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Liberté

KurzgeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Arno Dorian OC (Own Character)
20.12.2020
20.12.2020
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Der Geruch von Tod und Verwesung folgt mir mit jedem Schritt, den ich durch die Gassen Paris trete. Die Revolution hat deutlich seine Spuren hinterlassen und das nicht nur in den Menschen selber. Während die Franzosen um Freiheit gekämpft haben, so hat die Bruderschaft gegen die verbliebenen Templer gekämpft. Und nicht zuletzt, waren wir selber ein Teil der Revolution. Es war grausam.
Blutig und grausam.
Nicht zuletzt, da so viele ihr leben für eine höhere Sache gegeben haben. Tage und Nächte hörte man Schüsse und die gequälten Schreie der gefallenen Soldaten. Nicht einmal die Reichen und Schönen haben sich einen Dreck darum geschert was passiert ist. Schließlich waren diese sicher in ihren teuren Häusern mit den Meterhohen Mauern.

Ich ziehe meinen dunkelbraunen Mantel enger um meinen dünnen Körper. Der Winter dieses Jahres war unendlich kalt. Die Tatsache, das Menschen kaum mehr ein Dach über dem Kopf hatten schien ihn erst recht nicht zu interessieren. Bereits jetzt in den späten Nachmittagsstunden war der Boden mit einer Schicht Eis bedeckt. Nicht nur das Überleben war eine große Herausforderung, auch die Frage was als nächstes passieren wird stand in jedem Kopf der Bürger. Sogar der Assassinenrat wusste nicht wie es weitergehen mag.
Niemand wusste das.

Ich biege in eine kleine Seitengasse ein welche auf direkten Weg zur Seine führt. Selbst jetzt sah das Wasser grau und trist aus. Nicht einmal die Sonnenstrahlen konnten das Wasser erhellen.

Ich seufzte leise auf, während ich den knirschen meiner Schritte lausche. Nicht einmal die lauten rufe der Händler tönen durch die Stadt. Es war so als wäre die Zeit stehen geblieben. Das einzige was man zuhören vermag, war das leise betteln der Obdachlosen oder das schleifen der toten Körper über den Boden. Außerhalb der Stadt wurden die Toten auf Meterhohe Hügeln von Leichen verbrannt. An guten und klaren Tagen sah man die schwarzen Rauchwolken über ganz Paris.

Mein Weg bringt mich ab von der herkömmlichen Straße, über eine moosige Steintreppe runter direkt an die Seine. Das Wasser hier war viel lauter als oben und rauscht in starken Strömen an mir vorbei. Verächtlich sehe ich das Wasser an, bevor ich entlang der Steinwand bis zu einem hohen Eingang gehe.
Viele der Pariser Bewohner würden niemals den Weg runter zu den Kanalisationen wagen. Es war das perfekte versteck für uns Assassine. Natürlich hätte ich auch den Weg durch das Café-Théâtre nehmen können, jedoch wollte ich keinen so großen Umweg gehen. Außerdem klebt an mir immer noch das Blut von einem Templer, welchen ich umgelegt hatte. Und so konnte ich sicher nicht in einen feinen Café auftauchen.
Der Weg war nicht lang und neben den bestialischen Geruch von Ausscheidungen, hallen meine Schritte durch die leeren Gänge wieder. Kein Laut war zuhören. Hin und wieder laufen Ratten zwischen meine Beine durch, sodass sich eine komplette Gänsehaut über meinen Körper zog. Innerlich verfluche ich mich dafür, dass ich doch nicht durch das Café gegangen bin. Dort hätte ich mir sogar einen Tee mitnehmen können. Aber nein, ich wollte lieber durch die eisig kalten Gänge der stinkenden Kanalisation gehen.

***

»Nein, dass ist ausgeschlossen. Wir können nicht unsere besten Assassine dorthin schicken.« schnauzt Sophie Trenet das einzige weibliche Ratsmitglied.

»Nom de Dieu! Sophie sie sind die einzigen, welche für diese Aufgabe gewachsen sind. Zudem sind sie die einzigen hier, welche neben uns am meisten Erfahrung haben.« verteidigt Hervé seine Idee.
Guillaume, Arno, Félix und ich standen derweil neben den beiden streitenden. Seit bestimmt zwei Stunden diskutieren die Ratsmitglieder über einen Brief, der sie heute erreicht hatte. Es geht um eine Stadt im Süden Frankreichs. Einige Augenzeugen berichten, dass dort seltsame Dinge vor sich gehen. Ein Informant hat dies nun bestätigt. Einige Templer haben sich dort ein kleines Imperium aufgebaut und wir sollen die Bewohner dort befreien.
Im Grunde könnte der Rat jeden Assassinen schicken, jedoch auf eine mir unbekannte Tatsache wollte der Rat es nicht.

Sophie fährt sich durch das Gesicht und beginnt unruhig durch den Raum zu laufen. Ihre Schritte schallen gedämpft durch die hohe Halle, während sie von einer Steinwand zur anderen geht. Unsere Augen folgen ihr derweil und keiner macht die anstatt etwas zu sagen. Jeder von uns ging gerade seinen eigenen Gedanken nach. Ich wende meinen Blick von der braunhaarigen Meister-Assassinen ab und schaue runter auf mein dunkelblaues Kleid. Kleine und größere Flecken sind auf meinem Rock zusehen. Die Spuren meiner Mission, die ich mit Bravour erledigt habe. Eine schwarze Strähne meiner Haare fällt mir ins Gesicht. Genervt atme ich aus und streiche sie mir hinter mein Ohr. Auch wenn ich mir heute sehr viel Mühe mit meinem Aussehen gemacht habe, so wollten meine Haare einfach nicht in dem Kranz bleiben, den ich mir heute morgen geflochten habe.

»Wenn ich auch etwas hinzufügen dürfte Sophie. Ich begleite Mademoiselle Beaugard und Monsieur Clement. Außerdem habe ich ein großes Vertrauen in beide. Sie sind beide stark und nicht dumm.« sagt Arno und sofort richtet sich mein Blick zu meinen Meister und Freund. Arno hatte recht. Ich und Félix waren einer der best ausgebildeten Assassine im Französischen Assassinenorden. Zahlreiche Missionen haben wir beide bereits abgeschlossen und konnten somit eine Reihe von Erfahrungen sammeln. Dennoch waren wir beide nur untergeordnete Assassine. Wir besaßen weder Rang noch irgendeinen Titel. Nicht sowie die Ratsmitglieder oder Arno.
Aber stören tat es mich nicht im geringsten. Schon zu oft habe ich miterlebt, wie Arno erschöpft nach Hause kam und wortwörtlich auf den Stufen der Treppe in seinem Haus eingeschlafen ist. Außerdem wurde mir damit auch das Ausbilden neuer Assassine vorenthalten. Und ich war wirklich dankbar dafür. Es wäre für mich selber die Hölle, müsste ich immer meinen Schüler mit auf meine Missionen nehmen. Immerhin hatte ich Félix und er reicht mir.

»Siehst du Sophie. Sie wären nicht einmal alleine. Außerdem ist Arno ein erfahrener Assassine. Er ist wirklich gut und wird auf die beiden aufpassen. Zudem sind die drei ein wirklich gutes Team.« versucht Hervé Sophie weiter zu überzeugen. Die Meisterassassinen seufzt genervt auf und schüttelt ihren Kopf. Jeder im Raum wusste, dass sie alles andere als begeistert von dieser Idee war. Sah man jedoch der Tatsache ins Auge so hatte Hervé recht. Arno, Félix und ich waren die besten Assassine die sie im Moment schicken konnten. Alle anderen waren entweder zu unqualifiziert oder hatten andere Probleme um die sich kümmern müssen.

»Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken. Sophie bitte. Hervé und ich sind einverstanden. Wie gesagt, die beiden haben Arno. Außerdem liegt Beauvin nicht weit von hier. Wer weiß, was die Templer noch alles planen.« mischt sich nun auch Guillaume mit ein. Das letzte der drei Ratsmitglieder hatte bis zu diesem Moment noch nichts gesagt, weswegen ich den dunkelhäutigen Assassinen mit großen Augen anschaue.
Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Sophie etwas in sich zusammen sackt. Selbst sie bemerkt wie unnötig diese Diskussion war und wertvolle zum handeln nahm.

»Schön, dann sollen sie dorthin. Am besten direkt morgen früh, damit nicht noch mehr Zeit vergeht.«

***

Bereits vor dem aufgehen der Sonne saßen wir auf den Rücken unserer Pferde und machten uns auf den Weg Richtung Beauvin. In unseren Rücken strahlen bereits die ersten Sonnenstrahlen und wärmten uns somit etwas. Auch wenn jeder von uns in einen dicken Mantel gehüllt war, so merken wir trotzdem wie die Kälte sich zu unseren Knochen einen weg bahnt. Nachdem am gestrigen Tag jeder der Ratsmitglieder zugestimmt hat uns auf diese Mission zuschicken, wurden noch kleinere Einzelheiten besprochen. So haben wir erfahren, dass sich die Templer im Keller der Kirche verstecken und jeder Fleck der Stadt von ihnen kontrolliert und bewacht wurde.
Es war uns bereits klar, dass es schwerer werden würde als wir zuerst gedacht haben. Die ganze Nacht haben wir an einem Plan gesessenen und erst in den frühen Morgenstunden, sind wir müde ins Bett gegangen. Trotz der Müdigkeit die neben der Kälte in meinen Knochen war fühl ich mich munter. Ich schob es alles auf die frische Luft oder den Adrenalin die durch meinen Körper rauschen.

»Ich denke in ungefähr drei oder vier Stunden werden wir in Beauvin ankommen. Zuerst suchen wir uns eine Unterkunft, bevor wir uns umsehen und unser weiteres Vorgehen besprechen.« sagt uns Arno über seine Schulter und sieht kurz zu mir und Félix. Ich nicke kurz und sehe dann rüber zu meinen Partner. Dieser runzelt die Stirn, was ich ebenfalls als ein Ja identifiziere. Seine eisblauen Augen wandern zu mir rüber und auf Félix Lippen bildet sich ein freches Grinsen. Ich schüttel meinen Kopf, bevor ich wieder auf Arnos Rücken schaue.

Es hatte hin und wieder seine Vorteile mit zwei Männern eine Gruppe zu bilden, aber meistens war es nach meinen Erachten nur nervig. Oft wurde man als zu schwach eingeschätzt oder nicht mutig genug. Das hat mir meine Stellung als Frau schon oft genug gezeigt. Ich hasse es, aber etwas dagegen sagen konnte ich leider auch nicht. Dafür sorgen schon die Männer in unseren heutigen Gesellschaft. Deswegen war ich auch immer wieder dankbar, dass ich mit Arno und Félix zusammen arbeiten durfte. Sie respektieren mich und gaben mir nicht das Gefühl, als wäre ich weniger wert als die beiden zusammen. Wir wussten worin unsere Stärken und Schwächen lagen und ergänzen uns gegenseitig.

»Ich frage mich wie schlimm es wirklich in Beauvin ist. Ich meine es kann viel schlimmer sein, als wir es annehmen.« murmelt Félix neben mir und ich konnte die Besorgnis aus seiner Stimme hören.

»Das werden wir erst sehen können, wenn wir da sind. Schließlich haben wir weder Leute von uns wirklich da, noch können wir unseren Quellen vertrauen. Egal wie sicher und gut sie auch sein mögen.« antworte ich und seufzte auf, bevor ich meinen Blick schweifen lasse und mir die Landschaft anschaue.

Die Bäume waren kahl und gaben kaum Schutz, falls potentielle Feinde auftauchen sollten. Trotzdem war der Himmel  wolkenlos und in einen matten grau getaucht, in welchen kleinere Streifen rot oder orange von der Sonne zusehen waren.
Es war der perfekte Wintermorgen. Zwar war es bitter kalt, aber dennoch hatte diese Umgebung einen Touch von Romantik. Wären wir nicht auf den Weg zu einer Mission, hätte ich hier gestoppt und mir die karge Landschaft so lange angesehen, bis ich müde werde und nach Hause gegangen wäre. Aber dies war leider im Moment nicht der Fall und so musste ich die Wälder und Felder an mir vorbeiziehen lassen.

Arno lässt sich zurückfallen, sodass er mit seinem Pferd zwischen Félix und mir reitet. Ich spüre sein Blick auf meinem Gesicht, als würde der Meister-Assassine nach etwas in meiner Mimik suchen, was er nicht zu finden scheint. Ich wende meinen Blick zu Arno und sehe ihn stumm in seine braunen Augen. Für einen kurzen Moment scheint ein unerklärlicher Sturm aus Gefühlen in ihnen zu wirbeln, bevor dieser Ausdruck verschwindet.
Meine Augen wandern über die markanten Konturen seines Gesichts und verweilen einen kurzen Moment auf der kleinen Narbe unter seinen rechten Auge hängen. Ein schmunzeln erscheint auf meinen Lippen, bevor ich wieder in seine Augen sehe.

»Ich wollte es dir schon letztens sagen, aber mir gefällt die neue Länge deiner Haare.« sagt Arno leise, bevor er sich wieder auf den Weg vor sich sieht. Auf meinen Wangen erscheint ein rosa Schimmer und ich räusper mich leicht und wende meinen Blick ebenfalls von Arno ab.

»Sie sind nur ein ticken kürzer als vorher. Es sind nicht einmal vier Zentimeter weniger.« murmel ich verlegen und wusste nicht, ob Arno mich überhaupt verstand. Doch sein nicken ließ diese Vermutung schnell verschwinden.

Einer meiner schwächen war definitiv, dass ich mich die Komplimente der männlichen Sorte immer verlegen machen. Egal wie mutig oder Selbstbewusst ich auch auftreten mag, ein Wort über mein Aussehen und ich vergaß wie man sich selbstbewusst gab. Am schlimmsten war es, wenn ich diese von Personen bekam, denen ich nah stand. Vor allem wenn es Arno war.
Schon vor geraumer Zeit habe ich gemerkt, dass mein Herz mehr für ihn empfand als nur simple Freundschaft. Ich wusste nicht mehr genau, wann es mir aufgefallen war, aber eines Tages da wurde ich wieder zu dem kleinen Mädchen welches kaum einen Satz rausbekam. In den letzten Monaten in denen ich Arno kennenlernen durfte konnte ich nur mit viel Übung diese Wirkung verstecken. Trotzdem wusste ich nicht, ob er bereits etwas gemerkt hat.

***

Aus den Anfangs nur geplanten drei bis vier Stunden wurde knapp ein halber Tag, bis wir schließlich die Stadt erreicht haben. Schon von weiten erhoben sich dessen braunen und leblosen Gebäude von der restlichen Landschaft ab. Sogar die große Kirche in der Mitte der Stadt wirkt bedrohlich, während wir durch das große Steintor von Beauvin reiten.
Es war ganz anders als Paris und auf eine Weise dennoch gleich. Der matschige Boden gibt schmatzende Geräusche von sich, als die Pferde über diesen traben. Ein kurzer Blick zu meinen Begleitern und mir wird bewusst, dass wir alle das selbe denken: „Was für ein trostloser Ort“.

Am späten Nachmittag, nachdem wir uns ein wenig umgesehen und sich Félix beim Anblick einer verwesten Frau übergeben musste, war uns dreien bewusst, dass diese Mission alles andere als einfach werden würde.
Die Bewohner waren noch ärmer als in Paris. Viele von ihnen leben auf der Straße und ernähren sich sogar von dem Dreck vor ihren Füßen. Die Eindrücke die wir bekamen brennen sich wie Feuer in mein Gedächtnis und ich wusste genau, dass ich heute Nacht Alpträume haben werde. Auch wenn uns irgendwie bewusst war, dass diese Stadt alles andere als wunderschön aussehen wird, waren wir dennoch schockiert.
Die Viertel waren heruntergekommen, die Bewohner sterben auf offener Straße und niemand tat auch nur etwas, um diesen wenigstens ein besseres Leben zu schenken. Es war einfach grausam und tief in meinen inneren schwöre ich mir, dass ich jeden einzelnen Templer dafür büßen lassen würde.

Wir quartieren uns in ein kleines Hotel in der nähe des Stadtzentrum ein. Es war wirklich sehr süß und hatte rote Fensterläden, auf welchen Blumen stehen die ich noch nie zuvor gesehen habe. Dieser Teil der Stadt war besser und uns ist aufgefallen, dass nur die äußeren Bezirke von Armut geplagt sind. Währenddessen wurde es, desto weiter man sich in die Stadt hinein wagt immer protziger und schöner.
Auch wenn Paris sicher nicht besser war, so sah man nicht direkt wer dort Arm und wer Reich war. In Beauvin war es anders. Reich und Arm waren getrennt wie Tiere auf einen Bauernhof. Und genau so fühlt es sich auch an.

Wir steigen von unseren Pferden ab und nehmen unser kleines Gepäck was wir mit genommen haben. Sofort läuft ein kleiner Junge von zehn Jahren aus dem Haus und fragt ob er unsere Pferde in den Stall bringen soll. Arno bejaht die Frage und zusammen gehen wir in das Hotel.
Wärme und der liebliche Duft von Tulpen weht uns entgegen während wir eintreten. Der Raum war charmant, mit roten Tapeten und schwarzen Holzboden. Unter einem Fenster steht ein passendes bordeauxrotes Sofa mit einen kleinen Holztisch auf welchen eine Vase mit Frühlingsblumen steht.

»Willkommen ihr lieben im Charm de Beau. Wie kann ich ihnen helfen?« begrüßt uns eine kleine dickliche Frau, welche hinter einem Holztresen steht und uns strahlend anlächelt.
Im Gegensatz zu ihren gepflegten Aussehen sahen wir aus, als kämen wir von den verdreckten Straßen Beauvins. Mein fliederfarbenes Kleid war am Saum verschmutzt und selbst Arno und Félix Kleidung sieht nicht besser aus.

»Wir hätten gerne drei Zimmer für ein paar Wochen, wenn dies geht.« spricht Arno freundlich. Félix und ich stehen stumm bei ihm, während der Meister-Assassine jegliche Fragen der Frau beantworten muss, bevor jeder von uns einen Schlüssel in der Hand drückt und anschließend schweigend auf sein eigenes Zimmer verschwindet. Einen Augenblick bleiben Félix und ich noch unbeholfen an der Rezeption stehen, bevor Félix den ersten Schritt wagt und sich bewegt.

»Ich denke wir sollten auch einmal unsere Zimmer beziehen. Es ist schon spät und wir hatten einen langen Tag. Eine Mütze schlaf schadet sicher nicht.« meint Félix und ich nicke zustimmend.

»Na dann, lass uns hochgehen.« murmle ich. So gehen Félix uns ich zusammen die kleine Holztreppe nach oben, welche unter unseren Gewichten leise knarrt. Arno hatte uns nicht gesagt wann wir uns morgen früh treffe, weswegen ich davon ausgehe, dass wir ausschlafen konnten. Oder eher hoffte ich es, schließlich konnte ich auch nicht wissen, was in dem Kopf des Meister-Assassinen vor sich geht. Aber selbst wenn bin ich mir sicher, dass er morgen vor unseren Türen auftauchen wird und uns beide eher unsanft aus dem Schlaf holt, als sanft. So gut kannte ich Arno nun schon, dass mir diese Tatsache bewusst war.
 
 
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