Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Drottningin mín

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character)
18.12.2020
18.09.2021
23
42.520
13
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
18.12.2020 1.391
 
Vorwort:
Dies ist eine etwas andere Version meiner anderen Vikings FF.
Sie bezieht sich eher auf die Serie, als auf die nordische Mythologie.
Viel Spaß beim Lesen!
Black Epona






Verwirrt sah ich mich um und stellte fest, dass ich mich in einen Wald befand. Das Letzte an das ich mich erinnern konnte war, das ich mich in einem Wikingermuseum befand und Artefakte bestaunt hatte. Nun stellte ich mir die Frage, wie in den Wald kam und warum ich mich nicht daran erinnern konnte. „ Das ist doch unmöglich.“, murmelte ich vor mich her, als mir der Satz eines Sehers wieder in den Sinn kam. Ich hätte wirklich nicht aus Spaß einfach bei einem Seher anrufen sollen. Er meinte, dass die Götter mich auserwählt hätten, dabei glaubte ich nicht an Götter oder an Gott. Ein Seufzen kam mir über die Lippen, bevor loslief. Es brachte mir nichts an Ort und Stelle zu bleiben, da ich Nahrung finden müsste. Zu meinem Glück befanden sich drei kleine Wasserflaschen in meinen Rucksack, den ich meistens trug, wenn ich unterwegs war. Alleine mit dem Wasser würde ich zwei bis drei Tage überleben können, doch nur, wenn die Tiere dies Waldes es so wollten. Ohne Waffe könnte ich mich gegen Wölfe oder Wildscheine wehre, sollte diese mich angreifen. Ich konnte es nicht genau sagen warum, aber mir war bewusst, das ich weit weg von Deutschland war. Mein Blick wanderte hinauf zu den Bäumen und ich überlegte, um welche Art es sich handeln könnte. In Erdkunde oder Bio war ich noch nie sonderlich gut gewesen, sodass ich nicht herausfand, in welchen Land ich mich aufhalten könnte. Ich unternahm nicht einmal den Versuch mit meinem Handy Hilfe zu suchen, in diesen dichten Wald würde ich sowieso keinen Empfang haben.



 Eine Zeit lang wanderte ich durch die Gegend, bis meine Füße anfingen zu schmerzen. Bald würde die Nacht hereinbrechen und dann hätte ich ein großes Problem. Mir war bewusst, das ich ein Lager fürs Schlafen brauchte, sonst würde meine Überlebenschance weiter sinken. Je dunkler aus wurde, desto nervöser wurde ich. Erleichtert atmete ich aus, als eine Höhle in meinem Blickfeld kam. „ Hallo?“, rief ich und betrat die Felshöhle vorsichtig. Danke meiner Handytaschenlampe konnte ich erkennen, dass die Höhle tragen war. Sie war perfekt um ein Lager aufzuschlagen, zudem war der Eingang von draußen schwer sichtbar. Ich begab mich nach draußen, sammelte Feuerholz und trug dieses in die Höhle hinein. Nachdem ich das Holz auf dem Steinboden abgelegt hatte, sammelte ich einige Steine und forme aus einen Kreis. Dort hinein legte ich dünne, trockene Äste, davon schnitze ich einen leicht an, den ich mit den Streichhölzern anzündete. Diese hatte ich glücklicherweise in meinen Rucksack gefunden, auch wenn ich mich nicht daran erinnern konnte, wie sie dort hineingekommen waren. Erst nachdem alle kleinen Holzstücke Feuer gefangen hatten, legte ich die größeren dazu. Erschöpft ließ ich mich am Feuer nieder und schloss die Augen. Ich war es nicht gewohnt stundenlang zu wandern und wollte nur noch schlafen, doch davor müsste ich etwas essen. Ich kramte in meinen Rucksack, wo ich einen Müsliriegel fand. Den hatte ich für Notfälle eingepackt, denn man konnte nie wissen. Langsam knabberte ich den Riegel bis zur Hälfte ab, bevor ich ihn zurück in den Rucksack steckte. Mein Hunger war zwar nicht ganz gestillt, aber das würde ich bis zum nächsten Morgen überstehen. Ich legte meinen Kopf auf dem Rucksack ab, den ich als Kopfkissen benutzte und schloss meine Augen. Innerlich hoffend, das ich die Nacht überlegte.



Das Gezwitscher der Vögel riss mich aus meinem traumlosen Schlaf. Meine Knochen knacksten als ich mich erhob, zudem hielt ich mir den Rücken vor Schmerz. Obwohl ich es angenommen hatte, war ich nicht ein einziges Mal in der Nacht aufgewacht, dabei besaß ich einen leichten Schlaf. „ Au.“, murmelte ich, rieb mir den Rücken und hoffte, dass die Schmerzen bald verschwanden. Ich zog meinen Rucksack auf, begutachte das erloschene Lagerfeuer und verließ danach die Höhle. Ein atemberaubender Anblick erstreckte sich vor mir. Der Tau glitzerte in Morgensonne, ließ den Wald magisch wirken. Mich fröstelte es, sodass ich meinen Mantel enger um mich schlang, bevor ich mich in Bewegung setzte. Mit meinen guten, alten Taschenmesser ritzte ich in einige Baumstämme Pfeile an, damit ich im Notfall den Rückweg zu meiner Höhle finden könnte. Summend lief ich umher, erschrak mich einige Male, als Hasen oder Eichhörnchen mir über den Weg liefen und wäre beinah von einer Nuss getroffen worden. Auch wenn sie ziemlich Gefährlich war, liebte ich die Natur. Es war beruhigen durch einen Wald zu laufen, außer man kämpfte ums Überleben. Das Glück stand auf meiner Seite, denn ich erreichte einen Fluss. Am Flussufer ließ ich mich auf die Knie sinken und nahm meine Brille ab. Ich wusch mir mein Gesicht mit dem kühlen Wasser und fühlte mich sogleich erfrischt. Nachdem ich meine Brille wieder aufgesetzt hatte, erkannte ich im Wasser einen Fisch, genau genommen einen Wildlachs. Dieser schwamm auf der Stelle, hielt sich dabei sehr nah am Ufer auf. Mir war bewusst, dass dies meine einzige Chance war, weshalb ich mich langsam erhob und einen langen Ast suchte. Zügig fand ich einen, spitze das eine Ende an, um ihn als Speer zu benutzen. „ Es tut mir leid.“, sprach ich, da ich den Fisch nicht töten wollte. Doch mir blieb keine Wahl, denn ich wollte überleben. Ich wand meinen Blick vom blutenden und zappelten Lachs ab, nachdem ich ihn aus dem Fluss gehoben hatte. Es schmerzte den Fisch so leiden zu sehen, weshalb ich beschloss ihn zu erlösen. Nachdem ich dies getan habe, wurde mir bewusst, das ich zum ersten Mal ein Lebewesen für Nahrung getötet habe. Es war kein schönes Gefühl, aber es notwendig gewesen. Ich zuckte mein Taschenmesser und fing an den Lachs auszunehmen, wobei ich mehrmals würgen musste. Meine Arbeit war getan, nachdem ich den Fisch mehrmals im Fluss ausgewaschen und gesäubert hatte. Erleichtert etwas zum Essen zu haben, begab ich mich zurück zur Höhle, wo ich erneut ein Feuer entzündete. Den ausgenommenen Lachs spießte ich auf einen Ast auf und hielt ihn über das Lagerfeuer. Es dauernde eine Weile, bis der Fisch durch war. Bevor ich den ersten Bissen nahm, pustete ich, damit ich mich verbrannte. Ich aß mich satt und trank eine meiner Wasserflaschen leer. Diese könnte ich im Fluss nachfüllen, auch wenn dies nicht die beste Lösung war. Mein Blick war starr auf das Feuer gerichtet, während ich gedanklich durchging, wie ich weiter machen sollte. Ich könnte nicht ewig in einer Höhle wohnen und mich von Fisch ernähren. Nach langen grübeln beschloss ich am nächsten Morgen die Umgebung weiterzuerforschen. Vielleicht stand das Glück erneut auf meiner Seite und ich würde ein Dorf finden oder höchstens andere Menschen.



Der nächste Morgen kam schnell und wie am Vortag schmerzte mein Rücken, als ich mich erhob. Mehrmals rieb ich mir den Rücken, bevor ich meine Sachen zusammen packte und meine Unterkunft verließ. Es war ein sonniger Tag. Ich schloss die Augen und genoss die Wärme der Sonnenstrahlen. Mein Gefühl sagte mir, das es ein guter Tag werden würde, weshalb ich loslief. Dabei achtete ich darauf, dass ich nicht den Weg nahm, der mich zum Fluss geführt hatte. Ich schwor mir, sobald ich wieder daheim wäre, dass ich mir einen Kompass kaufen würde. Überrascht blieb ich stehen, als Küstenland erreicht. Ich hatte nicht damit gerechnet so nah am Meer zu sein, doch es brachte viele Vorteile mit sich. Ich könnte andere Fische jagen oder Muscheln sammeln, auch könnte ich nach Schiffen Ausschau halten. Mit dem Entschluss die Küste zu erkunden, lief ich zu einer Bucht hinunter, die sich in der Nähe befand. Ruckartig blieb ich stehen, als ich erkannte, das etwas in der Ferne im Sand lag. Dieses etwas stellte sich als Mensch heraus, nachdem ich mich näher dran gewagt hatte. Der Mensch oder besser gesagt der Mann lag auf dem Bauch und rührte sich nicht. Ich hielt Ausschau, ob sich noch jemand anderes in der Nähe befand, doch konnte niemanden entdecken. „ Hallo? Brauchen sie Hilfe?“, sprach ich und bekam wie erwartet keine Antwort. Konnte es sich um eine Leiche handeln, die an die Küste gespült wurde? Um den heraus zu fanden, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und drehte den Unbekannten um. Ein Schrei verließ meine Kehle und ich landete auf meinen Hintern, als ich erkannte, wer da lag. Es handelte sich um niemand anderes als um Ivar den Knochenlosen.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast