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Lover Of Mine || L.R.H.

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
09.12.2020
10.01.2021
19
25.898
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09.12.2020 1.440
 
Die ganze Band ließ sich auf die Couch fallen, sodass ich keinen Platz mehr hatte und fragend in die Runde blickte: „Und wo soll ich eurer Meinung nach sitzen?" Wieder ganz der Alte klopfte sich Luke auf den Schoß: „Komm her." Sofort antwortete ich: „Luke, das kannst du schön ver..." Lachend zog er mich einfach auf sich.

Normalerweise hätte ich nichts dagegen. Ich hatte schon unzählige Male auf seinem Schoß gesessen, aber nach der Szene vorhin im Aufnahmeraum, empfand ich es irgendwie als unangebracht und wollte aufstehen. Aber er war viel stärker als ich und ließ mich nicht los. Seufzend ergab ich mich meinem Schicksal und blieb an Ort und Stelle. Ein Drama daraus zu machen, wäre noch viel seltsamer gewesen.

Schnell wurde ich von den Gesprächen abgelenkt und jeder genoss die verdiente Pause. Die Pizzen wurden immer kleiner und ich rutschte auf Lukes Schoß etwas zurück, damit ich mich besser nach einem Pizzabrötchen bücken konnte. Augenblicklich spannte sich Luke unter mir an und schob mich an der Hüfte etwas nach vorne.

Fragend sah ich ihn an: „Ist was? Soll ich dir auch eins reichen?" „Äh, ja klar." Umständlich drehte ich mich auf seinem Schoß, um ihm das Brötchen zu geben, wodurch ich wieder weiter in seinen Schoß rutschte. Wieder spannte er sich an und atmete scharf ein. Ich gab ihm das Brötchen und wollte mich wieder nach vorne drehen, da packte er mich wieder an der Hüfte und zischte: „Hör bitte auf, dich zu bewegen." „Was? Warum?" „Bleib bitte einfach so sitzen." Langsam dämmerte mir worauf er hinaus wollte und merkte wie Hitze in meine Wangen schoss. Stumm nickte ich nur und blickte wieder zu den anderen, die das Spektakel zum Glück nicht mitbekommen hatten.

Für Morgen war ein Videodreh geplant, den die Jungs sich schon lange gewünscht hatten. Ewig hatten sie über die Idee nachgedacht und mit den Videoproduzenten die Details ausgepfeilt. Es hatte Stunden gedauert den passenden Drehort zu finden und deshalb wunderte es mich auch nicht, dass der Dreh Morgen das Topthema beim Essen war.

Ich merkte, wie Luke meinen Arm entlang strich und an mich gewand fragte: „Wirst du ihn anrufen?" Duch den abrupten Themawechsel verwirrt antwortete ich: „Was?" „Ich meine den Pizzaboten, der dir seine Nummer gegeben hat. Wirst du dich mit ihm treffen?" Ich sah auf meinen Arm hinab, auf dem immer noch seine Hand ruhte: „Ich denke schon." Er blickte mir direkt in die Augen und erst jetzt viel mir auf, wie nah wir uns eigentlich waren.

Mit seinen über 1,90m war er mehr als 30cm größer als ich, was sich aber relativierte, da ich auf seinem Schoß saß. Eigentlich konnten wir äußerlich kaum unterschiedlicher sein. Er war ein blonder Riese mit stechend blauen Augen und ich war klein, hatte schwarze Hüftlange Haare und grünbraune Augen.

Luke zuckte zusammen, als Marc ihn direkt ansprach und blickte wieder in die Runde seiner Bandmitglieder. Vertieft in das Gespräch mit den anderen legte er seine Hand auf meinem nackten Oberschenkel ab.

Er nahm wohl selber gar nicht wahr, dass er mit seinem Daumen kleine Kreise auf meiner Haut malte und er dabei eigentlich durch Zufall mein Kleid immer höher schob und damit auch seine Hand immer höher wanderte. Langsam wurde mir immer wärmer und dabei war es in dem Vorraum schon kochend heiß.

Ich könnte ihn stoppen und seine Hand ganz leicht beiseiteschieben, aber ich tat es nicht. Fasziniert blickte ich auf seine Hand hinunter, die durch ihre Größe unabsichtlich immer wieder über die Innenseite meines Beines strich.

Plötzlich wurde ich von Mickey angesprochen: „Jenny?" Panisch schob ich Lukes Hand von mir runter, der mich total verwirrt ansah, weil ich so harsch war. Grinsend sah mich Mickey an: „Bleibst du noch, ober fährst du nachhause? Ich kann Luke mitnehmen, wenn du möchtest." „Braucht ihr denn noch lange?" Jetzt antwortete mir Marc: „Wir brauchen eigentlich nur noch einen Teil und dann wären wir für heute fertig." „Dann bleibe ich gerne noch hier."

Schwungvoll erhob ich mich und bewegte mich in Richtung Toilette: „Bin gleich wieder da. Fangt doch schon mal an." Als ich endlich die Tür hinter mir geschlossen hatte, lehnte ich meine Stirn an die kühle Tür.

Was zur Hölle, war das eben gewesen? Klar waren wir nicht scheu uns zu berühren, aber nicht so intim und vor allem meine Gedanken dabei waren mir ganz neu. So habe ich noch nie über Luke nachgedacht. Nie habe ich an sexuelle Gefälligkeiten gedacht, oder diese bei ihm provoziert. Vor allem heute, war es ganz seltasm zwischen uns.

Seufzend drehte ich mich zum Spiegel und betrachtete mich darin. Meine Wangen waren leicht gerötet und auch meine Lippen hatten schon von Natur eine sanfte Röte. Aber ansonsten, konnte ich nichts finden, was irgendwie besonders hübsch war. Ich fragte mich, ob Luke mich schön fand. Natürlich äußerte er Komplimente, aber das war ja normal unter Freunden.

Ach, verdammt. Wieso dachte ich überhaupt darüber nach? Ich reagierte total über und das war auch schon alles. Es war schon ein langer Tag und alle waren angespannt und überempfindlich.

Ich wartete noch etwas und öffnete dann nach einiger Zeit wieder die Tür. Grade pünktlich, um im Aufnahmeraum einen Stuhl fliegen zu sehen und Luke der genervt im Raum hin und her lief: „Das hört sich doch alles total scheiße an."

Langsam ging ich auf Mickey zu, der noch auf der Couch saß: „Was ist denn hier los? Ich war eigentlich nicht lange weg und das erste was ich sehe, wenn ich raus komme sind fliegende Stühle?" „Hm, Luke sollte den Refrain aufnehmen, aber irgendwie wird es nichts. Nicht dass er die Töne nicht treffen würde, aber es fehlt einfach das gewisse etwas. Wir haben keine Ahnung, was wir...ich hab's!" „Was denn?"

Total motiviert zog er mich mit sich mit, in den Aufnahmeraum zu Luke: „Also Luke, ich habe die Lösung auf dem Silbertablett." Mit diesen Worten breitete er seine Arme aus, um mich zu präsentieren. Luke sah ihn einfach nur skeptisch an, während ich Mickey verwirrt anstarrte: „Was?" „Du setzt dich jetzt exakt hier hin." Mit diesen Worten zog er mir einen Stuhl ran, sodass ich vielleicht einen Meter entfernt vor Luke saß, den ich fragend ansah: „Was genau soll das bringen?" Er sah mich nur kurz an und murmelte: „Lass es uns einfach versuchen, ja?" Bei seiner Wortwahl zuckte ich kurz zusammen und sah auf meine Hände, während Luke wieder Anweisungen bekam.

Kurze Zeit später hörte ich die Musik und Luke begann zu singen:

I'll never give you away

'Cause I already made that mistake

If my name never fall off your lips again

I know it'd be such a shame

When I take a look at my life and all of my crimes

You're the only thing that I think I got right

I'll never give you away

'Cause I already made, already made that mistake

Als ich meinen Kopf hob blickte ich direkt in seine Augen, die mich zu durchbohren schienen. Dieser Moment wurde aber von Calum unterbrochen, der die Tür mit einem Ruck öffnete: „Das war mit Abstand das Beste, was wir heute gehört haben."

Dann blickte er auf mich herunter, weil ich immer noch wie festgewachsen auf dem Stuhl saß: „Du solltest wohl immer im Raum sitzen, wenn Luke seinen Teil aufnimmt." Zögerlich lächelte ich ihn an und nahm seine Hand an, die er mir reichte.

Im Vorraum reckten alle die Daumen nach oben, was mir total unangenehm war, da ich am Ende eigentlich nichts getan hatte. Ich meine Luke hatte die ganze Arbeit gemacht.

Apropos Luke, er kam fast schon schüchtern auf uns zu, als ob ihm etwas peinlich wäre, was seltsam war, da er schon 100000000 für mich gesungen hatte. Sanft legte er mir seine Hand auf den unteren Rücken und sah mich fragend an: „Können wir los?" Ich nickte und ignorierte seine Hand, die fast schon unanständig weit unten ruhte.

Wir verabschiedeten uns von den anderen und legten für den Videodreh Morgen eine Uhrzeit fest.

Als ich dann nach einiger Zeit endlich in Bett lag, konnte ich nicht einschlafen. Immer wieder durchlief ich den heutigen Tag und fragte mich, wie er nur immer unangenehmer werden konnte. Seufzend drehte ich mich auf die Seite und starrte die Wand an. Die Wand, die mich von Luke trennte. Ob er auch an heute dachte? War wirklich etwas anders gewesen, oder bildete ich mir alles nur ein?

Irgendwann fiel ich in einen traumlosen Schlaf.
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