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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.12.2020 1.057
 
Mike kam Ende Februar. Flo verbrachte eine Woche mit Sophie in München, während ich mit Mike in Edinburgh war.
Wir erkundeten die Stadt zusammen und vor allem erkundeten wir uns.
Er war alles das, was man sich von einem Mann wünschen konnte, was man eigentlich nur erträumen konnte.
Wir verbrachten viele Stunden in meiner Wohnung und lernten uns besser kennen, aber wir gingen auch zusammen joggen oder abends aus.
Nach der ersten Woche brachte Flo Sophie zurück. Ich hatte mit Flo vereinbart, dass Mike und ich in einem Cafe auf ihn und Sophie warten würden. Wir würden etwas Zeit zusammen verbringen, Mike hatte ein Hotelzimmer gebucht. Er wollte abends dann zu mir kommen und nur über Nacht im Hotel bleiben. Das Wochenende bevor er wieder nach Hause flog würde Sophie bei Liams Eltern bleiben.
Die beiden Männer begrüßten sich freundlich und ich war erleichtert. Mike war sowieso immer und zu jedem freundlich. Flo eigentlich auch, wenn er nicht gerade schlecht auf jemanden zu sprechen war. Aber er gab sich Mühe, unterhielt sich ein bisschen mit Mike und war nett.
Sophie nahm Mike hin wie jeden Menschen, den sie kennen lernte.
Aber dass Mike einen Hund hatte, interessierte sie sofort und sie meinte, wir sollten ihn unbedingt mal besuchen.
Mike lachte. „Ihr seid jederzeit willkommen. Bear wird sich freuen.“
Sophie strahlte. Als es Zeit war, sich von Flo zu verabschieden, sah sie ihn traurig an.
„Kommst du bald wieder?“
Er zog eine Grimasse. „Ich muss jetzt erst mal ein bisschen arbeiten, da weiß ich nicht wann ich es schaffe. Aber ich rede mit deiner Mammi, vielleicht könnt ihr ja zwischendurch noch mal kommen?“ Er sah mich an.
Ich nickte. „Wir telefonieren. Es lässt sich bestimmt was einrichten.“
Als er weg war und Sophie auf einem Gerüst kletterte, sah Mike mich an.
„Er ist nett.“
„Ja meistens.“, antwortete ich und lachte.
„Du hast mir noch nicht erzählt was da los war mit euch? Du hast nur gesagt es war keine richtige Beziehung.“
„Das ist eine lange Geschichte Mike.“
„Wir haben Zeit. Oder willst du nicht darüber reden?“
„Eigentlich gibt es nicht so viel darüber zu reden. Wir waren mal zusammen, aber es hat nicht funktioniert. Wir sind viel zu verschieden. Wir waren schon lange getrennt, dann sah für ein eine kurze Weile so aus als würde es doch noch damit enden, dass wir zusammen kommen, aber dann ist alles komplett schief gelaufen. Ich habe Deutschland verlassen weil ich dachte, dass das die einzige Möglichkeit ist, jemals von ihm los zu kommen. Ich dachte, wenn ich nicht gehe, werde ich für immer in dieser Schleife hängen bleiben. Erst Wochen später habe ich raus gefunden dass ich schwanger war. Ich konnte nicht zurück, ich wollte nicht, dass er glaubt, ich wollte ihn mit dem Kind an etwas binden, das er nicht wollte. Er hat erst vor einem dreiviertel Jahr erfahren, dass wir ein Kind haben. Seitdem versuchen wir, das irgendwie hin zu bekommen. Er ist großartig mit Sophie, aber wir beide haben immer noch Probleme uns damit zu arrangieren, dass wir wieder im Leben des jeweils anderen aufgetaucht sind.“
„Das muss schwer für dich gewesen sein. Weg zu gehen meine ich. Ich glaube du hast ihn sehr geliebt oder irre ich mich?“
„Ja das habe ich.“
Er beugte sich zu mir und gab mir einen Kuss.
Sophie kam angelaufen und blieb vor uns stehen. Sie sah Mike skeptisch an, aber dann lachte sie nur und interviewte Mike noch mal zu Bear.

Sophie und ich flogen im April für eine Woche nach New York und wohnten bei Mike. Da wir auch viel Zeit mit Gary und Tim verbrachten, wirkte es nicht so, als wären wir nur wegen Mike da. Sophie mochte alle 3 Männer, aber besonders liebte sie Bear. Als wir einen Tag bei Mike´s Vater in Staten Island verbrachten und sie dort auch noch den Familien Husky kennenlernte, war sie im Paradies.
Irgendwann als wir abends im Bett lagen, sah Mike mich traurig an. „Ich mag gar nicht daran denken dass ihr in 2 Tagen wieder zurück fliegt.“, sagte er.
„Ich weiß. Die Woche ging so schnell vorbei.“
„Können wir mal über uns reden? Bisher bist du immer ausgewichen.“
Ich wandte ihm meinen Kopf zu. „Okay. Was möchtest du besprechen?“
Er atmete tief ein. „Ich mag dich wirklich sehr. Also, es ist schon mehr als mögen. Sophie ist großartig und ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Die Frage ist, können wir davon ausgehen, dass das hier irgendwann mal auf mehr hinaus läuft als diese gelegentlichen Treffen? Machen wir irgendwann mal einen nächsten Schritt?“
Ich sah ihn an und überlegte. „Ich mag dich auch sehr. Also, sehr sehr. Und ich weiß nicht, ob das auf mehr hinaus läuft. Alles was ich dir sagen kann ist, dass ich nicht nach New York ziehen werde. Und ich gehe nicht davon aus, dass du in Schottland leben möchtest. Also weiß ich nicht, wie das mit uns weiter gehen kann, wenn du einen nächsten Schritt machen möchtest. Wie auch immer dieser Schritt aussehen soll.“
„Du lehnst es komplett ab, nach New York zu ziehen?“, fragte er.
Ich nickte. „Ich kann Sophie nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen. Sie pendelt sowieso schon zwischen Norwegen und Deutschland hin und her. Sie könnte Flo nicht mehr regelmäßig sehen und sie haben sich gerade erst gefunden. Aber auch ohne Sophie weiß ich nicht, ob ich den Schritt Richtung USA machen würde. Es ist einfach nicht mein Land zum Leben.“
Mike nickte. „Sowas habe ich mir schon gedacht.“ Er gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Es gibt Auslandsprogramme für Ärzte. Gerade Schottland sucht immer Ärzte. Die Programme gehen ein Jahr. Wenn ich sowas machen würde, könnten wir vielleicht raus finden, ob und wie es mit uns weiter gehen kann.“
„Das würdest du tun?“ Ich sah ihn erstaunt an.
„Nicht ganz uneigennützig. Erstens macht sich das gut in meinem Lebenslauf. Und zweitens hätte ich dich und Sophie für ein Jahr.“
„Hast du dich schon erkundigt?“
„Erkundigt ja, aber noch nicht beworben. Ich wollte das erst mit dir besprechen. Könntest du mich in deiner Nähe ertragen?“
„Da fragst du noch?“
Er lächelte mich an. „Ich kümmere mich am Montag direkt darum. Es kann was dauern, das ist ein langes Auswahlverfahren, aber wenn ich in die engere Wahl komme, werde ich zumindest mal für ein paar Tage nach Edinburgh eingeladen.“
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