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Der Planet des Zweifels

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P6 / Gen
Fuchs Prinz
12.12.2020
20.12.2020
2
3.143
 
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12.12.2020 1.213
 
Es waren zwei Monate vergangen, seit dem die Bande auf dem neuen Planeten, sich auf dem Planeten der Rosen wieder fand. Dinge waren nicht unbedingt anders als zuvor, nur waren sie auch nicht gleich. Alles fühlt sich anders an und obwohl zwei Monate für alle anderen Bewohner gereicht haben, scheint es für einen noch immer nicht zu reichen.

Fuchs sitzt nun, so wie schon öfters in der letzten Zeit, im Haus des neuen Planeten und grübelt. Noch immer gaben ihm die Geschehnisse vom letzten Abenteuer zu denken und auch wenn sonst keiner Probleme mit der Gewöhnung an die neue Umgebung hat, erscheint ihm nichts mehr so wie zuvor. Er vermisste den alten kleinen Planeten B612, auch wenn er ein wenig klein war. Er vermisste die Abenteuer die nur ihn und den kleinen Prinzen beinhalteten. Ihm war klar, dass die Rose auch noch da war, doch nichtsdestotrotz hat sie so viel mehr Zeit mit ihm verbracht. Es fühlte sich an, als wär er allein und auch wenn er noch den Schimmerling hat, war dies nichts im Vergleich zum kleinen Prinzen. Nicht, dass sein blaues Lieblingsbällchen ihm nicht auch wichtig wär, aber den kleinen Prinz und ihn verbindet so viel. Die Art und Weise wie Dinge jetzt waren, machten ihn wehmütig nach den alten Zeiten.
Die Änderungen, waren allerdings nicht das Einzige, dass ihm schwer im Magen lag, sondern auch einen Streit den der Fuchs mit der Rose vor kurzem hatte. Dabei war der Fuchs frustriert gewesen, über die Art und Weise, wie die Rose den kleinen Prinzen gerade zu für sich behielt. Wollte der Fuchs etwas, wollte die Rose auch etwas und sie bekam es meist zuerst, wenn nicht als einzige. Es erschien dem Tier nicht richtig und sagte er mal etwas, erklärte der kleine Prinz, dass er dies nur täte, weil sie sich nicht allein versorgen kann.

So kam es also zum Streit, weil die Rose sich mal wieder in den Vordergrund drängte und dies in der Zeit, in welcher der kleine Prinz ihm versprach, eine runde Dame zu spielen.
Kaum hatten sie begonnen, rief die Rose: "Kleiner Prinz, darf ich auch mit spielen?"
Der Fuchs war sich sicher, dass sein Freund sich an sein Versprechen halten würde, doch zu seinem Pech, ließ sich der kleine Prinz drauf ein.
Das Tier hielt sich still und ließ sich auch erst darauf ein, denn was sollte er sonst tun? Die Rose würde sich also mit dem Blonden zusammen tun und mit diesem Vorteil, gewannen sie drei Spiele. Anfangs blieb der Fuchs ruhig, denn es ist im Endeffekt nur ein Spiel, was das Fass zum Überlaufen brachte, waren die Bemerkungen der Rose und wie sie mit dem Prinzen über ihn lachten. Er hatte zu lang versucht alles zu unterdrücken, dass es einfach aus ihm hinausbrach.
"Sag mal, was ist eigentlich dein Problem?!" Fragte er wütend und die Rose tat als wär sie Unschuldig.
"Was denn Fuchs, kannst du etwa nicht verlieren?" Fragte sie und lächelte erhaben.
Der kleine Prinz schaute verwirrt und sein Freund schüttelte auf die Frage der Rose seinen Kopf.
"So ein Unsinn, verlieren ist das eine, denn schließlich ist dies nur ein Spiel. Aber deine Bemerkungen sind unter aller Sau. Ihr seid zu zweit und wenn du dann ständig irgend welche Kommentare von dir gibst, macht das keinen Spaß mehr. Zumal dies hier die Zeit von mir und dem kleinen Prinzen sein sollte!" Ruft er wütend.
"Aber Fuchs, sie wollte doch nur mitspielen und sie hat doch nur Spaß gemacht." Versucht der Blonde die Situation zu beruhigen, doch bewirkt gegenteiliges.
"Na klar, aber das auf meine Kosten und ich meine, stolz ist ja okay, aber nicht so. Aber was rege ich mich hier auf, ist ja klar, dass du dich auf ihre Seite stellst, sie ist ja so zerbrechlich." Sagt Fuchs sarkastisch.
"Aber dass, stimmt doch nicht, ich stell mich nicht immer auf ihre Seite." Meint der Prinz empört.
"Oh doch das tust du, oder glaubst du ich würde dich nicht kennen, jetzt wo ich seit Jahren schon mit dir befreundet bin. Tag ein Tag aus bin ich an deiner Seite gewesen und bei all den Abenteuern stand ich dir bei Seite. Ich hab dir immer aufgeholfen ich bin immer für dich da gewesen und sicher, die Rose hätte das vielleicht auch so gemacht, aber das hat sie nicht und dennoch behandelst du sie mit Samthandschuhen. Klar dass es nicht immer um mich gehen kann, aber ich bin ja komplett abgeschrieben, seit dem wir auf dem Rosenplaneten waren."
"Jetzt hör aber auf Fuchs, das stimmt alles nicht. Ich gebe dir genau so viel Aufmerksamkeit wie ihr." Sagt der Blonde nun ehrlich verärgert und der Angesprochene  rollt nur mit den Augen.
"Na klar, dann erklär mir mal, wieso sie immer ihre Zeit mit dir bekommt und wenn ich hinzukommen will, darf ich nicht, weil die Rose und du gerade allein sein wollt. Vergleich, dass mit mir und zack, sie darf mitspielen, ohne mich je gefragt zu haben. Ich bin dir blind in diese Galaxie gefolgt und das haben wir für sie gemacht. Aber hat mich mal jemand gefragt, ob ich das will? Nein, geht ja um die Rose. Jetzt komm mir nur nicht mit der Ausrede, dass sie nicht für sich selbst sorgen kann, dass kann sie wohl, denn über unsere Abenteuer hat sie es auch geschafft. Manchmal, wünschte ich mir, sie wär einfach auf ihren dämlichen Planeten geblieben." Beim letzten Satz schaut er feindlich zur Mitbewohnerin, welche verletzt tut.
"Wie kannst du so etwas nur sagen." Sagt sie, doch sie fühlte sich nicht ehrlich getroffen bei den Worten.
"Das reicht Fuchs, denn weißt du was, genau jetzt wünsche ich mir du wärest einfach in der alten Galaxie geblieben." Sagt der Blonde außer sich vor Wut, doch trifft den Fuchs dabei wirklich und dieser ist erst einmal geschockt über diese Worte.
Sie kamen von der Person, die ihn gezähmt hat und nichtsdestotrotz, hatte genau diese Gewünscht, dass all dies nie geschehen wäre. Wortlos geht Fuchs also davon und ins Haus. Dem kleinen Prinz taten seine Worte schnell leid, doch die Rose hatte nicht vor ihn einfach gehen zu lassen, weshalb sie weiter verletzt spielte.

Genau dies war einer der Gründe, weshalb die Dinge nur noch schlechter waren, aber auch weil die Rose von der Reise im Graben errichtete, als Fuchs allein in ihrer Reichweite war. Sie behauptete, dass es dem kleinen Prinzen wichtiger war, sie glücklich zu machen, als umzukehren und den Fuchs zu holen. Da dies nach dem Streit geschah, wusste er nicht, ob er dies glauben konnte, doch es kam ihm nicht unwahrscheinlich vor. Weshalb er Zweifel hatte, über eine baldige Versöhnung, denn er selbst wusste nicht, ob er bereit war sich zu entschuldigen.

So liegt er seit her immer im Haus, bewegt sich kaum vom Fleck und auch wenn es dem kleinen Prinzen Sorgen bereitete, hatte die Rose immer etwas Neues, Grund gebendes, fürs warten. 'Sollte sich doch der Fuchs entschuldigen', ist ihre Devise. Es hinderte alles am besser werden und es war nur zu hoffen, dass nur irgendwas passieren würde, als dass sich diese Dynamik wieder ändern würde. Fuchs zumindest, hoffte sehr darauf
 
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