Hand aus. Neugierig reichte Draco Ichigo die Jacke und sah zu, wie der junge Mann wieder nach draußen ging. Ein paar Minuten später kam er wieder herein und gab die Jacke zurück. Der untere Rand des linken Ärmels war leicht angesengt und ein verbrannter Streifen zog sich von der Seite nach vorn.

"Ich verstehe nicht", gab Lucius zu, der das Muster untersuchte. Das überraschte niemanden, da es dieser Tage ziemlich viel gab, das er nicht verstand. Ichigo verdrehte die Augen und sah Snape an, der leicht die Schultern zuckte. Lucius ging es nicht viel besser, war die übermittelte Botschaft.

"Ich schon", nickte Narcissa zustimmend, während sie das Muster untersuchte. "Ein Zauber hat ihn knapp verfehlt, als er floh - ist unter seinem Arm durchgegangen und touchierte die Vorderseite seiner Jacke, die aufgeschlagen ist, während er rannte."

Ichigo grinste sie an. "Sehr gut", sagte er und nickte ihr zu. Er schien wenigstens mit ihrem Fortschritt sehr zufrieden zu sein.

Yuzu strahlte sie beide an. Draco dachte sehr weit im Voraus - und nutzte seinen Verstand, genau wie seine Mutter. Lucius erholte sich immer noch von seinem Aufenthalt in Askaban und ließ sich leicht von seiner Ehefrau führen - und von seinem Sohn.

Ichigo erklärte dann, dass er Yuzu zum Landhaus gebracht hatte um Draco zu sehen und seine Eltern kennenzulernen - um ihnen etwas Zeit allein zusammen zu geben, weg von der bedrückenden Schulatmosphäre (bedrückend in Bezug darauf, dass er seine Gefühle für sie nicht offen zeigen konnte). Der junge Mann schien einen Augenblick davon überwältigt und seine Mutter war sehr beeindruckt von Ichigos Freundlichkeit dem jungen Paar gegenüber. Karin hatte das Haus erkunden wollen um zu sehen, was es dort gab, also war sie mitgekommen. Ichigo hatte ihr gesagt, dass sie sich ein Zimmer aussuchen und es nach ihrem Geschmack dekorieren könne; dies reizte sie, da sie sich immer ein Zimmer mit Yuzu und manchmal mit Rukia geteilt hatte.

Während Karin auf Erkundungstour ging, ging Ichigo nach draußen, um im Garten nach dem Greifen zu sehen, wodurch Yuzu zurückblieb um die Malfoys zu bezaubern, was sie natürlich ohne große Anstrengung schaffte. Innerhalb einer Stunde hatte Dracos beide Eltern um ihren kleinen Finger gewickelt (bei Lucius war das sehr einfach) aber Narcissa fand das Mädchen sehr sympathisch, und sehr freundlich und sanft. Es war kein Wunder, dass ihr Draco sich in das Mädchen verliebt hatte. Als Ichigo allerdings zurückkehrte, hatte Karin offensichtlich nach ihm Ausschau gehalten.

"Ichi-nii? Kann ich dich einen Augenblick sprechen?" rief sie vom zweiten Stock hinunter.

"Ich frage mich, worum es geht?" sagte Yuzu, die zusah, wie ihr Bruder nach oben ging und sich ihrem Zwilling anschloss, während Professor Snape sich aus der Bibliothek zu ihnen gesellte.

"Ich frage mich..." überlegte Narcissa, die sich eine weitere Tasse Tee eingoss. "Ob Karin es geschafft hat, den Irrwicht (1) zu ausfindig zu machen?"

"Irrwicht?" wiederholte Snape alarmiert, dessen Rücken steif und dessen Augen groß wurden.

"Ja - er scheint ziemlich intelligent zu sein und zieht ziemlich oft herum. Er bleibt nicht am selben Ort - wir haben etwas Mühe damit gehabt, ihn zu lokalisieren, um ihn zu vertreiben -"

Sie alle blinzelten überrascht, als Snape praktisch die Treppe zu dem Raum, in den Karin ihren Bruder gerufen hatte, empor flog. Von der Reaktion alarmiert, folgten sie ihm ohne Zögern. Als sie ankamen, fanden sie Karin vor, die gegen die Tür klopfte und hämmerte und beinahe in Panik den Namen ihres Bruders rief.

"Er hat abgeschlossen!" sie drehte sich um und rannte zur Gruppe, als sie sie sah. Narcissa streckte die Arme nach dem zitternden Mädchen aus und zog sie aus dem Weg, während Yuzu sich an Draco klammerte, als wäre er ein Rettungsanker.

"Verdammt!" fluchte Snape, der seinen Zauberstab zog, während Draco und seine Mutter dasselbe taten. Drei Alohamora-Zauber (2) trafen gleichzeitig auf die Tür und sprengten sie mit einiger Kraft auf.

Im Inneren des Raumes kniete Ichigo auf dem Boden, Zangetsu in den Händen, eine stinkende, dampfende Masse von - etwas - vor sich. Die Zwillinge flogen auf ihren Bruder zu, beide umarmten fest seinen zitternden Körper.

"So... sieht ein Irrwicht tatsächlich aus?" Draco zog eine Grimasse und hielt sich die Nase zu. "Eklig."

"Ichi-nii, bist du in Ordung?" fragte Yuzu, als Ichigo anfing, seinen Körper zu entfalten, während das Zittern anfing nachzulassen.

"Jaah, werde ich sein", flüsterte er, während er sie fest umarmte.

"Was war es?" fragte Karin. "Was -"

Ichigo schüttelte ruckartig den Kopf. "Alles was ich darüber sagen werde", unterbrach er sie, "ist, dass es für Byakuya und mich dieselbe Gestalt annimmt. Ihn direkt umzubringen ist für uns beide die einzige Möglichkeit, damit zurecht zu kommen und es zum Aufhören zu zwingen."

Snape warf ihm einen scharfen, berechnenden Blick zu, während Narcissa noch nickte. Und selbst Draco verstand da, in diesem Moment, was Ichigo sagte,

Byakuya Kuchiki war Rukias Bruder. Wenn der Irrwicht für beide Männer dieselbe Gestalt annahm, dann hatte es etwas mit Rukia zu tun, etwas, irgend ein Ereignis, das sie gemeinsam hatten...

Er sah, dass Karin und Yuzu über den Kopf ihres Brudes hinweg einen Blick wechselten, als ob sie erraten könnten - oder sogar wussten - was es war, das Ichigo sah, wenn er einem Irrwicht gegenüber stand, und warum Magie ihn im Stich ließ, wenn er es tat. Natürlich hatte Kurosaki keinen großen Sinn für Humor... selbst Draco sah das. Und das war der Trick, wie man Irrwichte besiegte - sie auszulachen.

Ichigo atmete endlich tief und zitternd durch und stand mit Hilfe seiner Schwestern auf.

"Sie brauchen eine gute heiße Tasse Tee", sagte Narcissa fest und trat vor. "Taffy -" rief sie leise.

"Taffy ist hier", sagte ihre Stimme leise. "Taffy hat gesehen, Taffy hat Wasser aufgesetzt. Taffy kann Meister Ichigo nach unten bringen und sich um Meister Ichigo kümmern." Ihre großen Augen waren voller Sorge. Die beiden verschwanden mit einem Plopp, woraufhin seine Schwestern aus der Tür eilten, wodurch Snape und die Malfoys zurückblieben, um die Überreste des Irrwichts anzustarren.

"Was denkt ihr sieht er, wenn er einem Irrwicht gegenüber steht?" fragte Lucius leise. "Wenn er und sein zukünftiger Schwager dasselbe sehen, dann -"

Snape nickte. "Ja, es muss etwas mit Rukia Kuchiki zu tun haben. Ich habe gehört", sagte er langsam, "dass Lord Kuchiki seine Schwester seinen 'Stolz' nennt."

"Ich bin überrascht, dass er in diesem Fall überhaupt jemanden als gut genug für sie ansehen würde", Narcissa bewegte ihren Zauberstab über die Überreste, was diese verschwinden ließ.

"Yamamotos Blutlinie ist vielleicht die einzige, die er als würdig erachten würde", erklärte Snape.

Draco schnaubte, was die Aufmerksamkeit des Professors erregte.

"Denke daran, Draco, dass in Japan die Blutlinie, die wir wichtig finden, nichts bedeutet. Es ist die Linie, von der Kurosaki über seinen Vater von seinem Ur-Urgroßvater Yamamoto abstammt, die sie ehren. Für sie ist Hogwarts nur eine Schule - und Slytherin ist nur einer der Gründer. Das ist alles."

Draco seufzte und nickte. Das hatte er tatsächlich vergessen und er musste sich selbst daran erinnern. Kurosaki hatte es ihm selber gesagt und selbst Potter hatte es erwähnt. Und so sehr er es verabscheute, auf Potter zu hören... war er tatsächlich in Japan gewesen, hatte gesehen, wie die magische Gemeinschaft dort funktionierte.

"Warum bist du heute hier, Severus?" fragte Lucius. Draco war froh, dass sein Vater anfing Fragen zu stellen. Er war schreckhaft und nervös gewesen, seit er aus Askaban zurückgekommen war und hatte seiner Frau und seinem Sohn erlaubt, die Führung zu übernehmen. Er hoffte, dass es ein Zeichen war, dass sein Vater anfing sich zu erholen.

"Neuigkeiten", sagte Snape grimmig. "Die Dinge entwickeln sich schneller als wir erwartet haben. Er hat ein Treffen für Anfang Juli einberufen. Ich soll Draco mitbringen. Und..." er hielt inne. "Charity Burbage, eine Professorin in Hogwarts, wurde entführt."

"Was hat sie unterrichtet?" fragte Narcissa. Der Name war ihr nicht bekannt.

"Muggelkunde", erwiderte Draco verwirrt. "Warum es auf sie absehen? Sie ist ziemlich - nun ja, wertlos. Ich kann nicht glauben, dass sie sich dazu herablassen würden, sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen."

"Ich bin mir nicht ganz sicher. Es ist möglich, dass sie etwas wusste. Oder es könnte einfach nur am Fach liegen", erwiderte Snape. "Der Dunkle Lord tut nichts ohne Grund oder Absicht. Wir wissen nur noch nicht, was es ist." Seine Lippen verzogen sich süffisant. "Ich glaube außerdem, dass Glückwünsche angebracht sind?"

Die drei Malfoys erschienen verwirrt, und verstanden dann.

"Ein Werwolf", murmelte Lucius. "Von allen..."

Narcissa warf ihm einen Blick zu, der ihn zum Schweigen brachte. Nymphadora war ihre Nichte, Dracos Cousine. So unglücklich sie auch über die Hochzeit war... es gab wenig, dass sie dagegen tun konnte. Sie hatte im Lauf der letzten Wochen eine Menge über den Wert der Familie von Kurosaki gelernt. Andromeda und Nymphadora gehörten zur Familie, genauso sehr wie Bellatrix oder Draco.

Narcissa hatte immer schon eine festere Meinung, was die Familie anging, als ihr Ehemann. Rückblickend wurde ihr klar, dass sie nur bei Andies Ausschluss mitgemacht hatte, weil... na ja, deswegen. Sie hatte ihre Schwester geliebt, das tat sie immer noch und war sich ziemlich sicher, dass Andie gern die Dinge mit Narcissa ins Reine brächte, wenn ihre jüngere Schwester den Kontakt zu ihr suchen würde. Es würde allerdings warten müssen. Die Dinge waren im Augenblick zu - unruhig - und sie konnten im Moment kein Treffen riskieren. Es könnte sich zu Bella herumsprechen und sie würde es dem Dunklen Lord erzählen. Das war noch etwas, das sie von Kurosaki erfahren hatte - Seine Vorgeschichte. Wie sehr er auch auf der Reinheit des Blutes herumritt, war er nur ein Halbblut, dessen Vater ein Muggel gewesen war. Diese Wahrheit war nur herzlich wenigen bekannt: Dumbledore, Snape, Wurmschwanz...

Lügen; so viel von Seiner Macht baute auf Lügen und Halbwahrheiten auf. Sie trat ans Fenster um hinauszustarren und sah die drei Kurosaki-Kinder mit dem Greifen in der Nähe des Gartens. Ihr war sehr klar, dass Kurosaki ihr Dinge verheimlichte - er hatte es praktisch zugegeben. Wenn eine ihrer Fragen etwas zu nahe kam, das er nicht beantworten wollte, warf er ihr diesen Blick zu.

Zu diesem Zeitpunkt würde sie aufhören, Fragen zu stellen, da es ihr klar war, dass der junge Mann sie nicht anlügen wollte - tatsächlich hasste er es zu lügen. Wenn er es konnte, würde er es ihr sagen.

Dieselben Fragen machten Snape nervös, was bedeutete - dass er die Antworten bereits kannte. Allerdings würde er das Vertrauen seines Protegés nicht enttäuschen, es sei denn, es wäre absolut notwendig.

"Wir sollten an deiner Okklumentik arbeiten", hörte sie Snape plötzlich sagen.

"Ich habe geübt", erwiderte Draco. "Ich hatte gehofft, dass Ichigo mich testen könnte, ehe er geht..."

"Wir werden sehen..." sagte Snape, der die Unsicherheit von Ichigos mentalem Zustand in der Luft hängen ließ. Narcissa hatte das Gefühl, dass es dem jungen Mann in ein paar Minuten gut gehen würde. Eine gute heiße Tasse Tee, ein paar Minuten allein im Garten mit seinen Schwestern, die über die Mätzchen der Jarveys lachten, und er würde wieder auf dem Damm sein. Tatsächlich...

"Er kommt wieder rein", sagte Narcissa. "Er war draußen beim Greifen am Garten und hat den Jarveys zugesehen."

Sie trafen das Trio wieder unten, und wie Narcissa vorhergesehen hatte, wirkte Kurosaki normal. Das war noch etwas, das sie an ihm bemerkt hatte - er erholte sich sehr schnell von Dingen.

"Sie werden zu Mittag essen, ehe Sie gehen", sagte sie und formulierte es nicht als Frage.

Ichigos Lippen zuckten. "Klar", er zuckte die Achseln. "Jemand wird die Mädchen in einer Woche abholen. Hoffentlich..."

"Wird es nicht Paps", murmelte Karin, die die Augen verdrehte. Yuzu runzelte die Stirn und stupste sie an, während Ichigo hüstelte. Nein, er und Karin hofften beide, dass es nicht ihr Vater wäre. Sie würden Isshin niemandem aufdrängen wollen. Vor allem nicht den Malfoys. Der Ziegenbart könnte möglicherweise alle in elendem Schrecken in die Flucht schlagen und an Masakis geistiger Gesundheit zweifeln lassen, dass sie ihn geheiratet hatte. Das war etwas, das sich ihre Kinder oft fragten, wenn Isshin mit einer seiner Eskapaden durchstartete. Selbst Snape, der den Mann getroffen hatte, hob bei dem Gedanken eine Augenbraue.

"Es könnte Yoruichi sein; oder Soifon. Oder sogar Uryu, ich bin noch nicht sicher. Da ist etwas, das ich tun muss, also weiß ich, dass ich es nicht sein werde." Er sah Draco an. "Wenn irgendwas passiert, weißt du, wie du uns kontaktieren kannst. Schick die Nachricht an Toshiro."

Draco nickte. Er hatte immer noch einen schwarzen Schmetterling in seinem Zimmer versteckt.

"Ich will dich außerdem testen, bevor ich weggehe", fuhr er fort, während er in die Küche ging. "Bereite dich also vor."

"Richtig!"

Narcissa warf ihrem Sohn einen amüsierten Blick zu als sie Ichigo in die Küche folgte um sicherzustellen, dass er tatsächlich etwas aß und Yuzu folgte Draco auf dem Fuß als er ging, um sich auf seinen Test durch Ichigo vorzubereiten. Das ließ Karin allein mit Lucius und Professor Snape zurück.

"Ich schätze nicht, dass Sie wissen, was ihr Bruder geplant hat?" fragte Snape neugierig. Karins Blick huschte kurz zu Lucius und sie erwiderte:

"So ungefähr. Ich habe nicht alle Einzelheiten mitbekommen, nur den Eindruck, dass es ihm einen echt großen Kraftschub verschaffen würde."

Snape konnte alles was sie sagte, richtig interpretieren: erstens - Karin wollte nicht offen vor Lucius sprechen; und zweitens - sie wusste genau, was ihr Bruder geplant hatte.

Für Severus, der Kurosakis Geschichte kannte, konnte 'ein wirklich großer Kraftschub' nur eines bedeuten.

Er versuchte, das Level zu erreichen, das er für den Winterkrieg gehabt hatte. Yamamoto hatte gesagt, dass sein Enkelsohn ein transzendentes Level erreicht hatte, dass kein Shinigami je erreicht hatte, oder sich je erträumen konnte.

Und er würde das wieder anstreben, nachdem er freiwillig einen Teil derselben Kraft zur Gesundheit und Sicherheit seines physischen Körpers abgegeben hatte.

Snape warf ihr einen besorgten Blick zu und sah seine eigene Sorge für seinen Protegé in den Augen seiner Schwester gespiegelt.

#


Hermine sah sich in ihrem Zimmer um. Das Einzige was übrig geblieben war, das sie nicht in ihre Handtasche gestopft hatte, war die Eule, die Ichigo ihr am Ende des letzten Schuljahres gegeben hatte, und sie würde das Athena nicht einmal im Traum antun. Die Eule war während des Sommers zu einer geschätzten Begleiterin geworden und kam gut mit ihrem Kater Krummbein zurecht, der auf seinem Korb saß und sie genau beobachtete.

Der Plan war während des gesamten Monats Juni entwickelt worden, mit einer Menge Input von sowohl Orihime als auch Tatsuki. Ihre Eltern waren ziemlich überrascht gewesen, als die beiden Mädchen auf der Suche nach Hermine vor ihrer Haustür erschienen waren, hatten sie aber liebenswürdig hereingebeten und nach ihrer Tochter gerufen.

"Jeder Freund von Hermine ist in unserem Heim wilkommen", hatte ihr Vater mit einem Lächeln gesagt. Orihime hatte zurückgelächelt und geknickst, was ihre Leute wegen der Förmlichkeit überraschte, während Tatsuki den Kopf geschüttelt hatte. Sie hatten sich dann in Hermines Zimmer zurückgezogen, um ihr mit den letzten Resten 'des Plans', wie er inzwischen genannt wurde, zu helfen.

Sie atmete tief durch und ging leise ins Wohnzimmer, wo ihre Eltern saßen und fern sahen. Sie diskutierten leise darüber, ob sie die Reise antreten sollten, zu der Hermine sie zu überreden versucht hatte...

Wenn sie nur den wirklichen 'Plan' kennen würden.

Während sie sie anstarrte, verkrampfte ihr Herz vor Schmerz darüber, was sie gleich tun würde. Eine Hand fasste sie an der Schulter und drückte sie beruhigend.

"Es ist Zeit", sagte Tatsuki sanft. Sie stand an ihrer Linken und hielt Athenas Käfig, während Orihime an ihrer Rechten stand. Beide hatten einen mitfühlenden Ausdruck auf dem Gesicht. Hermine war im Grunde genommen dabei, sich selbst zur Waise zu machen.

Sie hob ihren Zauberstab, und mit Tränen in den Augen flüsterte sie: "Obliviate".

Während ihre Eltern dort mit leeren Augen saßen und sich ganz neue Erinnerungen in ihnen festsetzten, ging Orihime schnell den Rest des Hauses durch und entfernte alle Beweise dafür, dass jemals eine dritte Person dort gelebt hatte. Sobald sie fertig war, gingen die drei schnell zur Vordertür - Hermine hielt einmal inne um zu ihnen zurück zu blicken, als sie sich hinunter beugte, um ihre Katze hochzunehmen; sie fingen an sich zu bewegen, aus ihrer Benommenheit aufzuwachen. Sie waren nicht länger die Eltern von Hermine Granger, jetzt waren sie Wendell und Monica Wilkins, die endlich ihren Lebenstraum verwirklichen und nach Australien auswandern würden.

Draußen gesellten sich drei Shinigami zu dem Trio, die über das Haus gewacht hatten, während die anderen drinnen waren: Rukia, Momo und Rangiku. Alle drei empfanden nur Mitgefühl und Bewunderung für Hermine für das, was sie gerade getan hatte.

"Komm mit", sagte Momo sanft. "Bringen wir dich zum Fuchsbau."

Hermine nickte. "Richtig."

Rangiku zog ihr Zanpakuto und öffnete das Tor, während Hermine einen letzten Blick auf den Ort warf, den sie für die letzten achtzehn Jahre ihr Zuhause genannt hatte.

Wenn Gott es wollte, würde sie zurückkehren können. Falls nicht... ihr Blick schweifte zu Momo und Rukia. Nun ja, wenigstens wäre sie nicht allein.

#


Ron stand vor dem Haus, manchmal ging er auf und ab, manchmal sah er zur Uhr, ansonsten starrte er auf den Ort, an dem er dachte, dass sich das Tor öffnen würde. Sie mussten die Pflöcke nicht platzieren, da Rukia und Momo da sein würden und das Tor selber öffnen konnten. Wären es und Orihime und Tatsuki gewesen, hätten sie alle möglichen Schleifen drehen müssen, um Hermine her zu bekommen.

Seine Mutter drängte ihn überraschenderweise nicht dazu, heute bei der Arbeit zu helfen. Es war, als ob Molly Weasley wusste, dass ihr Sohn sowieso nicht in der Lage sein würde, sich auf irgendeine Aufgabe, die sie ihm gegeben hatte, zu konzentrieren.

Und es war nicht nur Ron; Fred ließ dauernd das, was er gerade machte, liegen und ging nach draußen zu ihm um nachzusehen, ob sie angekommen waren. Sein jüngerer Bruder nahm an, dass er sehnlichst Tatsuki wiedersehen wollte.

"Noch nichts?" Fred kam wahrscheinlich das zehnte Mal, seit Ron seine Wache begonnen hatte, zu ihm.

"Nein."

Fred sah auf seine Uhr, nur ging er dieses Mal nicht ins Haus zurück. Er blieb draußen bei Ron. Die beiden warteten gemeinsam mit wachsender Unruhe, Fred schaute gefühlt alle paar Minuten auf seine Uhr.

"Sie sind spät dran, nicht wahr?" fragte Ron mit Anspannung in der Stimme.

"Nur ein paar Minuten. Sie könnten aufgehalten worden sein..."

Gerade als Fred sprach, erschien ein Glühen beinahe direkt vor ihnen, das sich zu den vertrauten Shoji-Schiebetüren verdichtete. Beide Brüder atmeten erleichtert auf, als sie die Türen sahen, und noch wichtiger, als die ersten Personen, die aus diesen Türen traten, Tatsuki und Hermine waren.

"Kriegst du auch das Gefühl, dass wir ziemlich überflüssig sind?" fragte Rangiku Orihime einigermaßen amüsiert, als sie sah, wie begeistert die Begrüßung für die beiden Mädchen ausfiel.

Orihime kicherte. "Nur ein wenig, aber das soll auch so sein, nicht wahr?" erwiderte sie.

Der Rest der Familie fing jetzt an aus dem Haus zu strömen, um sie Willkommen zu heißen.

"Oh, bitte, ihr müsst rein kommen!" fing Molly an zu beharren, aber die drei Shinigami zögerten alle.

"Wir müssen wirklich zurück", sagte Momo mit einem Lächeln.

"Wir sehen euch aber bei der Hochzeit, oder?"

"Ich werde da sein", nickte Rukia.

"Sayonara!" Rangiku winkte der Familie zu, während sie sich umdrehte um wieder ins Tor zurück zu gehen, Momo dicht hinter sich. Rukia zögerte, als sie zu den drei Mädchen zurück sah, die zurückblieben.

"Wenn ihr irgendwas braucht -"

"Weiß ich, wie ich dich erreichen kann", nickte Hermine.

"Wir auch", erwiderte Orihime für sich und Tatsuki. "Mach dir keine Sorgen, Rukia, wir kommen zurecht!"
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Anmerkungen der Autorin:

(1) Ein Irrwicht ist ein Gestaltwandler, der die Form der größten Angst seines beabsichtigten Opfers annimmt. Während die Mythologie im richtigen Leben Irrwichte als Hauselfen beschreibt, die Ärger verursachen, sind Rowlings Irrwichte mehr wie Brollachans, magische Kreaturen, die aus Schottland stammen. Irrwichte verstecken sich gern in dunklen, engen Orten, wie Schränken und Kästen. Da ein Irrwicht augenblicklich die Gestalt ändert, ist über ihre unveränderte Gestalt wenig bekannt. (In Harry Potter und der Orden des Phönix bestimmt Mad-Eye Moody mit seinem magischen Auge, dass sich ein Irrwicht im Schreibtisch im Wohnzimmer / Salon befindet.) In Harry Potter und der Gefangene von Askaban bringt Remus Lupin seinen Schülern in Verteidigung gegen die dunklen Künste bei, einem Irrwicht in Gruppen von zwei oder mehr Personen entgegen zu treten, damit der Irrwicht Schwierigkeiten dabei bekommt sich auszusuchen, wen er erschrecken will.
Der Riddikulus-Zauber wird zum Kampf gegen Irrwichte verwendet, indem das Aussehen in eine etwas weniger furchterregende oder sogar komische Erscheinung geändert wird, was die Kreaturen schwächt.
https://harry-potter.fandom.com/de/wiki/Irrwicht

(2) Alohamora: Die Formel des Zaubers, der zum Öffnen von Türen verwendet wird. Gegenzauber von Colloportus
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