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Weihnachtsengel

KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Anastasia Steele Christian Grey Elliot Grey José Rodriguez Katherine Kavanagh
09.12.2020
26.12.2020
10
11.554
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09.12.2020 1.268
 
In der Weihnachtszeit gibt es sehr viel zu tun. Beim Weihnachtsmann läuft jetzt die heiße Zeit des Jahres an. Geschäftiges Treiben in seinem Büro und in den Hallen für den Versand. Wunschzettel müssen gelesen, Geschenke ausgewählt und verpackt werden. Die Weihnachtsengel haben alle Hände voll zu tun und sind ziemlich im Stress. Aber der Weihnachtsmann achtet darauf, dass sie ihre Pausen haben, denn die Geschenke müssen an die richtige Adresse versendet werden. Manchmal schickt er seine Weihnachtsengel auch auf die Erde, um die Menschen zu überraschen. Sie denken dann, dass sich hübsche Frauen als Engel verkleidet haben, ein Irrglaube, worüber der Weihnachtsmann immer wieder schmunzeln muss.
Anastasia ist ein Engel und schon viele Jahre im Himmel beschäftigt, Sie liebt die Weihnachtszeit über alles. Leuchtende Kinderaugen, duftende Lebkuchen und wunderschön geschmückte Weihnachtsbäume. Es ist die Zeit, wo Wünsche war werden können. Mit viel Liebe und Geschick verpackt sie jedes Jahr die Geschenke und legt kleine Überraschungen dazu.

Nachdem alle Wunschzettel abgearbeitet und alle Geschenke durch die Kontrolle gelaufen waren, setzen sich der Weihnachtmann uns seine Engel erschöpft an einen Tisch, um gemeinsam zu essen. Da stutzte Anastasia und schaute auf die Erde. Dort lag ein kleines Päckchen. Es war in einfachem, blauen Papier eingewickelt. Ein weißer, dünner Wollfaden diente als Schleife. Das konnte nicht sein, da alles erledigt worden war. Keiner von ihnen hätte ein Geschenk so schlicht verpackt.
Anastasia hob es auf und sah, dass etwas in sehr feiner Schrift darauf geschrieben wurde.
,,Christian Grey“, war dort zu lesen. Keine Adresse, wohin dieses Päckchen geschickt werden sollte.
,,Sehr seltsam“, meinte der Weihnachtsmann.
,,Das ist mir in meiner langen Zeit hier nicht unterkommen, dass ein Geschenk übrig war. Wunschzettel kamen manchmal zu spät, dass bis zum Fest leider die Geschenke nicht mehr fristgerecht versandt werden konnten. Diese konnten nicht bearbeitet  werden.“

,,Anastasia“, sagte der Weihnachtsmann,
,,Du wirst diese knifflige Aufgabe und das Rätsel um dieses geheimnisvolle Päckchen lösen. Finde diesen Christian Grey und überrasche ihn. Dir wird sicher etwas einfallen. Deine Freundin Kate begleitet dich zur Unterstützung mit auf die Erde. Ich habe das Gefühl, dass sehr viel mehr dahinter steckt. Findet es heraus! Ich frage mal meine Zauberkugel und blicke in die Zukunft. Das habe ich schon lange nicht mehr getan. Mein Gefühl lässt mich nicht los, dass etwas passieren wird.“

Somit verschwand er in sein Büro und Anastasia und Kate warteten ungeduldig auf ihn. Sie beschlossen ihr neues Spiel Wolkenpuzzle auszuprobieren.
Der Weihnachtmann holte die Kugel aus einem Schrank, nahm das rote Tuch herunter und stellte sie auf den Tisch.
Sanft strich er über die glatte Oberfläche und sah, wie der Schnee aufwirbelte.
,,Sag mir etwas über einen Christian Grey.“
Es wurde dunkel und der Schnee verschwand in der Kugel.
Er sah einen kleinen Jungen, der mit seinen traurigen grauen Augen in die Welt schaute. Blass und mager sah er aus. Dem Weihnachtsmann wurde das Leben des Jungen bis hin zum Erwachsenen gezeigt. Hin und wieder rollte ihm eine Träne die Wangen hinunter. Das Schicksal und das Leben dieses Kindes beeindruckte ihn sehr. Nun wurde er neugierig und wollte auch noch die Zukunft dieses jungen Mannes sehen.
Trauer befiel den alten Mann und er seufzte schwer und er befragte sie noch einmal, wieder das gleiche Ergebnis. Aber die Zauberkugel irrte sich nicht. Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und blickte nachdenklich auf die Kugel. Der Weihnachtsmann strich über seinen langen Bart und entschied, seinen Weihnachtsengeln nicht die ganze Wahrheit zu sagen. Das Schicksal sollte seinen Lauf nehmen.

,,Wie lange dauert das denn, er sitzt gefühlt Stunden über diesem Ding und starrt einfach nur hinein.“
Kate hat durch das Schlüsselloch gesehen, neugierig wie immer.

,,Da stimmt etwas nicht, so habe ich den alten Mann noch nie gesehen. Mal war er traurig, Tränen liefen ihm über das Gesicht, dann war er hoch erfreut und begeistert. Zum Schluss runzelte er die Stirn, schüttelte den Kopf, schaute ernst drein und seufzte laut. Aber dann erhellte sich sein Gesicht und er atmete tief durch.
Er schien den Blick auf seine Zauberkugel zu beenden, deckte die Kugel wieder zu und stellte sie wieder an ihren alten Platz.“

Schnell verließ Kate den Platz und ging zurück zu Ana. Da öffnete sich die Tür und der Weihnachtsmann trat heraus. Erwartungsvoll sahen sie ihn an.

,,Was hast du in deiner Zauberkugel gesehen?“, fragte Kate ungeduldig.
,,Ich habe mir euren Auftrag angesehen und der verspricht sehr interessant zu werden.“, antwortete er lächelnd.
,,Nun sag schon, wer ist dieser geheimnisvolle Christian Grey. Gib uns wenigstens ein paar Tipps.“,versuchte Anastasia ihm mehr zu entlocken.

,,Wo sollen wir auf der Erde suchen, in welchem Land oder Stadt? Er könnte überall auf der Welt wohnen. Nun sag schon Weihnachtsmann!“, hakte Kate noch einmal nach.
So leicht ließ sich der Weihnachtsmann sich nicht aus der Reserve locken.
,,Na gut einen Hinweis gebe ich euch. Er lebt in Seattle und ist ein interessanter junger Mann. Mehr möchte ich euch nicht verraten.“
Kate gab keine Ruhe, ihre Neugierde war geweckt. Sie wollte noch mehr Informationen über diesen geheimnisvollen Christian Grey erhalten und fragte ihn direkt:
,,Ich habe das Gefühl, du verschweigst uns etwas. Du siehst so nachdenklich und ein wenig traurig aus. Worüber machst du dir Sorgen? Gibt es etwas, was du uns sagen möchtest?“

,,Ja da gibt es etwas, was ich euch unbedingt mit auf den Weg geben möchte. Ihr dürft niemandem sagen, wer ihr seid. Wenn ihr euch verliebt, gibt es keine Rückkehr zu mir in den Himmel.“, mahnte der Weihnachtsmann und seufzte dabei laut.

,,Das wird nicht passieren, hier ist es doch am schönsten.“, meinte Anastasia
,,Du kennst die bunte Erde nicht mit ihren schönen Landschaften und ihren interessanten Menschen. Du siehst nur einen ganz kleinen Teil davon zu Weihnachten. Ich gebe zu, es ist eine sehr schöne Zeit für die Menschen. Aber das Leben dort hat noch so viel mehr bieten, Schönes aber sehr Trauriges.Die Menschen nennen es nicht umsonst das Fest der Liebe.“

,,Papperlapp Weihnachtsmann, wir werden diesen Auftrag zu deiner Zufriedenheit erfüllen und dann zu dir zurückkehren. Komm Ana, wir müssen schauen, wo dieses Seattle auf der Erde zu
finden ist. Dann packen wir unsere Koffer und bekommen bestimmt eine Wolke für die Reise.
Ich weiß gar nicht, was ich einpacken soll?“, brach Kate in Panik aus.
,,Was trägt man jetzt auf der Erde? Sind meine Schuhe vom letzten Mal noch modern? Bin ich aufgeregt. Ich muss jetzt los.“ Damit verabschiedete sie sich und lief sofort los.

,,Ich konnte ihr gar nicht antworten, dass sie ihre Kleidung noch tragen kann. Kate hat doch Mode aus verschiedenen Zeiten in ihrem Schrank. Auf der Erde kommt alles wieder, was zu irgendeiner Zeit getragen wurde. Du bist so schweigsam Ana?“,endete der Weihnachtsmann
,,Auch ich habe das Gefühl, dass du vor uns ein Geheimnis hast. Du bist sehr besorgt. Gibt es dafür einen Grund? Sag es mir bitte!“, bat Ana ihn.

,,Nein, dieses mal werde ich es nicht tun. Ich darf und ich möchte in euer Schicksal nicht eingreifen. Es wird für euch einiges bereit halten und ihr entscheidet, was ihr daraus macht.“

Anastasia schüttelte verständnislos den Kopf und sah ihn traurig an. Der Weihnachtsmann nahm sie in den Arm und küsste sie auf den Scheitel.

,,Alles wird gut liebste Ana. Vertrau mir.“
,,Ich werde packen. Kate sitzt bestimmt schon auf der Wolke und wartet ungeduldig auf mich, weil es wieder nicht schnell genug gehen kann. Wenn wir fertig sind, verabschieden wir uns von dir“, rief sie ihm beim Gehen zu.

Nachdenklich sah er Ana nach, wusste er doch bereits, dass sich das Leben seiner Lieblingsengel sehr verändern würde und dies stimmte ihn im Moment traurig.
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