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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
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18.12.2020 730
 
Als ich in München landete, überlegte ich, meinen Wagen, den ich am Freitag dort geparkt hatte, stehen zu lassen und mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Ich war zu müde zum fahren.
Aber meine Sorge war unbegründet. Als ich die Abfertigung verließ, erwartete mich Doron.
„Was machst du denn hier?“, fragte ich und umarmte ihn.
„Überraschung.“, grinste Doron. „Ich konnte nicht mehr warten bis du endlich zuhause ankommst.“
„Zum Glück bist du da. Ich bin viel zu müde zum fahren.“
„Kein Problem. Außerdem habe ich gekocht.“
„Wow. Ich hab auch wirklich Hunger.“, sagte ich träge.
Er sah mich an. „Du hattest wohl nicht so viel Schlaf oder?“
„Zwei Stunden.“
„Hat es sich gelohnt? War es eine gute Party?“, fragte er.
„Mega gut. Ich glaube nur, ich werde zu alt für sowas.“
„Oh du arme Lena.“, lachte er. „Du bist 10 Jahre jünger als ich. Du musst das noch locker weg stecken können.“
„Ich fürchte nicht.“, sagte ich lachend.
Zuhause sah er mich an. „Möchtest du dich erst ein bisschen hinlegen?“
„Im Moment geht’s. Essen ist gerade wichtiger.“
„Das trifft sich gut. Das Essen ist fertig.“
„Ui.“ Ich liebte es wenn er kochte. „Was israelisches hoffe ich.“
„Natürlich.“
Er ging in die Küche und kam mit einem Teller wieder.
„Was ist das?“, fragte ich und sah die kugeligen Dinger an.
„Vorspeise. Dattel Bällchen. Sehr gesund, sehr lecker, geben viel Energie.“
„Na die kann ich brauchen.“ Ich schob mir eine in den Mund. „Lecker.“, sagte ich mit vollem Mund. Doron lachte.
Während wir anschließend am Tisch saßen wurde er ernst.
„Ich muss was mit dir besprechen, und ich fürchte, es wird dir nicht gefallen.“
„Okay...“, sagte ich besorgt.
„Ich habe einen neuen Job.“
„Was ja an sich schon mal keine schlechte Nachricht ist.“
„Nein, ist es nicht.“
„Aber? Drucks doch nicht so rum du machst mir Angst.“
„Der Job ist in Tel Aviv.“
„Du hast einen Job in Tel Aviv angenommen?“, fragte ich tonlos.
„Ja.“, sagte er und sah mich vorsichtig an.
„Ernsthaft? Du willst wieder zurück? Warum? Ich dachte du wolltest hier bleiben? Mit der Agentur zusammen arbeiten und so.“
„Ja das will ich auch. Aber bisher ist da nichts passiert. Und der Job ist perfekt.“
„Was ist es? Theater, Film? Und wie lange wirst du weg bleiben?“
„Schauspiellehrer an einer Schule. Es ist ein Jahresvertrag. Erstmal.“
„What? Jahresvertrag?“
Ich stand auf. Der Appetit war mir vergangen.
Doron stand auch auf und kam zu mir. „Ich weiß, es ist nicht ideal. Aber das ist ein richtig guter Job. Ich kann eine Menge Geld verdienen. Und ich habe die Wochenenden frei und kann oft kommen. Und du kannst mich besuchen.“
„Na toll. Ich dachte, wir haben den Fernbeziehungsscheiß hinter uns gelassen. Jetzt geht das wieder von vorne los!“
„Sei nicht sauer Lena. Ich muss Geld verdienen, und in Deutschland ist das nicht so einfach in meinem Job. Und ich muss mich auch ein bisschen mehr um meine Familie kümmern. Meine Eltern...“
„Das ist es oder? Du gehst nicht wegen dem Job, sondern wegen deiner Familie.“
„Nein. Ich möchte sie nur wieder mehr sehen. Kannst du das nicht verstehen?“
„Nein!“
Er lächelte. „Doch das kannst du. Du würdest deine Familie auch vermissen, wenn du in einem anderen Land leben würdest.“
„Ich habe sechs Jahre in einem anderen Land gelebt. Es war okay. Wir haben telefoniert und uns ab und zu mal gegenseitig besucht.“
Ich seufzte. „Ach Mensch Doron. Ich will nicht, dass du gehst. Vielleicht bin ich da zu egoistisch. Aber es läuft alles so gut mit uns. Ich will nicht wieder zurück zu telefonieren und alle paar Wochen mal sehen.“
Doron nahm mich in den Arm. „Ich weiß, dass das schwer wird. Ich würde auch lieber hier bleiben, das kannst du mir glauben. Aber meine Eltern sind beide nicht ganz gesund. Ich muss wieder mehr für sie da sein.“
„Und dafür dann weniger für mich.“, sagte ich trotzig.
Er legte eine Hand unter mein Kinn und zwang mich, ihn anzusehen.
„Ich werde immer für dich da sein. Aber für eine zeitlang nicht mehr so wie in den letzten Monaten. Wir haben schon so viel geschafft, das schaffen wir auch noch. Und nach dem Jahr sieht die Sache vielleicht schon anders aus.“
Ich lehnte mich an ihn. Natürlich hatte ich Verständnis für seine Situation. Aber ich wollte trotzdem nicht dass er ging.
„Wann fliegst du denn zurück?“
„In zwei Wochen.“
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