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John Sinclair und das Mädchen aus einer anderen Dimension

von Emiko-fan
GeschichteMystery, Freundschaft / P12 / Gen
Glenda Perkins John Sinclair Sarah Goldwyn Sir James Powell Suko
22.12.2020
04.01.2021
18
16.745
3
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22.12.2020 611
 
Es war ein stinknormaler und langweiliger morgen. Zumindest aus der Sicht des Mädchens, welches mit ihrem kleinen Hund die Häuserblöcke von ihrem Wohnviertel abging. Das Mädchen steuerte auf den Wald zu. Es war kein besonders großer Wald, dennoch war es sehr dunkel. Die dichten Baumkronen versperrten den Strahlen der Sonne die Sicht auf das was sich unten auf dem gepflasterten Weg abspielte. Das Mädchen wippte mit ihrem Kopf im tackt zu der Musik auf und ab. Es war einer dieser neuen Koreanischen Songs. Natürlich verstand sie kein Wort, aber das machte ihr nichts aus. Der kleine weiße Hund schnüffelte am Wegesrand, mal hier mal da. Die rotblonden welligen Haare des Mädchens blitzten im Licht auf, wenn sie von einem der Sonnenstrahlen, die es durch die Baumkronen geschafft hatten, berührt wurden. Ihre blauen Augen funkelten schelmisch durch ihre Brillengläser und ihre Sommersprossen verliehen ihrem Gesicht den Eindruck, als würde sie andauernd lächeln. Sie trug nichts weiter als einen grauen Pulli und eine Jeans. Natürlich durfte aber auch nicht ihr schwarzer Trenchcoat fehlen, denn zur dieser Jahreszeit sollte man nicht ohne Mantel vor die Haustür. Die Steine knirschten unter ihren roten sneakers und das Laub wirbelte mit jedem Schritt auf. Es war alles so still und ruhig. Zumindest für einen Außenstehenden, denn die Musik dröhnte laut in den Ohren des Mädchens. So bemerkte sie auch nicht, dass ihr ein schwarzer Schatten folgte. Einzig allein der kleine weiße Hund sah die Gestalt, welche nun anfing diabolisch zu grinsen.
Ja das würde schon einfach werden, dachte sich die Gestalt. Das Mädchen hatte ja keine Ahnung was auf sie zukam. Doch die Gestalt hatte wenig Mitleid mit dem Mädchen. Es gab nun einmal Dinge die man tun musste, auch wenn man dafür einen hohen Preis zahlen musste. Zum Glück war nicht die Gestalt diejenige die den Preis zahlen musste. Das Mädchen war dazu bestimmt. Sie war auserwählt worden eine Welt zu retten. Oder es zumindest zu versuchen. Ja dieses kleine Mädchen war zwar noch nicht einmal achtzehn und trotzdem musste sie schon in nächster Zeit die Last der Welt auf ihren Schultern tragen. Aber nicht die ihrer eigenen Welt, sondern die einer anderen. Ja, Nell Liams war dazu auserwählt gegen die Mächte des bösen zu kämpfen und dem Sohn des Lichts zu helfen. Sie war dazu auserwählt John Sinclair das Leben zu vereinfachen, oder ihn in den tot zu treiben.
Von all dem bekam das Mädchen natürlich nichts mit, stattdessen hatte sie inzwischen von ihrer koreanischen Pop Musik auf ein Hörspiel gewechselt. Sie liebte Hörspiele über alles. Seien es Geschichten über drei junge Detektive, Vier Freunde und einen Hund oder eben über einen Geisterjäger. Sie schaute auf das Display ihres Handys und drückte den Play Knopf. Das Cover des Hörspiels war gruselig gestaltet und die Aufschrift geschrieben in gelben Großbuchstaben machte auch einiges her. Doch genau das war Teil des Grundes, wieso sie diese Geschichten so liebte. Gerade weil sie so gruselig waren. Sie konzentrierte sich vollkommen auf den Text, den der Erzähler am Anfang jeder Geschichte erzählte. Sie konnte ihn sogar Wort für Wort mitsprechen.
„Das Jahrtausend war noch jung. Die Menschheit hatte der Natur viele Geheimnisse entrissen. Wissenschaft und Technik verdrängten den Glauben an das Übernatürliche. Doch das Böse existierte, und es war schlau. Aus dem Dunkeln griff es an und holte sich seine Opfer. Geister, Dämonen, die Ausgeburten der Hölle sie alle warteten auf den Tag, an dem Satan die Herrschaft auf Erden übernehmen und die Menschheit in Unheil und Chaos stürzen würde. Doch einer war ausersehen, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen. Dämonen nannten ihn den Sohn des Lichts. Seine Freunde nannten ihn den Geisterjäger. Sein Name war: John Sinclair.“
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