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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
6
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19.12.2020 778
 
Am nächsten Tag machten Florian, Sebastian, Carola, Matthias, Ella und ich eine Wanderung. Nach ein paar Stunden  setzten wir uns auf eine Wiese oberhalb einer Bucht und machten Pause. Wir hatten Käse und Salami und Baguettes mit gebracht.
Zufrieden lehnte Sebastian sich nach hinten. „Ich bin satt, ein Verdauungsschläfchen wäre jetzt was feines.“
Carola legte sich neben ihren Mann. „Stimmt.“, sagte sie.
Ella sah Matthias an, der grinste und sich ebenfalls hinlegte, Ella in seinen Armen.
Flo sah mich an. „Machst du auch schlapp?“, fragte er.
„Ich bin topfit.“, erwiderte ich.
„Wollen wir mal zur Bucht runter? Das Wasser sieht so herrlich aus.“
Er hatte recht. Das Wasser unter uns schimmerte in verschiedenen Blautönen, von hellem türkis bis dunkelblau.
Ich stand auf. „Na los.“
Wir kletterten den kleinen Abhang hinunter. Unten war kein Strand, so dass wir nicht direkt ans Wasser kamen. Ein Felsen ragte bis ans Wasser. Von da ging es etwa 3 m runter.
„Schade.“, sagte ich. „Ich wäre gerne mal ins Wasser gegangen.“
„Na dann spring halt.“, meinte Flo und stellte sich neben mich.
„Ich bin doch nicht lebensmüde. Wahrscheinlich sind da Felsen unter Wasser.“
„Nee, da sind keine.“ Flo begann sich auszuziehen. Sein Shirt lag schon auf dem Felsen, jetzt machte er sich an seiner Hose zu schaffen.
„Ey du kannst da nicht rein springen. Du weißt nicht was dich da unten erwartet.“
„Wasser erwartet mich da unten. Frisches, kühles Meerwasser.“
Er stand nun in Boxershorts vor mir und grinste.
„Komm Lena, das wird herrlich.“
„Ich warte lieber hier oben und wähle den Notruf, falls du dir beide Beine brichst oder schlimmeres.“
„Wenn ich springe und mir wider Erwarten nicht die Beine breche, kommst du dann hinterher?“
Ich sah wieder runter. „Ich weiß nicht, das sieht schon tief aus.“
„Das ist doch nichts. Ich wette, du wirst dich großartig fühlen wenn du einmal gesprungen bist. Und im Gegensatz zu deinem See sind die Temperaturen angenehm.“
„Und wie kommen wir dann wieder hier hoch und an unsere Klamotten?“
„Das sehen wir dann schon.“ Er grinste breit. „No risk, no fun.“
Und damit sprang er.
Ich hielt die Luft an. Als er kurz darauf auftauchte, atmete ich erleichtert aus.
„Noch alles heil?“, rief ich.
Er hob seinen Daumen hoch.
Kurzentschlossen zog ich Schuhe, Hose und Shirt aus und sprang ohne weiter nachzudenken in Unterwäsche ins Wasser.
Als ich wieder auftauchte, jubelte Flo. „Yeah! Du hast es getan!“
Ich lachte. Ein bisschen stolz war ich schon, dass ich mich das getraut hatte.
Zum Glück entdeckten wir eine Stelle, an der wir ohne große Probleme aus dem Wasser klettern konnten. Von da kamen wir auch wieder auf den Felsen mit unseren Klamotten.
Wir setzten uns in die Sonne und Flo strahlte mich an. „War geil oder?“, sagte er.
Ich lachte. „Ich könnte glatt noch mal.“
„Na dann mach doch.“
„Weißt du was? Das mache ich jetzt auch.“
Ohne zu zögern stand ich auf, trat an den Felsrand und sprang. Eine Sekunde später hörte ich Flo neben mir ins Wasser planschen.
Ich legte mich im Wasser zurück und ließ mich ein bisschen von den Wellen treiben.
Flo hatte die selbe Idee, und so trieben wir ein bisschen nebeneinander her. Ab und zu berührten sich unsere Beine oder Arme durch den Wellengang, aber nach drei Tagen in unmittelbarer Nähe zu Flo durchzuckte mich nicht mehr sofort ein Blitz, wenn wir uns mal berührten.
Trotzdem war mir bewusst, dass ich dabei war, mich wieder in ihn zu verlieben. Wenn es nicht schon längst passiert war, ich wollte mich mit dem Gedanken noch nicht auseinander setzen.
Es hätte mir schon klar sein müssen, dass das passieren wird als ich die Reise zusagte, und wahrscheinlich war es auch so gewesen.
Ich hatte nie aufgehört ihn zu lieben, aber dieses Gefühl des Verliebtseins hatte sich langsam wieder eingeschlichen.
Kein Wunder, im Urlaub war alles so leicht und unbeschwert, dachte ich, als wir kurz darauf nebeneinander auf dem Felsen in der Sonne lagen um zu trocknen.
Es gab keine Reibungspunkte und keine Probleme im Urlaub. Flo brachte das volle Programm. Er war lustig und niedlich wie am Anfang unserer Beziehung. Wir lachten viel zusammen, entdeckten sogar Gemeinsamkeiten, die es früher noch nicht gegeben hatte.
Abends saßen wir mit den anderen zusammen, aßen, spielten was, hörten leise Musik oder lasen.
Jeden Abend bevor wir schlafen gingen, saßen Flo und ich noch für eine Weile zusammen auf dem Balkon, der unsere Zimmer miteinander verband.
Ich seufzte innerlich. Nach dieser Woche Mallorca würde es schwer werden, wieder zurück zu kehren zu normal und meine Gefühle für Flo wieder irgendwo in meinem Unterbewusstsein zu vergraben.
Vor allem, weil Doron nicht da war, wenn ich nach Hause kam.
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