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Cyberjunk 2077

OneshotParodie / P16 / Gen
Johnny Silverhand V
23.12.2020
23.12.2020
1
5.134
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23.12.2020 5.134
 
Vorwort: Die Story enthält Spoiler bis zum Anfang von Akt 2. Speziell geht es um die Storylines rund um Jackie, sowie Evelyn/Judy. Weiter habe ich selbst noch nicht gespielt, da mir die Idee dieser Story spontan einfiel. Was die Einordnung dieser Story angeht, war ich mir unsicher. Zwar ist sie als Parodie angedacht, aber auf gewisse Weise kommt ein bisschen von allem zusammen und ich möchte niemanden enttäuschen, der speziell nach Genre liest. Ohne zu viel zu verraten, seid bereit eure Herzen für die Poesie zu öffnen. Und wenn ihr schon dabei seid, hinterlasst gerne einen Kommentar. Was hat euch gut gefallen, was nicht so gut? Was war eure Lieblingsstelle? Das würde mich interessieren. Und nun, viel Spaß beim Lesen!
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In unserer Geschichte geht es um eine Stadt. Eine Großstadt. Und um die Leute, die dort wohnen. Auf dem ersten Blick sieht sie aus wie jede andere Großstadt. Irgendwo auf der Welt. Gefährlich. Schmutzig. Und sündhaft. Schon beim ersten Blick erkennt man ihre Schattenseiten. Der Name unserer Stadt ist Night City.

Eines der Wahrzeichen, die die Skyline der Stadt prägen ist der Arasaka Tower. Hier beginnt unsere Geschichte... Genauer gesagt, auf der Toilette. Am Waschbecken stand V und sah aufgeregt in den Spiegel. Sie atmete tief durch.

“Du schaffst das schon.”

Kurz zuvor gab Vs Boss ihr den Auftrag, jemanden aus dem Weg zu räumen. Mit einem Splitter und ‘nem Haufen Eddies sollte sie sich auf dem Weg machen und ihre Kontakte in der Unterwelt spielen lassen, um den Auftrag zu erledigen. Also verabredete sie sich mit einem alten Bekannten in Lizzie’s Bar.

Dort angekommen suchte V vergebens die Bar nach ihrem Kontaktmann ab. Was sie aber fand, war ein... Haufen Pixel. Als sie sich diesem näherte wurde sie mit einem “hey, wie geht es dir, V?” begrüßt. Das war seine Stimme.

V rieb sich ihre Augen und öffnete sie wieder. Nun sah sie ihn vor sich, den Mann, nach dem sie suchte. “Oh, hi, Jackie.”

“Ähm... Alles in Ordnung, V?”, fragte Jackie leicht verunsichert.

“Sag mal, bist du in letzter Zeit öfter so verpixelt?”

“Wovon redest du, Choom?”, antwortete Jackie. “Ich glaub du solltest mal zum Ripperdoc und deine Augen checken lassen.”

Mit einem blanken Gesichtsausdruck stimmte sie ihm zu, “schätze da hast du recht”, und saß sich neben ihn an den Tisch. Nachdenklich fasste sie sich an ihre langen Haare. “Weißt du, viel lieber als mein Chrom zu ändern würde ich gerne was mit meinen Haaren machen lassen. Vielleicht mal färben oder so...”

“Ach was, schwarz steht dir doch”, versicherte ihr Jackie.

“Ja, aber kann doch nicht schaden, mal was Neues zu probieren. Findest du es nicht seltsam, dass es keinen einzigen Friseursalon in Night City gibt?”

Das brachte Jackie zum Nachdenken. “Jetzt wo du’s sagst...” Aber auch wenn es schon ein bisschen seltsam war, interessierte es Jackie nicht wirklich. So waren die Dinge nun mal schon immer.

“Wie auch immer, lass uns über den Job reden”, schlug V vor - nichtsahnend, dass wie aufs Stichwort folgend das geplante Opfer der Operation zusammen mit ein paar Bodyguards in die Bar marschieren würde.

Mit einem Mal stand V plötzlich ohne Job da und all die Jahre der Arschkriecherei waren umsonst. All die Opfer auf dem Weg nach oben...
Aber wie man so schön sagt: schließt sich eine Tür, öffnet sich eine neue. V hatte immer noch die Eddies; damit starteten sie und Jackie ihre gemeinsame Söldner-Karriere.

Die beiden erledigten über ein halbes Jahr einen Job nach dem anderen, doch ihr Glück sollte nicht ewig währen. Der Fixer Dexter DeShawn machte V mit Evelyn Parker bekannt, die einen großen Auftrag für V und ihre Crew bereit hielt: der Konpeki-Plaza-Raub. Zwar gelang es ihnen, das Objekt der Begierde zu stehlen, so sorgte ein klassischer Fall von “Zur falschen Zeit am falschen Ort” allerdings dafür, dass alles den Bach runterging. Jackie schaffte es gar nicht erst bis zu Dexters Versteck und V kassierte vom Fixer als Dank eine Kugel in den Schädel.

Die darauffolgenden Ereignisse bekam sie nur bruchstückhaft mit. Sie erwachte mitten in einem Schrottplatz und das Erste, was sie sah, war wie Dexter DeShawn erschossen wurde... Immerhin für diesen einen Moment war die Welt in Ordnung und V verspürte sowas wie Freude. Dexter DeShawn; dieser wie Mark Henry aussehende Wichser hatte es nicht anders verdient. Manchmal gibt es doch sowas wie Karma.

Der Mann, der den Abzug drückte war niemand geringeres als der ehemalige Bodyguard von Saburo Arasaka. Der Mann mit dem Namen Takemura rettete V und brachte sie dann nach Hause, wo sie sich erholen konnte.

Als V am nächsten Tag aufwachte, brauchte sie einen Moment, um alles zu verarbeiten. Mit gesenktem Kopf saß sie an der Bettkante und atmete einmal tief ein und aus. “Wird wohl Zeit für ‘nen neuen Neuanfang...”

“Läuft echt Scheiße bei dir”, sagte daraufhin eine fremde Männerstimme.

Überrascht schaute V auf und sah einen Fremden vor sich. “Und wer zur Hölle bist du?”

“Johnny Silverhand. Ich bin sowas wie dein neuer Mitbewohner.”

“Das hier ist ‘ne Ein-Zimmer-Wohnung. Verpiss dich.”

“Ich rede von hier oben, Schätzchen...”, sagte Johnny während er mit dem Finger auf seinen Kopf zeigte. “Du erinnerst dich an den Splitter, den du gestohlen hast?”

Niedergeschlagen senkte V wieder ihren Kopf. “Fuck...”

Bei einem Besuch beim Ripperdoc ihres Vertrauens erfuhr V, dass der geklaute Splitter immer weiter ihren Körper übernehmen würde und sie nur noch wenige Wochen zu leben hätte, bis ihre Persönlichkeit mit der von Johnny überschrieben werden würde. Mit einer Nachricht wie dieser geht jeder unterschiedlich um. Wie sollte man mit dem Wissen, dass man bald stirbt, auch normal weiterleben können? Die einen lenken sich ab, mit Alkohol oder Drogen. Die anderen... beenden ihr Leben von sich aus. Aber für V gab es nur eine Option.

Naja, vielleicht zwei, weil sie ihren treuen Flachmann immer mit sich trug, aber abgesehen davon musste es mit Aufträgen weitergehen. Wenn sie schon sterben müsste, könnte sie wenigstens so viele Arschlöcher wie möglich mit in die Hölle reißen. Und für dieses Unterfangen hatte V genau die richtige Kontaktperson: Regina Jones. Sie war wohl der einzige Fixer in Night City, der noch sowas wie einen moralischen Kompass besaß.

Der Plan für die Zukunft war gesetzt, doch bevor V ihr mit ihrem neuen Leben beginnen sollte, legte sie einen kleinen Zwischenstopp ein. Um mit der Vergangenheit abzuschließen, kam sie zu Jackies Beerdigung und sagte ihrem alten Freund Lebewohl. Im Anschluss an die Beerdigung ließ sich Johnny Silverhand blicken.

“Mein Beileid für den Tod deines Freundes.”

“Ich werd’s überleben.”

“Was?”, sagte Johnny überrascht.

“Ich hasse es zu sagen, aber ich hab das Gefühl, ich kannte ihn kaum”, erklärte V. “Es ist fast so, als wären unsere letzten 6 Monate zusammen mit einem Schnips vorbeigewesen.”

“Aha”, sagte Johnny nur. “Weißt du was, eigentlich geht mich das sowieso nichts an. Wir sehen uns...”

Damit war Johnny Silverhand wieder im Unterbewusstsein von V verschwunden und kam erst wieder heraus, als V einen Waffenladen besuchte, um sich auf die Verbrecherjagd vorzubereiten. Sie holte sich ein D5-Copperhead-Sturmgewehr sowie eine X-22 Flashbang Grenade, nur für den Fall. Bereits in ihrem Hüftholster steckte ihre Lieblingspistole, die Dying Night - eine modifizierte Militech M-10AF Lexington, die ein Waffennarr namens Wilson aus Vs Viertel vor einiger Zeit für sie angefertigt hatte.

“Du willst das wirklich durchziehen?”, fragte Johnny herablassend.

“Hab ich was Besseres zu tun?”, fragte V zurück.

“Da wären ‘ne Millionen Dinge...”

“Ach ja? Und was machst du Wichtigtuer die ganze Zeit?”, fragte V genervt. “Im Ernst, was machst du eigentlich, wenn du mir mal nicht auf die Nerven gehst?”

Johnny zuckte mit den Schultern. “Was soll ich großartig machen, wenn ich in deinem Kopf gefangen bin? Ich spiel die ganze Zeit Tetris und hör Musik dabei. Ich bin sogar richtig gut geworden.”

“Jetzt willst du mich aber verarschen”, sagte V belustigt. Währenddessen befestigte sie einen Trageriemen an ihr neues Sturmgewehr.

“Nein, wirklich. Wenn wir schon bei dem Thema sind, du solltest dir mal ein neues Betriebssystem zulegen. Ich kann hier nur so uralten Scheiß spielen. Ach, und damit du Bescheid weißt, ich hab mir die Freiheit genommen ein paar neue Songs runterzuladen. Du hattest echt nur einen einzigen Song gespeichert. Ich mag klassische Musik so sehr wie jeder, aber ich kann Ms. Jackson von OutKast nur so oft hören, bevor mir die Galle hochkommt.”

“Wow, das lässt du mal schön bleiben. Ich hab nicht so viel Speicherplatz und ich will deinen Alte-Leute-Rock nicht in meinem System, alles klar?”

“Darum solltest du dir echt keine Sorgen machen, oder? Ich mein, früher oder später übernehm’ ich sowieso deinen Körper, dann kann ich doch jetzt schon mit der Einrichtung beginnen.”

“M-hm”, gab V nur von sich, während sie sich ihr Gewehr umhängte. “So kann man das sehen... Aber es gibt natürlich auch eine zweite Möglichkeit”, sagte V.

“Und die wäre?”, fragte Johnny mit gerunzelter Stirn.

“Naja...” V nahm ihre Pistole aus dem Hüftholster und hielt sie sich an die Schläfe. “Wenn wir beide tot sind, bringt dir deine scheiß Playlist auch nicht mehr viel.”

“Pff... Als ob du wirklich abdrückst”, gab Johnny sich unbeeindruckt.

“Willst du’s herausfinden?”, fragte V mit einem Grinsen im Gesicht. “Du hast mehr zu verlieren als ich.” Sie übte etwas Druck auf den Abzug auf, sodass er ein kleines Stück einging.

Panisch versuchte Johnny V die Pistole aus der Hand zu schlagen, was so gut lief wie erwartet, wenn man bedenkt, dass sein bildliches Ich nur eine Illusion ist. Ihm blieb nichts anderes übrig als sich für V dieses eine Mal gefügig zu machen. “Schon gut, ich lösch die Lieder... Aber du weißt nicht, was dir entgeht.”

“Viel Spaß mit Ms. Jackson, Arschloch.”

Zum Abschied zeigte Johnny ihr den Finger, bevor er sich wieder in Vs Unterbewusstsein verkroch.

Bis auf die Zähne bewaffnet war V bereit, in Night City aufzuräumen und sprang auf Jackies altes Motorrad auf, das sie von Mama Welles bekommen hatte. Die erste Gefahrenzone, die V aufsuchte, befand sich in Watson, in der Northside. Dort angekommen betrat sie zu Fuß eine für Fahrzeuge abgesperrte Gasse. Zwischen Containern und einem Lastwagen bahnte sie sich den Weg zu einer freien Fläche. Dort entdeckte sie ein paar Leichen, die nur ein paar Meter voneinander entfernt lagen. Plötzlich... Kriegte V einen Anruf.

“Hey, Regina hier, ich seh gerade, dass du di-”

“Das ist grad nicht der richtige Zeitpunkt, Reggie!!”, flüsterte V, wobei man einen wütenden Unterton nur schwer überhören konnte. “Du hast mich zu Tode erschreckt.”

“Aber ich muss dir noch sagen, was...”

“Schick mir einfach eine verdammte SMS.”

“Wie du willst”, sagte Regina und legte dann auf.

Aufgeregt nahm V ihr Sturmgewehr in ihre zitternden Hände. “Okay, V, das ist deine Stunde...”

[Neue SMS von Regina Jones: In deiner Nähe sollte sich ein Cyberpsycho aufhalten. Schnapp ihn dir bitte lebend, damit wir an ein Heilmittel gegen Cyberpsychose arbeiten können.]

“Hey, schau mal, V”, meldete sich Johnny. “Die Leichen führen in eine Richtung... Halt dein Gewehr bereit. Und stirb bitte nicht.”

V sah sich die Leichen an und schluckte nervös den wenigen Speichel herunter, der noch in ihrem Mund war. Schritt für Schritt und mit angehaltenem Gewehr machte V sich auf dem Weg, bis sie in eine Sackgasse landete. Das Einzige, was noch zwischen ihr und der Wand eines verlassenen Gebäudes stand war ein großer Müllcontainer.

Und wie sich herausstellen sollte, war genau hinter diesem Container der Cyberpsycho. Er hockte vor einer weiteren Leiche, mit dem Rücken zu V. Gleich beim Anblick dieses Monsters drückte V mit aller Kraft den Abzug und schoss drauf los, in der Hoffnung, dass die eine oder andere Kugel schon treffen wird. Das war auch der Fall, denn es spritzte Blut in alle Richtungen und über den Ganzen Rücken des Cyberpsychos verteilt waren nun Schusswunden. Diese haben ihn allerdings mehr gestört als wehgetan.

Der Psycho stand auf und drehte sich blitzschnell um. Im Sprint schlug er V das Sturmgewehr aus den Händen und brachte sie mit einem Unterarm zu ihrem Hals Richtung Boden. Bevor die beiden aber komplett auf den Boden aufkamen, gab V ihm einen Knietritt mit beiden Beinen in den Magen, wodurch sie sich etwas Platz verschaffen konnte.

V kam auf die Knie und platzierte eine Blendgranate vor sich. Sie machte einen Sprung nach Hinten während sie einen Arm vors Gesicht hielt. Während der Cyberpsycho blind um sich her fauchte ging V weiter auf Abstand. Drei Sekunden später ließ die Wirkung der Blendgranate nach. Was der Cyberpsycho dann sah, waren ein paar Pistolenkugeln in seine Richtung. Eine in seine Brust, eine in seinen Hals und eine zwischen die Augen.

Er fiel um und kauerte auf dem Boden. Vorsichtig näherte sich V und schoss den Rest des Magazins in seinen Kopf.

Der Kampf war vorbei, aber V atmete immer noch schwer. Ihre Kleidung war mit Blut gesprenkelt. Johnny Silverhand erschien und hockte sich vor die Leiche des Cyberpsychos. “Du hast ihn gut erwischt, aber... Solltest du ihn nicht am Leben lassen?”

“Hm. Das sollte ich...”

“Tja, vielleicht nächstes Mal. Lass uns nach Hause gehen”, schlägt Johnny vor.

“Gute Idee.”

Zu Hause angekommen überkam V ein Hungergefühl, allerdings hatte sie wirklich keine Lust, etwas zu kochen... Oder wieder aus dem Bett aufzustehen. Und netterweise hatte Reggie ihr trotz der Tötung des Cyberpsychos ein paar Eddies überwiesen, also war die einzig vernünftige Option, sich etwas zu bestellen. Was für ein Gericht es werden sollte, lag auf der Hand: Pizza... Nur, was für welche? Bei der Qual der Wahl ruf sich V ihren “Mitbewohner” Johnny zur Hilfe.

“Nett, dass du fragst”, sagte er geschmeichelt. “Ist mir egal relativ egal, was du dir - oder besser gesagt uns - zwischen die Kiemen haust... Hauptsache da ist kein Ananas drauf.”

Auf diese Antwort gab V ihm das Okay-Zeichen und rief dann beim Lieferservice an. “Hi, eine Synth-Champignon-Schinken-Pizza, bitte. Und wenn’s geht mit extra Synth-Ananas dazu. Danke.”

Während V im Bett genüsslich ihre Pizza verdrückte, schaute Johnny die ganze Zeit aus dem Fenster, um sich vor dem Grauen zu bewahren, das sich neben ihm abspielte. “Bist du langsam mal fertig? Das ist so ekelhaft.”

“Du has’ ei-fach kei’ Geschm-ck”, erwiderte V mit vollem Mund. Sie schluckte runter und fuhr fort: “Sowas isst man heutzutage. Du solltest mal mit der Zeit gehen, Opa.”

Johnny blickte grimmig aus dem Fenster. “Wenn das die Gegenwart ist, will ich lieber tot sein.”

“Oh, ich bitte dich darum, großer Johnny Silverhand. Verschwinde aus meinem Kopf und pflanz dich stattdessen in einen hübschen Sarg.”

Silverhand seufzte. “Tja, tut mir leid, Kleines. Wenn ich’s könnte, würd’ ich das machen, aber so funktioniert es leider nicht. Ich bin genauso machtlos wie du. Ich hab den Chip nicht programmiert”, erläuterte er. “Ehrlich gesagt, bin ich überrascht, dass ich überhaupt noch am Leben bin. Ich dachte, man hätte mich getötet.”

“Oh...”

Johnny schaute rüber zu V, die noch auf dem Bett saß. Sie legte ihre angebissene Pizzascheibe zurück in den Karton, den sie dann von sich wegschob.

“Was, bist du nach der Hälfte schon satt?”

“Das ist es nicht...”

Johnny richtete seinen Blick wieder zum Fenster. “Dann iss auf. Das Einzige was schlimmer ist als ‘ne Ananas-Pizza sind die kalten Reste einer Ananas-Pizza.”

“Ich kann nicht essen, wenn ich mich mies fühle.”

Überrascht atmete Johnny kurz laut durch die Nase aus. “... Ist das dein Er-”

“Warte mal”, unterbrach ihn V. “Ich krieg grad ‘nen Anruf von Judy.”

Und damit begann die elendige Schnitzeljagd nach Evelyn Parker. Nach dem Konpeki-Plaza-Raub verbrachte Evelyn ein paar Tage in Lizzie’s Bar unter Obhut der Moxes, doch dann fing sie wieder an im Clouds zu arbeiten. Dort wurde ihre Cyberware bei einem Hacker-Angriff gebrutzelt, was sie in eine Art Koma versetzt hat. Der Inhaber vom Clouds, »Woodman« genannt, konnte ihr nicht helfen und brutalisierte Evelyn daraufhin, einfach zu seinem Vergnügen. Nachdem er sich ausgetobt hat, übergab Woodman sie an den Ripperdoc »Fingers«, doch auch er konnte nichts tun. Fingers kontaktierte wiederum den Fixer Wakako Okada, durch welche er Evelyn an Maelstrom verkaufen konnte. Die Gang benutzte sie, um mehrere verstörende BDs zu drehen. Was für eine Shitshow.

Letztendlich fanden Judy und V sie und brachten Evelyn zu Judys Apartment, wo sie in Sicherheit war und sich erholen konnte. Nach der Rettungsaktion begaben sich Judy und V auf das Dach des Hauses, einfach um auf die Sterne zu gucken und kurz durchzuatmen.

“V, hast du ‘ne Kippe für mich?”, fragte Judy.

“Hm? Ich rauch nicht”, entgegnete V.

“Ach, erzähl doch keinen Unsinn. Willst du, dass ich deine Taschen durchsuche oder kannst du selber nachsehen?”

“Okay, ich seh mal nach...”, sagte V und griff in die Innentasche ihrer Biker-Jacke. “Ich glaub aber nicht, dass ich was fiiiinnnn...”
Plötzlich erfühlte sie so etwas wie eine Pappschachtel. “Was zur Hölle?”, gab sie leise von sich als sie eine Schachtel Zigaretten aus ihrer Jackentasche zog.

“Na, wusst’ ich’s doch. Mich kannst du nicht verarschen”, sagte Judy lächelnd. Von ihrer Sicht aus hat sie V erfolgreich überführt, während V sich nur fragte, woher sie diese Schachtel überhaupt hatte.

“Also gut, ähm, sagen wir, ich hab wirklich ein paar Zigaretten bei mir... Wenn ich dir jetzt eine gebe, bin ich am Ende daran nur schuld, dass du irgendwann zum Kettenraucher wirst.”

Als sie das hörte, wedelte Judy unbesorgt mit der Hand. “Ach was, wird schon nichts passieren. Jetzt sei mal kein Spießer!”

“...Weißt du was? Nimm die ganze Schachtel!”, sagte V und warf Judy sie zu.

Während Judy genüsslich an einer Kippe zog und in die Ferne blickte, saß V etwas weiter hinter ihr auf einem Gartenstuhl und überlegte, wie sie ein neues Gesprächsthema anschneiden könnte.

“Hey, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht egoistisch, aber macht es dir was aus, wenn ich kurz über mich rede?”

“Klar, wieso nicht.” Judy ließ ihre Kippe fallen, zerdrückte sie und saß sich auf den Stuhl neben V. “Worum geht’s?”

Schüchtern drehte V mit den Däumchen. “Naja... Das klingt vielleicht dämlich, aber seit längerer Zeit fühle ich mich so, als hätte ich kaum Entscheidungsfreiheit. Als würde mein Leben auf Schienen laufen. Macht das Sinn?”

“Wow, also das kommt jetzt unerwartet”, gab Judy zu. “Aber... Ich glaub, ich weiß, was du meinst. Das nennt sich Alltag. Du musst einfach nur aus deinem Trott herauskommen, denke ich.”

“Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es daran liegt. Ich würde sagen, mein Alltag ist ziemlich abwechslungsreich. Sogar mehr denn je.”

Mit verschränkten Armen und dem Blick zum Himmel überlegte Judy. “Oh weh, du machst es einem nicht einfach, V. Das wird mir langsam zu philosophisch.”

“Glaubst du an freien Willen?”

“Ja, ich denk schon. Das sieht man daran, dass ich jetzt aufstehe und mir eine neue Kippe anzünde”, sagte Judy und ließ ihren Worten Taten folgen. “Im Grunde kann jeder tun und lassen, was er will.”

Diese Worte zauberten V ein erleichtertes Lächeln ins Gesicht. “Ja, das macht Sinn. Wenn du das so siehst, dann tu ich das auch!”

Judy fluppte unbesorgt an ihrer Kippe und wandte ihren Blick von V wieder zurück auf die Skyline von Night City. “Sicher.”

Nach diesem Gespräch verstrichen ein paar Tage, bis Judy sich erneut bei V meldete. Als Judy abwesend war, kam Evelyn wieder zu Bewusstsein und schnitt sich die Pulsadern auf. So schockierend diese Nachricht war, so lehrreich war sie auch. Wie viele Leute in ihrem Umkreis hat V bereits sterben sehen? Night City war keine Stadt, in der man ein langes Leben führen könnte... Sie war es nie und würde es auch niemals sein.

Auf eine seltsame Art und Weise trösteten all die Todesfälle V, die mit ihrer eigenen Situation zu kämpfen hatte. Das Privileg, das den anderen verwehrt blieb, war Bewegungsfreiheit. Jackie, T-Bug, Dexter DeShawn, Saburo Arasaka... Mal lebten sie, mal starben sie. Und Evelyn, sie war am Ende so gebrochen, dass sie sich selbst den Rest gegeben hat.

Dagegen hatte es V noch gut. Sie hatte die Macht, ihre letzten Tage auf Erden zu nutzen. Diese Erkenntnis gab ihr die Kraft, die sie brauchte, um weiterzukämpfen. Tag für Tag bekämpfte sie Verbrecher, Gang-Mitglieder und Cyberpsychos, um Night City zumindest ein bisschen sicherer zu machen. Da war nur ein Problem... Johnny Silverhand. Auch wenn er und V sich mit der Zeit aneinander gewöhnten, diskutierten sie mehrmals über ein und dasselbe Thema.

“Was willst du mit diesem Kleinscheiß erreichen? Wenn du etwas verändern willst, musst du an die Konzerne ran!”

“Weil das bei deinem Versuch so gut lief, was? Nur weil du mehr abgebissen hast als du kauen konntest, sind wir in diesem Schlamassel!! Und überhaupt... Was kann eine einzelne Person schon ausrichten?”

“Eine Person??” Johnny hebte zwei Finger hoch. “Wir sind zu zweit! Das ist schon mal doppelt so viel wie einer! Wir stellen uns einfach ein Team von Profis zusammen und gehen an die Arbeit.”

“Solange ich hier bin, machen wir die Dinge auf meine Weise”, stellte V klar. “Du kannst deinen beknackten Plan umsetzen, wenn ich weg bin.”

Normalerweise wäre die Diskussion an der Stelle beendet, aber... Irgendwann muss auch ein Johnny Silverhand über seinen eigenen Schatten springen.

“Ich befürchte, dass kann ich nicht...”, sagte Johnny zu Vs Überraschung. “Ich brauch dich. Du bist der Körper und ich der Verstand. Die Großkonzerne sind stärker denn je; und dann soll ich mich ihnen in einem neuen Körper stellen? Das schaff ich nicht.”

V seufzte. “Du verlangst da echt viel von mir.”

“Am Ende wollen wir doch beide Gerechtigkeit. Lass uns was dafür tun”, appellierte Johnny.

“Ich muss darüber nachdenken.”

Den Tag darauf verbrachte V zum Großteil im Bett. Sie schlief bis zum Nachmittag durch und selbst als sie aufwachte, starrte sie nur ratlos auf die Decke. Mit verschränkten Armen stand Johnny am Bett und sah sich das Spektakel an.

“Und... Hast du drüber nachgedacht?”

“Ich werd’ dir schon Bescheid geben, wenn ich ‘ne Antwort für dich hab.”

“Ist das dein Ernst? Wozu hast du den halben scheiß Tag dann im Bett verbracht?”

V schaute kurz zu Johnny rüber und stellte fest, dass er ein wenig verärgert aussah. Dann starrte sie wieder an die Decke. “Wollte mal ‘ne Auszeit nehmen.”

Johnny fasste sich an den Kopf. “Oh, Mann...”

“Ich merk schon, du langweilst dich zu Tode. Ich mach ‘n bisschen Musik an.”

Auf diese Drohung hin machte Johnny sich bereit, seine Finger in die Ohren zu stecken, doch es kam etwas anders als erwartet. Er nahm die Klänge eines uralten Synthesizers war.

Als der Songtext begann, sang V ihn leise mit vor sich her. “Deep in my heart, there's a fire, a burnin' heart...”

“Hab nicht erwartet, mal was Neues von dir zu hören. Das Lied kommt mir total bekannt vor...”, sagte Johnny. Dann ging ihm ein Licht auf. “Warte, das-”

“...War der Lieblingssong meiner Eltern. Da hat wohl jemand in meinen Erinnerungen rumgewühlt.”

“Was soll ich sagen, Tetris war irgendwann lahm...”, sagte Johnny in einem Versuch, sich argumentativ zu verteidigen. “Tut mir leid.”

“Vergiss es. Macht keinen Unterschied mehr”, sagte V gleichgültig. “Und komm erst gar nicht dazu, mir dein Beileid für sie auszusprechen.”

“Klar.” Johnny ging zum Fenster und schaute hinaus.

“Mein Herz und meine Seele... Das bist du bald, Johnny. Wortwörtlich. Mir fällt es immer noch schwer, dass zu verdauen.”

“Kann ich mir vorstellen...”, sagte Johnny verständnisvoll. Er sah zu V rüber. Die Blicke der beiden kreuzten sich. “Nimm dir die Zeit, die du brauchst... Ich lass dich allein.”

Nach dem Tag der Erholung machte V weiter, wo sie aufgehört hatte. Hier mal ein paar Gangster beseitigen, dort mal ein paar Beweisstücke für das NCPD sammeln... Es gab immer was zu tun. Eine ganze Woche verstrich und Johnny hatte sich nicht ein einziges Mal beschwert.

Nach einem harten Tag Arbeit lief V zufällig an einen Straßenmusiker vorbei. Auch wenn er keinen einzigen Akkord getroffen hat, so fühlte sich V dazu berufen, den Mann mit ein paar Eddies für seine Bemühungen zu belohnen.

Dabei mischte Johnny sich ein und begann mit V ein Gespräch darüber, was gute Musik ausmacht und wie er selbst in die Musik-Szene eingestiegen ist. Das brachte V auf den Gedanken, dass sie mit Bootlegs von frühen Live-Auftritten von Johnnys Band »Samurai« bestimmt ein kleines Vermögen verdienen könnte...

Die Suche nach besagten Bootlegs führte sie zu einem kleinen Markstand. Der Verkäufer mittleren Alters hielt zuerst nicht viel von V, doch konnte sie ihm mit fundiertem Fachwissen zu »Samurai« imponieren und eine seltene CD ergattern. Es war diese Art altmodische CD, die vorne gerade Linien hatte, damit man sie mit einem Sharpie gut beschriften konnte. Wahrlich das Relikt einer längst vergangenen Zeit.

“Scheint noch in einem guten Zustand zu sein”, stellte V fest als sie die CD genau unter die Lupe nahm.

“Sieht ganz so aus”, bestätigte Johnny, der neben V auftauchte. “Also, was willst du jetzt damit machen?”

“Na, was wohl? Ich werd’ sie für’n Haufen Kohle verscherbeln!”

“Sofort? Ich mein, du hast so eine seltene Aufnahme vor dir...”, sagte Johnny. “Willst du nicht mal reinhören?”

“Wenn ich das wollen würde, könnte ich dann nicht einfach deine Erinnerungen aufrufen?”

“Ach, das ist nicht dasselbe wie von einer CD zu hören, glaub mir”, argumentierte Johnny. “Außerdem, wer weiß, ob auf diese CD auch das gebrannt wurde, was vorne draufsteht.”

“Du hast nicht unrecht...”, gab V zu.

Also steckte V die CD in ihr altes Radio, das seit Ewigkeiten unbenutzt in ihrem Apartment rumgestanden hat und hörte sich Johnnys alten Live-Auftritt komplett durch. Und zur Sicherheit tat sie das dann ein weiteres Mal. Und dann nochmal. Auf der Couch gegenüber saß Johnny und grinste.

“Kannst es ruhig zugeben.”

“Hmmm... Ja...”, gab V sich unbeeindruckt. “Ist ganz okay.” Sie grinste zurück.

Der Alltag von V ging nach diesem Abend im Grunde wie normal weiter, nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie Johnny offiziell die Erlaubnis gegeben hat, Musik runterzuladen. Fast den ganzen Tag hörten die beiden zusammen Musik. Zwischen den Aufträgen und wann auch sonst sie Zeit hatten, redeten V und Johnny über Musik - und bald auch über alles Mögliche. Sie kamen an einen Punkt, an dem sie sich nicht nur tolerierten, sondern die Anwesenheit des jeweils anderen schätzten.

Sie kannten sich irgendwann so gut, als hätten sie schon ihr gesamtes Leben miteinander verbracht. Und sie waren sehr offen zueinander. Vielleicht sogar zu offen. Eines Morgens wachte V auf und verspürte ein gewisses Verlangen.

“Bist du schon wach, Johnny?”, fragte V etwas nervös.

“Was denkst du denn?”, fragte er zurück.

“Natürlich. Du bist immer wach. Das macht es mir nicht einfach...”

“Schon klar, was du meinst. Immerhin teilen wir uns denselben Körper...” Johnny setzte sich auf die Couch und starrte auf den ausgeschalteten Fernseher. “Ich bin hier drüben und schau fernsehen. Ich bekomm nicht mit, was auch immer du dahinten machst.”

“Nein, so geht das nicht”, sagte V. “Ich kann nicht, wenn jemand anders im Raum ist.”

“Ah ja, und wie hast du dann Sex?”

“Das is’ was anderes...”

Über seine Schulter schaute Johnny zu V rüber. Sie erwiderte den Blick.

“Ähm... Denkst du...”, stammelte V, “das zählt als, du weißt schon, wenn wir beide... das tun?”

Johnny schaute kurz aus dem Fenster und dann wieder zu V. “Willst du’s herausfinden?”

Dieser Frage sollte das Duo ausführlich auf dem Grund gehen. Und auch wenn Johnny nicht wirklich da war, fühlte sich für V alles echt an. Tatsächlich fühlte sie sich an diesem Tag lebendiger als sonst.

Es war als wären sie für einander geschaffen. Sie mochten dieselben Dinge, hatten dieselben Ansichten und sie hatten sogar dieselben Hobbys. Inspiriert von Johnnys musikalischem Talent besorgte V sich sogar eine E-Gitarre, auf der sie zum Spaß spielte. Für eine Anfängerin war sie erstaunlich gut, also bat Johnny sie darum eins seiner eigenen Lieder zu üben, »Never Fade Away«. Mit jeder Session wurde V besser und besser. Sie traf mehr und mehr Akkorde perfekt, bis sie letztendlich den Song makellos spielen konnte. Es klang so, als würde Johnny selbst spielen.

Bei ihrer perfekten Session schaute Johnny durch die Augen von V zu, wie sie die Gitarre spielte. Sie bewegte ihre Finger genau wie er es tun würde. Wie ein Lehrmeister, der seinen Schüler wachsen sieht, erfüllte Vs Gitarrenspiel Johnny mit Stolz.

“Das war unglaublich!”, gratulierte Johnny ihr nachdem V fertiggespielt hat. “Du bist genau so gut wie ich es früher war. Unglaublich.”

Wo Johnny eine Antwort erwartet hätte, kam keine - was ihn stutzig machte. Noch immer schauten V und er nach unten, auf die Gitarre, die sie in der Hand hielt. Johnny starrte auf die Gitarre und merkte, wie sie sich schwerer und schwerer anfühlte. Er war derjenige, der sie trug.

Erschrocken löste er an Vs Stelle den Griff, sodass die Gitarre nur noch mit dem Gurt gehalten wurde. Johnny hielt Vs Hände vor sich und starrte auf die Handflächen. Dieser eine Moment fühlte sich wie eine Ewigkeit für Johnny an. Sein Atem wurde schwer.

“...Fuck.”

Er wurde zu V.

Letztendlich holt die Zeit jeden ein. Er stellte die Gitarre zur Seite und lief hektisch durch das Apartment. Der Verstand eines Menschen, gelöscht. Gefangen im Körper einer Toten musste Johnny nun sehen, wo er bleibt. Als ihm die Luft im Apartment zu eng wurde, machte er sich auf dem Weg nach draußen. Er atmete etwas frische Luft ein und fühlte sich immer noch beschissen.

Um seinen quälenden Gedanken zu entkommen, gab es für Johnny nur einen Ausweg: Alkohol. Viel Alkohol. Er betrank sich stellenweise bis zur Schwelle der Besinnungslosigkeit.

Am dritten Tag seit der schicksalhaften Jam-Session allerdings, erkannte auch er, dass es nicht ewig so weitergehen konnte. Etwas in ihm sagte, er dürfe sein neues Leben nicht wegschmeißen. Für einen Kampf gegen die Großkonzerne wäre er noch nicht bereit... Aber er konnte immer noch Gitarre spielen.

Seinen Neuanfang machte Johnny als Straßenmusiker, wobei es nicht lange dauerte, bis sich regelmäßig Menschenmassen bildeten, wo immer er auch gerade spielte. Er fing an, neue Lieder zu schreiben. Sein erstes Konzert war ausverkauft und seine konzernkritischen Songs schlugen ein wie eine Bombe. Allerdings war, wie Johnny nach der Show realisieren sollte, sein musikalisches Können nicht der einzige Grund für seine Berühmtheit.

Zwei stämmige Kerle, die so aussahen als wäre deren Nachname Ramone, kamen auf die neue V zu und boten ihre Dienste an, sollte der Kampf gegen die Konzerne die verbale Ebene verlassen. Einer der beiden erzählte wie V einst seine Schwester vor ein paar Tyger Claw-Schlägern beschützt hat, und dass Vs gemeinnützige Taten Wellen geschlagen haben.

Mit ihrem Kleinscheiß entfachte sie eine Kettenreaktion.

“Danke, Leute”, sagte V zu den zwei Kollegen und rannte nach draußen.
“Ich hoffe, es ist nicht zu spät...”

V öffnete ihre Kontaktliste und suchte sich Takemura heraus.

[Ich hab’s mir anders überlegt.
Lass uns den Mord an Saburo Arasaka ans Licht bringen.
Falls du noch am Leben bist und das liest, meld dich zurück.]

[Gut. Lass uns reden.]


Die Revolution konnte beginnen.
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