Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Mystery / Two

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Two

GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
19.12.2020
19.12.2020
1
1.131
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
19.12.2020 1.131
 
Das Wasser rieselte auf meine Hände, ich hasste es Dreck an den Händen zu haben. Es musste alles sauber sein. Der Spiegel war leicht beschlagen, so musste ich meine komische Frisur nicht sehen. Meine roten Haare waren die Definition des "Bad-Hair-Days". Ich schlüpfte schnell in meinen weißen Bademantel und gähnte etwas. Es war ein langer und verrückter Tag. Nun im Prinzip war es wie jeder andere Tag. Ich hatte mich längst damit abgefunden, Normalität war etwas relatives. Ein kleines zittern durchfuhr mich, vielleicht stand ich zu lange barfuß auf diesen kalten Fliesen. "Warum muss es hier immer so kalt sein?", murmelte ich Kopf schüttelned.

Plötzlich knarrte das alte Holz aus dem Schlafzimmer. Ich zuckte zusammen, das hatte nichts gutes zu bedeuten. Er konnte es nicht sein, dass wusste ich mit Sicherheit. Also wer war es dann? "Wie habt ihr mich gefunden?", rief ich genervt. Doch niemand antwortete. "Egal was ihr hier wollt, es wird nicht gut für euch ausgehen!" Nur der Lärm des Boden antwortete mir, ich seufzte, sie würden es nie lernen. "Das ist meine letzte Warnung!" Keine Reaktion, wer auch immer hier war, er würde es bereuen. Ich öffnete vorsichtig die Türe und sah mein Spiegelbild.

Doch in der Tür war kein Spiegel. "Was? Wie?", stotterte ich verwirrt. Vor mir stand ich selbst. Das war eindeutig ich. Aber wie? Sie war exakt gleich groß, die selben roten langen Haare, die selben giftgrünen Augen in die ich starrte. Nur trug sie keinen Bademantel, sondern einen langen schwarzen Mantel. Sie hatte sogar das gleiche Muttermal an der Wange! Verzweiflung und Verwirrung machten sich in mir breit. "Was bist du?" Ein Lächeln spielte ihr über die Lippen:"Dein Untergang." Und noch bevor ich reagieren konnte, zog sie auf und traf mit ihrer Faust gegen meine Schläfe. Die Welt wurde schwarz.

Das erste was ich fühlte war dieses Brummen. Mein Kopf dröhnte regelrecht und meine Gedanken spielten verrückt. War das ein Traum? Wie konnte so etwas passieren? Ich versuchte irgendetwas zu erkennen, doch das Licht brannte so sehr in meinen Augen.
"Du bist wach" hörte ich mich selbst sagen.
"Was bist du?", murmelte ich benommen.
"Ich bin du, aus einer anderen Welt."
Ich lachte:"Das ist nicht möglich. Niemand weiß wie Sprünge funktionieren."
Ich sah mich um, sie hatte mich an einem Stuhl in meinem eignen Bad gefesselt. Verdammt!
Sie lachte auch. "Oh wenn du bessere Entscheidungen getroffen hättest wüsstest du es auch."
Ich erschauderte, meine Eltern nahmen dieses Geheimnis mit in ihr Grab. Das konnte nicht wahr sein.
Ich konnte ihr grinsen sehen:"Du siehst verwirrt aus. Aber natürlich, du bist ja nicht die hellste. Ich sollte dich einfach töten und gehen."
"Warum tust du es dann nicht?", fragte ich dieses Ding, ich nannte sie zwei.
"Mich interessiert warum du so bist. Wie kannst du auf der Seite jener stehen die unsere Eltern ermordeten?! Nur wegen ihm?"
Darum ging es hier also... wie konnte auch nur irgendeine Version von mir so dumm sein?
Ich verdrehte sie Augen:"Du stehst also auf der Seite der Company? Wow, ich hätte mich nie für so blöd gehalten."
Zwei schrie auf:"Die Company hat uns groß gezogen! Unsere Eltern wollten dort die Welt verändern! Die Shadwos wollen alles vernichten, wieso tust du das?"
"Du musstest die selbe Entscheidung treffen, du weißt es.", gab ich kalt zurück.
"Wegen der Macht... und wegen ihm..."
"Das auch und weil die Company Lügner sind.", Gleichgültigkeit lag in meiner Stimme.
"Nein..."
"Denkst du wirklich unsere Eltern hätten Ihnen das Forschungsergebnis gegeben? Sie wollten lieber sterben als das!"
"Du lügst die Shadows haben sie getötet.", eine kleine Tränen lief Zwei das Gesicht herunter. Ich sah erbärmlich aus wie ich oder sie dort weinte. Das ganze war so verwirrend.
"Und in wessen Auftrag? Siehst du es nicht, die Shadows ist ihre verdammte zweit Firma!"
"Nein... nein... nein..." Verzweiflung stand zwei ins Gesicht geschrieben und Verzweiflung stand mir eindeutig nicht.
"Doch, doch, doch!" Äfte ich sie nach.
"Die Company hat mich gewarnt, dass du sowas versuchen würdest... wenn das stimmt warum würdest du für sie arbeiten?" Zwei lachte, sie fühlte sich ja so überlegen.
"Um sie zu töten einem nachdem anderen. Es wird keine Überlebenden geben, dafür gaben sie mir die Macht."
"Das kannst du nicht tun. Du wärst ein Monster..."
"Was denkst du warum man dich schickt? Es funktioniert.", ich lachte.
Jetzt hatte Zwei Angst, kleine Schweißperlen liefen ihr die Stirn herunter und sie war blass, noch blasser als die weißen Fliesen des Bades. "Genug geredet..."
Ich lachte auf:"Endlich sagst du was vernünftiges." Ich schloss die Augen und konzentrierte mich auf Wärme. Eine Energie, etwas tief in mir. Eine Hitze. Ein Feuer.

Um mich herum schlugen Flammen aus, Zwei schrie auf. Das war Musik in meinen Ohren. Der Stuhl zerfiel in den Flammen und Zwei starrte mich nur Angst erfüllt an, ihr kleines Messerchen hatte sie längst fallen gelassen. Oh ich liebte dieses Gefühl der Macht. Leben und Tod lag in diesem Moment alleine in meiner Hand.
"Was bist du?" schrie Zwei mit Tränen in den Augen.
"Ich bin du,  nur habe die besseren Entscheidungen getroffen. Ich werde jeden vernichten der in Verbindung zur Company steht, inklusive dir." Ein kleine Handbewegung und Zwei verbrannte schreiend zu Asche. Sie wand sich am Boden versuchte das Feuer auszurollen, doch mein Feuer erlosch nicht, zumindest nicht wenn ich es nicht wollte. Das einzig nervige war dieser Geruch, als hätte man ein Huhn zu lange in einem Ofen gebraten.

Ich schnappte mir mein Handy vom Waschbecken und wählte die einzig gespeicherte Nummer: Jason.
"Was ist los, es ist mitten in der Nacht...", er klang sehr verschlafen.
"Ich habe gerade eine Version von mir aus einer anderen Welt getötet, die mich umbringen wollte. Wir brauchen den Sprung."
"Geht es dir gut? Wo bist du?", es war fast niedlich wie besorgt er klang.
"Alles gut, sie war schwach. Folge einfach dem brennenden Gebäude."
"Schon wieder? Musst du immer alles abfackeln?"  
Ich legte auf, darüber konnten wir später streiten. Ein kleiner Funke und das Feuer breitete sich weiter aus. Es sollten keine Spuren von Zwei oder mir zurück bleiben, mir selbst schadet mein Feuer allerdings nicht. Daher drehte ich in Ruhe den Wasserhahn auf. Dann rieselte das Wasser auf meine Hände, ich hasste es Dreck an den Händen zuhaben. Es musste alles sauber sein.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast