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Under the mistletoe

KurzgeschichteRomance / P12 / MaleSlash
Lee Felix Seo Changbin
22.12.2020
22.12.2020
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22.12.2020 822
 
Es war der 24. Dezember. Der Dorm war erfüllt vom Duft frisch gebackener Plätzchen, Weihnachtslieder spielten schon den ganzen Tag rauf und runter, und inmitten der ganzen Weihnachtspracht schmückte ein gut gelaunter Felix den Tannenbaum, den er gestern erstanden hatte. Leise die Melodie von 'Oh Holy Night' mitsummend, steckte der Australier einen mit silbernem Glitzer verzierten Stern auf die Tannenspitze und betrachtete zufrieden sein Werk. Er war schon den ganzen Tag damit beschäftigt, sein Zuhause in  weihnachtlichen Flair zu tauchen, und bis jetzt war es ihm auch perfekt gelungen. Die meisten seiner Bandkollegen waren über die Weihnachtstage zu ihren Familien gefahren, nur er und Changbin waren im Dorm geblieben. Dieses Jahr würde es ziemlich ruhig im Dorm sein, und Felix konnte froh sein, wenn er Changbin dazu kriegen würde, wenigstens ein oder zwei Stunden des heutigen Abends für ihn zu entbehren. Denn es gab ein klitzekleines Problem...

"Felix, verdammt, mache dieses verdammte Weihnachtsgedudel aus! Da kriegt man ja Ohrenkrebs!", kam es mehr als genervt aus Richtung Changbins Zimmer.

Der dunkelhaarige Rapper war der koreanische Grinch. Felix rollte mit den Augen und stapfte zum Radio. "Du kannst mich mal....", murmelte er und anstatt Changbins Forderung Folge zu leisten, machte er die Musik nur noch lauter. Er grinste breit und schnappte sich dann einen hübsch dekorierten kleinen Zweig. Es war seine Lieblingstradition, aber bis jetzt hatte er sie noch nie ausleben können, denn dazu bräuchte er noch jemanden. Doch dieser Jemand hasste Weihnachten wie die Pest und würde sich wohl eher aus dem Fenster stürzen, als sich dazu hinreißen zu lassen, dem Blonden diesen kleinen Wunsch zu erfüllen.

Felix hatte gerade den Mistelzweig oberhalb des Türrahmens angebracht und war von dem Stuhl geklettert, den er gebraucht hatte, um überhaupt an da oben heran zu kommen, als er hörte wie eine Tür aufgerissen wurde. "Verdammt noch mal, du Penner!" Dann waren Schritte zu hören, die ziemlich schnell immer näher kamen.

Dem Blonden entwich ein nervöses Lachen, als er das wütende Gesicht seines Bandkollegen sah. "Du bist sowas von tot, das verspreche ich dir!" Als er diese Worte hörte, entschied sich Felix für das, in seinen Augen, Vernünftigste und trat die Flucht an.

"Bleib sofort stehen!" Das konnte Changbin sowas von vergessen. So schnell er konnte, flitzte Felix ins angrenzende Badezimmer und schloss hastig die Tür ab, dann lehnte er sich an das dunkle Holz, um zu lauschen. Doch alles, was der Australier hörte, war die laute Weihnachtsmusik. Kein Geschimpfe, keine Schritte, nur eine Frauenstimme, die mit sanfter Stimme 'Jingle Bells' sang. Was sollte er jetzt tun?

Felix wartete noch ein paar Minuten, dann wurde es ihm doch zu blöd und er öffnete leise die Tür. Vielleicht hatte Changbin ja auch aufgegeben und sich zurück in sein Zimmer verzogen. Das Risiko eingehend, schlich der Blonde ins Wohnzimmer zurück und atmete schon beinahe erleichtert auf, als der Braunhaarigen nirgendwo zu sehen.

Doch zu früh gefreut.

"Hab ich dich!", ertönte es in dem Moment hinter ihm, und noch bevor Felix reagieren könnte, hatte Changbin ihn schon gepackt und kitzelte ihn durch. Felix fing lauthals an zu lachen und versuchte verzweifelt, sich aus dem Griff des Rappers zu befreien. "STOP! HÖR AUF, STOOOOOP!", schrie er, während sich langsam Lachtränen in seinen Augen bildeten.

"Bist du jetzt artig?", fragte Changbin grinsend, hörte aber nicht auf mit seiner Kitzelattacke, bis Felix hastig zu nicken begann. "Ja! Ja, ich bin jetzt lieb! Versprochen!", kreischte der Australier, woraufhin er endlich erlöst wurde. Er drehte sich schweratmend um und lehnte kichernd seinen Kopf an Changbins Schulter, der seine Arme um den Kleineren gelegt hatte.

Eine Weile standen sie einfach nur so da und Felix stellte schon wie so oft fest, wie sehr er die Nähe des Braunhaarigen genoss. Dieser innige Moment wurde dann jedoch von Changbin gestört. "Sag mal, Lix... Was hat eigentlich dieses Grünkraut über unseren Köpfen zu bedeuten?", fragte er und Felix spürte, wie seine Wangen zu glühen begannen. "Das ist ein Mistelzweig... Die Tradition dazu ist, dass die zwei Menschen, die unter einem Mistelzweig stehen, sich küssen müssen.", erklärte er leise und senkte den Blick. Am liebsten würde er im Erdboden versinken, so peinlich war ihm das.

In dem Moment spürte er Finger unter seinem Kinn, die es sanft anhoben, und bevor Felix noch etwas sagen konnte, spürte er warme Lippen auf seinen. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und ein warmes Kribbeln breitete sich in seinem Körper aus, als er seine Arme um Changbins Hals legte und den Kuss sanft erwiderte.

Changbin wiederum stellte fest, dass Weihnachten doch nicht so schlecht war, wie er immer dachte. Und an dieser Erkenntnis war ganz allein der blonde Engel in seinen Armen Schuld.

The End.


Nachwort:

Kiko, ich hoffe, es hat dir gefallen. Du weißt, ich mag dieses Ship nicht, darum fühle dich geehrt xD
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