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Girls und Panzer: Unternehmen Anglerfisch

von Goldwing
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / FemSlash
Erika Itsumi Koume Akaboshi Miho Nishizumi OC (Own Character)
22.12.2020
17.01.2021
11
24.546
 
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22.12.2020 3.080
 
Vorwort: Ich plane diese Geschichte bereits seit über einem Jahr. In dieser Geschichte möchte ich meine Idee von der praktischen Abschlussprüfung von Miho und ihren Freundinnen zeigen. Die Charaktere aus Serie und Manga werden kooperieren müssen, auch wenn sie nicht alle zu beginn Lust dazu haben. Man sollte zumindest Kirschblüte & Orchidee kennen und  ich würde mich freuen wenn einer von euch die Geschichte bewerten würde. Viel Spaß beim lesen.

Es ist ein Freitagabend im Mai, am Vortag war die schriftliche Abschlussprüfung für die Mädchen der Oberstufe. Inzwischen ist es Abend und die Sonne ist untergegangen. Nahe des Schulgartens der Schwarzwaldgipfe-Mädchenschule ist ein Parkplatz und bei diesem steht ein Tisch mit zwei Parkbänken. Im Sommer macht die Hausmeisterin dort immer ihre Pausen, doch nach Schulschluss hängen dort gerne Schüler herum. Diana hat zusammen mit ihrem Team dort getrunken, sie ist bereits angetrunken, aber sie kann noch laufen. Sie begibt sich vom Schulgarten aus in Richtung Nordeingang. Gerade erreicht sie den Schulhof, sie ist in Gedanken noch mit ihren Freundinnen am lachen und Witze reißen, als sie plötzlich ein leises weinen hört. Sie bleibt stehen und horcht auf, denn die Stimme kommt ihr bekannt vor. ,,Sag mal bin ich jetzt schon so besoffen, das ich halluziniere?“ fragt sie sich leise selbst und dreht sich, mit einem skeptischen Gesichtsausdruck, in die Richtung aus der das Weinen kommt. Die Brünette kann sich nicht zurückhalten, sie folgt dem Geräusch, es führt sie zu den Treppen in der Nähe des Nordeingangs. Diana hat die Stimme identifiziert und fragt vorsichtig: ,,Ami?“ Sie bekommt keine Antwort, aber als sie bei den Treppen ankommt erschrickt sie. Das weinen kommt tatsächlich von Ami, allerdings ist die Tatsache, dass es Ami ist, nicht das erschreckende. Ami liegt auf den Treppen, sie ist alleine und völlig betrunken. Zum einen kann Diana die Jagdtigerfahrerin nicht leiden, aber zum anderen wäre es strafbar, sie hier einfach so liegen zu lassen und so ein Unmensch ist Diana nicht. ,,Um Gottes Willen…“ entfällt es der kleineren völlig entsetzt, die Jagdtigerfahrerin blickt völlig fertig zu Diana auf und fragt völlig blau: ,,Was? Wer ist da?“ ,,Ich bin es, Diana. Was ist passiert Ami?“ fragt die kleinere besorgt, denn Ami hat sich bereits übergeben und Diana befürchtet eine Alkoholvergiftung bei ihrem gegenüber. ,,Ich hab mit zwei Freunden eine Flasche Jägermeister getrunken…“ erzählt Ami und man merkt an ihrer Aussprache das diese Geschichte wahr sein muss. Diana bekommt es mit der Angst zu tun und fordert: ,,Steh auf Ami, ich bringe dich zu Gina, ich kann dich hier nicht liegen lassen.“ Ami versucht sich aufzurichten, als sie die Kotz-Pfütze rechts neben sich sieht, dreht sich ihr Magen erneut um. Diana weicht zurück und unterdrückt den Würgereiz. ,,Igitt…“ weint Ami, als sie sieht, das sie ihre rechte Hand vollgekotzt hat. ,,Gib mir bitte deine Hand Ami, ich helfe die auf.“ Bittet die Pantherfahrerin und die größere will ihr die eingesaute Hand reichen. ,,Nein! Nicht die, die andere!“ befiehlt Diana, Ami gehorcht und gibt der kleineren die saubere Hand. Mit vereinten Kräften kann Ami aufstehen, auch wenn sie Probleme mit dem Stehen hat und auch nicht mehr gerade gehen kann. ,,Zieh dein Jacke aus Ami, denn die hast du vollgekleckert.“ Fordert Diana ihre Klassenkameradin auf, diese versucht es zumindest, sie benötigt die Hilfe der kleineren um die Uniformjacke auszuziehen. ,,So jetzt wischen wir deine Hand sauber.“ Denkt Diana laut und wischt die vollgebrochene Hand von Ami sauber, auch wenn sie selber ihren Magen im Zaum halten muss. ,,Es tut mir so leid Diana…“ entschuldigt sich die Jagdtigerfahrerin bei ihrer Klassenkameradin weinend, während Diana die Jacke zusammenrollt. ,,Kein Problem…Wir alle machen Fehler.“ Fasst sich Diana kurz und drückt der größeren die Jacke in die Hand. Ami nimmt die Jacke, doch sie weint nun laut und Diana rollt mit den Augen. ,,Oh Mann! Mach es mir doch nicht noch schwerer!“ denkt sich die kleinere verärgert, sie schluckt den Ärger herunter und fordert ihre Kameradin zum Folgen auf: ,,Ami, komm jetzt mit! Ich kann dich hier nicht stehen lassen.“ Es hilft ja alles nichts, Diana nimmt die größere an der Hand und führt sie vom Schulgelände herunter. ,,So eine Scheiße…“ hört die Panther-Fahrerin ihre Kameradin leise hinter sich sagen, während sie zur Straßenbahnhaltestelle, vor der Schule, gehen. Die Haltestelle ist an der Hauptstraße und auf dieser ist noch immer was los. ,,Wo wohnst du Ami?“ fragt die kleinere, die Jagdtigerfahrerin schnieft einmal und antwortet: ,,Kerzendorfstraße 56...Linie 8…Richtung Veldenhof…Haltestelle Kerzendorfstraße.“ Diana hat verstanden, auch wenn sie weiß das das eine lange Bahnfahrt wird, es ist okay für sie. Sie führt die größere zu der Metallbank, welche neben dem Schild der Straßenbahn-Haltestelle steht. Die große Brünette setzt sich und seufzt: ,,Entschuldigung…Ich komm einfach nicht aus meiner Haut.“ ,,Ist schon gut Ami…“ versucht Diana das Thema zu beenden doch für Ami ist das Thema noch nicht beendet. ,,Garnichts ist gut!“ trotzt sie, die Pantherfahrerin würde gerne protestieren, aber sie weiß das würde die Situation nicht verbessern. Also beschließt sie die Zeit, bis zur Ankunft der Straßenbahn, zu überbrücken indem sie mit ihrer betrunkenen Kameradin spricht, denn vielleicht hört diese dann auch auf zu jammern. ,,Warum?“ fragt Diana verwirrt, denn für sie ist die Sache eigentlich schon erledigt, doch Ami redete von etwas anderem. ,,Wenn mich Suki oder Koume in Pfanne haut, dann krieg ich keinen Abschluss…“ jammert die Große Brünette, Diana rollt mit den Augen, denn sie hält Amis Bedenken für Unsinn auch wenn Amis Verhalten heute wirklich grenzwertig war. Ami hatte die kleine Suki (Panzer III Fahrerin und Schülerin im zweiten Schuljahr) heute offensichtlich sehr niedergemacht, denn Suki versteckte sich weinend in ihrem Panzer. Nur mit vielen lieben Worten konnte Koume und Diana, die Schülerin aus ihrem Panzer herausholen. Diana tat es im Herzen weh, als sie ihre beschämte Mitschülerin weinen sah. Diana ist sich sicher das Koume das Regeln kann und Sonja (Amis Kommandantin) kann sicher auch für Ordnung sorgen. ,,Ach Quatsch, die schmeißen dich doch deswegen nicht von der Schule, wenn sie jeden wegen sowas rauschmeißen würden, dann hätten wir viele ungebildete Menschen auf der Welt…Du machst dir unnötig Sorgen.“ Versucht Diana es ihr auszureden, jedoch erfolglos. ,,Ach du hast ja keine Ahnung…“ beginnt die Jagdtigerfahrerin, sie vergräbt ihr Gesicht in den Händen und fährt fort: ,,Die haben dich wohl nicht aufgeklärt…“ Diana hat die Schnauze voll, am liebsten würde sie Ami das Maul stopfen, aber dafür ist sie nicht der Typ. Stattdessen atmet sie leise durch und stellt Ami konsequent vor zwei Optionen: ,,Okay Ami, entweder du sprichst jetzt offen zu mir und hörst auf in Rätseln zu sprechen oder du schweigst still.“ Das große Brünette Mädchen ist überrascht, sie blickt zu Diana auf und man kann plötzlich keine Träne mehr in den rot geweinten Augen sehen. Da nährt sich schon die Straßenbahn von rechts, Ami erhebt sich und während die Straßenbahn neben den beiden anhält beschließt Ami betrübt: ,,Okay…Wenn wir in der Bahn drinnen sind, dann spreche ich nicht mehr in Rätseln.“ Die Türen öffnen sich, die beiden steigen ein und setzen sich im hell beleuchteten, leeren Wagon, ehe die Bahn wieder anfährt. Die beiden sitzen sich nun gegenüber und Ami beginnt zu erzählen: ,,Ich war Früher an deiner Stelle, ich war Koumes Fahrerin…“ Diana ist überrascht, sie hat jetzt schon Fragen, aber sie lauscht weiter Amis Worten: ,,Es war alles in Ordnung, ich war beliebt, ich habe mich mit Gina angefreundet und mich in sie verliebt, wir leben inzwischen sogar zusammen…“ Die Neue freut sich wenn sie über Amis Glück nachdenkt, doch es macht sie auch traurig, denn sie sieht nicht die glückliche Ami, sondern die kaputte Ami und deshalb fragt sie: ,,Was hat dich so aus der Bahn geworfen Ami?“ Amis Augen werden feucht, aber sie erzählt weiter: ,,Es geschah vor zwei Jahren, bei der 62 Senshado-Nationalmeisterschaft…“ Bei Diana weckt dieser Satz bereits unangenehme Erinnerungen, denn vor zwei Jahren geschah bei ihr auch etwas schlimmes, aber darum geht es jetzt nicht. ,,Ich fuhr Koumes Panzer III an einer steilen Küste entlang, da wurde unser Panzer von einem Geschoss ins Wasser geschleudert…“ Ami läuft es bei der Erinnerung kalt den Rücken herunter, aber sie erzählt weiter: ,,Wir wären ertrunken, hätte Miho Nishizumi ihren Panzer nicht aufgegeben um uns zu retten. Sie rette uns vor dem Ertrinken, als wir an Land waren dauerte es zum Glück nicht lange bis die Rettungskräfte eintrafen. Mei und Misaki waren schwerverletzt, sie wurden per Hubschrauber weggeflogen. Hiko und Koume standen unter Schock, sie schwiegen nur…“ Ami macht eine Pause und erwähnt: ,,Ich wünschte mir so viele Male ich wäre auch unter Schock gestanden, doch mein Schock war halbherzig…“ Diana versteht nicht recht, doch sie lässt Ami weiter sprechen: ,,Mein Schock verschwand als der Notarzt seine Autotür zuwarf. Nun war ich nur noch voller Adrenalin, ich verweigerte die Hilfe vom Notarzt, ich lief stattdessen zwischen den Panzern am Ufer herum, ich versuchte mich abzulenken...“ Ami macht eine kurze Pause, ihr laufen ein zwei Tränen aus den Augen, Diana befürchtet schreckliches, sie ist bereits den Tränen nah, doch sie unterbricht Ami nicht. ,,Da sah ich wie Shiho Nishizumi mit Miho diskutierte, sie warf ihr…vieles vor. Maho schwieg solidarisch und Miho schwieg demütig. Miho erwiderte, das sie das Team nicht ertrinken lassen konnte und Shiho meinte, das nur der Sieg zählt…“ Ami muss kurz unterbrechen, ihr Blick wandelt sich, sie blickt nun verständnislos und traurig zugleich. Diana kann sich ein zwei Tränen nicht verdrücken, Ami unterdrückt ein schluchzen und sagt weinerlich: ,,In dem Moment brach für mich ne Welt zusammen…Mir fehlten die Worte, ich war so entsetzt…Sie hätte doch gleich sagen können das ein Menschenleben nichts wert ist.“ ,,Ach du Scheiße…“ entfällt es Diana leise, sie greift mit der rechten Hand an Amis Schulter, Diana ist sich
sicher das noch mehr dahinter steckt und letztere ist tatsächlich noch nicht fertig: ,,Ich war erst entsetzt, doch dann wandelte sich das Entsetzen plötzlich zu Wut, ich beschloss Maho zu konfrontieren, denn sie vertrat bisher immer die Meinung ihrer Mutter und ich wollte wissen ob sie es in diesem Fall auch tat. Ich nutzte einen Donnerstagnachmittag, an jenem Tag gewitterte es und Maho trainierte, Miho zu Liebe, nicht beim so einem Unwetter. Ich sagte niemandem was ich vorhatte, ich wartete bis Maho allein bei den Panzern war, das war nicht schwer, denn sie machte immer Kontrollgänge. Der Moment kam, doch Gina schien gespürt zu haben was ich vorhatte und wollte es mir ausreden…“ Vor Amis Augen spielt sich die Erinnerung nun klar ab:

                                                                                   (Rückblende)

Maho kontrolliert gerade die Spannung einer Antriebskette bei einem Panther G, Ami ist vielleicht noch zehn Meter von ihr entfernt, sie ist wild entschlossen Maho zu konfrontieren, doch plötzlich hält sie jemand am rechten Arm fest. Es ist Gina und sie bittet: ,,Ami, tu es bitte nicht.“ Die größere lässt sich jedoch nicht abbringen und sie erwidert: ,,Lass mich! Es gibt Dinge die müssen gemacht werden!“ Gina wird grob, sie zerrt nun an Amis Arm und fleht schon beinahe: ,,Tue es nicht! Du weißt gar nicht welche Konsequenzen das hat!“ Doch Ginas Freundin reißt sich los, die kleine Stolpert ein paar Schritte zurück und ist fassungslos. Ami läuft weiter, sie ist nun nicht mal mehr drei Meter von Maho weg, die Fahrerin ist wütend und schreit: ,,MAHO!“ Die Oberste wendet sich vom Panzer ab, mit einem todernsten Blick, sie dreht sich zu ihrem gegenüber und fragt mit einem ernsten Unterton: ,,Was ist, Ami?“ Die große Brünette kocht innerlich vor Wut, sie muss sich beherrschen und sie fragt deshalb, mit einem gereizten Unterton: ,,Maho? Vertrittst du die Meinung deiner Mutter?“ ,,Ich weiß jetzt nicht was du genau meinst, aber ich halte mich streng an den Nishizumi-Stil, wenn du das meinst.“ Versucht die Vorgesetzte Amis Frage zu beantworten. Die Große könnte vor Wut platzen, Mahos ,,dummstellen“ provoziert sie noch mehr und sie fragt dagegen, mit einem provokanten Unterton: ,,Geradeaus ist die einzige Richtung und nur der Sieg zählt, egal was passiert, nicht wahr?“ Die Tiger-Kommandantin lässt sich nicht provozieren und antwortet, nach wie vor, ernst: ,,Das ist richtig, das sagt meine Mutter und ich bin der gleichen Meinung. Der Sieg ist wichtig, alles andere ist sekundä…“ Weiter kommt sie nicht, Ami schlägt zu, Ami ist größer und stärker als Maho, aber Maho ist eine geschickte Nahkämpferin. Sie überwältigt die größere blitzschnell und ehe Ami sich versieht, liegt sie schon am Boden. Maho hält ihren rechten Arm fest und stellt Ami, in Begleitung eines strengen Tonfalls, vor die Wahl: ,,So Ami, jetzt haben wir genau zwei Möglichkeiten: 1. Du wehrst dich weiter, dann breche ich dir den Arm und schmeiße dich höchstpersönlich von der Schule oder 2. Du reißt dich am Riemen und hörst auf Fragen zu stellen die nicht in deiner Gehaltsklasse spielen. Dann kommst wahrscheinlich noch mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon.“

Die Erinnerung endet, Ami ist weint keine Träne mehr, sie schweigt einen Moment lang und dann erzählt sie zu Ende: ,,Ich habe klein bei gegeben, ich hätte Maho gerne ein übergezogen, aber das wäre fatal gewesen, Maho hatte mir ja schon so beinahe den Arm gebrochen und ich wollte es nicht herausfordern…“ ,,Nächste Haltestelle: Kerzendorfstraße.“ Unterbricht sie die Durchsage der Computerstimme. ,,Wir müssen aussteigen.“ Stellt Diana fest, Ami atmet leise durch, sie ist fertig für heute. Die Straßenbahn beginnt zu bremsen, kurz bevor sie steht und sich die Türen öffnen informiert die Computerstimme die Fahrgäste: ,,Ausstieg in Fahrtrichtung, links.“ Die Türen öffnen sich und die beiden Mädchen steigen aus. Ami kann inzwischen einigermaßen gerade gehen, aber Diana begleitet sie nach Hause, nicht das Ami zusammenbricht oder schlimmeres. Auf dem Weg zu Amis zuhause schweigen beide Schülerinnen, Diana muss das ganze erst einmal verarbeiten, Ami will einfach nur noch ins Bett und schlafen. Die beiden laufen bis zur Hausnummer 56, es ist ein schönes, renoviertes, vierstöckiges Mehrfamilienhaus. Die weiße Fassade wirkt im Licht der Natriumlampen ehr gelb als weiß und vor dem Haus parken mehrere Autos, am Straßenrand, darunter Ginas VW Golf III. ,,Die wohnen wohl zusammen…“ denkt sich die Panther-Fahrerin, als sie das Auto sieht. Die beiden laufen über den gepflasterten Innenhof, bis hin zur Haustür. Ami muss sich wirklich, bei der Suche nach dem Schlüssel am Schlüsselbund und beim Öffnen der Haustür, bemühen. Ami geht voraus und Diana folgt ihr in den vierten Stock, in ihrem Kopf denkt sie aber immer noch über Amis Geschichte nach. Bei der Tür angekommen, versucht Ami aufzusperren, sie trifft aber das Schloss nicht und das mindestens dreimal. Da öffnet sich plötzlich die Tür, es ist Gina, sie hat anscheinend auf Ami gewartet. ,,Ami, Diana? Was ist passiert?“ fragt Gina besorgt, als sie die beiden in ihrem jetzigen Zustand sieht. Ami hebt ihre zusammengerollte Jacke hoch, welche sich dann jedoch schlagartig aufrollt und Amis erbrochenes präsentiert. ,,Bah! Ami, schmeiß die Jacke bitte in die Waschmaschine.“ Bittet Gina angewidert, ihre Freundin befolgt die Bitte und geht völlig schlapp in die Wohnung. Die kleine wendet sich an die Neue und fragt besorgt: ,,Was ist passiert, Diana?“ ,,Können wir das bitte…Ich möchte das jetzt nicht am Flur besprechen.“ Bittet die Panther-Fahrerin, Gina versteht, sie winkt Diana in ihre Wohnung und Schließt die Tür hinter ihr. Ami ist so müde, sie legt sich mit Klamotten ins Bett und es dauert auch nicht lange bis sie einschläft. Gina und Diana gehen ins Wohnzimmer, welches nicht besonders eingerichtet ist, die Wände sind weiß die Möbel sind dunkel, viele Möbel sind schwarz. Sie setzen sich auf das große, schwarze Ledersofa und Diana schildert der kleineren was passiert ist. Gina schweigt einen Moment, sie ist überrascht das Ami mit Diana darüber gesprochen hat. ,,Sie hat dir alles erzählt?“ fragt Gina überrascht, Diana zuckt mit Schultern und antwortet: ,,Ja…aber es gibt eine Sache die ich nicht verstehe.“ Gina nickt einmal kurz, als Aufforderung zum Nachfragen, die Neue kann sich die Antwort bereits denken, aber sie fragt trotzdem nach: ,,Warum ist Ami nüchtern so…bescheiden und warum ist sie so unbeliebt?“ ,,Nun, das liegt daran das…Anders gesagt die Konsequenzen für Ami, nach dem Vorfall, waren hart: Durch Maho wurde sie aus ihrem Team geworfen und musste zu Sonja, eine der strengsten von allen Kommandantinnen hier. Ami bekam einen verschärften Schulverweis, damit war leider noch nicht genug. Die Schule strich Amis Bafög, sie konnte ihre Miete nicht mehr zahlen, ihre Eltern konnten sie nicht finanzieren, da sie selber nur knapp über die Runden kamen, also ging es an ihr erspartes. Ich habe eine Zeit lang nicht mit Ami geredet, aber als ich mitbekam, das sie kein Bafög bekam und auch bald pleite war, musste ich eingreifen. Ich bin ein Risiko eingegangen, ich habe meine Eltern darum gebeten, das Ami bei mir einziehen kann und sie erlaubten es mir. Es ist mit Risiken verbunden, aber ich liebe Ami, so wie sie ist und ich lasse nicht zu das sie Obdachlos wird. Das alles war leider nur die Spitze des Eisbergs, denn den anderen Schülerinnen wurde nicht gesagt was Amis Beweggründe waren, sie hörten nur das Ami Maho angriff, ohne eine offensichtlichen Grund. Amis Beliebtheit war binnen eines Nachmittags zerstört worden, Ami war plötzlich nur noch der Schandfleck auf dem Mantel von KMMs Ehre. Sie wurde ausgegrenzt, beleidigt und noch so vieles mehr. Ich habe Maho mehrfach gebeten, teilweise angefleht, die Leute aufzuklären, da man auch mir nicht glaubte. Doch bei ihr war das ein Tabu-Thema und ich gab es mit der Zeit auf, denn sogar ich, als Mahos beste Freundin, war in dieser Situation machtlos. Ami hat so viel geweint, doch das half auch nichts und mit der Zeit ist Ami aggressiv geworden. Ihre Schulnoten sind mittlerweile wirklich grenzwertig, die schriftliche Prüfung schafft sie wahrscheinlich auch nur mit ach und Krach. Die Leute reden nicht mehr mit ihr und wenn die Schule vorbei ist betrinkt sie sich. Du hast es ja inzwischen selber schon mehrfach erlebt…“ Gina macht eine kurze Pause und beschuldigt sich selbst: ,,Ich hätte sie stoppen müssen als sie Maho konfrontieren wollte, aber ich war zu entsetzt über Amis Wutausbruch.“ Diana hat genug, sie kann und will es nicht mehr hören. Sie muss weg, weg von der ganzen Geschichte und von ihren ganzen Gedanken. Sie kann das alles nicht glauben. Sie steht auf und geht, während Gina alleine mit ihrer Freundin zurückbleibt.
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