Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
6
Alle Kapitel
38 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.12.2020 1.094
 
Kurz darauf hatte ich Geburtstag. Ich hatte keine großen Pläne für den Tag, ich wollte nur zuhause bleiben, mir mein samstägliches Croissant holen und es mir zuhause gemütlich machen.
Allerdings hatte ich die Rechnung ohne meine Freunde gemacht. Schon morgen um 8 Uhr klingelte es bei mir. Happy Birthday singend kamen Ella, Matthias, Elyas und Florian die Treppe hoch, bepackt mit Luftballons, Blumen und Geschenken.
„Ihr seid ja verrückt.“, sagte ich lachend.
Alle drei umarmten und küssten mich. Florian hielt mich am längsten fest und es grummelte wie immer in meinem Magen, wenn er in meiner Nähe war.
Sie packten Frühstück aus, deckten den Tisch und ich staunte über Weißwürste, Brezel, Eier, Bratkartoffeln. Jeder hatte was vorbereitet und mitgebracht.
Nach dem Frühstück klopfte Flo auf den Tisch. „Okay Lena, zieh dir was warmes an, wir machen einen Ausflug.“
Ich sah ihn an. „Wirklich?“
„Ja. Komm schon.“
Ella stand auf und begann, den Frühstückstisch abzuräumen. Matthias half ihr dabei, und nachdem ich aus dem Schlafzimmer  gekommen war, in dicker Jeans und Wollpullover, verließen wir das Haus.
Florian fuhr, und trotz mehrfachem Nachfragen sagten sie mir nicht, wo es hinging.
Ich merkte erst kurz bevor wir da waren, wo wir hinfahren würden.
„Auf die Zugspitze, ernsthaft?“, sagte ich.
Elyas nickte. „Absolut ernsthaft.“
„Da oben liegt Schnee.“
„Richtig.“, lachte Flo. Er wusste, dass ich kein großer Schneefan war.
„Warum fahren wir denn da rauf?“, fragte ich, als wir schon in der Gondel nach oben waren.
„Weil wir einen Schneemann mit dir bauen wollen.“, sagte Elyas. Das hat Tradition.“
„Aha.“, meinte ich nur. Aber ich freute mich trotz der schaukeligen Fahrt in der Gondel und der Aussicht, gleich im Schnee zu stehen, auf den Tag mit meinen Freunden.
Wir bauten tatsächlich einen Schneemann, bevor Elyas anfing, mit Schneebällen zu werfen. Wir tobten wie Kinder durch den Schnee, bis ich irgendwann aufgab und mich in den Schnee fallen ließ. Flo landete direkt neben mir.
Er grinste mich an. „Und ist der Schnee immer noch so schlimm?“, fragte er.
Ich schüttelte den Kopf. „Gegen den Schnee an sich habe ich ja gar nichts. Sieht nett aus und so. Aber alles ist nass und man braucht ewig bis man sich dann wieder ausgezogen hat und aufgetaut ist.“
Er lachte. „Ich habe eine prima Sitzheizung im Wagen, du bist in null komma nix wieder trocken und warm.“
„Na dann.“, sagte ich und legte mich komplett in den Schnee. „Ich wollte schon immer mal einen Schnee Engel machen.“, sagte ich und wedelte, auf dem Rücken liegend, mit den Armen.
Flo lachte wieder, wollte aufstehen und rutschte direkt aus. Unsanft landete er halb auf mir und knallte mit seinem Kopf vor meine Nase.
„Autsch!“, rief ich und hielt mir die Nase.
„Oh Gott Lena Entschuldige! Alles in Ordnung? Hab ich dir die Nase gebrochen?“
„Keine Ahnung.“, sagte ich dumpf.
Er saß jetzt halb auf mir. „Zeig mal.“
„Nee.“
„Komm schon, nimm mal die Hand da weg.“
Er nahm meine Hand und zog sie sanft von meinem Gesicht weg.
„Sieht noch gerade aus. Blut sehe ich auch keins. Ich glaube das ist nur eine Prellung.“
„Bist du nebenberuflich Arzt?“, fragte ich grummelnd.
Er grinste. „Japp.“
Sein Gesicht war meinem jetzt sehr nah, er untersuchte immer noch meine Nase. Trotz meiner Schmerzen hätte ich ihn am liebsten zu mir gezogen. Ich sah auf seine Lippen. Er lächelte, dann kam er noch ein bisschen näher. „Hör auf, so auf meine Lippen zu schauen.“, sagte er leise.
Ich riss mich vom Anblick der schönsten Lippen der Welt los und sah in seine Augen. Das machte es auch nicht besser.
Langsam stand Flo auf und hielt mir eine Hand hin. Ich ließ mich von ihm hochziehen.
Wir standen uns gegenüber und sahen uns in die Augen. Er biss sich auf die Unterlippe.
„Das mit uns wird nie vorbei sein Lena.“, sagte er dann leise, und bevor ich dazu was sagen konnte, kam Matthias zu uns.
„Hast du dich verletzt Lena?“, fragte er. Ich schüttelte den Kopf, ohne den Blick von Flos Augen zu wenden. „Alles in Ordnung.“

Als wir gegen 21 Uhr abends an meiner Wohnung ankamen, kamen alle vier noch mit hoch. Sie wollten ihre Töpfe und Schüsseln vom Frühstück mitnehmen.
Ich ging hinter Florian die Treppe hoch. Oben blieb er stehen, ich lief fast in ihn rein. „Hallo?“, sagte ich. „Gefährlich?“
Er drehte sich zu mir um. „Du hast Besuch.“
Ich sah an ihm vorbei.
„Doron! Was machst du denn hier?“
Doron saß vor meiner Haustür und stand nun auf. „Ich konnte doch deinen Geburtstag nicht verpassen.“, lächelte er.
Ich ging auf ihn zu und umarmte ihn. „Wieso hast du nichts gesagt? Dann wäre ich da gewesen. Wie lange sitzt du denn schon hier?“
„Ich erkläre dir nachher alles, okay?“ Er wandte sich den anderen zu,
„Hallo.“, sagte er.
Allgemeines Hallo und Hi ertönte.
Doron sah Florian an, der eine unergründliche Miene aufgesetzt hatte.
Ich schloss die Tür auf und ließ alle rein.
Elyas ging in die Küche und holte die Sachen. Als jeder seins hatte, sah Flo mich an.
„Wir fahren jetzt besser. Happy Birthday noch mal Lena.“
Ich lächelte. „Danke. Danke euch allen. Das war ein wunderschöner Tag.“
„Trotz fast gebrochener Nase.“ meinte Matthias und gab mir einen Kuss auf die Wange. Auch Elyas und Ella umarmten mich noch mal. Nur Flo stand schon an der Tür und winkte mir nur zu.
„Bis demnächst mal.“

Als sie weg waren, wandte ich mich Doron zu.
„Es tut mir so leid dass ich nicht hier war. Die haben mich heute morgen überrascht und mich mit zu einem Ausflug gemacht.“
„Kein Problem. Ich freu mich, dass du einen schönen Tag hattest.“
„Bist du nur für meinen Geburtstag her gekommen?“, fragte ich, immer noch mit einem schlechten Gewissen.
„Nein. Ich habe den Job in München. Beziehungsweise nicht den Job den ich wollte, sondern eine Krankheitsvertretung für einen Kollegen, der sich das Bein gebrochen hat und sechs Wochen ausfällt. Ich sollte so schnell wie möglich kommen. Ich wollte dich anrufen und dir sagen, dass ich ankomme, aber dann fiel mir ein, dass ich dich auch überraschen kann. Zu spät ist mir eingefallen, dass du bestimmt was unternimmst an deinem  Geburtstag.“
„Das tut mir so leid. Hättest du mal angerufen. Aber sechs Wochen Doron!“ Ich strahlte ihn an. Er grinste und kam auf mich zu.
„Ich bekomme eine Theater Wohnung wenn ich möchte. Aber ich dachte, vielleicht kann ich auch bei dir bleiben.“ Er grinste.
„Ich bestehe darauf.“, sagte ich und küsste ihn. Er legte seine Arme um meine Hüften und ich genoss seine sanften Lippen auf meinen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast