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Sommers Glück

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P18 / Het
20.12.2020
06.04.2022
5
3.251
1
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20.12.2020 394
 
"Nun ist es also soweit...!" Dachte Lily mit nassem Blick. Sie sah sich in ihrem leeren Zimmer um. Hatte sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen?? Bereits während der Zeit an der Polizeihochschule hatte sie oft unter Heimweh gelitten. Doch von Böblingen waren es nur etwa 30 Autominuten nach Hause gewesen. Somit hatte sie ihren Eltern jederzeit einen kurzen Besuch abstatten können, wenn sie es nicht mehr ausgehalten hatte. Doch von Frankfurt waren es gut 3 Stunden bis zu ihrer Heimatstadt. Und aufgrund ihrer Arbeit würde sie sicher nicht jedes Wochenende heimkehren können.
Hätte sie nicht doch lieber die Stelle beim LKA Stuttgart annehmen sollen. Dorthin hätte sie von Zuhause pendeln können. 40 Kilometer Fahrt musste sie von nun an ohnehin zweimal täglich zurücklegen - leider hatte sie in Wiesbaden direkt keine Wohnung finden können. Doch das Angebot, bei einer  Behörde, die in bundesweiten Mordfällen ermittelte, zu arbeiten, hatte verlockend geklungen.
Ihre Mutter hatte es irgendwann geschaft, Lily zu überzeugen, das Angebot anzunehmen.
Langsam ging sie die Treppe herunter. Ihre Mutter umarmte sie stumm. Eine einsame Träne ran über Lilys Wange.
"Denke daran, wenn es dir nicht gefällt, kannst du jedezeit wieder heimkommen!" Sagte ihre Mutter. "Ich bin stolz auf die meine Kriminalkommissarin!"
Lily lächelte. Das klang noch immer so ungewohnt. Da sie nicht vor ihrer Mutter weinen wollte, nahm sie zügig ihre Handtasche und stieg in ihr Auto. Lily aktivierte das Navigationssystem und fuhr los. An der ersten Kreuzug kamen ihr entgültig die Tränen. Momentan wollte sie einfach nur zurück zu ihrer Mutter. Doch sie zwang sich, sich zusammenzureißen.
Nach drei Stunden kam sie an ihrer neuen Wohnung an. Bereits vor einigen Wochen hatte sie mit ihren Eltern einen Großteil ihrer Sachen dorthin gebracht. Somit war ihr ihr neues Zuhause nicht komplett fremd. Als sie eintrat spürte sie erneut, wie sich ihre Kehle zusammenschnürte. "Mama..." Flüsterte sie.
Um sich abzulenken, dachte sie an den morgigen Tag. Der Chef wollte sie um 8:00 in Empfang nehmen. Anschließend würde sie ihren Vorgesetzten kennenlernen. Mehr als seinen Namen kannte sie bisher nicht. Auch ein Foto hatte sie auf der Internetseite des BKA nicht gefunden. Hoffentlich handelte es sich bei diesem Lukas Sommer nicht um so ein Arschloch, das es genoss, seine Untergebenen bis zum Erbrechen zu schikanieren.
"Das überlebe ich nicht!" Dachte Lily verzweifelt.
 
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