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Das Licht der Finsternis

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Dragos Lucan OC (Own Character) Tegan
21.12.2020
28.02.2021
3
4.012
 
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21.12.2020 1.369
 
"HUNTER!" Brock´s tiefe Stimme schallt zwischen den Bäumen durch und innerhalb von wenigen Momenten taucht der Killer aus dem Unterholz auf und zerrt zwei leblose Körper mit sich:"Noch zwei." achtlos wirft er sie auf einen Haufen mit vier anderen, die alle ein seltsames Halsband tragen und vom eigenen Blut getränkt sind. Brock verschränkt die Arme vor der Brust und kneift die Augen zusammen:"Warum zur Hölle sind hier so viele von denen?" Hunter gibt kein Zeichen von Interesse von sich und der dritte Mann der Truppe, Tegan, späht erneut zwischen den Büschen durch:"Das wüsste ich auch gern. Hier ist nur ein altes Anwesen und ich hab noch nicht mal irgendwelche Bewohner ausgemacht." Er erhebt sich, streckt die breiten Schultern durch und brummt dann nur, bevor er seine Kumpanen hinter sich herwinkt:"Wir gehen der Sache auf den Grund. " Gideon hatte Recht, dass hier etwas nicht stimmt, doch was genau es ist weiß noch keiner. Die Krieger nehmen ihre Waffen zur Hand und schleichen sich im schwachen Licht der Nacht weiter voran, während sie noch einige Bewegungen wahrnehmen und immer wieder auf Angreifer stoßen. Warum sind hier so verdammt viele? Die Luft riecht nach Blut, einem alten Gebäude und... nach etwas unglaublich anziehendem! Die drei Männer sind noch wachsamer und angespannter als vorher, dabei überlegt Tegan nicht doch noch Verstärkung anzufordern, aber der Orden hat so schon viel zu tun und je mehr Leute sie abziehen desto schutzloser ist das Hauptquartier. Auch brock denkt für einen Moment an seine geliebte Jenna und flucht, weil er sie hier sicher gebraucht hätte. Sie hätte auch an dieser Aktion Spaß gehabt, dennoch schüttelt er knapp den Kopf und konzentriert sich wieder.

Plötzlich beginnt der Boden unter ihren Füßen zu zittern und Tegan schreit laut:"ZURÜCK!" ohne zu zögern weichen sie mit ihrer unfassbaren Geschwindigkeit zurück und sehen wie vor ihnen der Boden nach gibt. Steine rollen, Staub und Schmutz wird aufgewirbelt und legt sich wie Nebel über den ganzen Platz. Im letzten Augenblick kann Hunter im Augenwinkel einen nahenden Angreifer erkennen, doch dieser reißt ihn schon zu Boden und die riesigen Killer liefern sich einen heftigen Faustkampf. Tegan hält Brock zurück und deutet auf das Loches, das sich im Boden aufgetan hat, aus dem noch weitere laute Geräusche dringen. Sie entscheiden sich stumm ihrem Freund, der eindeutig die Oberhand erlangt hat, den Kampf zu überlassen und stürzen sich dann in das Loch. Drei weitere von Dragos´ Killern versuchen durch eine unsichtbare Wand zu dringen und für einen Moment halten die Ordenskrieger ihre Gegner für völlig durchgedreht und dumm, aber als sie im schwachen Licht eine Reflektion sehen wird ihnen bewusst: da ist wirklich eine Art unsichtbare Wand! Es dauert kurz bis die beiden sich dann mit einem Überraschungsangriff auf die gezüchteten Vampire stürzen und ihnen das Leben nehmen, doch der dritte ist etwas intelligenter und weicht fort von den Kämpfenden. In einem letzten Versuch öffnet er sein Halsband und sorgt für einen Ausbruch der UV-Strahlen, die sich darin befinden, damit nimmt er sich zwar das Leben, doch er will die beiden Ordenskrieger mit sich reißen. Brock reißt den Mund auf, weil ihm bewusst wird das sie nicht mehr fliehen können und die gleißenden Strahlen sich in der Dunkelheit ausbreiten. Das ist das Ende der zwei.

Naja, zumindest dachten sie das, aber als Brock die Augen öffnet ist das Licht fort und sowohl er als auch Tegan völlig unverletzt. "Wie?" fragt er erstaunt und sein Begleiter klopft vorsichtig gegen die Luft. Wie bei einem Fenster oder bei Glas stößt er auf Wiederstand und muss kurz lächeln:"Wir wurden beschützt und das in aller letzter Sekunde." es flackert kurz und die Würfel der beiden lösen sich flimmernd auf, dann treten sie in den halb verschütteten Raum und befinden sich in einer fast schon mittelalterlich angehauchten Bibliothek, die von Büchern dominiert wird. Altes Holz, viel Stein und jetzt auch noch Schutt der den Raum gut füllt. Wieder dieser seltsame Geruch und schon schießen den beiden Stammesvampiren die Fangzähne nach vorn. Was ist das nur?! Erst nach einigen Momenten der Suche findet Tegan unter viel Schmutz eine kleine Gestalt verborgen, die sich in die kalte, steinerne Ecke zwischen zwei Regalen drückt. Sie umklammert ein Buch, ihre Brille hat einen heftigen Sprung und sie scheint das Bewusstsein verloren zu haben. Tegan holt die junge Frau heraus und hält sie in seinen Armen, dann wendet er sich an Brock und nickt knapp:"Sie hat uns beschützt, denke ich zumindest und wir sollten sie von hier wegbringen." Sie ist verletzt und ihr Blut macht die beiden fast schon wahnsinnig. Was ist das nur? Außerdem sind das so viele Bücher in so vielen Sprachen, dass sie die doch nicht alle selbst gelesen hat oder? Sogar das Buch was sie umklammert trägt einen Titel den er selbst nicht mal entziffern oder übersetzen kann. Ihr Geheimnis darf nicht in die Hände von Dragos fallen und deshalb müssen sie sehr schnell und unauffällig wie möglich handeln.

Ein ungutes Gefühl macht sich in dem Gen Eins breit, denn durch seine Fähigkeit kann er nichts von dieser Frau erfahren. Nicht eine Kleinigkeit. Mit schnellen Schritten klettern sie heraus und treffen auf Hunter, der aussieht als käme er gerade aus einem Horror-Splatter-Film und dieser informiert knapp:"Niemand ist im Haus. Kein Lebensanzeichen und alle anderen Killer sind entweder geflohen oder tot." Damit ist ihre Mission beendet, doch was hat es mit dieser Frau auf sich und warum ist sie so wichtig, dass Dragos seine halbe Armee auf sie ansetzt? Brock entdeckt das Symbol, welches jede Stammesgefährtin trägt, unter dem Träger ihres Tops und vermutet sie soll dem üblen Kerl für seine Brutproduktion dienen, doch das erklärt den Aufwand nicht. Zähneknirschend bringen sie sie nach Boston und in das Quartier des Ordens. Lucan wird vielleicht etwas wissen, doch der ist erst in einigen Tagen zurück. Ansonsten wird es schwierig einiges zu erklären und zurechtzubiegen.

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"Was ist denn los?" noch bevor Lucan und seine geliebte Gabrielle richtig im Quartier des Ordens sind wird er auch schon von Gideon und Tegan empfangen, die ihm von der neuen Besucherin erzählen und ihm berichten was bei dem Anwesen vorgefallen ist. "Irgendwas an ihr ist sehr wichtig, doch sie ist erst heute Morgen aufgewacht. Sie sagt sie freut sich und sie weiß von einfach allem." berichtet Gideon etwas nervös, weil ihm diese Frau nicht ganz geheuer ist. Alle sind sich einig, dass mit ihr etwas nicht stimmt und sie eine größere Rolle in diesen Kämpfen spielen wird. Sie kennt fast alle Namen und Hintergründe der Bewohner, außerdem weiß sie wo sie ist und wo genau sich das Versteck des Ordens befindet. Lucan verengt misstrauisch die Augen und wechselt düstere Blicke mit Tegan aus, dann setzt er sich in Bewegung und  folgt den zweien auf die Krankenstation, seine Gabrielle hält er an der Hand und scheint nur dank ihr entspannter zu sein als erwartet. Dieser komische Geruch hüllt jeden Flur im Gebäude ein, doch so etwas vertrautes hat er lange nicht mehr gerochen und ahnt eine interessante Entdeckung. "So viele von Dragos Killern und doch haben sie es nicht geschafft die Frau zu bekommen." murmelt Tegan etwas abwesend und öffnet den Anführer des Ordens die Tür. Als dieser eintritt erstarrt er sofort und betrachtet ein wenig aus dem Konzept gebracht das ihm sehr vertraute Gesicht der Stammesgefährtin, die mit Jenna und Alex scherzt und erst nach einigen Momenten aufblickt. Ihre hellen, silbrigen Augen mustern ihn und dann zieht sich ein altbekanntes, freches Lächeln über ihre Lippen:"LUCAN! Na, da bist du ja endlich. Du hast mich ja wirklich lange warten lassen. Einige Jahrzehnte wenn ich mich nicht täusche, oder?"

Eine eiskalte und sehr beunruhigende Stille herrscht in dem Zimmer, doch niemand traut sich etwas zu sagen. Niemand weiß wie sie das Verhältnis zwischen den beiden einschätzen soll und niemand weiß wieso sie sich kennen. Selbst Gabby scheint völlig verwirrt von der Situation zu sein. Lucan braucht einige Momente bis er realisiert, dass er völlig neben sich steht und atmet dann scharf ein:"Reverie... wieso lebst du?"
 
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