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Erzwungenes Glück

GeschichteLiebesgeschichte / P18
Hermine Granger Severus Snape
09.12.2020
20.01.2021
14
17.160
24
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13.01.2021 1.354
 
Die Tage bis zur Hochzeit von Ginny und Harry flogen an Hermine vorbei. Sie hatte sich voll und ganz auf die Schule konzentriert. So gut es ihr möglich war – denn McLaggen hatte sich nach seinem Nachsitzen zwar am darauffolgenden Tag von Hermine ferngehalten, aber nach wenigen Tagen hatte er sich wieder an sie geheftet. Es war gerade Freitagnachmittag und Hermine hatte ihre letzten Stunden hinter sich gebracht. Sie verließ den Raum und rannte dabei geradewegs in McLaggens Arme. „So stürmisch heute?“, fragte dieser grinsend und versuchte seine Arme um Hermine zu schließen.
„Nein Cormac, du standst mir einfach nur im Weg und ich habe dich nicht gesehen.“
„Was für ein glücklicher Zufall.“, säuselte der er. Hermine versuchte sich aus seinen Armen zu befreien. „Könntest du mich jetzt bitte gehen lassen?“, fragte sie. Langsam wurde sie ungeduldig.
„Warum sollte ich das tun?“ Ein breites und überhebliches Grinsen legte sich auf seine Züge. „Weil ich jetzt keine Zeit habe für deine kindischen Spielchen! Ich bin verabredet. Mit meinem Mann!“ Dabei betonte Hermine besonders das letzte Wort und hoffte McLaggen etwas abzuschrecken, indem sie auf Severus anspielte.
„Die alte Fledermaus kann auch noch ein paar Minuten länger auf dich warten. Das was ich mit dir vor habe willst du nämlich bestimmt nicht verpassen.“, sagte Cormac und beugte sich vor. Gerade wollte er anfangen Hermines Hals zu küssen, als sie ihn kraftvoll von sich stieß. Überrascht von Hermines plötzlich so ruppiger Gegenwehr landete er auf dem Boden.
„Lass mich verdammt noch mal in Ruhe! Und nenn meinen Mann gefälligst bei seinem Namen!“, schrie Hermine ihm entgegen. Völlig verdattert blieb McLaggen auf dem Boden sitzen und konnte nichts anderes tun als Hermine hinterher zu starren, da sie sich schnellen Schrittes von ihm entfernte.
Beim nächsten Mal kommst du mir nicht so einfach davon, dachte er. Er hatte schon genaue Vorstellungen, wie er seinen Plan vorantreiben konnte.
Hermine kam völlig genervt in ihrer Wohnung an, wo Severus schon auf sie wartete. Sie hatten vor gemeinsam zu kochen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Die genervte Gryffindor ließ die Tür hinter sich mit einem lauten Knall ins Schloss fallen und schmiss genervt ihre Tasche in das Arbeitszimmer. Ohne ein Wort an Severus zu richten, fing sie an das Gemüse zu zerkleinern, das schon bereitgelegt war. Severus stand mitten im Raum und besah sich seine, offensichtlich wütende, Frau. Er musste erst die Lage erkunden, ehe er sich wagte etwas zu tun, denn er hatte bereits mitbekommen, dass mit einer wütenden Hermine nicht zu spaßen war.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte er vorsichtig und machte ein paar langsame Schritte auf sie zu. Als Antwort bekam er nur ein schnaubendes „Nein“. „Was ist passiert?“, fragte er nun noch vorsichtiger. Hermine drehte sich ruckartig um und knallte das Messer zurück neben das Gemüse.
„McLaggen ist los! Dieser Typ treibt mich noch in den Wahnsinn!“ Sofort versteiften sich Severus Muskeln und sein Gesicht war völlig ernst. „Was ist passiert?“, wiederholte Severus. Seine Stimme war leise und er machte bedeutungsvolle Pausen hinter jedem Wort. Das war ein Zeichen für Hermine, dass sie jetzt lieber anfing zu reden, denn wenn Severus so sprach, hieß das nichts Gutes.
„Er war der Meinung mich gerade eben, mitten auf dem Gang, verführen zu wollen.“, entgegnete Hermine aufgebracht. Severus ernstes Gesicht entgleiste ihm und er konnte nichts anderes tun, als sie entsetzt anzuschauen. „Was hat er gemacht?“, fragte Severus langsam, schaute Hermine dabei bedeutungsvoll in die Augen und machte langsame Schritte auf sie zu. Diese konnte nur die Hände vor ihr Gesicht halten und tief aufseufzen. „Was hat er gemacht, Hermine?“, schrie Severus nun. Eigentlich wollte er sie nicht anschreien, doch er hasste es, wenn er keine Antworten auf seine Fragen bekam, gerade wenn es um solch eine Situation ging. Hermine jedoch zuckte nicht einmal zusammen und nahm ihre Hände von ihrem Gesicht.
„Ich habe gerade den Raum von Professor Flitwick verlassen, da bin ich auch schon in ihn hereingerannt, weil er direkt neben der Tür stand. Er hat mich dann direkt in seine Arme gezogen, ich habe versucht dem zu entkommen, habe es jedoch nicht geschafft.“ Sie erzählte Severus von der Konversation, die sie mit McLaggen geführt hatte, wobei er jedes einzelne Wort hören wollte. „Jedenfalls wollte er dann anfangen meinen Hals zu küssen. Darüber war ich so wütend, dass ich ihn einfach weggeschubst habe. Er saß dann auf dem Boden und ich bin weggerannt.“, beendete Hermine ihren Vortrag und sah Severus in die Augen. Dieser konnte Hermine nur immer noch entsetzt ins Gesicht starren. „Severus, ich habe ihm nie Hoffnungen gemacht oder ihm irgendwelche Zeichen gegeben, falls du das denkst. Ich war dir immer treu.“ Severus nickte nur.
„Ich weiß, Hermine.“ Dann drehte er sich plötzlich um und wollte die Wohnung verlassen. „Wo willst du hin?“, rief Hermine ihm hinterher. Er blieb nur wie angewurzelt stehen, als er ihre Worte hörte, drehte sich aber nicht zu ihr um. „Ihm seine Grenzen klarmachen.“ Er wollte seinen Weg fortsetzen, doch plötzlich griff Hermine nach seinem Arm.
„Bitte bleib hier.“, sagte sie, während er sich zu ihr umdrehte. In ihren Augen lag etwas flehendes und er meinte auch einen leichten Tränenschimmer darin erkennen zu können.
„Er wird sonst nie aufhören.“, erwiderte der aufgebrachte Tränkeprofessor. Hermine klammerte sich förmlich an seinen Arm. „Bitte, Sev.“ Auf einmal fiel seine gesamte Körperspannung von ihm ab. Seine Schultern senkten sich und er sah Hermine einfach in die Augen. Die erste Träne lief nun über ihre Wange und er wischte sie zärtlich mit seinem Daumen weg. Hermine schmiegte sich seiner Hand entgegen. Severus zog die junge Hexe in seine Arme und drückte ihren Hinterkopf mit seiner Hand so nah an sich wie es ging. Er sog den Geruch ihrer Haare in sich auf. Er hörte Hermine an seinem Hals leise schluchzen und verstärkte seinen Griff um sie. Ein Schauer rann über seinen Rücken, als eine ihrer Tränen über die Narbe an seinem Hals lief.
„Lass uns jetzt nicht daran denken. Morgen heiraten deine Freunde und wir werden einen schönen Tag zusammen verbringen. Gleich am Montag werde ich mir McLaggen greifen. Du brauchst dir keine Sorgen machen. Ich beschütze dich.“, flüsterte Severus in Hermines Haare. Er spürte ein schwaches Nicken. Nach kurzer Zeit lösten sie sich aus der Umarmung. Severus strich die übergebliebenen Tränen von Hermines Gesicht. „Und nun lass uns kochen.“, wechselte Severus das Thema. Wieder nickte Hermine. Sie begannen stumm nebeneinander alle Zutaten vorzubereiten. Ab und zu las Hermine die nächsten Schritte aus ihrem Muggel-Kochbuch vor. Es war angenehme Stille. Da Severus mit dem Schneiden von Zutaten schon viel Übung hatte und Hermine mit ihren Eltern viel gekocht hatte, ging die Zubereitung schnell von der Hand. Severus nahm erfreut wahr, wie sich Hermines Laune beim Kochen stark verbesserte. Bald war von ihrer anfänglich trüben Stimmung nichts mehr zu merken. Hermine begann sogar vor sich hin zu pfeifen, während sie ihre Arbeit verrichtete. Sie kochten einen Eintopf und als sie die Zutaten in den Topf geben wollten, stellte Severus sich dicht hinter Hermine, sodass sich ihr Rücken an seine Vorderseite schmiegte. Hermine musste schmunzeln. Severus fuhr mit seinen Armen nach vorne, nahm Hermine den großen Teller, auf dem die Zutaten lagen, aus der Hand und gab sie selbst in den Topf, wobei er sich noch ein wenig mehr an Hermine drückte. Er stellte den nun leeren Teller ab und legte seine Arme um seine Frau, die ihre Hände auf seine legte. Severus begann von hinten Hermines Hals zu küssen und hörte sie wohlig aufseufzen. Er intensivierte seine Küsse und kurz darauf drehte sie sich zu ihm um und begann ihn zu küssen. Der Kuss wurde immer intensiver und Hermine schien zu wissen, worauf er hinauswollte.
„Der Eintopf...“, murmelte sie in den Kuss hinein.
„Muss nur noch einige Minuten kochen.“, beendete Severus ihren Satz und wollte sie schon ins Schlafzimmer schieben. „Aber, was wenn…“, wollte Hermine ihre Bedenken äußern, wurde jedoch von Severus unterbrochen. „Ich kann dich auch hier nehmen“ er deutete in die Küche, „wenn du lieber auf den Eintopf aufpassen willst.“ Ein schmutziges Grinsen legte sich auf seine Züge. Sie boxte ihm gegen den Arm „Idiot.“, sagte Hermine grinsend und zog ihn ins Schlafzimmer.
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