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Adventskalender-Tür 12: Eingeschneit Teil 3

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Chris "The Lord" Harms Class Grenayde Gared Dirge Niklas 'Nik' Kahl Pi Stoffers
12.12.2020
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Es dauerte eine, vielleicht zwei Sekunden bis man den Stein auf dem Boden aufkommen hörte. Sehr weit konnte es also tatsächlich nicht sein!
„Ich sage, wir gehen runter und probieren es einfach mal. Wir können ja auch sagen, dass zuerst nur einer geht und die andern können den dann wieder hochziehen, sollte es Probleme geben!“, sagte Gared dann in die Stille hinein und man konnte hören, wie er nach vorne schritt. Chris war das nur recht. Solange er nicht als erster runter musste…!
Er hörte, wie Gared sich an den Rand setzte und dann langsam runtergleiten ließ. Dann ein kleines „Plumps“ und schon rief der Keyboarder ein „Okay“ zu ihnen nach oben. Als sie dann aber nichts taten rief er nochmal, „Mir geht’s gut. Es ist wirklich nicht weit! Ihr könnt auch kommen!“.
„Was sollen wir dann eigentlich mit den Instrumenten machen? Mitnehmen oder hierlassen?“, richtete sich Klaas an Chris. „Keine Ahnung“, antwortete der nur, fügte dann aber noch hinzu: „Ich würde das Zeug dalassen. Was sollen wir da unten denn schon damit? Es wäre uns danach beim hochklettern auch nur im Weg! Und wer sollte das hier denn schon klauen?!“.
Von Nik rechts neben ihm kam ein zustimmendes Brummen, dann trat auch er an den Rand, setzte sich hin, wobei er Chris‘ Hand losließ, und schon war auch er unten. Für einen kurzen Moment hatte Chris doch tatsächlich gedacht, Nik würde ihn an seiner Hand mit herunterziehen!
Jetzt standen also nur noch Pi, Klaas und Chris hier oben, doch auch sie rutschten nacheinander runter, Chris ganz zum Schluss.

Dort unten war es gleich viel dunkler, falls das denn überhaupt noch möglich war. Chris konnte nicht einmal mehr sagen, ob er seine Augen offen hatte oder nicht.
„Alle da?“, fragte Gared, woraufhin jeder einmal kurz „Ja“ sagte. Gut. Jetzt jemanden zu verlieren wäre… Besser überhaupt nicht erst darüber nachdenken!
„Und was jetzt?“, Chris streckte beide Arme aus, um nach seinen Freunden zu suchen, „Gehen wir einfach weiter?“. Er erwischte einen Mantel und zog leicht daran. An dem darauffolgenden Aufschrei konnte er den Mantel Nik zuordnen. Nik stand also rechts vor ihm. Dieser schien bemerkt zu haben, was der Sänger vorhatte und beschloss, es ihm ein bisschen leichter zu machen: „Wir sollten mal schaun, dass wir wieder Händchen halten oder so. Einander zu verlieren wäre jetzt wahrscheinlich so das schlimmste das uns passieren könnte!“
„Find ich gut so“, stimmte Gared ihm zu.
Auch die anderen waren einverstanden und so bildeten sie eine kleine Kette, Nik ganz am Anfang.

Der „Gang“ den sie gerade betreten hatte, führte immer tiefer nach unten. Seltsamerweise konnte Chris feststellen, dass es immer wärmer wurde. Was war das hier?!
Anfangs war der Unterschied noch kaum bemerkbar, doch als die Gruppe endlich, nach gefühlten Stunden des Laufens, eine Pause machte, war ihnen zum ersten Mal seit mehreren Tagen wieder so richtig warm. Zuerst hatten sie es ja noch auf die Anstrengung geschoben. Immerhin war es kein einfacher Weg, vor allem bei totaler Finsternis! Aber als sie dann weitergingen wurde es langsam aber sicher immer wärmer! Nur ganz leicht, aber im Vergleich zu dem Frost, an den sich alle Menschen inzwischen mehr oder weniger gewöhnt hatten, war es doch stark bemerkbar.
Ein richtiges Rätsel, aber alle waren sich einig, dass sie schon noch herausfinden würden, was hier los war.

Sobald alle müde und erschöpft waren beschlossen sie, eine Pause zu machen und zu schlafen.
Als endlich alle einigermaßen gemütlich dalagen sagte Gared auf einmal etwas, das die anderen überraschte: „Übermorgen ist schon Weihnachten. Wir hätten es schön gefeiert, wenn das hier nicht passiert wäre…“
Chris hätte schwören können, dass anschließend ein leichtes Schluchzen zu hören war. Die Situation war viel schlimmer für sie alle, als sie es sich selbst eingestehen wollten. Sie würden ihre Familien und Freunde bestimmt nicht wieder sehen können…
Sie würden hier unten erfrieren. Oder verhungern. Oder irgendwas anderes würde schon passieren, Chris traute seinem Glück inzwischen alles ohne Probleme zu.
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