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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
4
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Dieses Kapitel
1 Review
 
22.12.2020 796
 
Flo kam in der nächsten Woche fast jeden Tag. Er war auch dabei, als Ella, Daniel und die Kids uns besuchten.
Ansonsten unternahmen wir viele Dinge, zeigten Sophie die Umgebung. Nach 2 Wochen fragte Flo mich, ob er sie über Nacht mit zu sich nehmen dürfe. Ich sagte ja und verbrachte die Nacht bei Ella, so dass ich jederzeit in wenigen Minuten bei ihm sein könnte. Aber das war nicht nötig, Flo und Sophie hatten eine gute Zeit und Sophie erzählte später strahlend davon, wie sie mit Elmo am Bach waren und später auf Flo´s Klavier geklimpert hatten.  
Wir trafen uns mit einigen unserer alten Freunde, Elyas, Frederick und Janina zum Essen. Flo nahm Sophie mit zu seinen Eltern, und nach und nach wurde er so Teil ihres Lebens.
Ich blieb länger als geplant in Walchensee.
Ich konnte auch von dort aus arbeiten, deswegen musste ich nicht dringend zurück. Mein Chef meinte, ich solle mir alle Zeit der Welt lassen.
Flo und ich versuchten, alle Wut und Verletzungen, die immer noch zwischen uns stand, zu verdrängen und taten unser Bestes, um vernünftig miteinander umzugehen.
Ganz selten, meistens in besonders schönen Momenten, wenn Sophie lachte oder wir abends nach einem langen Tag noch eine Weile zufrieden und müde auf dem Sofa saßen, sahen wir uns länger an. Dann kam für einen kurzen Moment ein Hauch dessen  zurück, was mal zwischen uns gewesen war. Aber diese Momente verflogen immer genauso schnell wie sie kamen.
Meistens überwog eine unterschwellige Wut auf mich, die er zwar nicht mehr deutlich äußerte, aber trotzdem spürbar war.
Auch als Sophie und ich zurück nach Edinburgh flogen, blieb Flo in ständigem Kontakt. Er rief an, schickte Geschenke, kam vorbei so oft er konnte.

In den nächsten Monaten überlegten wir, wie wir Sophie erklären konnte, wer er war. Aber es war dann ganz einfach.
Wir saßen in meiner Wohnung in Edinburgh. Sophie, die an diesem Tag mit Flo auf einem Boot unterwegs gewesen waren, kletterte auf Flo´s Schoß und steckte ihren Finger in sein Grübchen.
„Sowas habe ich auch.“
„Was?“, fragte Flo.
„Diese Dinger. Wie heißen die auf deutsch Mammi?“
„Grübchen.“
„Ja. Sowas. Keiner den ich kenne hat das, nur du und ich.“
Flo nickte lächelnd. „Wir sind das Grübchen Team.“
Sophie sah ihn ernst an. „Ich wünschte du wärst mein Papa Flo. Ich möchte so einen Papa haben wie dich.“ Sie kuschelte sich an ihn.
Mein Herz blieb fast stehen. Flo legte seine Arme um ihren Körper und zog sie an sich. Er sah mich an.
Dann sagte er: „Wenn du das möchtest, dann bin ich das jetzt einfach.“
„Wirklich?“, fragte Sophie müde.
„Na klar. Ich wäre gerne dein Papa.“
Sie schlang ihre kleinen Arme um seinen Hals. „Cool. Bringst du mich jetzt ins Bett Papa?“
Ich musste schlucken. Flo sah aus, als würde er gleich in Tränen ausbrechen. Aber er stand auf und trug sie in ihr Zimmer. Eine halbe Stunde später kam er wieder raus und sah mich an.
„So einfach war das also.“
Ich lachte. „Ja anscheinend. Wir haben uns umsonst wochenlang den Kopf zerbrochen.“
Flo lachte auch. Dann wurde er wieder ernst und setzte sich neben mich auf das Sofa.
„Ich weiß, dass du Weihnachten mit ihr zu Liams Eltern gehst. Aber was ist mit der Zeit davor? Ich würde sie gerne für eine Woche zu mir holen.“
Ich sah ihn an. „Freunde von mir aus New York haben gefragt, ob wir sie besuchen möchten. Ich könnte auch alleine fliegen, aber dann wäre ich nicht so schnell da wenn was ist, sie Heimweh kriegt oder irgendwas passiert.“
Flo lächelte. „Hat Sophie jemals Heimweh gehabt? Und was soll passieren? Ich werde gut auf sie aufpassen.“
„Das weiß ich. Naja vielleicht fahre ich auch einfach so lange nach Walchensee, dann bin ich in der Nähe. Sophie muss es ja nicht wissen und ihr habt trotzdem Zeit für euch.“
Er sah mich an. „Lena, flieg nach New York, besuch deine Freunde und hab Spaß. Wir können jeden Tag telefonieren, wenn du willst auch dreimal am Tag. Aber du könntest ein bisschen abschalten mal gut gebrauchen.“
Ich sah ihn skeptisch an. „Ich überlege es mir noch. Also nicht ob sie zu dir kann, sondern was ich mache.“
„Okay.“ Er lächelte. „Dann fahr ich jetzt mal ins Hotel. Sehen wir uns morgen zum Frühstück?“
„Ja gerne.“
„Ich bringe Brötchen mit.“
Ich nickte. „Super.“
„Lena? Denk mal an dich. Dein Leben hat nicht aufgehört als Sophie geboren wurde. Du hast lange genug alles für sie gegeben. Jetzt darfst du dir mal ein bisschen Auszeit gönnen. Du hast es verdient!“
Ich lächelte. „Danke, dass du das sagst.“
Er sah mich wieder so an, wie er es selten tat. Dann biss er sich auf die Unterlippe. „Ich meine es so.“
Damit verließ er meine Wohnung.
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