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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
Alle Kapitel
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21.12.2020 666
 
Ein paar Wochen nach meiner Ankunft in Tel Aviv fand ich heraus, dass ich schwanger war. Es bestand kein Zweifel, dass das Kind von Flo war.
Ich wusste nicht, wie das passiert war. Aber irgendwie war es passiert. Was eigentlich unmöglich war, denn der Arzt hatte ja gesagt, ich würde Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Und jetzt war es trotz Kondom und Hormontabletten passiert.
Ich überlegte lange, was ich machen sollte. Nach Deutschland fliegen und Flo erzählen, dass ich schwanger war? Er hatte sich nicht mehr gemeldet und mich abgeschossen ohne noch mal mit mir zu reden. Er würde das Kind nur für einen Trick halten, ihn zurück zu bekommen. Wenn ich ihn überhaupt antreffen würde. Und er hatte schließlich selber gesagt, dass er froh war, dass ich damals nicht schwanger gewesen war.
Ich hätte Doron anlügen können, irgendwie hätte ich ihm vielleicht erklären können, wieso das Kind zu früh kommen würde. Aber das brachte ich nicht übers Herz. Das hatte er nicht verdient.
Er reagierte besser, als ich gedacht hatte. Er war traurig und wütend, dass ich ihn betrogen hatte. Er sagte, er brauchte Zeit, um zu überlegen ob er mir noch vertrauen könne.
Es dauerte noch eine Weile, wir verbrachten einige sehr emotionale, schlaflose Wochen, aber am Ende stand fest, dass wir uns trennen mussten.
Es ging einfach nicht mehr, dazu war zuviel mit Florian passiert. Nicht nur die unerwartete Schwangerschaft.

Ich wusste nicht wohin mit mir. Ich war schwanger, hatte in Tel Aviv kein Zuhause, konnte und wollte nicht nach München zurück.
Zu Ella nach Berlin wollte ich auch nicht. Sie war zu eng an Flo geknöpft mit Matthias als seinen besten Freund.
Meine Eltern in Walchensee wären nur die allerletzte Notlösung.
Ich telefonierte mit Tessa, die mit ihrem Freund Brian immer noch in Edinburgh wohnte.
Sie lud mich ein zu ihr zu kommen, und nachdem ich ihr das Versprechen abgenommen hatte, Ella erstmal nichts zu erzählen, flog ich nach Edinburgh. In Edinburgh kannte ich mich aus, ich hatte dort jahrelang gewohnt, ich kannte dort immer noch Leute.
Es war also kein Schritt in das völlig Unbekannte.
Ich zog in ein Apartment in Tessas Nachbarschaft, und dort kam auch meine Tochter Sophie zur Welt. Ich nannte sie Sophie, weil es in Sofia mit mit Flo und mir richtig angefangen hatte.
Ella, die ich irgendwann, nachdem ich schon Wochen in Edinburgh war, angerufen und informiert hatte, was alles passiert war, kam nach Sophies Geburt nach Edinburgh und blieb eine Woche. Ich erzählte ihr nicht, dass Flo der Vater war, und es schien nicht so, als vermutete sie etwas. Das Thema Florian wurde zwischen uns sowieso nicht mehr angesprochen. Ich hatte sie nur gebeten, ihm nichts mehr von mir zu erzählen und genauso wenig wollte ich etwas über ihn hören. Sie ging davon aus, dass Doron Sophies Vater war, denn sie fragte ein paarmal, ob er sich gemeldet hatte und ob er Sophie sehen würde. Ich klärte sie nicht auf, denn ich war mir nicht sicher, ob sie das für sich behalten würde.

Als Sophie ein paar Monate alt war, fing ich in der Agentur von Liams Vater an zu arbeiten. Liam und Brian waren befreundet, so waren wir uns wieder begegnet.
Er war mittlerweile verheiratet, seine Frau war ebenfalls schwanger und er hatte sich verändert, war ruhiger geworden. Es stellte sich heraus, dass wir uns als Freunde gut verstanden, und auch seine Frau Sharon wurde eine gute Freundin.
Unsere Kinder wuchsen miteinander auf, besuchten den gleichen Kindergarten, und da Sharon nicht arbeitete, kümmerte sie sich Nachmittags um Sophie, wenn ich arbeiten war.
Liams Eltern, Michael und Katrina, mit denen ich mich damals schon sehr gut verstanden hatte, wurden so etwas wie Sophies schottische Großeltern.
Manchmal wenn unsere Fünfer Gruppe, Tessa, Brian, Liam, Sharon und ich ausgehen wollte, meistens einmal im Monat, luden wir unsere Kinder bei ihnen ab und Michael und Katrina veranstalteten das volle Großeltern Programm mit Pommes und Fischstäbchen und alle zusammen im großen Garten toben.
Sophie liebte ihre schottische Familie.
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