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Erzwungenes Glück

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Hermine Granger Severus Snape
09.12.2020
13.06.2021
44
51.906
64
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23.12.2020 1.014
 
„Hättest du denn gerne Kinder?“ Er schaute ihr tief in die Augen. Sie nickte nur, aber er wusste, dass es ihr Ernst war. Jetzt begann er etwas zu grinsen. „Du weißt aber, dass wir dafür was tun müssen, oder? Schließlich wirst du nicht von selbst schwanger.“  
„Und wo liegt da das Problem?“ Jetzt grinste Hermine auch.
„Also für mich gibt es da sicherlich kein Problem.“
„Für mich auch nicht.“ Sie lehnte sich ein Stück zu Severus rüber, legte eine Hand an sein Gesicht, küsste ihn auf die Wange und stand auf. „Gute Nacht.“ Er schaute ihr nach, bis sie in ihrem Zimmer verschwunden war. Ihre freizügige Kleidung und dieses kurze Gespräch hatten ihn erregt. Was machte sie nur mit ihm? Er leerte seine Tasse in einem Zug und beschloss duschen zu gehen. Er drehte das Wasser auf und ließ das kalte Nass über seine Haut rennen. Er trat aus der Dusche, zog sich eine frische Boxershorts an und betrachtete sich im Spiegel. Durch seine Zeit bei den Todessern war er ja schon immer schlank gewesen, aber trotzdem war er froh, dass er nach Naginis Angriff angefangen hatte etwas Sport zu treiben. Jetzt würde es ihm zugutekommen. Er war nicht wahnsinnig muskulös, aber trotzdem zeichneten sich deutliche Bauchmuskeln ab und auch sonst war er recht zufrieden. Er machte sich auf den Weg in sein Bett und schlief mit dem Wissen ein, dass er jetzt eine Frau in seinem Leben hatte.
Am nächsten Morgen wachte Hermine auf und hatte erstaunlich gut geschlafen. Ihr neues Bett war äußerst bequem. Es war kurz nach sechs Uhr morgens, also ging sie ins Bad und machte sich fertig für den Tag. Als sie damit fertig war, beschloss sie Frühstück für sich und Severus vorzubereiten. Sie schaute sich in seiner Küche um und merkte, dass sie nicht wusste, was er gern aß. Also deckte sie den Tisch mit reichlich Speisen ein, etwas musste ja dabei sein, das ihm schmeckte. Sie kochte ebenfalls Kaffee und setzte sich an den Tisch. Sie begann in der Zeitung zu lesen, die auf dem Tisch lag und wartete auf Severus. Nach wenigen Minuten ging die Tür seines Schlafzimmers auf und Severus trat ins Wohnzimmer. Er musste gerade aufgewacht sein, denn als er Hermine einen guten Morgen wünschte, bekam sie von seiner Morgenstimme eine Gänsehaut. Sie war noch tiefer als sonst und etwas kratzig, aber wahnsinnig sexy. „Guten Morgen.“, erwiderte Hermine und schaute nun über die Zeitung zu Severus. Dieser stand noch immer nur in Boxershorts im Türrahmen und betrachtete, was Hermine gezaubert hatte. Sie konnte nicht widerstehen, seinen Körper zu mustern, schließlich hatte sie ihn sonst nur mit vielen Lagen an Stoff zu Gesicht bekommen, selten nur mit Hemd. Was sie sah gefiel ihr sehr, seine Bauch- und Brustmuskeln waren klar zu erkennen, er hatte breite Schultern und kräftige Arme. Nachdem sie ihn gemustert hatte, sah sie nur noch wie er mit einem Grinsen im Badezimmer verschwand, um sich ebenfalls fertigzumachen. Er hatte also gemerkt, dass sie ihn begutachtet hatte. Na und? Peinlich war es ihr nicht, schließlich konnte er nicht erwarten nicht angeguckt zu werden, wenn er so durch die Wohnung lief. Sie wandte sich wieder ihrer Zeitung zu und nach wenigen Minuten kam er aus dem Badezimmer.
„Ich hoffe du hast Hunger.“, sagte Hermine und legte nun die Zeitung weg. Wieder legte sich ein Grinsen auf seine Züge. „Sehr sogar.“ Sie begannen zu frühstücken.
„Hast du gut geschlafen?“, fragte Severus nach kurzer Zeit. „Sehr gut.“, erwiderte Hermine.
„Das freut mich.“ Sie verstrickten sich in ein Gespräch über Hermines Kindheit und sie erzählte von den vielen tollen Erinnerungen, die sie mit ihrer Familie hatte. Sie verstanden sich so gut, dass sie sich nach dem Frühstück auf das Sofa setzten und weiterredeten. Plötzlich merkte Severus, wie Hermine ruhiger wurde und sich Tränen in ihren Augen sammelten.
„Was ist los?“, fragte er ruhig. Liebevoll umgriff er ihr Kinn mit seinen Fingern und richtete ihren Blick wieder auf ihn. Die erste Träne kullerte über Hermines Wange. Als er das sah, zog er sie einfach in seine Arme. Hermine begann zu schluchzen und drückte sich näher an Severus. Er griff mit einer Hand in ihr Haar und begann ihren Kopf zu streicheln, bis sie sich beruhigt hatte. Langsam löste sie sich von ihm.
„Es tut mir leid, ich… es ist nur wegen meinen Eltern. Während des Krieges habe ich ihnen die Erinnerungen an mich genommen und sie nach Australien geschickt, um sie zu beschützen.“ Sie begann wieder zu weinen und erneut zog Snape sie in seine Arme. Er lehnte seinen Kopf an ihren. „Das war sehr mutig von dir.“, flüsterte er. Er wusste nicht recht, was er sagen sollte, doch für sie war das nicht schlimm. Hermine wusste, dass ihm das nicht leichtfiel. Die körperliche Nähe zu ihm reichte ihr völlig und sie genoss diesen Moment. Für kurze Zeit verharrten sie so, bis Hermine sich wieder von ihm löste.
„Es tut mir leid.“, sagte sie und wischte sich die letzten Tränen aus dem Gesicht.
„Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich will wissen, wenn es dir nicht gut geht, schließlich bist du bald meine Frau. Auch wenn ich dir vielleicht nicht helfen kann, will ich es doch versuchen.“, erwiderte Snape und strich ihr über den Rücken.
„Du hast mir geholfen. Danke.“ Sie legte kurz ihre Hand auf seine, bis sie aufstand, um ihre Tasche für den Schultag zu packen. Schnell suchte sie die richtigen Bücher und Notizblöcke zusammen und hing sich die Tasche um die Schultern. Im Wohnzimmer gab sie Severus einen kurzen Kuss auf die Wange und verabschiedete sich von ihm. Irgendwie war dieser Abschiedskuss zu einem Ritual geworden. Da er der Schulleiter war, hatte er weniger Unterricht, sondern mehr im Büro zu tun. Ganz ließ er sich seinen Zaubertränkeunterricht aber nicht nehmen. So trank er noch eine Tasse Kaffee und machte sich dann auf den Weg in sein Büro.
Hermine, die auf den Gängen unterwegs war, fühlte sich irgendwie unwohl. Sie hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Umso froher war sie, als sie endlich den Raum erreichte, in dem sie jetzt ihren Unterricht hatte.
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