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Dark Times

GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald Newt Scamander Queenie Goldstein
20.12.2020
31.01.2021
2
4.018
2
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2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.12.2020 2.182
 
Normalerweise setzte ich kein Vorwort, aber hier will ich es tun.
Ich orientiere mich hier an den Ereignissen nach dem 2. Film.
Grindelwald ist hier bei mir so, wie Johnny ihn gespielt hat. Bedeutet auch dass ich dieses Aussehen für die Story übernommen habe.
Niemand anders wird in meinen Augen Grindelwald jemals so gut spielen können, wie Johnny es tat.

Johnny Depp = Gellert Grindelwald


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Dark Times



Vorwort
Hallo und Herzlich Willkommen zu meiner neuen FF „Dark Times“. Wie ihr anhand der Kurzbeschreibung schon erkennen könnt, spielt diese FF zu Grindelwalds Zeit, besser gesagt, einige Zeit nach dem Ende des zweiten Films „Grindelwalds Verbrechen“. Darauf, wie es dazu kam, dass Aurelius und Albus sich zu Beginn des ersten Kapitels gegenüberstehen, werde ich später noch eingehen, keine Sorge. Sollte  irgendetwas nicht zusammenpassen, da falsche Person, etc. dann teilt es mir bitte mit. Wie gesagt, das ist meine erste längere FF im Bereich Phantastische Tierwesen, aber ich versuche, mein Bestes zu geben. Und nun wünsche ich euch viel Spaß.





Prolog




∘ ● ∘



Der Regen fiel in Strömen vom dunklen Horizont. Rauch stieg vom Platz vor der Zauberschule Hogwarts auf, wo sich ein Krater gebildet hatte. Felsbrocken waren zu beiden Seiten des Platzes weggesprengt worden und die Steine vor dem Platz wiesen Brandspuren auf. Dunkle Magie war hier am Werk gewesen, zwar nicht sehr stark, aber dennoch dunkle Magie. Albus atmete tief durch und schloss dann für den Moment die Augen. Er hörte wie der Regen auf die Erde traf, hörte das leise flüstern und wimmern der Schüler, die hinter ihm im Gebäude Zuflucht gesucht hatten. Albus öffnete die Augen wieder und blickte auf die Gestalt, die Regungslos vor ihm auf dem Boden lag.
Aurelius rechte Seite war Blutverschmiert, Albus selbst hatte keine Ahnung, wie es dazu gekommen war, dass er den Jungen so verletzt hatte. Aurelius, den er früher lediglich als Credence gekannt hatte, hatte es irgendwie geschafft, die Schutzzauber, die um die Ländereien und das Schloss Hogwarts gezogen worden waren, zu durchbrechen. Albus war nicht dumm. Er wusste, dass Grindelwald ihm dabei geholfen haben musste, denn alleine hätte der Junge das niemals hinbekommen.

-Du warst schon immer für deine herausragenden Zauberkünste bekannt. Für dein Wissen, deine Macht und deine Fähigkeiten, andere zu manipulieren. Was hast du dem armen Jungen nur erzählt, Grindelwald?-
Albus presste die Lippen hart aufeinander und fühlte sich plötzlich um Jahrzehnte gealtert. Er vermied es, Grindelwald mit seinem Vornamen anzureden, oder auch nur mit diesem an ihn zu denken. Nachdem sich damals ihre Wege getrennt hatten, kurz nach dem Tod seiner Schwester Ariana, der nicht nur ihn und Grindelwald entzweit hatten, sondern auch ihn von seinem Bruder Aberforth, vermied er es, Grindelwald bei seinem Vornamen zu nennen. Oder auch nur daran zu denken. Würde er das machen, so würden die alten Narben, die niemals ganz verheilt waren, wieder aufreißen und ob sich diese Wunde jemals wieder schließen würde, war mehr als fraglich.

Bereits mehrfach war das Zaubereiministerium an ihn herangetreten, hatte ihn gebeten, ja irgendwann sogar schon gedroht, er müsse nun gegen Grindelwald in die Schlacht ziehen. Doch Albus hatte sich jedes Mal geweigert, obgleich er niemals den Grund dafür genannt hatte. Er ließ sich nicht in die Karten blicken, denn der Grund, wieso er gegen Grindelwald nicht kämpfen konnte, war ihm dann doch zu privat. Zu intim.
Langsam setzte der Braunhaarige sich in Bewegung, näherte sich dem verletzten Jungen, der leise stöhnte. „Das wollte ich nicht“, flüsterte Albus leise, bevor er den Zauberstab schwang und Aurelius so in die Luft schweben ließ, bevor er mit einem letzten Blick auf den zerstörten Platz, das große, alte Gebäude hinter sich ansteuerte, um den Jungen auf die Krankenstation zu bringen. Dort, würde man zumindest seinem Körper helfen können. Aber ob man die Seele retten konnte? Die Wunden, welche die Suche nach seiner Familie hinterlassen hatte? Die Macht, ein Obscurus zu sein? Die Worte Grindelwalds, die sein Herz vergiftet hatten?


Nachdem Albus Aurelius auf der Krankenstation in die Hände der dortigen Heilerin übergeben hatte, zog er sich in sein Büro zurück, nachdem er zuvor noch den zerstörten Innenhof mit einem Schwenker seines Zauberstab wieder gerichtet hatte. In seinem Büro angekommen, stemmte er die Arme gegen die Wand vor sich und ließ den Kopf zwischen den Schultern hängen. „Wie konnte es nur dazu kommen?“, flüsterte er leise, obgleich er die Antwort darauf längst kannte.
Grindelwald. Er war die treibende Kraft, die zurzeit überall in ihrer magischen Welt für Chaos sorgte. Er sammelte Anhänger um sich, bereitete sich auf einen Krieg vor, der, wenn er einmal ausbrach, die Welt in Dunkelheit hüllen würde. Albus wusste das. Er wusste, dass er sich nicht ewig der Tatsache verweigern konnte, irgendwann gegen ihn kämpfen zu müssen. Aber noch hinderte ihn der Blutpakt daran, den er vor langer Zeit, mit dem damals noch anderen Grindelwald schloss. Klar, schon damals hatte er einige der Charakter- und Wesenszüge, die er auch jetzt noch besaß und die Albus damals so sehr an ihm geschätzt hatte. Doch jene Züge waren es, die sich im Laufe der Zeit immer mehr ins Negative gewandelt hatten. Was früher nur eine Begeisterung gewesen war, war nun zu einer Obsession geworden. Grindelwald hatte sich immer mehr in der dunklen Magie verloren, war mit den Jahren ein wahrer Meister der dunklen Magie und seiner Künste geworden, wie Albus sich bitter eingestehen musste.

Er hob den Kopf und wandte sich von der Steinernen Wand vor sich ab, trat an seinen Schreibtisch heran und blickte auf die Phiole, die vor ihm auf dem Tisch lag und zu leuchten schien. Langsam streckte Albus die Hand danach aus, doch er stockte, kurz bevor er es berühren konnte. Schließlich zog er seine Hand zurück, ohne es angefasst zu haben und entfernte sich einen Schritt weit vom Schreibtisch. Nie wieder wollte er die Phiole angreifen, alles in ihm wehrte sich förmlich dagegen, es war ihm, als wäre darin Gift. Abschätzend blickte er nochmals auf die Phiole, bevor er es sich dann doch anders überlegte und den Raum verließ. Die Türe hinter sich schloss.



∘ ● ∘





Das dunkle und das helle Auge blickten in die Ferne, doch Gellert sah nicht die hoch aufragenden Bergspitzen, die sich vor Schloss Nurmengard erstreckten, es beinahe schützend umschlossen. Vor seinem geistigen Auge sah er Albus Dumbledore, wie dieser vor der Phiole zurück wich, welche ihm Newts Niffler abgenommen hatte. Obwohl er über diese Tatsache alles andere als erfreut war, so hatte er doch nicht seinem Zorn nachgegeben. Es war nicht geplant gewesen ja und es war ärgerlich, dass Albus Dumbledore sie nun besaß, aber Gellert wusste, dass dieser sie nicht zerstören würde. Sie nicht zerstören konnte … Ein diabolisches Lächeln glitt auf seine bleichen, dünnen Lippen, während er die Arme hinter dem Rücken verschränkte. Grindelwald wusste, dass Aurelius versagt hatte. Aber er hatte auch nicht damit gerechnet, dass der Junge, der ja noch ein halbes Kind war, es wirklich schaffen würde, Dumbledore zu besiegen. Das war auch niemals das Ziel gewesen….
Queenie, die hinter ihm stand, spürte, dass der Blondhaarige verärgert war. „Ihr seid wütend, weil der Plan nicht geklappt hat“, stellte sie fest, doch Gellert wiedersprach ihr, während er sich zu ihr umdrehte sie und sie mit einem Blick musterte, den die junge Frau nicht zu deuten vermochte. Auch seine Gedanken erschlossen sich ihm in diesem Augenblick nicht, schien er sie doch irgendwie vor ihr abzuschirmen. „Ich bin nicht wütend, ich bin, über alle Masse enttäuscht. Der Junge hätte nur das ganze Ausmaß seiner Fähigkeiten und Kräfte einsetzen müssen, und er hätte es schaffen können, aber er wollte offenbar nicht wirklich. Er war vom Kopf her vielleicht dabei, aber nicht mit dem Herzen.“ Grindelwald legte sich bei diesen Worten selbst die Hand auf die Brust und streckte das Kinn in die Höhe.  Seine hohen Wangenknochen ragten spitz aus seinem Gesicht hervor. „Aber das tut meinen Plänen keinen Abbruch, wir werden dennoch an unser Ziel gelangen. Ich werde mich nicht von ihm aufhalten lassen. Um mich aus der Bahn zu werfen muss schon weit mehr, als das passieren. Aber bevor es so weit kommt, wird die Welt untergegangen sein.“ Grindelwald wandte sich von Queenie ab und warf erneut einen Blick beim Fenster hinaus. Die Sonne versank langsam hinter der Bergkette und schickte so ihre letzten Strahlen auf direktem Wege auf Schloss Nurmengard.
„Und was habt Ihr jetzt vor?“ Gellert drehte sich wieder zu Queenie um und sein Gesichtsausdruck wieder ernst, hart und unleserlich. Dennoch achtete er darauf, einen kleinen Teil seiner Gedanken nach außen dringen zu lassen. Queenie laß immer unbewusst die Gedanken der anderen, würde sie es bei ihm nicht können, da er seine Gedanken immer ganz automatisch vor allen anderen abschirmte, würde sie vielleicht misstrauisch werden. Etwas das weder Grindelwalds Ziel war, noch etwas, das er gebrauchen konnte.
„Lass das mal meine Sorgen sein, Liebes“, flüsterte er leise und plötzlich wirkten seine Gesichtszüge wieder weich, wenn auch noch immer etwas seltsam verzogen. Er streckte die Hand nach Queenies Gesicht aus und strich ihr vorsichtig über die Wange. Die Blondhaarige lächelte leicht und spürte erneut, wie ihr ein Schauer über den Rücken rann, als sie in dieses ungleiche Augenpaar blickte. Besonders das helle, fast weiße Auge, faszinierte sie, jagte ihr aber gleichzeitig auch Angst ein. Gellert spürte dies und neigte leicht den Kopf zur Seite. „Habe ich dir einen Grund gegeben, mich zu fürchten?“ Queenie schüttelte den Kopf. „N-Nein“, stotterte sie und konnte dann beobachten, wie ihr Gegenüber lächelte. „Wir werden eine neue, bessere Welt schaffen. Eine Welt, in der jeder Zauberer, seinen Platz hat und an sein Ziel kommt. Deiner Liebe wird nichts mehr im Wege stehen. Deine Fähigkeiten werden nicht länger gefürchtet, sondern akzeptiert, gemocht und gebraucht werden. Aber noch dauert es. Noch dauert es.“ Gellert Grindelwalds Stimme war leise und dennoch fest. Sie ließ Queenies Herz schneller in ihrer Brust schlagen, waren es doch all ihre Wünsche und Sehnsüchte, die er soeben angesprochen hatte. Alles, was sie jemals gewollt hatte, würde sich erfüllen, sobald er am Ziel war. Sobald sie am Ziel waren.
„Ich ziehe mich zurück“, riss Grindelwald sie aus ihren Gedanken und zog seine Hand zurück, die bis eben an Queenies Gesicht verweilt hatte. Apathisch nickte die Hexe, während sie den langen, schwarzen Mantel Grindelwalds beobachtete, wie dieser ihm bei jedem Schritt um die Beine streifte. Grindelwald verließ den Raum und ließ Queenie damit alleine, die leise seufzte und dann ihren Blick durch den großen Raum mit der atemberaubenden Aussicht wandern ließ. Obwohl sie nun seit knapp einem Monat hier war, so hatte sie noch immer nicht alles des Schlosses gesehen. Vorzugsweise hatte sie sich an Aurelius Seite gehalten, hatte versucht, dem Jungen irgendwie eine Stütze zu sein, doch dieser hatte sie nie so recht an sich ran gelassen. Stattdessen war er nach wenigen Tagen oft in Grindelwalds Nähe gewesen, hatte jedem seiner Worte gelauscht und sich unter dessen Anleitung daran gemacht, seine Magie beherrschen zu lernen. Am Anfang war so einiges zu Bruch gegangen, doch Grindelwald war ein sehr geduldiger Meister, er hatte den Jungen immer wieder verbessert, hatte mit einer einfachen Handbewegung wieder erneuert, was zuvor zu Bruch gegangen war und hatte im gelehrt, seine Magie zu kontrollieren und dann gezielt einzusetzen. Queenie hatte das Training aus sicherer Entfernung beobachtet, war den beiden nicht in die Quere gekommen und hatte insgeheim immer den Atem angehalten, wenn es so schien, als würde Aurelius es gleich zu einer Katastrophe kommen lassen. Doch es war niemals etwas passiert. Immer war Grindelwald da gewesen und hatte alles überwacht, den Jungen geführt und seine Magie in die richtigen Bahnen gelenkt. Erneut seufzte Queenie leise, bevor sie sich ebenfalls auf die Türe zubewegte, durch die soeben Grindelwald verschwunden war und sich in ihre Räume begab, wo sie sich recht bald niederlegte und in einen schönen Traum fiel, in dem sie mit Jacob zusammen war, der mit einem Mal alles verstand und nicht mehr so einen geschockten Gesichtsausdruck machte wie in jenem Moment, indem sie ihn angefleht hatte, mit ihm sich Grindelwald anzuschließen. Ja, in dieser Welt, war alles in Ordnung und bald, würde es das auch jenseits der Traumwelt sein.


Mit einem Feuerwhisky in der Hand ließ sich Gellert Grindelwald in den Sitz zurück sinken und blickte starr ins Feuer des Kamins, der sich zu seiner linken befand. Aurelius hatte es zwar nicht geschafft, Dumbledore zu schaden, aber wenn Gellert ehrlich zu sich selbst war, hatte er auch nicht damit gerechnet. Vielleicht könnte der Junge es bei einem späteren Versuch schaffen, aber gleich beim ersten Mal? Nein, das war mehr als unrealistisch gewesen, wie er sich selbst eingestehen musste. Aber eigentlich, war es ja genauso ein Unsinn, daran zu glauben, dass Aurelius es irgendwann später einmal schaffen würde, Albus töten zu können. Gellert kannte niemanden, dem es bis jetzt gelungen war, ihn zu bezwingen. Albus galt als Genie unter den Zauberern – ganz so, wie er selbst. Der Blondhaarige genehmigte sich einen Schluck, bevor er weiter seinen Gedanken nachging und dabei unentwegt in die Flammen des Feuers starrte.
„Irgendwann werde ich dich schon kriegen, Albus Dumbledore. Ich habe Zeit. Aber hast du die auch?“




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