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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
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Dieses Kapitel
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24.12.2020 1.092
 
Eine ganze Weile später lag ich in seinen Armen. Er hielt mich immer noch fest als hätte er Angst, dass ich davon laufen würde.
„Du hast mich über die Schwelle getragen?“, war das erste was ich sagte.
„Ja. Erinnerst du dich nicht mehr? Du warst so erschöpft nach den 5 Etagen und ich habe dich hoch gehoben und über meine Schwelle getragen.“
Ich musste lachen und sah ihn an. Er grinste, und bei diesem Grinsen ging mir das Herz auf.
Dann wurde er wieder ernst. „Ich habe damals schon gedacht,  dass das ein Zeichen sein muss. Ich meine, ich habe noch nie eine Frau über meine Schwelle getragen. Vorher nicht, und danach auch nicht.“
„Flo?“
„Lena?“
„Was machen wir jetzt?“
„Ich dachte, wir erholen uns jetzt noch einen Moment und dann machen wir da weiter wo wir eben aufgehört haben.“
Ich lachte. „Du weißt was ich meine. Ich kann keine Spielchen spielen. Du bist mit Marie zusammen, und Mike... er hat sich auf eine Jahrestelle in Edinburgh beworben und ist in der engeren Auswahl.“
Flo richtete sich auf und setzte sich im Schneidersitz mir gegenüber.
„Spielchen kommen nicht in Frage! Auf keinen Fall! Wir können das alleine schon nicht wegen Sophie. Meine Nerven halten das  auch nicht aus, und deine schon mal erst recht nicht.“ Er sah mich an. „Komm her.“, sagte er. „Setz dich.“
Ich setzte mich ihm gegenüber, ebenfalls in den Schneidersitz. Flo nahm meine Hand.
„Ich meine es ernst, ich lasse dich nicht zurück gehen, bevor wir das nicht ausdiskutiert haben. Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst. Aber ich kann dir sagen, dass ich morgen als erstes mit Marie reden werde. Ich werde ihr sagen, nun, ich werde ihr sagen dass ich sie liebe, aber dass es eine Frau gibt, die ich seit Jahren mehr liebe. Und dass ich unter diesen Umständen diese Beziehung nicht mehr weitere führen kann.“
Dass er diese Worte sagte, ging nicht in meinen Kopf.
„Sie wird sehr verletzt sein.“
„Es tut mir auch sehr leid. Wenn du nicht wieder in mein Leben getreten wärst, hätte ich sie vielleicht sogar geheiratet. Ich habe mit dem Gedanken gespielt.“
„Das wird hart.“
„Das wird es. Aber ich hoffe, es lohnt sich und ich stehe nachher nicht alleine da.“ Er sah mich eindringlich an.
„Bei mir hängt mehr dran Flo. Ich kann mit Mike Schluss machen, das ist nicht das Problem. Ich hasse es, dass ich das am Telefon machen muss, aber das geht ja nun nicht anders. Aber ich habe einen Job in Edinburgh, meine Familie und Freunde. Und Sophie hat ihre eigenen Freunde und geht dort zur Schule. Ich muss genau überlegen, was am meisten Sinn macht.“
„Aber du würdest zurück nach Deutschland ziehen? Du lehnst es nicht direkt ab?“
„Ich lehne es überhaupt nicht ab. Hier ist mein Zuhause.  Natürlich würde ich wieder zurück ziehen. Aber auch wenn Sophie super flexibel ist, sie liebt ihre Schottland Familie. Die Großeltern, Tessa, Brian, Liam, Sharon. Leo. Sie spielt mit deren Kindern, es sind ihre Freunde. Ich darf da nichts überstürzen.“
Er sah mich immer noch an, lächelte und schüttelte ganz leicht den Kopf.
„Was?“, fragte ich.
„Wir planen hier gerade unsere gemeinsame Zukunft Lena.“
Ich lächelte. „Ja das tun wir. Ist das verrückt? Nach einer Nacht?“
„Naja, eine Nacht und tausend würde ich sagen.“
„Was ist, wenn das nicht funktioniert mit uns? Ich würde Sophie aus ihrem alten Leben reißen und sie würde uns als Paar erleben. Was, wenn wir uns nach einem halben Jahr auf die Nerven gehen?“
„Das weiß man doch nie vorher. Und ich bin mir sicher, wir werden uns richtig heftig streiten, darin sind wir wirklich gut. Aber man, wir kennen uns seit fast 10 Jahren. Wir lieben uns fast genauso lange. Selbst mein scheiß Verhalten damals und dein scheiß Verhalten hat uns nicht davon abgebracht, uns zu lieben, egal wie sauer wir aufeinander waren. Ich glaube, wir können alles schaffen.“
Ich musste lachen, aber gleichzeitig fühlte ich auch, wie sich ein Kloß in meiner Brust löste, der dort seit Jahren festgesessen hatte.
Flo streichelte meine Hand. „Und ich meine alles Lena. Ich kann mir wirklich alles vorstellen. Heiraten, ein neues Haus, von mir aus noch mehr Kinder.“
„Ich habe schreckliche Angst, dass ich das hier nur träume Flo. Oder dass morgen früh irgendwas passiert, dass all das hier wieder zerstört. Ich habe das Gefühl dass das, was uns beide verbindet, sehr zerbrechlich ist. Schon immer war. Und oft hat ein kleiner Riss gereicht und wir sind aufeinander losgegangen.“
„Die Zeit der Risse ist vorbei Lena.“ Er beugte sich vor und gab mir einen Kuss. „Wir müssen nur ehrlich zueinander sein Lena. Und miteinander reden.“
Ich nickte langsam. „Okay.“
Er lächelte. „Und jetzt, meine liebe Lena, fühle ich mich ziemlich erholt.“
Er grinste breit, dann stürzte er sich auf mich. Mit einem Lachen fielen wir beide zurück aufs Bett.

Wir heirateten genau ein Jahr nach unserer Versöhnung in Walchensee.
Sophie, Phillip, Anna und Liams Tochter Luisa streuten Blumen. Elmo brachte die Ringe zum Pfarrer, mit einem Umweg über und unter die Bänke der Kirche, wobei er nur ganz wenige Pfotenabdrucke auf den Kleidern der Gäste hinterließ, und Matthias und Ella waren unsere Trauzeugen.
Anschließend gab es eine große Party direkt am See mit unseren Familien und all unseren Freunden. Meine schottische Familie und Freunde waren gekommen und Florian hatte seine Freunde und Kollegen eingeladen.
Bei unserem Hochzeitstanz strahlten wir um die Wette. Als der Tanz zuende war, zog Flo mich zu sich und gab mir einen Kuss. „Du hast tatsächlich Ja gesagt.“, meinte er und grinste. „Dir ist schon klar, dass du mich jetzt nie wieder los wird, oder?“
Ich nickte. „Ich hoffe du weißt, dass du mich auch nicht mehr los wirst.“
„Darauf habe ich zehn Jahre hingearbeitet. Du bist jetzt mein Weib und mir ausgeliefert. Ich wollte das nur noch mal klarstellen. Keine Überraschungen mehr!“
Ich grinste. „Sicher?“
„Oh Gott, was hast du jetzt schon wieder im Kopf?“
Immer noch grinsend zog ich ihn zu mir runter und flüsterte ihm etwas ins Ohr.
Er sah mich an, seine Augen wurden größer und größer. Dann nahm er meine Hand, zog mich zu Matthias, der mit Ella bei den Schotten stand und gerade mit einem Glas Whisky anstossen wollte. Er nahm Matthias das Glas aus der Hand, trank den Whisky in einem Zug weg und schaute den verblüfften Matthias an.
„Sie ist schwanger.“, erklärte er nur, bevor er sich wieder zu mir umdrehte und mich anstrahlte.
Dann zog er mich in seine Umarmung und küsste mich.
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