Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Meine Hassliebe zum Chef

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
09.12.2020
18.05.2021
75
127.402
2
Alle Kapitel
69 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.04.2021 1.846
 
Nachdem Nené sich panisch die ganze Zeit an Rindou gekrallt hatte, war sie eingeschlafen. Rindou allerdings dachte noch über denn Film nach. Außerdem fehlte ihr Eishi sehr. Mit ihm hätte sie denn Film nicht sehen können. Er mochte solche Filme noch nie und alleine wenn Eishi wieder länger Arbeiten war, wollte sie auch nicht diese DVDs sehen. Nené hielt abends auch nie so lange durch. Denn mit ihren 6 Monaten forderte Ayane natürlich sehr viel Aufmerksamkeit. Und da Nené immer sehr früh wach war, je nachdem wie es Ayane passte, war sie nach der harten Arbeit sehr schnell müde. Die beiden Freundinnen hatten sich teilweise zu denn spitzen Zeiten eine Woche nicht gesehen, da Ayane da gerade frisch geboren war und Nené nicht Arbeiten durfte. Wenn Rindou dann sehr spät nach Hause kam, lag Nené schon völlig erledigt mit Ayane fest an sich gekuschelt in ihrem riesigen Bett. Rindou war erst skeptisch als Nené mit dem kleinen Bündel Mensch vor ihrer Tür stand und sie darum bat, bleiben zu dürfen. Rindou hatte nämlich die Befürchtung das sie mit Ayane niemals zurecht kommen wird und das kleine Baby einfach zu laut sein könnte, aber Nené wegschicken kam für sie überhaupt nicht in frage. Die beiden hatten immer zusammen gehalten und sich geholfen. Wo hätte die Arme kleine Nené auch sonst hingehen sollen mit diesen winzigen niedlichen Mädchen? Also stimmte Rindou der ganzen Sache noch immer skeptisch zu. Im laufe der Zeit allerdings hatte Ayane auch ihr Herz erobert. Nie hatte sie Rindou geweckt oder gestört. Sie näherten sich sogar an und Rindou liebte die kleine mittlerweile so sehr und wollte gar nicht mehr ohne Nené und Ayane sein. Mittlerweile wollte Rindou sie gar nicht mehr gehen lassen. Irgendwann schlief dann auch Rindou schließlich ein. Glücklich darüber ihre beste Freundin wieder nach Hause zu holen.
Eizan sah jetzt Lexy ziemlich finster an. „Du wirst mir jetzt sofort sagen wo mein Kind ist. Oder ist das auch wieder einer deiner Lügen? Du bist so durchtrieben Lexy." „Keine sorge Etsuya. Ich habe nicht gelogen. Das Kind lebt tatsächlich. Es ist damals von mir zur Adoption frei gegeben worden. Ich kann dir aber sonst nichts weiter dazu sagen. Da es mir dann direkt nach der Geburt genommen wurde, habe ich es nie gesehen und weiß nicht mal ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Es hat mich schließlich auch nie interessiert. Ich wollte dieses Kind vor dir schützen. Du hast von mir schließlich verlangt es umzubringen. Damals wusste ich keinen anderen Ausweg. Ich konnte es einfach nicht abtreiben lassen. Verstehst du das denn nicht? Ich sage die Wahrheit. Unser Kind lebt Etsuya." Das war wie ein Schlag ins Gesicht für ihn. Er hatte bereits ein Kind. Wusste allerdings bisher nichts darüber. Weder wo es war oder ob es ein Junge oder Mädchen war. Eizan wusste bloß das er dieser Sache auf jeden Fall nachgehen musste. Er würde sein Kind finden. Allerdings konnte er ja schlecht damit zu Leander gehen. Er rang sehr mit sich, musste allerdings einsehen das es jetzt nur eine Person gab die ihm helfen konnte. Auch wenn er auf gar keinen Fall dorthin wollte. Aber es war mittlerweile schon sehr spät und in die leere Wohnung wollte er auch nicht mehr zurück. Wortlos packte er schnell seine Sachen und verließ wütend das Haus von Leander und Lexy. Leider kam gerade Leander nach Hause. „Hey Etsuya. Hallo. Ich habe es schon gehört. Es tut mir so unendlich leid wie der Prozess ausgegangen ist." Leander nahm Eizan tröstend in seine Arme. Sofort kam das schlechte Gewissen zurück. Er liebte seinen Bruder doch über alles und hatte mit seiner Frau geschlafen. Das war unverzeihlich. Jetzt hoffte er wirklich das Lexy sich endlich von seinen Bruder scheiden ließ. „Schon ok Leander. Wir lassen uns das natürlich nicht gefallen. Nené wird ihre Tochter zurück bekommen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Ich muss jetzt auch dringend los Leander. Wir telefonieren einfach mal die Tage mal miteinander in Ordnung?" „Das ist völlig ok Etsuya, aber wie du weißt bist du noch immer in Gefahr. Wir müssen uns die Tage auf jeden Fall nochmal zusammen setzen. Versprichst du mir das?" „Ja aber natürlich. Bis dann." Schnell machte er sich auf denn weg zu Linus. Aufgeregt stand er vor seiner Tür und traute sich nicht so richtig zu klingeln. Er wusste ja nicht das Linus natürlich längst bemerkt hatte das Eizan vor seiner Tür stand. Schließlich hatte er ein Gespür dafür. So beobachtete Linus ihn eine Weile durch denn Tür Spion und musste breit grinsen. Er amüsierte sich darüber das sein Bruder sich gerade bei ihm völlig zum Affen machte. Linus war kurz davor lachend auf denn Boden zu liegen. Um Etsuya nicht noch länger auf die Folter zu spannen und bevor er sich wieder vor Angst verzieht, riss Linus die Tür auf und stürzte sich lachend auf ihn. Der war sogar viel zu erschrocken um zu schreien. „Guten Abend Etsuya. Mit dir habe ich ja gar nicht gerechnet. Was hast du denn um diese Uhrzeit noch bei mir verloren? Hattest du etwa Sehnsucht nach mir?" Grinste er seinen Bruder breit an. Irgendwie tat es Etsuya gut das Linus so auf ihn reagiert hatte. Das lenkte ihn für kurze Zeit von seinen Sorgen ab und er fühlte sich in diesem Moment sehr wohl. Konnte es sich aber nicht erklären, da er ja eigentlich seinen Bruder überhaupt nicht leiden konnte. Daher musste er ebenfalls lachen. Das wiederum irritierte Linus. Der hatte damit gerechnet das Eizan ihm eine reinschlagen würde. Augenblicklich sah der Eizan merkwürdig an. „Hast du gerade gelacht?" Fragte er ihn dann erstaunt? „Ja ich habe keine Ahnung warum." Musste er noch immer lachen. „Ok komm erstmal rein. Meine Nachbarn denken sonst du bist aus der Psychiatrie ausgebrochen." Sagte er und zog Eizan auf die Füße und ging mit ihm rein. „Bitte setz dich doch. Also was ist los? Warum bist du wirklich hier?" Etsuya sah Linus das erste mal so richtig an. Die beiden waren eindeutig Zwillinge und sahen sich so unglaublich ähnlich. „Hey was glotzt denn so? Sehe ich etwa aus wie ein leckeres Sandwich? Du hast mich übrigens beim Essen gestört. Möchtest du auch etwas?" Fragte er etwas peinlich berührt. „Ich möchte ungern alleine Essen. Ich fand es schön mit euch gemeinsam zu Essen als ihr hier wart. Also setz dich und erzähl was los ist." Sagte Linus und sah ihn hoffnungsvoll an. Er schien tatsächlich zu wollen das Eizan hier bei ihm war. In Ordnung, setzen wir uns erstmal. Eizan beschloss ihm doch nichts über die Sache zu sagen. Es war gerade so ein gutes Gefühl hier zu sein das er es nicht kaputt machen wollte. „Ehrlich gesagt bin ich hier bei Nené ja unbedingt wollte das wir uns ja besser kennen lernen. Darum habe ich mir gedacht das wir uns mal in Ruhe unterhalten. Da ich wie du weißt tagsüber sehr beschäftigt bin habe ich mir gedacht das ich es einfach mal versuche. Jetzt habe ich auch die Ruhe dafür. Also wie geht's dir?" Fing er das Gespräch an. Linus war sprachlos und biss schnell von seinen selbstgemachten Sandwich ab. Sein Bruder der ihn hasste und dessen Freundin er entführt hatte, saß tatsächlich in seiner Küche und fragte wie es ihm ging. „Wie geht's denn der Besessenen Nené und der kleinen? Was macht meine Nichte oder Neffe. Wächst und gedeiht?" Fragte er schnell um von sich abzulenken und weil es ihm wirklich interessierte und er Kinder gerne hatte. Außerdem war ihm auch Nené ans Herz gewachsen. Sie hatte ihn nicht aufgegeben und verurteilt. Es war sogar sehr lustig mit ihr gewesen. Nené war ja sogar bereit ihm zu helfen seine Angebetete zu erobern. Darüber wollte er die Tage sowieso nochmal mit ihr reden. Er wusste ja überhaupt nicht was passiert war. Und das wollte Eizan auch gerade nicht ändern. „Es geht Nene und denn Kindern gut. Zumindest soweit Mann es bei meinen Kind schon sehen konnte. Sie ist ja jetzt erst im 3 Monat. Sie möchte aber nicht wissen was es wird. Aber das ist ja auch nicht so wichtig. Hauptsache es geht beiden gut. In einer Woche fliegen wir in denn Urlaub. Solange Nené noch darf." „Das ist schön Etsuya. Ich freue mich wirklich sehr für euch." Das meinte er auch ernst wie Eizan sehen konnte und freute sich darüber. Da fiel ihm ein das er ja nicht viel über Linus wusste. „Sag mal Linus wie war das denn für dich damals als Kind? Wo warst du all die Jahre? Warum hast du denn nie irgendwas gesagt?" Fragte Eizan ihn traurig das er all die Jahre mit ihm verpasst hatte. Es hatte Eizan die letzten Tage doch sehr belastet. Linus sah ihn eindringlich an. Wahrscheinlich um zu sehen ob er es ernst meinte. Denn so richtig traute er seinen Bruder immer noch nicht über denn weg. „Du überrascht mich heute sehr Etsuya. Die Vaterrolle scheint dir gut zu tun. Es freut mich das du dich plötzlich für mich interessierst. Ich weiß ja das weder du noch Leander von mir wusstet. Mit ca 4 Monaten wurde ich von unseren Eltern zur Adoption frei gegeben. Also schon relativ früh. Aber unsere Eltern sind mit mir nicht zurecht gekommen. Wir drei waren ihnen wohl doch zuviel." Grinste er, aber Eizan sah auch die Traurigkeit in seinen Augen. „Dann bin ich ziemlich viel rumgekommen. War wohl noch nie so einfach. Ständig war ich kurz in einer Familie und dann wieder im Heim. Ich wusste ja selber nicht das es euch gibt. Auf unsere Eltern war ich stinkwütend und daher hatte ich mich damit auch nicht weiter beschäftigt. Bis ich denn Auftrag bekam die kleine Nené zu kidnappen. Was mir im Nachhinein sehr leid tut. Aber hey ich bin ein Auftragskiller. Da habe ich von dir und Leander erfahren. Und das ihr meine Brüder seid. Endlich war ich nicht mehr alleine, ich hatte euch." „Aber Linus, warum hast du Nene entführt und geholfen mich umzubringen?" Fragte Eizan überrascht. „Ich habe mich mit dir beschäftigt und beobachtet. Du hast es natürlich nicht mitbekommen. Dabei habe ich rausgefunden was du für einen Charakter hast. Dann hat Nené mir noch erzählt wie das Kind entstanden ist und da war mir klar was für ein Mensch du bist. Ich wollte nicht so einen Bruder. Darum war es mir am Ende egal. Allerdings scheinst du dich doch geändert zu haben. Du bist hier und darüber freue ich mich. Und du kümmerst dich sehr gut um Nené. Meinst du denn das wir vielleicht doch irgendwie miteinander klar kommen können?" „Es wird bestimmt sehr schwer die ganzen Jahre aufzuholen, aber ich denke wir schaffen das schon. Wir müssen einfach nur viel miteinander reden." „Klar sehr gerne." Lächelte Linus und so redeten die beiden die ganze Nacht miteinander bis sie schließlich erschöpft auf dem Sofa eingeschlafen waren. Das sie jemals so dicht beieinander einschlafen würden, hätte wohl keiner der beiden ungleichen Brüder gedacht.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast