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Daughter of the evil

GeschichteRomance, Fantasy / P16 / Het
Aragorn Boromir Legolas OC (Own Character) Saruman Sauron
20.12.2020
02.02.2021
11
18.163
5
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.12.2020 1.291
 
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Hallo meine Lieben, schön dass ihr die Geschichte lest.
Zu erst einmal will ich euch viel Spaß wünschen, die Geschichte hat mich selbst völlig in ihren Bann gezogen und ich habe so viele Ideen. Reviews sind natürlich immer gerne gesehen, also scheut euch nicht davor, Kritik und Verbesserungsideen zu äußern:)
Na dann will ich euch mal nicht länger aufhalten ;)
Liebe Grüße,
Euer Tamigirl03
Ps: Mittlerweile bin ich auch auf der Suche nach einem Betaleser/-leserin. Wer interesse hat, gerne melden ;)
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„Samara!! Schweig still!“, herrschte der weiße Zauberer das ängstlich zusammengekauerte Mädchen an. „Vater, bitte... bitte... ich....... verzeiht...“, gab das Kind letztlich klein bei und kauerte sich wie eine Sklavin vor dem Mann hin. „So ist brav, Kleines“, sprach der Alte mit rauer Stimme und streichelte seiner Tochter über den Kopf, „und jetzt steh auf und geh runter, um zu trainieren.“. Sofort sprang sie auf und machte sich aus dem Staub.




Immer wieder ließ der Uruk-hai die Peitsche durch die Luft zischen. Und jedes Mal, wenn die Peitsche mir in die zarte Haut an meinem Rücken schnitt, schrie ich auf. Meine Augen brannten von den Tränen, die schon seit einer gefühlten Ewigkeit herauswollten. Doch diese Schwäche durfte ich nicht zeigen. Und da! Wieder dieser schneidende Schmerz. Als würde mein Körper in zwei Hälften gerissen und wieder zusammengefügt werden. Ich versuchte mich wegzudrehen, irgendwie, hauptsache die Peitsche traf nicht mehr meinen offenen Rücken und schnitt nicht noch tiefer in mein Fleisch. Mein Vater bellte einen Befehl an meinen Schänder. Danach folgte kein Surren mehr.   Und auch kein Schmerz.
Ich war kurz davor durchzuatmen und mich mehr oder weniger zu entspannen, da fühlte ich mich als würde mein Körper brennen. Meine Muskeln spannten sich an. Zerrissen beinahe. Ich spürte, wie meine Haut sich über meine Knochen und Muskeln spannte. Ich wollte, dass das aufhörte! „HÖRT AUF! BITTE! BITTE, VATER! MACHT, DASS ES AUFHÖRT!“, schrie ich voller Angst und Schmerz. Das letzte was ich hörte, bevor die Welt schwarz vor meinen Augen wurde, war das diabolische Lachen meines Vaters. Saruman. Der Mann, der mich seit meiner Kindheit mit einer Härte aufzog, die man mit dem Umgang von Herrn und Sklave vergleichen konnte.
Jeden Tag musste ich mit Orks trainieren. Und jeden Tag durften sie mit mir tun, was sie wollten. Ich wurde so oft geschlagen, getreten und... auch vergewaltigt. Und mein Vater? Nun ja... ihn interessierte das nicht. Er sah es als Disziplinarmaßnahme. „Du musst stärker werden. Schmerzen helfen dir. Du wirst lernen damit umzugehen. Nun hör auf zu jammern und lerne die Schmerzen zu ertragen.“, diese Worte hatte ich damals so oft von ihm gehört. Ich schwebte in den Erinnerungen daran was hätte sein können. Ich hätte als glückliches Kind aufwachsen können. In einer perfekten Welt. Behütet. Sicher. Geliebt. Ich hätte glücklich sein können. Lieben können. Mich selbst lieben können. Leben wollen. Aber dann kam mir die Realität wieder in den Sinn. Mein Leben war nicht schön und friedlich oder behütet, noch wurde ich in irgendeiner Weise geliebt oder liebte mich selbst oder mein elendiges Leben. Bei den Valar, wie gerne würde ich diesem Scheiß ein Ende setzen. Glaubt mir, ich hatte es schon so oft versucht. Leider scheiterte ich jedes Mal kläglich und es endete genauso, wie mein letzter Versuch vom Turm zu springen damit, dass wieder eine „Disziplinarmaßnahme“ folgte.  

Langsam verblassten meine Gedanken und ein Schleier legte sich über alles. Dann nahm ich Geräusche war. Die Stimme Sarumans, die jemanden herumkommandierte. Die Orks, die daraufhin losmarschierten. Zumindest schloss ich das aus dem lauten Stampfen und Klappern. Meine Augenlider fühlten sich so schwer an wie Blei, als ich sie öffnete. Erst erkannte ich kaum etwas, aber mit einem Mal kam alles wieder. Und ich meine wirklich alles. Der Schmerz, den ich in meinem Rücken verspürte, ließ mich aufschreien. „Samara, Liebes, du bist ja wach“, hörte ich eine vertraute Stimme und spürte eine raue Hand an meiner Wange. Ich wollte weg hier. Ich versuchte mich nach hinten wegzudrücken. Weg von der Hand. Weg von dem Mann, der mir so viel Schmerz bereitete. Weg von meinem ganzen elendigen Leben. Doch meine Arme waren zu schwer, als dass ich sie heben konnte. Geschweige denn mich mit ihnen wegdrücken. Also blieb ich liegen und starrte den Alten feindselig an. Er sah warnend zurück. Mein Blick lockerte sich jedoch keine Sekunde lang und ich blieb standhaft. In solchen Momenten bewunderte ich mich doch ein wenig für meinen Mut. Andererseits könnte ich mich wegen meiner Dummheit, ihn weiter herauszufordern, Ohrfeigen, aber das tat er schon für mich. „Wie schön einen Vater zu haben der Gedanken zu lesen scheint.“, meinte ich mit brüchiger, jedoch vor Sarkasmus triefender Stimme. „Oh mein kleines Monster, du wirst noch lernen zu gehorchen. Ohne Wenn und Aber. Du bist noch jung. Vertraue mir.“, kam die geflüsterte Antwort des Magiers. Nun hatte die Angst in mir die Oberhand gewonnen. Wieso war ich so dumm? Wieso lernte ich nicht? Wieso bei den Valar konnte ich nicht einmal meine Klappe halten? Mein Vater quittierte das schockierte Aufreißen meiner Augen mit einem Lächeln. Einem sehr, sehr bösen Lächeln. Danach ließ er mich allein mit meinen Gedanken.
Ich lag noch einige Zeit wach, dachte über alles in meinem Leben nach. Darüber, dass ich meinen Vater früher wirklich geliebt hatte, denn damals war er fürsorglich und freundlich gewesen. Bis ich 5 wurde hatte er mich zu einem freundlichen, vertrauensvollen und sorgenden Mädchen geformt. Doch ab meinem 5. Geburtstag ging es bergabwärts mit der Fürsorge väterlicherseits. Da ich meine Mutter sowieso nicht kannte hatte ich also niemanden mehr. Leider konnte ich heute immer noch nicht sagen, dass ich Saruman hasste. Ich hatte Angst vor ihm, keine Frage. Aber ich versuchte immer wieder den Menschen zu sehen, der sich um mich gekümmert hatte. Den liebenden Vater. Aber dann fragte ich mich wieder, ob der fürsorgliche Papa doch nur das Hirngespinst eines kleinen Kindes war. So etwas ließ mir keine Ruhe. Niemals. Und dann kamen wieder die Vorstellungen von einer perfekten Welt. Nun ja. Einem perfekten Isengard, denn ich war niemals außerhalb gewesen. Isengard war meine kleine, hässliche Welt.
Irgendwann, ich bemerkte es gar nicht, musste ich wohl vom Denken ins Träumen gewandert sein, denn ich träumte von meinem 16. Geburtstag. Alles war perfekt. Mein Vater hielt mich im Arm und ich war glücklich. Ich spürte, wie ich lächelte. An meiner Seite stand ein Mann. Ich erkannte ihn nicht richtig, aber er war groß und muskulös, hatte scheinbar schulterlanges Haar. Aber er stand im Schatten. Dennoch spürte ich sein Lächeln und das Band, das wir zueinander hatten.
Als ich am nächsten Tag erwachte tat mein Rücken nur noch leicht weh. Das waren die Vorteile, wenn man die Tochter eines Istari (also Magier) war. Meine Wunden heilten schneller und ich hielt auch mehr schmerz aus, ich war schneller als Menschen. Nicht so schnell, wie eine Elbe, aber ich konnte fast mit denen mithalten. Auch hatte ich mehr Kraft, obwohl ich doch recht zierlich war. Ein weiterer Vorteil: ich war eine Frau. Die Männer unterschätzten mich. Und ich war präzise. Ich traf immer dahin, wohin ich gezielt hatte. Mein Vater hatte mich zu einer starken Kriegerin erzogen.
Langsam stand ich auf und zog mir meine Rüstung an. Naja, es war mehr oder weniger eine Rüstung. Sie war aus Leder und bestand aus Torso und Beinschienen und einem Mantel, dessen Kapuze mein Gesicht verbarg. Ich schlug diese jedoch zurück und blickte in den Spiegel. Meine schwarzen Haare fielen in leichten Wellen bis zu meinem Bauchnabel, meine katzenhaften, stechend grünen Augen sahen mich herausfordernd an und auf meine vollen, roten Lippen schlich sich ein Lächeln. Ich mochte mein Aussehen. Die einzige Sache, die mir an meinem Leben gefiel, war mein Körper. Ich war sportlich und relativ klein, was mir einen großen Vorteil einbrachte.
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