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Lover Of Mine || L.R.H.

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford OC (Own Character)
09.12.2020
10.01.2021
19
25.898
3
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09.12.2020 1.149
 
„Kommst du?"

„Ja, ich komme schon", rief ich meinem Mitbewohner zu. Wie mich dieser Junge aufregen konnte.

Wieder rief er nach mir: „Jenny, wir müssen jetzt wirklich los!" Ich stolperte in den Durchgangsbereich unserer Wohnung und sah ihn an: „Ich bin ja da und wir fahren sogar pünktlich los." Er verdrehte einfach wortlos die Augen und zog mich durch unsere Haustür zum Auto.

Nach ungefähr 15 Minuten kamen wir vor dem Aufnahmestudio an und ich sah mich auf dem Parkplatz um. Ich konnte Calums, Ashtons und Marcs Auto erkennen, aber es fehlte jede Spur von Michaels Jeep.

Triumphierend sah ich Luke an und sagte: „Siehst du! Michael ist auch noch nicht da." Daraufhin lachte Luke laut auf: „Er ist heute mit Calum gefahren." Wieder waren wir die letzten im Studio, aber ich war mir sicher, dass es nicht meine Schuld war.

Im Inneren war das Studio nicht übermäßig groß, aber sehr geräumig. Nur eine Sache störte uns jedes Mal: Die Hitze. Natürlich war es im Winter, ganz schön in einen schon aufgewärmten Raum zu kommen, aber im Sommer, wie heute zum Beispiel, war es einfach nur drückend heiß. Selbst in meinem dünnen Sommerkleidchen war die Hitze kaum auszuhalten.

Lächelnd kamen die restlichen Bandmitglieder von 5 Seconds Of Summer auf uns zu. Luke grinste mich an und meinte: „Tada, da haben wir den werten Mickey und wir sind mal wieder die Letzten."

Bevor ich ihm einen Schlag auf den Oberarm geben konnte, fing der mein Handgelenk ab und zog mich an seine breite Brust: „Du willst doch deinen besten Freund sicher nicht arbeitsunfähig machen." Kichernd antwortete ich: „Es wäre mir neu, dass du zum Singen deinen Arm brauchst."

Lachend drehte er mich in seinen Armen, sodass mein Rücken an seine Brust lehnte. Wie selbstverständlich, legte Luke sein Kinn auf meinem Kopf ab. Dabei zog er mich noch etwas näher zu sich. Selbst die seltsamen Blicke blieben uns erspart, weil sich eigentlich schon alle an unsere innige Freundschaft gewöhnt hatten und es einfach als selbstverständlich sahen, dass wir so miteinander umgingen.

Die Jungs unterhielten sich über die heute geplanten Aufnahmen und irgendwann rief uns Marc, der Produzent, dann zu sich: „Können wir anfangen Jungs?" Michael antwortete direkt: „Jap, wir können loslegen."

Luke löste sich von mir und sie Band machte sich auf den Weg in den Aufnahmeraum. Eigentlich war es eher ungewöhnlich, dass gleich alle Bandmitglieder zusammen ihre Stimmen aufnahmen, aber soweit ich verstanden und zugehört hatte, wollten sie einige Harmonien aufnehmen und hatten sich dann für diese Technik entschieden.

Ich ließ mich auf die Couch im Vorraum fallen und zog mein Laptop aus meiner Tasche.

Von der Couch aus hatte ich einen super Blick auf die Band, konnte mich mit Marc unterhalten, der an Mischpult direkt vor mir saß und mich trotzdem auf meine Arbeit konzentrieren. Hauptberuflich war ich Autorin. Ich hatte schon zwei ziemlich erfolgreiche Bücher herausgebracht, zurzeit litt ich aber an eine Schreibblockade und kam nur schleppend weiter.

Es vergingen einige Stunden und ich hatte mal wieder kaum etwas geschafft, als jemand an die Tür klopfte. Ich hob den Kopf und sah Marc fragend an, der mir antwortete: „Habe vorhin Pizza für die Mittagspause bestellt. Könntest du sie reinholen? Das Geld liegt auf der Ablage vor der Tür." Nickend schloss ich mein Laptop und machte ich auf den Weg zu Tür. Schwungvoll öffnete ich sie und stand einem gutaussehenden, jungen Mann gegenüber. Er lächelte mich freundlich an: „Ich habe die Pizza." Kurz lachte ich auf, wobei der Junge ganz rot wurde. Es war einfach ziemlich offensichtlich, dass er der Pizzabote war, weil er genug Kartons auf dem Arm balancierte.

Um die anderen nicht zu stören, nahm ich dem Boten einige Kartons ab, und wies ihn an, mir zu folgen. Wir legten die Kartons auf den Couchtisch ab und ich drehte mich lächelnd wieder zu ihm um: „Wieviel macht das?" Er nannte mir die Summe und ich gab ihm das Geld, dass ich mir vorhin von der Ablage geschnappt hatte.

Als er sich kurz umgesehen hatte, blickte er mich wieder an: „Findest du nicht, dass hier etwas zu viel Testosteron anwesend ist?" Ich musste lachen und antwortete: „Ach was, du kannst mir glauben, dass manche mehr Weiblichkeit besitzen, als ich." Zweifelnd warf er einen Blick in den Aufnahmeraum, wo Luke sich grade streckte und damit noch viel größer wirkte.

Die braunen Augen des Pizzaboten richteten sich wieder auf mich und er fragte: „Wie heißt du eigentlich?" „Jennifer, aber es nennen mich eigentlich alle Jenny." „Jenny also. Ich bin Joshua. Denkst du, du hättest mal Lust mit mir was trinken zu gehen?" Hoffnungsvoll schaute er mich an.

Nachdenklich wickelte ich eine meiner schwarzen Haarsträhnen um meinen Finger und antwortete: „Klar, warum nicht?" Total erleichtert, wich auch die Röte aus seinem Gesicht und er lächelte mich an: „Hast du vielleicht dein Handy hier? Dann würde ich dir meine Nummer geben und du kannst mich einfach anrufen...wenn du möchtest?"

Ich wollte grade in meine Hosentasche greifen, als mir einfiel, dass ich ein Kleid trug und ich Luke deswegen mein Handy in seine Hosentasche geschoben hatte: „Warte kurz. Mein Mitbewohner hat es für mich eingesteckt. Ich hole es eben schnell." Entschuldigend grinste ich ihn an und ging auf den Aufnahmeraum zu. An Marc gerichtet rief ich noch: „Marc? Kann ich kurz rein?" Er nickte mir zu und ich ging hinein.

Sofort steuerte ich auf Luke zu. Fragend sah er zu mir runter als ich ganz nahe vor im zum Stehen kam. Sogar die Jungs wirkten etwas überrumpelt, als ich einfach so meine Hand in seine vordere Hosentasche steckte. Schnell packte mich Luke am Handgelenk: „Jenny was wird das?" Augenverdrehend schaute ich ihm in die leuchtend blauen Augen und schob meine andere Hand in seine andere vordere Hosentasche: „Ich brauche mein Handy." Aus seiner Gesäßtasche zog ich es schließlich heraus und er ließ mein Handgelenk los, sodass ich meine Hand aus der Tasche vorne ziehen konnte.

Bildete ich mir das ein, oder war es ihm unangenehm? Irgendwas war vorhin anders gewesen als sonst. Auch der Blick von Mickey war irgendwie bittend, aber ich wusste ja nicht einmal, worum es hier eigentlich ging und was das Problem war. Deswegen ging ich schulterzuckend aus dem Raum und kam vor Joshua zum Stehen. Wenn er die Szene beobachtet hatte, dann ließ er sich nichts anmerken, was ich ihm hoch anrechnete, weil ich es nicht erklären könnte, selbst, wenn ich wollte.

Ich reichte ihm mein Handy, mit der geöffneten Kontaktapp. Joshua tippte seine Nummer in das Handy und gab es mir zurück: „Jetzt warte ich einfach ab und hoffe, dass du dich meldest." „Das werde ich."

Wir verabschiedeten uns voneinander und ich blieb alleine im Vorraum stehen, als Ashton durch die Tür gebrettert kam und schrie: „Mittagspause!"
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