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Die Flucht vor den Schatten

von FionaM
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Schmerz/Trost / P16 / Het
OC (Own Character) Reiner Braun
16.12.2020
16.01.2022
24
24.227
7
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15.01.2022 1.053
 
Reiner

Nach dem Telefonat legte ich mein Handy zur Seite und dachte drüber nach wie es wohl Stella wirklich ging. Bescheiden war untertrieben, sie klang komplett fertig und es gab einen bestimmten Grund wieso sie zu Hause war und wieso ich einen neuen Therapeuten bekam. Am liebsten wäre ich morgen gar nicht hin, aber dann hätten sie mich angerufen weil ich nicht da war. Ich konnte mir schon denken wieso sie suspendiert wurde, aber ich wollte sie auch nicht darauf ansprechen. Sie war nicht bereit dafür, aber meine Angst das sie sich von mir entfernte war Augenblicklich da gewesen. Stella war der Grund wieso ich vor den Schatten flüchten konnte. Ich wollte das sie bei mir blieb und diese Beziehung nicht bereute. Diese Angst begleitete mich bis in den Schlaf und darüber hinaus.

Mit Bauchschmerzen fuhr ich am nächsten Tag zur der Firma und bestätigte meinen Termin bei dem neuen Therapeuten. „Ach sie sind Reiner Braun? Ich sage dem Herr Müller Bescheid das sie da sind.“ Als sie mir ihr Rücken zuwandte sah ich sie nur skeptisch an. Was sollte dieser erste Satz? Wohl oder übel waren Stella und ich das Hauptthema in dieser Firma. Das Leben von einigen Menschen schien sehr eingeschränkt und langweilig zu sein. „Der Herr Müller wartet auf sie im Zimmer Nummer 114.“ Ich bedankte mich, nickte ihr zu und ging geradewegs zum Fahrstuhl. Immer wieder schweiften meine Gedanken zu Stella ab. Sie hatte mir erzählt das sie die halbe Nacht lang wach war und mir ging es eben so.
Seufzend klopfte ich an und eine Männerstimme bat mich herein. „Willkommen Herr Braun.“ „Danke Herr Müller.“ Freundlich streckte ich ihm die Hand entgegen und kurz darauf saß ich mich hin. „Nun ich habe mir ihre Akte angeguckt. Sie haben wirklich vieles erlebt. Was haben sie in der Zeit als Frau Weiß mit Ihnen gearbeitet hat alles erreicht?“ Aus irgendeinem Grund hörte ich einen seltsamen Unterton aus Stimme raus. Ich hoffte ich hatte mich nur verhört. „Sehr viel. Ich habe einige Fortschritte gemacht. Ich kann besser schlafen, ich werde weniger getriggert und konnte mich wieder mehr Sachen zu wenden dir Freude bereiten.“ „Also konnten sie auch wieder eine Beziehung eingehen?“ „Wie bitte?“ Ich dachte ich hatte mich verhört, aber er wiederholte die Frage wirklich. „Ja das konnte ich, aber was hat das damit zu tun? Ich liebe im Allgemeinen das Leben wieder ein bisschen mehr. Vor mir hängt nicht mehr nur ein schwarzer Vorhang.“ „Was eine Frau alles bewirkt, am meisten eine rothaarige.“ Ich kniff meine Augen etwas zusammen und betrachtete ihn weiter. „Wollen sie auf irgendwas hinaus Herr Müller?“ Wäre ich ein Hund hätte man wohl gesagt ich würde grad die Zähne fletschen. „Ich merke Ihnen geht’s gar nicht darum mir weiter zu helfen sie wollten mich nur kennenlernen um dann bei ihren Kollegen zu lästern. Guten Tag Herr Müller. Es war nett mit Ihnen.“ Daraufhin erhob ich mich um den Raum zu verlassen grad als ich mich umdrehte um zu gehen sagte er mir noch etwas. „Ich werde dafür Sorgen das Frau Weiß hier nicht mehr arbeiten wird. Die Rothaarige kann es ja woanders versuchen. Ihre Weiblichkeit hat sie ja gut im Griff.“ Ich dachte ich hätte mich verhört Wut entbrannt trat zurück zum Schreibtisch. „Also sie waren es. Was war wohl ihr Motiv? Purer Neid? Selbsthass? Haben sie ein langweiliges Leben und macht sie es geil sowas zu tun? Oder einfach alles gleichzeitig? Solche Therapeuten sind mir doch immer noch am liebsten, Hauptsache die Quote passt nicht wahr? Den Menschen sind Ihnen scheiß egal. Gute Intention und wagen sie es sich noch einmal sie durch die Blume als Schlampe zu bezeichnen, glauben sie mir dann werden sie nicht mehr glücklich.“ Dann spuckte ich ihm noch einmal auf den Schreibtisch und ging aus dem Raum.

In dem Moment als ich aus dem Zimmer trat kam ein anderer mir grad entgegen. „Sind sie nicht Herr Braun?“ Ich musste mich zurückhalten um ihm nicht anzufahren daher entschied ich mich für ein einfaches Ja. „Sollten sie nicht eigentlich ein Termin bei Herr Müller haben?“ „Ich möchte Ihnen nicht zu Nahe treten Herr-.“ „Herr Schmidt. Ich bin der Chef der Firma.“ Das war ja umso besser. „Also Herr Schmidt. Ich weiß ja nicht ob es Absicht war das sie mich grad zu dem Mann geschickt haben der Stella in die Pfanne gehaut hat. Und wenn es Absicht war dann war es alles andere als lustig am meisten dann wenn er mir offenbart das er unbedingt will das Sie Stella kündigen. Und dazu kommt das er Stella als Schlampe bezeichnet. Und ich habe sofort erkannt das dem Herr Müller das Wohlergehen von mir scheiß egal ist, Hauptsache er hat eine gute Story. Ich werde kein einzigen Schritt mehr in diese Firma machen. Und Stella war die einzige die es geschafft hat mir zu helfen nach 5 verschiedenen Therapeuten. Denken sie mal über diese Scheiße nach.“ Ich sah ihm an wie geschockt er war und immer wieder zur Richtung des Zimmers blickte. „Mehr habe ich zu der Sache auch nicht zu sagen, denn ich bin nicht hier damit man meine Freundin beleidigen kann. Noch einen schönen Tag noch.“

Ohne noch einmal zurückkehren ging ich weiter bis mir eine Frauenstimme hinterher rief und ich konnte heute wahrlich meinen Namen nicht mehr hören. „Sie haben garantiert nicht so viel Lust zu reden, aber ich bin Emily, Stella Weißs Praktikantin. Ich hab gehört was sie grad gesagt haben und das finde ich schrecklich was der Herr Müller gesagt hat. Ich hab gestern mit Stella geredet und ich möchte verhindern das sie gekündigt wird.“ Eine junge Frau mit langen blonden Haaren und blauen Augen stand vor mir. Ihre Körperhaltung zeigte das sie sehr nervös war. „Sehr erfreut Emily. Das schätze ich sehr, ich möchte auch nicht das sie gekündigt wird.“ Allmählich beruhigte ich mich wieder und seufzte laut. „Stella geht es sehr schlecht, schlechter als sich manche hier vorstellen könnten.“ Emilys Gesichtsausdruck wurde durch mein gesagtes noch trauriger. „Ein Grund mehr um mit dem Chef zu reden, aber ich glaube nach ihrer Ansage wird er paar Sachen überdenken.“ Emily und ich redeten noch ein bisschen über Stella bis ich mich dazu entschloss in die Stadt zu gehen um mir ein Kaffee zu gönnen, denn meine Nerven waren angespannt. Ich hoffte wirklich das alles besser wird.
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