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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
5
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17.12.2020 392
 
Dorons Schwester Shira war eine bildhübsche, dunkelhaarige Frau mit den gleichen blauen Augen wie ihr Bruder.
Sie war, wie alle Israelis, die ich bis dahin kennen gelernt hatte, sehr herzlich und freundlich. Auch ihr Mann Lavi war sehr warmherzig.
Sie wohnten in einem Haus etwas außerhalb der Stadt auf einem Hügel. Die Kinder spielten im Garten, während wir auf der Terrasse aßen. Shira hatte aufgedeckt wie für eine zehnköpfige Familie. Es gab so viele verschiedene kleine Gerichte, und ich musste alle probieren.
Sie fragten mich nach München und meinem Studium in Schottland. Lavi hatte auch ein Semester in Edinburgh studiert, allerdings vor meiner Zeit, und wir stellten fest, dass wir den selben Lieblingspub gehabt hatten.
Irgendwann kamen wir auf Shiras und Dorons Eltern zu sprechen.
„Sie werden Probleme damit haben, dass du keine Jüdin bist. Und dazu noch Deutsche.“, sagte Shira offen.
„Ich kann nichts daran ändern, dass ich Deutsche bin.“, sagte ich und zuckte mit den Achseln.
„Aber daran, dass du keine Jüdin bist.“, warf Lavi ein.
Doron sah ihn scharf an. „Lavi, sie wird nicht ihre Religion ändern, das kann niemand verlangen.“
„Ich rede ja auch nicht von verlangen.“, sagte Lavi.
Shira schüttelte den Kopf. „So weit seid ihr ja auch noch gar nicht oder?“, fragte sie mich.
„Nein, wir sind ja auch noch gar nicht so lange zusammen. Ehrlich gesagt würde es mir für jetzt erstmal reichen, wenn wir mal länger am Stück Zeit miteinander verbringen könnten.“
„Bring Lena doch einfach mal mit zu deinen Eltern Doron.“, schlug Lavi vor. „Sie werden sie nicht raus schmeißen.“
„Das nicht, aber...“
„Ich habe eine bessere Idee.“, warf Shiri plötzlich ein. „Du kommst einfach zu meinem Geburtstag im Dezember. Ich mache eine kleine Feier. Dann lernt ihr euch sozusagen auf neutralem Boden kennen.“
Doron strahlte. „Das ist eine tolle Idee.“

„Glaubst du, es besteht irgendeine Chance, dass deine Eltern mich wenigstens akzeptieren?“, fragte ich Doron später, als wir im Bett lagen.
Er seufzte. „Ich weiß es nicht. Aber wenn sie es nicht tun, entgeht ihnen was.“ Er gab mir einen Kuss.
Die Tage mit Doron vergingen viel zu schnell. Von der Sache mit seinen Eltern abgesehen, war mit ihm alles leicht. Ich war eine Andere, wenn ich mit ihm zusammen war.
Der Abschied fiel mir schwer, aber wir wussten, dass wir uns bald wieder sehen würden. Wenn auch noch nicht wo.
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