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Adventskalender-Tür 13: Eingeschneit Teil 4

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Chris "The Lord" Harms Class Grenayde Gared Dirge Niklas 'Nik' Kahl Pi Stoffers
13.12.2020
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Zuletzt: ...Sie würden hier unten erfrieren. Oder verhungern. Oder irgendwas anderes würde schon passieren, Chris traute seinem Glück inzwischen alles ohne Probleme zu.


Aber weil ihnen ja nichts anderes blieb schliefen sie langsam ein, und als die Band am nächsten Tag aufwachte ging es direkt weiter.
Zumindest nahmen sie an, dass es der nächste Tag war, immerhin waren alle ausgeschlafen, und das brauchte schon ein paar Stunden!

Sie fanden weder Holz, noch Essen, und erst recht keinen Schatz.
Was auch irgendwie zu erwarten war…

Der nächste Abend lief ab, wie der am Tag zuvor. Gared jammerte über ihr verpasstes Weihnachtsfest, danach schliefen alle nacheinander ein.

Oder?

Denn Chris lag noch wach und dachte darüber nach, was Gared vorhin gesagt hatte.
Er hatte nämlich gesagt, dass es ihn trotz ihrer Situation ein wenig glücklich machte, dass sie, also Lord of the Lost, Weihnachten zusammen verbringen würden. Sie waren in einer Höhle eingeschneit aber Gared freute sich trotzdem darauf, Weihnachten mit seinen Freunden zu feiern. Chris wünschte, er hätte ein Geschenk für ihn. Einfach auch nur, um ihm zu zeigen, wie wichtig seine fröhlichen und unbeschwerten Gedanken doch für sie alle waren!

Nur leider gab es hier nichts, das er verschenken konnte.
Nein, eigentlich gab es hier grundsätzlich gar nichts!

Der nächste Tag, der 24. Dezember, begann mit einem kleinen Festmahl.
Zumindest für ihre Verhältnisse.
Es gab getrocknete Früchte, also Äpfel und Birnen, dazu ein bisschen Honig, der inzwischen völlig kristallisiert und deswegen einigermaßen mit den Fingern essbar war. Schrecklich kleben tat es trotzdem. Egal. Nach tagelang nur Brot war das eine sehr schöne Abwechslung!
Danach machten sie sich weiter auf den Weg.
Laufen, laufen und noch mehr laufen…

Als Chris schon langsam die Müdigkeit in seinen Beinen spürte sah er plötzlich etwas vor sich, das ihn überraschte: Licht! Ein schwaches Glühen wohl eher, aber im ersten Moment blendete es ihn trotzdem.
„Was ist das?“, Gared klang so verwundert wie Chris sich fühlte, „Ist hier unten tatsächlich Licht?!“.
„Offensichtlich“, kommentierte Pi nur, dessen Silhouette Chris vor sich sehen konnte.
„Schaun wir doch einfach mal nach! Mich würd ja wirklich mal interessieren, wie hier Licht runter kommt!“, rief Klaas, der auch gleich voranlief.
Trotz seiner Erschöpfung rannte Chris ihm hinterher, ebenso die anderen.

Während er lief konnte der Sänger bemerken, wie der Gang stetig breiter, die Decke höher wurde. Gleichzeitig ging es noch immer weiter runter. Wie weit unten waren sie inzwischen denn eigentlich schon? Gute Frage, in ihrer Situation aber leider unmöglich zu beantworten!

Auf einmal blieb Klaas einfach stehen. Chris wollte gerade fragen, was los war, als er an Klaas vorbeisah und selbst vor Verwunderung stehen blieb. Eine große Höhle lag vor ihnen, aber das war eigentlich nichts besonderes. Was besonders war, das war der unterirdische Fluss, der durch die Höhle floss, und zusammen mit einem kleinen Loch in der hohen Decke, mehreren kleinen Pflanzen das Wachsen ermöglichte. Chris fühlte sich, als wäre er in eine andere Welt geschmissen worden, so surreal war die Situation für ihn.
Hier unten hatte er nicht erwartet, Leben vorzufinden.
Und trotzdem war genau das passiert!
An den Wänden der Höhle kletterten Ranken den Stein nach oben, bis zur Decke hinauf. Der Boden war voller Gras und sogar vereinzelte Gänseblümchen wuchsen hier! Als Chris zum Loch hinaufsah, tanzten kleine Tierchen im sanften Sonnenlicht, das den Boden nur kaum berührte.

Auch seinen Freunden stand die Begeisterung förmlich ins Gesicht geschrieben.
Klaas war inzwischen zum Fluss gegangen und hielt, ein wenig ungläubig, eine Hand ins Wasser. Schon kurz danach zog er seine Hand aber wieder heraus und schüttelte sie.
„Das is ja voll heiß!“, rief er den anderen zu. Daher kam dann also die Wärme…
Damit wäre zumindest dieses Rätsel schon mal gelöst!

Gared und Nik standen noch immer hinter Chris und sahen sich einfach nur um, während Pi sich neben Chris in den Eingang der Höhle stellte und sich dann auch leise an ihn wandte: „Was ein schönes Weihnachtsgeschenk, nicht wahr?“
Chris konnte ihm nur zustimmen.

Der Sänger sah sich nochmal in diesem kleinen Paradies um, bis sein Blick an einer einzelnen, kränklich aussehenden Sonnenblume hängen blieb. Trotz der schrecklichen Bedingungen hier war sie gewachsen, hatte sogar eine große Blüte formen können. Trotz der Verhältnisse ragte sie stolz und groß in der Mitte der Höhle hinauf, dem Sonnenlicht entgegen.
Wie die Hoffnung, dachte Chris sich, als er dem Blick der Blume nach oben folgte.
Die Hoffnung, dass dies hier nicht das Ende sein würde.

„Fröhliche Weihnachten“, flüsterte er. Seine Freunde hörten ihn aber trotzdem, und sie alle kamen zu ihm und schlossen einander in die Arme.

Letztlich hatte Gared also recht gehabt…
Weihnachten zusammen zu verbringen war wirklich etwas schönes, sogar in einer derartigen Situation!



Das war’s auch schon von meiner Geschichte hier.
Erzählt mir doch gerne mal, was ihr davon haltet :)

Fröhliche Weihnachten euch allen schon mal!
Loreley
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