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The Voice (Narnia)

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
der Löwe Aslan die weiße Hexe Jadis Edmund Pevensie Lucy Pevensie Peter Pevensie Susan Pevensie
17.12.2020
22.12.2020
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17.12.2020 822
 
Kopfschüttelnd beobachtete ich die Szene neben mir. Wir hatten Freitag, weshalb alle Schulen im
Nahen Umkreis zur selben Zeit Schule aus hatten. Daher kam es an den Bahnhöfen und Bushaltestellen
zu großen Tumulten. Wieder einmal gab es eine Schlägerei zwischen zwei Jungen von jeweils
befeindeten Schulen. Einer von ihnen war Peter Pevensie. Er ging seid der 5ten in meine Klasse und
war ein ungestümer Schüler. Zwar war er nicht aufmüpfig, aber er konnte schon sehr gemein und
fies sein. "Pevensie, Pevensie!", wurde er von seinen Freunden angefeuert, während ich mir einen
Weg vorbei bahnte um seine Schwester Susan zu suchen, welche nur wenig jünger war als er. Schon
von weitem erspähte ich sie mit ihrer kleinen Schwester und ihrem anderen Bruder.
Mit hochgezogenen Augenbrauen musterte sie mich, wir hatten eigentlich nicht viel miteinander zu tun,
doch ich fand es anständig sie über das Rüpelverhalten ihres Bruders in Kenntnis zu setzen.

"Peter prügelt sich, kommt schnell!", rief ich ihr zu und sofort kamen die drei Geschwister auf mich zu
gestürmt. Als sie an mir vorbeirauschten, hörte ich Susan nur genervt: " Nicht schon wieder!", stöhnen
und schon kam ein Schaffner, der die Raufbolde auseinander zog. Als dieser Peter losgelassen hatte,
kam er zu uns und sah mich nur irritiert an. "Peter! Was machst du nun wieder für Sachen? Hätte
Kathie uns nicht Bescheid gesagt...", grummelte sie und sah Peter böse funkelnd an. "Du schon
wieder! Jetzt verpetzt du mich auch noch bei meiner Schwester, ja?", schnaubte er und sah mich
abwertend an. "Was soll das denn heißen? Was hab ich dir denn getan? Und ich bin ganz sicherlich
keine Petze!", zickte ich zurück und sah ihn wütend an. "Naja wir müssen uns jetzt beeilen, sonst
verpassen wir unsere Bahn. Du musst doch auch zum Phoenixplace oder Kathie?", schlichtete Lucy
und sah mich lieb an. Ich mochte die Kleine, genauso wie ihre Schwester, sie war wenigstens nicht
so stur und unfreundlich wie ihr Bruder. Edmund hatte bisher noch nichts gesagt, er starrte Peter nur
mit einem leeren Blick an. "Ich fahre gerne mit euch.", erklärte ich grinsend und folgte ihnen, während
sich Peter und Edmund hinter mich einreihten.

"Jetzt fährt sie auch noch mit uns...in Narnia wäre niemals jemand so mit uns umgegangen.",
beschwerte sich dieser bei seinem kleineren Bruder, welcher zu meiner Verwunderung antwortete:
"Was stört dich eigentlich so an ihr? Sie ist doch nett. Und in Narnia sind wir schon lange nicht mehr
Peter." Ich stellte mir grade Peters entsetzen Gesichtsausdruck vor und schmunzelte. Er sah nicht
schlecht aus, war gut gebaut, weshalb es auch kein Wunder war, das er er Mädchenschwarm der
Klasse war. Rosalie zum Bespiel würde alles dafür geben, wenn er sie einmal, aus Versehen, berühren
würde. Doch Peter machte sich nichts aus Mädchen und dem Trubel um ihn, für ihn gab es nur den
Sport und seine Freunde, wobei sich viele seit letztem Jahr von ihm abgewandt hatten. Rätselnd
darüber wieso es so war, nahm ich neben Susan auf einer der Bänke Platz, neben ihr ihre drei
Geschwister.

Mit einem Mal kam ein starker Windstoß auf, eine Bahn fuhr vorbei und die
Pevensie Kinder standen auf, sahen sich vielsagend an. Ich sah sie nur verwundert an, bis ich es selbst  bemerkte.
Auf der anderen Seite des Bahngleises, welche man durch die Fenster des
vorbeirauschenden Zuges sehen konnte war nun nicht mehr das dreckige Pflastermotiv zu sehen,
sondern ein Felsen und ein Strand. Als der Zug vorbei gefahren war, traute ich meine Augen nicht,
als wir tatsächlich in einer Höhle standen. Erstaunt sah ich nach rechts und erblickte einen Strand
und das Meer, sowie Klippen und Land. Während ich noch wie angewurzelt stehen blieb und das alles
erst verdauen musste, liefen die Pevensies schon vertraut herum, zogen ihre Schuhe aus und liefen
ins Meer, spritzen sich gegenseitig nass oder ließen sich in den Sand fallen. Erst als ich nach einer
Weile in der Lage dazu war mich zu bewegen und auf sie zu ging, bemerkte mich Lucy.

"Seht mal, Kathie ist auch hier.", rief sie und sofort drehten sich alle zu mir um. Ich starrte sich einfach nur an
und wartete auf ihre Reaktionen. Peter blieb der Mund offen stehen. " Die Frage stellt sich doch eher:
Wieso ist sie hier? Schließlich ist sie keine Königin von Narnia, hab ich Recht?", maulte er und funkelte
mich zornig an. "Königin, Narnia? Was redest du da eigentlich?", wollte ich nun von ihm wissen und
sah von einem zum anderen. Währenddessen Susan in der Ferne eine Burgruine ausgemacht hatte
und erklärte. "Los, lasst uns nachschauen was für eine Burg das ist, auf dem Weg dorthin erklären
wir dir alles Kathie.", beruhigte sie mich, neugierig sah ich hinauf zu der Ruine und war gespannt
was ich nun über Narnia und die Pevensies Erfahren würde.
 
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