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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
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1 Review
 
09.12.2020 1.840
 
Die Filmparty war größer, als ich erwartet hatte. Anscheinend war jeder, der nur ansatzweise irgendwas mit dem Film zu tun gehabt hatte, eingeladen worden. Neben dem, was man so erwartete, wie Regisseure, Schauspieler, Produzenten, Ton, Schnitt und wer da sonst noch arbeitete, waren auch beispielsweise Leute eingeladen, die ihre Wohnung zum Drehen zur Verfügung gestellt hatten oder der Landwirt, dessen Kühe einmal durch den Film gelaufen waren.
Kein Wunder also, dass unsere Agentur eingeladen worden war.
Ella fand alles toll. „Was für eine Location, und so viele schöne Menschen. Boah sieh dir mal das Buffet an.“
„Ich finde, das sollten wir jetzt mal testen.“ sagte ich.
Sie zögerte. „Ich trau mich kaum was zu essen. Was, wenn ich mein Kleid voll klecker?“
Ich lachte. „Dir passiert das niemals. Sowas ist eher meine Spezialität.“
Ella lud sich ihren Teller voll mit Braten und Knödel und Rotkraut und Salat...
„Ich dachte, du bist zu nervös zum essen?“, fragte ich sie lachend.
Vor uns am Buffet standen zwei Männer.
Der eine deutete auf eine große Schale auf dem Tisch. „Ey guck mal, ist das nicht dieses Obstler Zeug oder wie das heißt?“
Der andere nickte. „Obatzda, genau.“
„Sag ich ja. Witzig, das erinnert mich an Österreich.“
Der Dunkelhaarige drehte sich zu seinem Freund um und da ich genau hinter diesem Freund stand, konnte ich nun sein Gesicht sehen.
Das war mein Österreich Florian! Der Mann, der mir seit über einem halben Jahr immer mal wieder schlaflose Nächte bereitete hatte, weil ich viel zu oft an ihn denken musste.
Was machte er hier? Er hatte uns erzählt, er wäre Möbeldesigner. Und nun stand er hier in Anzug und Fliege auf dieser Filmparty.
Es schockte mich dann auch nicht, als ich Matthias erkannte, der sich wieder dem Buffet zuwandte.
„Hallo.“, sagte er, wohl weil ich so nah neben ihm stand und sah mich dann kurz an. Er sah wieder weg, aber dann drehte er den Kopf um. „Lena?“, fragte er vollkommen überrascht. Er drehte sich zu Flo um. „Ey Flo, das ist die Österreich Lena!“
„Was machst du denn hier?“, meinte Matthias und sah an mir vorbei Ella an.
„Ella! Ich fass es nicht.“
„Wir haben an der Webseite für diesen Film mit gearbeitet.“, log ich.
„Das ist ja ein Ding.“, meine Matthias.
Nun sprach Flo zum ersten Mal. „Das ist wirklich eine Überraschung. Wollen wir uns da vorne hinsetzten?“, fragte er.
Wir gingen zu einem Tisch und nachdem wir die Teller abgestellt hatten, gab es ein großes gegenseitiges Umarmen.
Anschließend saßen wir uns gegenüber und schauten uns irritiert an. So richtig konnten wir anscheinend alle nicht glauben, dass wir uns hier wieder trafen.
„Was genau war denn eure Aufgabe bei der Webseite?“, fragte Florian.
Ella stopfte sich Schweinebraten in den Mund damit sie nicht lügen musste.
„Wir haben die Fotos und Videos vom Dreh gesichtet und vorsortiert.“, behauptete ich.
Florian zog eine Augenbraue hoch. „Tatsächlich?“
„Japp“.
„Und wie haben sie euch gefallen?“, fragte er.
„Total gut. War richtig spannend mal zu sehen wie so ein Film entsteht.“
Er lächelte. Er hatte ein wirklich schönes Lächeln. „Also habt ihr schon lange bevor der Film raus kam einen Einblick bekommen über die Mitwirkenden an dem Film, Schauspieler, Regisseur und so.“
Ich nickte. „Genau.“
„Hmn.“ Er nahm einen Schluck von seinem Bier. „Und wie findet ihr die Schauspieler so? Sind die heute Abend auch hier?“
„Ich habe sie noch nicht gesehen.“, behauptete ich. Ich wusste es tatsächlich nicht.
Matthias und Florian sahen sich an.
Florian wechselte das Thema. „Was macht die Wohnungssuche in München? Warst du schon erfolgreich?“
„Nicht wirklich. Ich habe auch zu wenig Zeit um mich mal richtig darum zu kümmern. Oder vielmehr, ich nehme mir nicht genug Zeit dafür. Ich sollte das wirklich mal langsam angehen.“
„Was hält dich denn davon ab?“
„Die Arbeit. Ich arbeite einfach sehr viel, und wenn ich mich dann nach Feierabend durch den Stau in München gequält habe und endlich zuhause bin, fehlt mir ein bisschen die Energie, mich nach Wohnungen umzusehen.“
„Kann ich verstehen.“
Irgendjemand kam zu den Männern und flüsterte ihnen was ins Ohr.
Florian stand auf. „Entschuldigt uns, wir müssen mal eben weg.“
Ich nickte. „Okay.“
Er sah mich an. „Sehen wir uns gleich wieder?“
„Klar.“
„Nicht weglaufen!“, sagte er und lächelte.
Das Lächeln brachte die Schmetterlinge wieder in Schwung.
Als sie weg waren, sah Ella mich an. „Wie findest du ihn?“, fragte sie.
„Wen?“
„Na Matthias. Der ist niedlich oder? Ich fand den schon in Österreich so sexy.“
„Ja ist er.“ Ehrlich gesagt hatte ich ihn mir gar nicht so genau angesehen, ich war von Florians grünen Augen und dem Lächeln abgelenkt gewesen.
„Wir haben gar nicht gefragt, warum sie hier sind.“, meinte Ella.
„Vielleicht haben sie die Möbel designt für den Film.“, überlegte ich.
Auf der Bühne tat sich was. Jemand kündigte den Regisseur des Filmes an.
Ella und ich standen auf und gingen näher zur Bühne, die gerade von Florian betreten wurde.
„Ach du scheiße.“, entschlüpfte es mir.
Ella sah mich an. „Hä? Was macht der denn da?“
Ich sah zur Bühne, wo Florian das Mikro gerade in der Hand hielt. Selbstsicher bedankte er sich bei allen, die ihm geholfen haben, dieses Filmprojekt zu verwirklichen. Nach und nach rief er mehr Leute auf die Bühne. Produzenten, Kameraleute, Tontechniker und so weiter.
Unter anderem auch Matthias, den er als besten Freund und Kollegen vorstellte.
Ella neben mir bekam den Mund nicht mehr zu.
Es wurde viel geredet, viel gedankt, man wünschte sich Gegenseitig nur das Beste, blabla.
Nachdem der offizielle Teil vorbei war, drehte ich mich um. „Ich brauche einen Drink.“, sagte ich, und Ella folgte mir sofort.  Kurz darauf standen wir jeweils mit einem Gin Tonic in der Hand  bei Lars und Malte und den anderen Leuten aus unserer Agentur. Lars knüpfte schon wieder Kontakte mit einem Produzenten, als Florian neben mir auftauchte.
„Gib zu, du hattest keine Ahnung, wer ich bin.“, stieg er direkt ein.
Ich drehte mich zu ihm um. „Okay, eventuell habe ich meine Beteiligung an der Webseite etwas hoch gespielt.“
„Hast du überhaupt daran mit gearbeitet?“
„Naja, ich hab den Kollegen mal was von Chinesen mitgebracht als sie Überstunden gemacht haben.“
Er lachte. „Kann man gelten lassen.“
„Möbeldesigner, was?“, fragte ich dann.
Er lachte laut. Da waren die Grübchen wieder. „Ich habe mich hoch geschlafen.“
„Das ging aber schnell.“
„Ich habe ungeahnte Qualitäten.“ Er grinste.
„Scheint mir auch so.“

Zwei Stunden später waren wir in eine Kneipe umgezogen. Keine von diesen Schickimicki Münchner Szene Bars, sondern eine richtig gemütliche, urige Kneipe.
Bei dem einen Gin Tonic war es nicht geblieben, und obwohl ich zwischendurch immer mal wieder Wasser getrunken hatte, merkte ich den Alkohol schon sehr deutlich.
Florian hatte ebenfalls mehr getrunken als er es normalerweise tat wie er sagte.
Wir hingen den ganzen Abend mehr oder weniger zusammen. Zwar waren noch andere dabei, aber Florian war immer in meiner Nähe. Es war so einfach mit ihm, schlagfertige Argumente auszutauschen, und ab und zu sahen uns die anderen einfach nur noch an, wenn wir hin und her schossen. Ich hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr und auch Florian schien sich prächtig zu amüsieren.
Ella hatte ebenfalls ziemlichen Spaß. Ich beobachtete, wie sie eng umschlungen mit Matthias tanzte. Die beiden sahen sich dabei tief in die Augen.
„Ich glaube, Ella ist verloren.“, sagte ich zu Florian. Er folgte meinem Blick.
„Ich fürchte, um Mathias stehts auch nicht besser.“, bemerkte er trocken.
Gegen 2 Uhr morgens torkelte Ella auf mich zu. Sie war ziemlich betrunken. „Lena, hast du eigentlich ein Hotel gebucht?“
Ich nickte. „Japp.“
„Gut. Dann kann ich weiter trinken ohne mir Sorgen zu machen, wo du heute Nacht schläfst.“
Ich lachte. „Trink soviel du willst.“
Sie umarmte mich. „Danke Freundin.“
Ich erwiderte ihre Umarmung und gab ihr einen dicken Kuss auf die Wange.
Als sie weiter gezogen war, beugte sich Flo, der hinter mir stand, nah an mein Ohr. „Du kannst auch bei mir schlafen.“
Ich drehte mich zu ihm um. Sein Grinsen breitete sich bis zu seinen Augen aus, die mich anfunkelten.
„So?“
Er nickte. Dann beugte er sich wieder zu mir. „Ich habe ein Gästezimmer. Aber wenn du brav bist, mache ich dir ein Eckchen in meinem Bett frei.“
Mein Herz blieb eine Sekunde stehen.
„Ich denke, wenn ich brav bin, sollte ich gerade nicht in deinem Bett landen.“
Er grinste noch breiter und biss sich auf die Unterlippe. Eine Geste, die ich ausgesprochen sexy fand.
Er sah mir tief in die Augen. „Vielleicht sollten wir das bei mir ausdiskutieren!“
Eine halbe Stunde später erreichten wir seine Wohnungstür. Er wohnte in der 5. Etage eine Mehrfamilienhauses, ohne Fahrstuhl. Nach der Menge ungewohnten Alkohols waren 5 Etagen ohne Fahrstuhl zu viel für mich. Ich lehnte mich keuchend an die Wand, während Flo die Haustür aufschloss.
Er öffnete sie und hielt sie auf. „Bitte.“, sagte er und deutete auf die Tür.
Ich sah ihn nur an. „Ich kann nicht mehr laufen. Keinen Schritt. Die Treppen haben mich gekillt.“
Er lachte, dann trat er auf mich zu, hob mich in seine Arme und trug mich in die Wohnung.
Er trat die Tür mit dem Fuß zu und brachte mich ins Wohnzimmer. Dort ließ er mich langsam an seinem Körper runter gleiten. Ich bewegte mich nicht, seine Hand lag an meinem Rücken und hielt mich an ihn gedrückt. Er legte seine andere Hand an mein Gesicht und beugte sich zu mir runter.
„Da vorne.“, sagte er und deutete mit dem Kopf nach links, „ist das Gästezimmer.“ Er senkte seine Lippen an meinen Hals und küsste mich dort sanft. „Und da“, sagte er, deutete nach rechts und küsste meine andere Halsseite, „ist mein Schlafzimmer. „Du hast die freie Wahl.“ Er unterbrach seinen Kuss und sah mich an. Ich war noch so gefangen von seinen Lippen auf meinem Hals, dass ich nichts sagen konnte.
„Wenn du nichts sagst, treffe ich die Entscheidung.“, murmelte er an meinem Ohr. Dann löste er seine Hand von meinem Rücken und nahm mein Gesicht in seine Hände. Er legte seine Lippen auf meine. Als seine Zunge meine berührte, explodierte etwas in meinem Magen.
Was für ein Kuss!
Der Kuss dauerte eine gefühlte Ewigkeit, und wenn der Abend damit zuende gewesen wäre, wäre ich schon glücklich und zufrieden gewesen.
Irgendwann zog er meine Jacke von den Schultern und ließ sie auf den Boden fallen. Dann folgte seine Jacke. Er schob mein Kleid hoch und ließ sie seine Hand über meine Beine hoch zu meinem Rücken wandern.
Ich tat das selbe, schob sein Shirt hoch und zog es ihm über den Kopf.
Ohne den Kuss zu unterbrechen, schob er mich in Richtung Schlafzimmer. Als wir dort ankamen, waren wir beide schon halb nackt.
Er umarmte mich fest und ließ sich dann rückwärts aufs Bett fallen. Ich landete unsanft auf ihm, aber auch das stoppte uns nicht. Mit einer schnellen Bewegung drehte er mich um und lag wieder auf mir.
Für einen langen Moment sah er mich nur an. Dann beugte er sich langsam zu mir runter. Mit geschlossenen Augen genoss ich jede seiner Berührungen.
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