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The Voice (Narnia)

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
der Löwe Aslan die weiße Hexe Jadis Edmund Pevensie Lucy Pevensie Peter Pevensie Susan Pevensie
17.12.2020
22.12.2020
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Wütend trommelte ich mit den Fingern auf den Baumstamm unter mir. Lange würde ich mir die
Anfeindungen von Peter nicht mehr anhören, es reichte. "Weißt du was? Ich verschwinde! Ich komme
auch ohne dich klar, das ist dir doch lieber als dich mit mir rumzuschlagen.", brüllte ich ihm entgegen
und lief in den dunklen Wald. Susan, Lucy und Ed riefen mir noch etwas nach, doch ich wollte nicht
umdrehen. Ich hatte genug, eindeutig. Doch dabei hatte der Tag so gut angefangen.

*Rückblick*

Nachdem wir auf den Zwerg gestoßen waren, fuhren wir mit dem Boot der Telmarer durch hohe
Schluchten und wir erfuhren von der Schreckensherrschaft der Telmarer im Norden des Landes. Sie
hatten die Narniaren vertrieben, welche nun nur noch im Wald lebten. Als wir schließlich wieder auf
Festland stießen, erspähten Lucy und ich einen Braunbären. Fröhlich lief ich auf ihn zu. " Hallo lieber
Bär. Wie geht es dir? Entschuldige bitte, falls ich dich beim Fischen störe.", begrüßte ich ihn und
war erfreut als sich das große Tier sofort umdrehte. Doch anstatt zu antworten rannte er wild brüllend
auf mich zu. Starr vor Angst blieb ich stehen und sprach beruhigend auf ihn ein. "Lieber Bär, ganz
braver Bär.", rief ich und trat ein paar Schritte zurück. Doch der Bär reagierte nicht und stieg vor mir
auf die Hinterbeine, ich schrie und wollte mein Messer ziehen, als ihn ein Pfeil traf und er leblos
zusammen sackte. Verstört starrte ich auf den Bären und blickte nun rasch hinter mich, um zu
sehen, wer mich gerettet hatte. Zu meinem Unglück war es Peter, der grade seinen Bogen
wegsteckte. "Bist du eigentlich völlig irre?! Der Bär war wild, das hat man doch gesehen oder?",
höhnte er, während Susan mir aufhalf. Sofort ging ich auf Peter zu und sah ihn auffordernd an. "Woher
sollte ich das denn wissen? Vorhin hieß es noch die Narniaren waren eure Untertanen und jetzt
versuchen sie jemanden wie mich zu töten? König Peter, der allwissende Idiot.", schnauzte ich, doch
bedankte ich mich trotzdem bei ihm. Er sah mich nur verächtlich an und wollte etwas erwidern, als
der Zwerg sprach. " Dieser Bär war wild. In den letzten Jahren haben die Tiere kaum noch gesprochen.
Wenn man lange genug wie ein dummes Tier behandelt wird, wird man auch eins. Merkt euch das
Kinder.", erklärte er und Schritt voran.


Nach einer gefühlten Ewigkeit liefen wir immer noch zwischen steinernen Schluchten entlang und
so langsam hatte ich den Verdacht, dass wir uns hier verlaufen hatten und das, obwohl ich mich hier
selbst nicht auskannte. Kurze Zeit später wurde mein Verdacht dann bestätigt als wir an einer Klippe standen, auf deren anderen Seite der Weg weiter ging, jedoch zwischen dem Weg eine tiefe Schlucht
lag. "Toll gemacht König Peter. Und wie gedenkt ihr nun auf die andere Seite zu kommen? Wollt
ihr etwa fliegen?", nahm ich ihn auf den Arm, das hatte er nur verdient, wenn er so gemein zu mir war.
Wieder einmal dankte ich Lucy in Gedanken für ihre Aufmerksamkeit, denn genau dann, als Peter
etwas erwidern wollte, rief sie: "Da ist Aslan!", und wir alle starrten auf den Punkt auf der anderen
Seite den sie fixierte. "Lu, da ist nichts.", entgegnete Susan traurig, welche uns nun betröppelt ansah.
Ich nahm Lucy in den Arm und sprach liebevoll: "Ich glaube dir Lucy, wir haben ihn sicher nur kurz
verpasst." " Als ob du Aslan erkennen würdest wenn du ihn gesehen hättest. Du würdest sicher eine
Katze für Aslan halten.", spottete Peter und erntete deshalb einen giftigen Blick von Susan und Ed.

Grade wollte ich ebenfalls auf die andere Seite der Schlucht sehen, als plötzlich der Boden unter mir
und Lucy wegbrach. Geschockt schrien alle und sahen zu uns hinunter. "Alles in Ordnung bei euch?", fragte
Ed besorgt und sah mit Susan hinunter zu uns. "Alles bestens, wie es scheint haben wir einen Weg
nach unten gefunden.", riefen Lucy und ich erfreut und halfen den Anderen nach unten. Mit einer
motzigen Schnute folgte uns Peter und ärgerte sich wahrscheinlich tierisch darüber, das ich Recht
behalten hatte. Den ganzen Weg schwieg er dann, bis wie in der Abenddämmerung auf einer Lichtung
Halt machten und beschlossen dort zu übernachten. Jeder bekam eine Aufgabe, ich sollte mit Peter
Feuerholz suchen, Lucy und Susan suchten Waldbeeren und der Zwerg und Ed suchten Moos für
unsere Schlafplätze.

"Siehst du nicht, dass das Holz total nass ist? Wie willst du das denn anbekommen?!", maulte Peter
schon nach kurzer Zeit und ich rollte die Augen. "Dann finde du trockenes! Hier ist alles nass, falls
du es noch nicht bemerkt haben solltest.", fauchte ich zurück und drehte mich um, marschierte zurück
zu den anderen. Lucy und Susan hatten bereits ein paar Beeren gefunden und Ed hatte ebenfalls
unsere Schlafplätze hergerichtet, welche wirklich bequem aussahen. Es war grade dunkel geworden,
als Peter endlich mit dem Holz ankam und entsetzt bemerkte, dass wir schon gegessen hatten. "Ihr
konntet noch nicht mal auf mich warten? Na danke auch. Hätte Kathie mir geholfen wäre es sicher
schneller gegangen.", maulte er und versuchte Feuer zu machen. Ich tat so als hätte ich das nicht
gehört und starrte in den Wald. "Mir ist so kalt...", beschwerte sich Lucy zurecht und kuschelte sich an
Susan. "Tja, wir könnten schon längst im Warmen sitzen, wenn unsere Prinzessin mir geholfen hätte.
Ach was rede ich da, Prinzessin.. sie wird niemals eine werden, sie ist auch wirklich zu gar nichts
zu gebrauchen.!", meckerte er weiter und funkelte mich zornig an.

*Rückblick Ende*

Wütend stapfte ich nun durch den Wald, nachts sah ich Gott sei Dank recht gut im Dunkeln und
konnte daher viel erkennen. Auch mein Gehör verfeinerte sich immer mehr, auf einmal vernahm ich Hufgetrappel welches immer näher kam. Erschrocken wandte ich mich um, als plötzlich ein Reiter
auf einem großen schwarzen Friesen auf mich zu galoppierte. Das Pferd erschrak vor meiner weißen
Gestalt und vor meinem Schrei, sodass es scheute, der Reiter segelte im hohen Bogen hinunter und
landete direkt vor meinen Füßen, während das Pferd weiter lief. Schnell erholte ich mich von dem
Schock und half dem jungen Mann zögernd auf, zog aber mit der anderen Hand mein Messer, man
wusste ja nie. Erschrocken und mit großen braunen Augen starrte er mich an, seine schwarzen halb
langen Haare hingen in sein sonnengebräuntes Gesicht und umrahmten es vorteilhaft. Seine Kleidung
ließ auf einen Soldaten schließen, weshalb ich das Messer langsam hinter meinem Rücken
hervorkommen ließ und es griffbereit hatte. "Wer bist du?", fragte ich vorsichtig und ging ein paar
Schritte rückwärts. "Prinz Kaspian und ihr Milady? Ihr baucht euch nicht zu fürchten, wie ihr seht
hatte selbst mein Pferd mehr Angst vor euch, als ihr vor ihm.", besänftigte er mich und kam auf mich
zu. Argwöhnisch musterte ich ihn, entschied mich dann aber doch ihm zu vertrauen. " Mein Name
ist Katie Thomas. Aber was treibt euch zu einem nächtlichen Ausritt Kaspian? Seid ihr etwa ein
Spion?", wollte ich nun wissen und trat näher und betrachtete ihn im Mondschein. "Wäre ich ein
Spion, wenn ich das hier hätte? Wie es schein hat uns das Schicksal zusammen geführt Kathie.", mit
diesen Worten holte er ein weißes Horn heraus und reichte es mir  und schob mich zum weiter gehen.
"Woher hast du das? Das ist das Horn von....", Susan, wollte
ich fragen, doch mit einem Mal traten Minotaurus hervor und schnaubten wütend. "Königin Susan?
Sehr richtig. Los, kommt mit ihr Diebe, da gibt es Einiges was wir von euch wissen wollen.", riefen
sie wütend und führten uns ab.

Nach einem kurzen Marsch hatten sie uns auf eine Lichtung gebracht, auf der alle Arten von
Fabelwesen und Tieren vorhanden waren und uns anstarrten. Neugierig sah ich mir alle im
Fackelschimmer an und wäre unter anderen Umständen sehr erfreut gewesen, doch nun hatte ich
Angst vor ihnen, da sie uns einen schweren Diebstahl unterstellten. "Wie konntet ihr Telmarer nur
das Horn stehlen? Wie kam es in euren Besitz?", fragte ein Wolf und lief um mich herum. Ich fasste
meinen ganzen Mut zusammen und begann zu erklären. "Guten Abend Narniaren. Um eines klar zu
stellen: Ich mag zwar ein Mensch sein, aber ich bin kein Telmarer. Und das ist Prinz Kaspian, er
hatte das Horn bei sich, nicht ich.", rief ich klar und deutlich, worauf einige Tiere zu murmeln
begannen. "Jawohl, ich bin der eigentliche König der Telmarer, aber mein Onkel, Lord Miraz hat
den Thron im Auge und noch dazu einen eigenen kleinen Sohn, der meinen Platz einnehmen soll. Er
will mich töten, ich stehe also auf eurer Seite.", erklärte Kaspian und in dem Moment tat er mir leid.
Es musste furchtbar sein zu wissen, dass einem der eigene Onkel nach dem Leben trachtete. "Schön
und gut, aber das erklärt noch nicht warum sie hier ist!", rief ein hässlicher Zwerg und deutete auf
mich. "Sie ist ein Mensch, aber kein Telmarer und keine der Königinnen der alten Zeit.... wieso ist
sie deshalb hier? Und wie ist sie her gekommen?", rief es aus mehreren Ecken und Kaspian schien
einen Einfall zu haben, denn er wühlte in seinen Taschen. "Was machst du da?", zischte ich ihn an, da ein Zentaur sein Schwert gezogen hatte, da er befürchtete, Kaspian würde eine Waffe ziehen.
Doch anstelle dieser kam eine ausgerissene Buchseite zum Vorschein. Stolz hielt er sie nach oben und
lächelte. "Wegen der vergessenen Prophezeiung! Seht her.", schnell reichte er dem verdutzten Zentaur
das Blatt und zwinkerte mir aufmunternd zu. Ich jedoch sah ihn nur verwirrt an, ehe ich Schritte
hinter mir vernahm. Mit einem Mal traten die Pevensies gefolgt von dem Zwerg hinter uns. Die
Mädchen umarmten mich erleichtert, während Ed nur lächelte und Peter Kaspian fixierte.

"Was ist das?", fragte er ihn kurz angehalten, als er die Buchseite entdeckte. "Die Erklärung warum unsere
Freundin Kathie hier ist.", meint er und nahm mich in den Arm. Ich hingegen
stieß mich von ihm los. "Ganz ruhig, mach mal halblang Kaspian.", entgegnete ich und sah zu Peter,
welcher aufmerksam das Blatt las. "Interessant und was genau ist diese Prophezeiung?", wollte er
nach einer Weile wissen und ließ das Blatt sinken. "Kann ich es bitte auch mal sehen? Es geht hier
ja auch schließlich um mich oder?", mit diesen Worten riss ich Peter das Blatt aus der Hand und
starrte darauf, während Kaspian antwortete und erklärte, das nur Aslan selbst die Prophezeiung kennen
würde. Gebannt starrte ich auf die Zeichnung. Sie zeigte ein großes schlankes Mädchen mit braunen
Haaren,  welche zwischen Aslans Pranken lag.
Endlich hatte ich die Bestätigung für meine Vermutung: Ich war nicht umsonst nach Narnia geschickt
worden. Die Frage war nun nur noch, was ich hier bewirken sollte.
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