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Erzwungenes Glück

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Hermine Granger Severus Snape
09.12.2020
13.06.2021
44
51.906
64
Alle Kapitel
144 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
10.12.2020 1.078
 
Hier gibt es schon das neue Kapitel, da die Story anscheinend recht gut ankommt. Danke!

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Hermine stand verwirrt der Mund offen, als der Schulleiter sich an diesem Morgen erhob und seine kurze Rede gehalten hatte. Ein Heiratsgesetz? Da sie bereits volljährig war, würde sie auf jeden Fall davon betroffen sein. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, in diesem Jahr alles und noch mehr zu geben, um den besten Abschluss, der an dieser Schule möglich war, zu ergattern. Und jetzt sollte sie heiraten? Das konnte nicht möglich sein. Auch Ron und Harry waren alles andere als begeistert und konnten nur ungläubig nach vorne starren. Sie alle sahen in diesem Moment wahrscheinlich nicht besonders intelligent aus. Aber das war egal, denn schließlich würden sie alle in zwei Wochen verheiratet sein. Nachdem Snape seine Rede beendet hatte, erhob sich das goldene Trio und machte sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum, um an weitere Informationen zu gelangen. Unterwegs beteten sie, dass es sie nicht allzu schlimm treffen würde. Angespannt warteten sie, bis Minerva ebenfalls den Raum betrat. Alle minderjährigen Schüler hatte sie gebeten zu gehen und sich anderweitig zu beschäftigen, bis der Unterricht beginnen konnte. So saßen jetzt deutlich weniger, aber immer noch eine breite Masse an Schülern in ihrem Gemeinschaftsraum und warteten. Langsam wurden sie ungeduldig. Lange redete Minerva um den heißen Brei herum, in der Hoffnung es würde die Situation verändern, oder zumindest erträglicher machen.
„Da wir nun in dieser Situation sind, sollten wir das Beste daraus machen. Jetzt will ich euch aber nicht weiter auf die Folter spannen.“, sagte sie und begann dann langsam die Namen auf der Liste vorzulesen. Harry, Hermine und Ron zogen scharf die Luft ein und hielten sich an den Händen.
„Harry Potter und Ginevra Weasley“, hörten sie Minerva sagen und Harry fiel ein Stein vom Herzen. Auch Ron und Hermine freuten sich für ihren besten Freund. Harry und Ginny hätten sowieso geheiratet, wenn sie beide die Schule beendet hatten. Jetzt schauten sich Ron und Hermine an und warteten geduldig, bis sie ihre Namen hörten.
Als er hörte, dass er nun Lavender heiraten musste, riss er schlagartig seine Augen auf. Irgendwie hatte er gehofft, dass es Hermine sein würde, denn in der letzten Zeit hatte er sich ein wenig zu ihr hingezogen gefühlt. Hermine allerdings war ein wenig erleichtert. Sie war in ihrem Kopf doch deutlich reifer als Ron und manchmal brachte er sie echt auf die Palme. Trotzdem liebte sie ihren Freund und redete ihm gut zu, wobei er sich immer mehr entspannte und am Ende fand er seine baldige Ehefrau gar nicht mehr so schlimm. Dass Lavender sich freuen würde stand sowieso fest. Jetzt musste nur noch Hermine den Namen ihres Zukünftigen erfahren. Im gryffindorschen Gemeinschaftsraum waren bereits alle Namen genannt worden außer ihrer. Das hieß es würde Niemand aus Gryffindor sein. Kurz durchzuckte sie ein Schauer bei dem Gedanken daran, ihr ganzes Leben mit Draco Malfoy zu verbringen. Minerva räusperte sich und begann nun wieder zu sprechen.
„Nun, jetzt bleiben nur noch Sie übrig, Miss Granger. Ich muss zugeben, über die Wahl des Ministeriums was ihren zukünftigen Ehemann angeht, bin ich am meisten überrascht und schockiert. Sie werden dazu aufgefordert, in den nächsten zwei Wochen Professor Snape zu heiraten.“
Schlagartig wurde es still im Raum und Hermine kassierte viele mitleidige Blicke. Überrascht starrte sie ihre Hauslehrerin an. „Sind sie sicher? Ich meine… immerhin ist er mein Lehrer.“, fragte sie vorsichtig.
„Ja, Miss Granger. Hier stehen eindeutig ihre beiden Namen.“, erwiderte Minerva und warf ihr nun auch einen besorgten Blick zu.
Harry und Ron konnten nichts anderes tun, als sich verwirrt mit offenem Mund anzustarren und so sahen sie bereits zum zweiten Mal an diesem Tag nicht besonders gebildet aus. Ron löste sich als erstes aus seiner Starre.
„Hermine, wir können versuchen zu tauschen, vielleicht können wir es so drehen, dass wir heiraten können, wir müssen nur sagen, dass wir schon seit längerem ein Paar sind.“, brachte Ron hervor und wurde prompt rot.
„Danke Ron, aber das ist nicht nötig. Ich werde das schon irgendwie schaffen.“, entgegnete Hermine. Nach und nach verteilten sich die Schüler. Auch McGonagall verließ den Raum und ließ das goldene Trio zurück. Ron und Harry versuchten Hermine gut zuzureden und sie aufzumuntern.
„Seid mir nicht böse Jungs, aber ich würde gern ein bisschen allein sein, um nachzudenken.“, sagte sie nach wenigen Minuten, denn sie musste erst einmal ihre Gedanken ordnen. Die beiden nickten verständnisvoll und begaben sich zu ihren Partnern. Hermine konnte noch hören wie Harry und Ginny sich freuten, dass sie bald heiraten würden. Konnte sie das auch von sich behaupten? Nicht wirklich. Ihre Hochzeit hatte sie sich nun wirklich anders vorgestellt. Vor allem ihren Mann hatte sie sich anders vorgestellt. Wenn sie genau über Snape nachdachte, merkte sie aber, dass es sie deutlich schlimmer hätte treffen können. Immerhin war er klug und geheimnisvoll. Außerdem fand sie, dass er nicht gerade hässlich war. Das ein oder andere Mal hatte sie sich gefragt, wie er wohl unter seinen vielen Lagen aus Stoff aussehen würde, aber diesen Gedanken verwarf sie immer recht schnell. Auch was er im Krieg geleistet hatte, rechnete sie ihm hoch an. Ohne ihn hätte alles wahrscheinlich viel schlimmer geendet. Sie wollte gar nicht darüber nachdenken, denn immer, wenn sie an den Krieg dachte, kamen schmerzhafte Erinnerungen hoch. Unter anderem an ihre Eltern, denen sie das Gedächtnis unwiderruflich gelöscht hatte, um sie zu beschützen. Sie hatte nur noch Ron, Harry und ihre beste Freundin Ginny. Und jetzt wohl auch Snape. Sie hatte ein wenig Angst, ihm gegenüberzutreten, denn sie wusste, dass er wohl nicht besonders angetan von ihr war. Oft hatte er sie im Unterricht gedemütigt, oder einfach ignoriert. Nie hatte sie ihn verstanden. Und doch musste sie eingestehen, dass sie ihn durchaus interessant fand und sich vielleicht sogar ein kleines bisschen auf ihre Verbindung freute. Wäre er nur nicht immer so kalt zu ihr. Hermine war sich sicher, dass er nicht immer so war und nur eine Schutzmauer um sich herum errichtet hatte, die seine Gefühle verbarg. Sie war sich sicher, dass auch ein Severus Snape Gefühle hatte. Und sie würde sie in ihm wieder zum Leben erwecken. Sie würde ihm zeigen, dass das Leben schön sein konnte, denn irgendwie hatte sie auch Mitleid mit ihm, da sie von Harry einiges über ihren Professor, bald auch Ehemann, erfahren hatte. Hermine war fest entschlossen diesen Mann glücklich zu machen. Wenn eine Hermine Granger sich etwas in den Kopf setzte, dann könnte sie niemand mehr davon abhalten.
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