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Save me

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Daryl Dixon Negan OC (Own Character)
11.12.2020
17.01.2021
9
21.904
6
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.01.2021 1.905
 
Hallo ihr lieben<3
Ich wollte mich jetzt auch Mal kurz zu Wort melden☺️
Erst einmal wollte ich mich für das Interesse an der Story, die vielen Favoriten und die Empfehlungen bedanken.
So viele Menschen haben die Geschichte bereits gelesen und verfolgen wie es voran geht. Das freut mich wirklich sehr:)

Nichtsdestotrotz würden mich natürlich eure Meinungen, Ansichten, Spekulationen und natürlich auch (Verbesserungs)Vorschläge sehr interessieren.

Gefällt euch der Schreibstil?
Wie findet ihr den Hauptcharakter?
Treffe ich die handelnden Personen mit der Beschreibung?
Könnt ihr euch damit anfreunden immer noch weitestgehend im Dunkeln zu tappen was Hannahs Vergangenheit betrifft?
Was glaubt ihr wie sich alles entwickelt?

Nach und nach wird natürlich alles enthüllt werden, doch manchmal bin ich mir unsicher ob es nicht zu verwirrend ist beim lesen.
Wie seht ihr das?

Ich würde mich natürlich über weitere Kommentare, Favoriten und Empfehlungen rießig freuen:)

So, genug genervt und viel Spaß weiterhin!

Ganz liebe Grüße






Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen.

Alfred Polgar

*******************************************

"Scheisse... ziehen wir das jetzt wirklich durch?"
Daryl zog an seiner Zigarette und bließ den Rauch in die dunkle, klare Nachtluft.
Den Blick hatte er in den Wald vor ihnen gerichtet. Fast schwarz erschienen die hohen Bäume im hellen Mondlicht.

"Wir müssen..." gab Rick ruhig zurück und strich sich über den dunklen Bart.
Auch er hing scheinbar seinen Gedanken nach.
"Es bleibt uns nichts anderes übrig..."
Es war ihm deutlich anzumerken, dass es auch für ihn nicht nur ein kleines Übel war.
Seine Stimmung schien gedrückt, fast schon schwermütig zu sein.
Keinem von ihnen gefiel dass, was sie in den nächsten Stunden vor sich hatten.

"Dieser Deal war ein Fehler..." gab Daryl schließlich zu bedenken, sprach dabei aber mehr zu sich selbst, als zu seinem Freund neben sich.
Ein letztes Mal zog er an seiner Zigarette bevor er die Kippe wegschnippte und der kleine Stummel auf dem dunklen Boden verglimmte.
"Das sind doch nicht wir...nicht so!"
"Es ist zu spät Daryl..." stellte Rick resigniert fest, den Blick nun gen Himmel gerichtet.

Nein, es gefiel wirklich keinem was sie jetzt gleich tun würden und selbst sie beide, die sie schon so viel gesehen und getan hatten in dieser Welt, selbst sie hatten Zweifel das zu tun, was sie sich alle als unausweichlich glauben machen wollten.

Ein gutes Stück hinter ihnen standen noch ungefähr zehn weitere Leute ihrer Gruppe.
Im Schutz der Bäume hatten sie ihre Fahrzeuge neben der Straße geparkt und machten sich bereit für das, was keiner wirklich auszusprechen wagte.

"Wir schaffen dieses Problem jetzt ein für allemal aus der Welt. Ob uns das gefällt oder nicht tut jetzt nichts zur Sache..."
Als wolle er sich seiner Zustimmung gewiss sein sah Rick Daryl jetzt direkt an.
Er brauchte scheinbar die Beipflichtung seines Freundes.
Seines Gefährten und Bruders.
"...ich habe dieses Versprechen gegeben um unsere Leute versorgen zu können...um am Leben zu bleiben und..."
"Ich weiß!" Daryl legte ihm freundschaftlich die Hand auf die Schulter.
Er wusste warum Rick das getan hatte.
Warum er diesen Deal eingegangen war.
Und wahrscheinlich hätte er es genauso gemacht, schließlich waren die eigenen Leute immer wichtiger als die anderen.
Jedoch änderte das nichts an der Tatsache, das diese -Anderen- ihnen und den Menschen in Alexandria bis dato noch überhaupt nichts getan hatten.

Und sie waren im Begriff genau diese Menschenleben auszulöschen, um dadurch selbst besser leben zu können.
Sie taten es um Nahrung und Waffen aus Hiltop zu bekommen, dessen Einwohner wiederum davon ausgingen das sie ihnen dafür diese Saviors vom Hals schaffen würden.
Es war ein brutaler, aber erschreckend einfacher Kreislauf an dessen Ende unweigerlich der Tod für eine Partei der Beteiligten stand.
Und sie waren heute die Vollstrecker.

"Ich weiss warum wir das tun müssen..." bestätigte Daryl noch einmal und gab ihm damit die unbewusst geforderte Unterstützung.
"Wir ermöglichen ein besseres Leben dadurch..." fuhr er fort
"Wir tun das für uns und die Menschen die uns wichtig sind...das ist eine ganz einfache Rechnung."

Eine kurze Stille war zwischen die zwei Männer getreten, bis Rick schließlich völlig unvermittelt das Thema ansprach, das von Zeit zu Zeit wie ein unsichtbarer Geist in der Luft zu schweben schien.
"Sie schwirrt dir im Kopf herum nicht war?"
Den Blick auf den Boden gerichtet stand Daryl plötzlich ganz still.
Mit dieser direkten Frage hatte er nicht gerechnet.
"Mir auch..." sprach Rick dann weiter als Daryl nichts darauf erwiederte
"...ich muss auch die ganze Zeit daran denken...und ich verspreche dir, wenn das erledigt ist dann können wir uns auch wieder voll darauf konzentrieren sie zu finden!"

Rick kannte ihn einfach zu gut, fast besser als er sich selbst kannte.
Und Daryl wusste, das sein Freund das nicht einfach nur so dahin sagte, auch ihm war Hannah wirklich wichtig.
Doch mittlerweile war es schon fast ein ganzer Monat und es kostete ihn viel Kraft seine Hoffnung nach wie vor aufrecht zu erhalten.
"Wenn es dafür nicht schon zu spät ist..." erwiederte Daryl dann rau, den Blick nach wie vor am Boden.
Wieder schwiegen.die beiden Männer, die Köpfe voll von zweifelhaften Gedanken.

"Komm schon es wird Zeit..." sprach Rick dann als erster wieder und legte Daryl die Hand auf die Schulter.
Aufmunternd drückte er sie kurz, dann wandte er sich um und ging langsam zu den anderen.
Daryl jedoch hielt seinen Blick abermals in den Wald gerichtet.
Durch die dunklen Bäume sah er ganz leicht den großen weissen Satelliten.
Erhellt durch den Mond erkannte man dessen grosse Schüssel die fast gespenstisch im fahlen Licht schimmerte.
Dort, vielleicht 500 Meter von ihnen entfernt schliefen diese Männer und Frauen.
Waren schlafen gegangen, und hatten keine Ahnung gehabt das sie nicht wieder aufwachen würden.

Sie waren keine bestialischen Mörder, keine Killer, und doch mussten sie diese Rolle heute einnehmen.
Heute Nacht waren sie Mörder die ihre Schuld beglichen.
Und das auf so berechnende Weise wie es wohl nur die abartigsten Menschen taten.

Daryl atmete tief ein.
Ganz langsam ließ er die kühle Luft in seine Lungen strömen.
Was würde Hannah wohl dazu sagen?
Wie wäre ihre Meinung dazu?
Rick hatte Recht, sie war in seinem Kopf.
Fast ununterbrochen kreisten seine Gedanken um sie.
Möglichkeiten abwägend was ihr passiert sein konnte.
Der Versuch sich an gesagtes oder getanes zu erinnern, in der Hoffnung das ihm irgendetwas einfiel was ihn weiterbringen würde.

Seufzend fuhr er sich übers Gesicht.
"Komm schon Mann...!" rügte er sich selbst.
Das hier war wohl der scheinbar ungünstigste Zeitpunkt um sich von den Gedanken an Hannah ablenken zu lassen.
Zumindest in dieser Nacht musste er sie beiseite schieben.

"Verdammt Hannah... wo bist du?"

*******************************************

Es war ein einziges Gemetzel.
Ein blutiges, hinterhältiges Massaker.
Und auch wenn sie sich einredeten das es notwendig war, wussten sie alle um die Boshaftigkeit dieser hinterhältigen Aktion.
Keiner von ihnen verspürte irgendeine positive Regung nachdem sie diese Menschen regelrecht abgeschlachtet hatten. Und auch der Gedanke, das dass keine guten Menschen waren, half ihnen nicht darüber hinweg zu was für einer niederträchtigen Aktion sie fähig gewesen waren.

Schummriges Licht erhellte den nackten grauen Gang in dessen Mitte Daryl stand und langsam sein Messer senkte.
An der Wand neben ihm tropfte das noch frische Blut auf die am Boden liegende Leiche eines Mannes.
Zwei weitere lagen wenige Meter von ihm entfernt auf dem Boden, ihre Körper geradezu durchlöchert von dutzenden von Kugeln.
Es roch nach Blut und nach Schießpulver und es war fast unheimlich still geworden nachdem der letzte Mann durch Daryls Hand sein Leben gelassen hatte.
Es war ein Sieg für sie auf ganzer Linie und doch fühlte es sich nicht danach an.

Daryl wischte sich erschöpft über die schweißige Stirn und wollte gerade sein Messer zurück stecken, als er meinte ein leises Geräusch hinter sich im Gang zu hören.
Stumm gab er den anderen, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Ganges
befanden zu verstehen, das er nachsehen ging.
Langsam bewegte er sich dann um die am Boden liegenden Männer herum, den langen Flur hinunter.
Vielleicht spielte ihm sein Gehör nach dem vielen Geschrei und Geschieße einen Streich, doch wollte er auch nichts dem Zufall überlassen.
Daryl neigte den Kopf gerade so weit, das er um die Ecke sehen konnte.
Der kurze Gang der da lag war jedoch leer.
Doch erkannte er mit einem geübten Blick das sich die einzige Tür an dessen Ende ganz sacht bewegte, und einen Moment später schon leise klackend ins Schloss viel.
Mit ein paar schnellen Schritten war er an der dicken Stahltüre und stieß sie mit einem Ruck auf.
Seine Augen, die noch das diffuse Licht im Inneren dieses Bunkers gewohnt waren, wurden kurz durch die Helligkeit der aufgehenden Sonne geblendet.
Daryl hob die Hand um besser sehen zu können und erkannte die schemenhaften Umrisse einer Person.
Einer schnellen Person die auf der Flucht war.
Ohne zu überlegen sprintete er los als der flüchtende bereits einen Satz machte und sich an den Zaun klammerte der das Gelände umgab.
Geschickt kletterte er daran hoch und war fast schon außer Reichweite als Daryl ihn doch noch am Fuß zu packen bekam und ihn mit einem kräftigen Ruck wieder nach unten zog.
Der Mann strauchelte und knallte dann hart mit dem Rücken auf den Boden.
Währenddessen hielt Daryl schon sein Messer bereit, fixierte ihn mit dem Knie am Boden und drückte mit seiner freien Hand fest um seinen Hals.
"Scheisse..." lachte der Typ am Boden ihm heißer ins Gesicht
"...ihr habt keine Ahnung was ihr da getan habt!"
"Halts Maul!" stieß Daryl hervor und holte gerade mit seinem Messer aus, als sein Blick auf etwas fiel. Unter seiner Hand, die er eng um den Hals des Typen gelegt hatte, blitzte etwas hervor.

Nein... das konnte nicht sein!
Für einen kurzen Moment kam es ihm so vor als setzte sein Herzschlag aus.
Ungläubig starrte er auf den zarten, kugelförmigen Anhänger der oberhalb der Brust dieses Mannes und halb unter seiner eigenen Hand lag.
Der Savior nutzte diese eine unaufmerksame Sekunde jedoch sofort und schlug ihm hart ins Gesicht.
Dayl fiel rückwärts, während der Mann ihm einen weiteren Stoß gab und ihn so zu Boden brachte.
Mit einem erneuten Satz nach vorne war er wieder am Zaun, um flink daran nach oben zu klettern.
Daryl rappelte sich auf, war jedoch total neben der Spur und unfähig klar zu handeln.
"Hey...!" Rick kam hinter ihm aus der Tür gestürmt, seine Waffe gezogen und nach vorn gerichtet.
Er schoss, doch der Savior machte einen gekonnten Sprung über den Zaun, landete sicher auf den Beinen und rannte in den Wald.
Es fielen noch ein paar Schüsse die ihr Ziel jedoch verfehlten.
"Scheisse!" Fluchte Rick aufgebracht und wirbelte herum zu den anderen, die nun auch nacheinander aus dem Gebäude kamen.
"Alles okay bei dir?" erkundigte er sich dann bei Daryl.
Fassungslos starrte der jedoch dem Flüchtenden noch immer nach.
Auch als dieser schon lange nicht mehr zu sehen war.
"Daryl...?"
Doch Daryl antwortete nicht.
Tausend Dinge schossen ihm durch den Kopf und doch war er so leergefegt wie nie.
Sein ganzer Körper pulsierte, verlangte nach einer einzigen brennenden Antwort.

Nach der Antwort auf die Frage, warum zum Teufel dieser Typ Hannahs Kette hatte.
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