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The Voice (Narnia)

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
der Löwe Aslan die weiße Hexe Jadis Edmund Pevensie Lucy Pevensie Peter Pevensie Susan Pevensie
17.12.2020
22.12.2020
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17.12.2020 1.062
 
Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir den Gipfel des Berges erreicht und begutachteten die Ruine.
Obwohl nur noch wenige Mauerteile und Säulenreste vorhanden waren, konnte man erahnen was
für ein prächtiges Schloss das hier mal gewesen sein musste. Je mehr die Pevensies die Ruine
begutachteten, desto finsterer wurde ihre Miene. "Wo sind wir hier?", fragte ich schließlich neugierig
und sah zu Lucy, welche mich erstaunt ansah." Feeneden, unser früheres Schloss! Ed, Susan, Peter...
erkennt ihr es denn nicht?", wunderte sie sich und sah zu ihren Geschwistern. Doch diese sahen sie
nur fragend an, weshalb sie Lucy auf einer der Emporen in eine Reihe stellte und sofort wirkten die
Geschwister wie ausgewechselt. "Das kann aber nicht sein... wir waren doch nur ein Jahr weg...",
murmelte Susan betroffen, während Peter sich von ihnen abwandte und eine Mauer zur Seite schob,
dahinter kam eine Tür zum Vorschein. "Wow, das ist ja wie in einem Buch.", freute ich mich und
wartete mit Ed, Susan und Lucy darauf, das Peter die Tür aufbrach. Nun nahm er sein Taschenmesser
und zerriss damit den unteren Teil seines weißen Hemdes, wickelte es um einen Stock und fragte
nach Streichhölzern. Breit grinsend wühlte ich in meiner Tasche und fand meine Taschenlampe, doch
anstatt sich zu freuen und zu lachen wie seine Geschwister, verfinsterte sich Peters Gesicht. "Das ist
jetzt nicht dein Ernst oder? Mein schönes Hemd!", schnaubend riss er mir mit diesen Worten die
Taschenlampe aus der Hand und stieg die Treppen nach unten. "Es ist doch nur deine Schuluniform.
Also hab dich nicht so. Oder willst du mir etwa erzählen du magst sie?", gab ich nun von mir und
folgte ihm seufzend.

Unten angekommen fiel Licht hinein und man sah von einer Empore nach unten in einen tiefen
Raum mit vier Nischen. In jeder stand eine Truhe und dahinter eine steinerne Figur. Sofort eilten
die Pevensies zu jeweils einer der Truhen und öffneten sie. Vertraut zogen sie die Waffen und
Kleidungsstücke an. Abwartend sah ich ihnen dabei zu, bis Susan mir anbot eines ihrer Kleider zu
tragen. Es war hellblau und figurbetont geschnitten und sah einfach wunderbar an mir aus. Nun reichte mir Edmund eine Armbrust und von Lucy bekam ich ein Messer. Peter dagegen beobachtete die Szene misstrauisch, sagte aber nichts und ich
beschloss ihn einfach zu ignorieren. Stadtessen fragte ich was mich schon die ganze Zeit beschäftigte:
" Ihr seid die Könige und Königinnen dieses Landes gewesen? Aber über wen habt ihr denn geherrscht?
Bisher ist uns ja noch niemand begegnet.", und sah in die Runde.

Zu meiner Verwunderung war es Peter der sich sofort zu mir umdrehte und begann zu erzählen.
" Wir befinden uns in Narnia, hier lebten Fabelwesen wie Greife, Einhörner, Meerjungfrauen und vieles mehr in Friede zusammen.
Damals kamen wir durch einen alten Schrank nach Narnia, Aslan, der eigentliche Herrscher besiegte
mit uns und unserem Heer die weiße Hexe Jadis und ernannte uns zu den Königinnen und Königen
von Narnia. Doch nun scheint keiner mehr da zu sein..", meinte er betreten und sah zu seinen
Geschwistern, welche ebenfalls den Kopf hängen ließen, bis auf Lucy, sie hielt ein goldenes Schild
vor sich, wischte den Staub herunter und rief. "Seht mal, das ist Aslan!" Sofort drehte ich mich um
und hatte wieder eine Frage. "Aslan ist ein... Löwe?", fragte ich verwundert und fuhr mit den Fingern
über die herausgearbeiteten Strähnen seiner Mähne. "Jaa, der Beste den man sich vorstellen kann.
Er ist so lieb und weise, das glaubst du gar nicht.", schwärmte Lucy und lächelte mich an. Ich grinste
zurück und verstand. Die Tiere in Narnia konnten also reden. "Los, lasst uns nachsehen was in den
letzten Jahren hier so passiert ist! Ich schlage vor wir gehen auf die andere Seite des Bergs.", bestimmte
Peter und stiefelte auch schon voraus.


Auf dem Weg hinunter zum Fluss war ich bereits jetzt schon beeindruckt von Narnias Schönheit.
Schade nur das uns absolut kein Fabeltier oder ein normales Tier entgegen kam, außer ein paar Vögel
natürlich. Als wir den Kiesstrand erreichten, hörten wir Geräusche und sofort griff ich nach meiner
Armbrust. "Lass es lieber, du kannst eh nicht mit ihr umgehen. Edmund wird dich schon verteidigen,
wie vorhin, stimmts Ed?", fragte Peter gemein und sah zu seinem Bruder hinüber. Doch dieser sah
ihn kurz böse an und ignorierte ihn. Ich jedoch wollte ihm grade Kontra geben, als wir ein Schiff
entdeckten, sofort stürmten wir auf es zu. Zwei bepanzerte Soldaten hatten eine gefesselten Zwerg
auf dem Arm und wollten ihn ins Wasser werfen. "Halt!", rief ich aus Reflex und sofort hielten sie
in ihrer Bewegung inne und sahen uns verwundert an. "Lasst ihn fallen!", rief Susan, anscheinend
ohne genau darüber nachzudenken was sie da gesagt hatte. Blitzschnell schossen Pfeile auf uns zu,
doch Susan schoss beide Soldaten ab, nachdem diese wie gewünscht den Zwerg ins Wasser hatten
fallen lassen. "Susan, das war keine gute Idee. Er ist an Armen und Beinen gefesselt!", rief ich besorgt
und sofort schoss Peter los und sprang ins Wasser. Verblüfft über seinen Mut lief ich ihm nach und
half ihm den Zwerg aus dem Wasser zu ziehen. "Danke.", schnaufte er und schnitt dessen Fesseln
auf. Kaum konnte der Zwerg wieder reden, schimpfte er los. "Lasst ihn fallen! Was besseres ist dir
wohl nicht eingefallen oder?", schimpfte er, bevor er bemerkte wen er da vor sich hatte. Oft kniff er
die Augen zusammen und grübelte, bis er schließlich fassungslos fragte:" Seid ihr es wirklich? Seid
ihr die Könige der alten Zeit?", ehe sein Blick jedoch zu mir wanderte und er mich stirnrunzelnd
musterte. "Ja die sind wir. Gestatte, ich bin Hochkönig Peter der Prächtige.", damit reichte Peter ihm
die Hand und verbeugte sich etwas. Ich lachte und meinte daraufhin. " Naja prächtig ist vielleicht
etwas übertrieben, schau dich doch mal an. Du bist total durchnässt.", und auch der Zwerg begann
zu lachen. Als er sich beruhigt hatte, meinte er. "Du bist mir sympathisch Mädchen, aber sag, wieso
bist du hier? Die Prophezeiung sprach nur von den vier Geschwistern.", fragte er  und meinte damit die Pevensies.
"Das wissen wir auch nicht.", entgegnete Peter und sah mich wieder so komisch an.
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